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Vorurteile gegenüber Türken

Erstellt von Popeye, 09.01.2008, 22:12 Uhr · 136 Antworten · 35.974 Aufrufe

  1. #1
    Popeye

    Vorurteile gegenüber Türken

    WUNDERBARER ARTIKEL!!!!!!
    Richtig geil!!!!!
    Bitte ließt es durch, ist nicht viel!
    [h1] Vorurteile gegenüber Türken[/h1]


    [h2] Ein Klischee jagt das andere[/h2]
    Süleyman Artiisik
    Für alle, die ein bisschen besser Bescheid wissen wollen ...

    "Türken liegen den Deutschen auf der Tasche und nehmen ihnen die Arbeitsplätze weg!"


    Stimmt nicht! Es gibt rund 60.000 türkische Selbstständige in Deutschland. Damit sind knapp sieben Prozent aller türkischen Erwerbstätigen in Deutschland selbstständig. Vor dreißig Jahren hatte ihr Anteil bei nur knapp einem Prozent gelegen (3300 Personen). Hinter der Zahl von rund 60.000 Selbstständigen stehen schätzungsweise knapp 40.000 Betriebe mit sowie knapp 21.000 Betriebe ohne Beschäftigte. Insgesamt sind das knapp 300.000 Arbeitsplätze. Der Jahresumsatz aller türkischen Unternehmen wird auf rund 30 Milliarden Euro geschätzt - von dem ein Teil als Steuern in die deutschen Staatskassen fließt.

    "Türken sind faul!"


    Denkste! Ohne die türkische Bevölkerung wäre der wirtschaftliche Aufbau der Bundesrepublik kaum möglich gewesen. Die in den Sechzigerjahren von der Bundesrepublik gestartete Anwerbungskampagne von so genannten Gastarbeitern aus der Türkei hatte einen hohen Stellenwert in der Entwicklung dieses Landes. Insbesondere arbeiteten viele der "Gastarbeiter" in Fabriken, weil es dort nicht genügend Arbeitskräfte gab. Auch heute noch sind viele Türken in Branchen tätig, für die sich die meisten Deutschen zu schade sind.


    "Türken kaufen nur billig!"

    Falsch! Tatsache ist, dass Qualität und Prestigedenken das Kaufverhalten der hier geborenen türkischstämmigen Verbraucher dominieren: Rund 63 Prozent geben an, für qualitativ hochwertige Artikel gern auch mehr auszugeben. Beispielsweise entscheiden sich knapp 15 Prozent beim Neuwagenkauf für einen Mercedes - doppelt soviel wie die Deutschen. Trotz der ausgeprägten Markenaffinität kauft aber auch die türkische Familie ihre Lebensmittel und Produkte für den täglichen Gebrauch im Discounter. Auch die Türken passen sich in Zeiten des "Teuro" dem Trend "Geiz ist geil!" an.

    "Alle Türkinnen müssen Kopftücher tragen!"

    Eben nicht! Zwar schreibt der Islam eine Kopfbedeckung für Frauen vor, doch in welcher Form sie sich in der Öffentlichkeit verhüllen müssen, ist in der islamischen Welt bzw. im Koran nicht eindeutig. Dass "Türkinnen zum Kopftuch tragen von elterlicher Seite gezwungen werden" ist ein erfundenes Klischee. Das Kopftuch ist freiwillig und dient einer individuellen Hinwendung zum Islam, es ist ein Zeichen des Glaubens. Davon abgesehen ist das Tüchlein über dem Kopf unter türkischen Frauen längst nicht so verbreitet, wie viele annehmen. Von den 85.000 Türkinnen in Berlin sind allein über 60.000 zwischen 14 und 49 Jahre alt und gehören somit der zweiten Generation an. Sie bilden eine junge, moderne Zielgruppe, die mit den neuesten Trends geht.

    "Türken essen nur Döner Kebap!"

    Irrtum! Der Döner ist in der Türkei weit weniger verbreitet als in deutschen Landen. Der Dönerkonsum erreicht hier pro Jahr durchschnittlich ein Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro - mehr als McDonald's, Burger King und Wienerwald zusammen. Jedes Jahr gehen etwa 100.000 Tonnen gewürztes Fleisch - genau kennt die Zahl niemand - über die Theken. Allein in der Hauptstadt Deutschlands kommen auf eine verkaufte Currywurst schon rund 100 Döner. Die meisten Döneresser sind Deutsche. Der sich drehende Fleischspieß hat also mehr zur Integration der Türken beigetragen als jedes politische Programm. Völkerverständigung geht auch durch den Magen.

    Süleyman Artiisik lebt als Autor und Journalist in Berlin. Er schreibt für türkische und deutsche Zeitungen.

    fluter.de : Werbeoffensive | Ausgabe 'Zensur'

  2. #2
    Popeye
    DIE REALITÄTSTHEORIE

    Kartoffeldeutsche, die pünktlich zum Sauerkrautessen kommen und dann
    alles sauber aufräumen – so etwa kann man gängige Vorurteile
    gegenüber Deutschen zusammenfassen. Aber was ist mit den bei uns verbreiteten
    Vorurteilen gegenüber der Türkei? Eine Überprüfung.


    Texte: André Kerner Illustrationen: Marc Herold



    ALLE FRAUEN TRAGEN
    KOPFTÜCHER




    Während über Kopftücher an Deutschlands
    Schulen lange debattiert wurde,herrschen in
    der Türkei klare Verhältnisse. Bereits 1923
    verbot Kemal Atatürk Kopftücher für Schülerinnen,
    Lehrerinnen und Studentinnen.
    Mitte 2004 bestätigte der Europäische Gerichtshof
    für Menschenrechte in Straßburg
    dieses Gesetz, nachdem zwei türkische Studentinnen
    geklagt hatten, weil sie wegen
    Kopftuchtragens nicht an einer türkischen
    Uni studieren durften. Die Richter bewerteten
    die Rechte und Freiheiten Dritter sowie
    den Schutz der öffentlichen Ordnung höher
    als das Recht der Studentinnen, ihre Religion
    zu zeigen. Im Februar 2006 bestätigte das
    türkische Verwaltungsgericht das Straßburg-
    Urteil nicht nur, sondern dehnte es sogar
    noch aus: auf die Straßen vor den entsprechenden
    Gebäuden.Viele gläubige Studentinnen
    greifen daher zu einem Trick: Sie tragen
    Perücken. Der türkische Ministerpräsident
    Recep Tayyip Erdogan spricht sich öffentlich
    gegen das Kopftuchverbot aus. Seine
    Töchter sind zum Studieren in die USA gegangen,
    an die Universität von Indiana – dort
    können sie Kopftuch tragen.

    TÜRKEN TRINKEN DEN
    GANZEN TAG TEE




    Teetrinken gehört zum türkischen Alltag. Es
    gibt dafür aber keine traditionelle Teatime,
    vielmehr reichen die Türken Tee zu praktisch
    jeder Tageszeit und Gelegenheit. Zubereitet
    wird das Heißgetränk traditionell im Semaver,
    einem großen Wasserkessel. Dazu werden
    Trockenkuchen, Gebäck oder gefüllte
    Blätterteigtaschen serviert. Beim klassischen
    türkischen Tee handelt es sich um Cay, eine
    schwarze Sorte, die an der Schwarzmeerküste
    angebaut wird. Jährlich werden 180 000
    bis 190 000 Tonnen produziert, die Türkei ist
    damit der fünftgrößte Teeproduzent der Welt.
    Da jeder Türke etwa 2,3 Kilogramm Tee im
    Jahr verbraucht, wird nur wenig Tee exportiert.
    Noch mehr trinken allerdings die Ostfriesen,
    sie verbrauchen im Schnitt 2,5 Kilo
    im Jahr.Europameister im Teetrinken sind die
    Iren, dort liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bei
    drei Kilogramm.


    TÜRKEN HASSEN GRIECHEN



    2005 verabschiedete Griechenland eine neue
    Verteidigungsdoktrin – seither wird die Türkei
    nicht mehr als größte Gefahr eingestuft.
    Der letzte Krieg zwischen den Nachbarstaaten
    liegt 83 Jahre zurück. Streitpunkte sind
    jedoch nach wie vor Fragen, die den Luftraum
    betreffen, und Gebietsansprüche in
    der Ägäis. 1996 kam es deswegen zu einem
    schwerwiegenden Konflikt, der erst durch
    Vermittlung der US-Regierung entschärft
    werden konnte.Weiter ungelöst ist die Zypern-
    Frage: Die Insel ist geteilt, der griechische
    Teil ist Mitglied der EU.Der andere Teil,
    die „Türkische Republik Nordzypern“,wird
    nur von der Türkei anerkannt. Andererseits
    spricht sich Griechenland für einen EU-Beitritt
    der Türkei aus. Seit vergangenem Jahr
    bauen beide Staaten gemeinsam an einer Erdgas-
    Pipeline zwischen Ankara und Alexandroupolis.
    Für die Bundespolizei gelten Fußballspiele
    zwischen der Türkei und Griechenland
    aber noch als „Problemspiele“. Bei
    diesen handle es sich „um die Fortsetzung
    von Konflikten zwischen teilnehmenden
    Staaten, einhergehend mit übertriebenem
    Männerwahnsinn und Nationalstolz“.Ein anderes
    Spiel spielen Grenzsoldaten am Ebros:
    Sie schießen auf den Grenzposten des jeweils
    anderen Landes.Wer den Unterstand trifft,
    gewinnt angeblich eine Stange Zigaretten.


    TÜRKISCHE MÄDCHEN
    WERDEN VERHEIRATET




    Vor allem in eher rückständigen, ländlichen
    Gegenden gibt es noch Zwangsehen. Einer
    von Amnesty International 2004 veröffentlichten
    Studie zufolge wurden in den östlichen
    und südöstlichen Provinzen der Türkei
    mehr als die Hälfte aller Frauen ohne ihre
    Zustimmung verheiratet. Im Sommer 2006
    wurde bekannt, dass das staatliche Religionsamt
    eine Fatwa, ein islamisches Rechtsgutachten,
    gegen Zwangsehen erlassen möchte,
    in der Zwangsverheiratungen als Sünde und
    unislamisch bezeichnet werden. Zwar existiert
    bereits ein Gesetz gegen die Zwangsehe
    Zwangsehe
    in der Türkei, gesellschaftlich geächtet ist
    sie jedoch nicht überall.Viel weiter verbreitet
    ist jedoch görücü usulu, ein Verkupplungsversuch
    durch die Eltern. Dabei werden
    Söhne und Töchter über einen Vermittler
    einander vorgestellt. Sie haben dann die
    Möglichkeit, einander kennenzulernen.
    Haben sie kein Interesse aneinander, lehnen
    sie ab. Bei der akraba evliligi, der Verwandtenehe,
    kann auch Druck, den die Familie
    ausübt, eine Rolle spielen.


    FRAUEN HABEN
    NICHTS ZU SAGEN


    Vor allem Nichtregierungsorganisationen
    finanzierten in der Vergangenheit Programme,
    die es Unternehmerinnen erleichtern
    sollten, als Selbstständige ins Berufsleben zu
    starten und sich auf dem Markt zu behaupten.
    Mit Erfolg:Rund 14 Prozent der berufstätigen
    Türkinnen sind ihr eigener Chef
    (Deutschland:sieben Prozent).Allerdings geht
    weniger als die Hälfte der Türkinnen zur
    Arbeit (Deutschland: etwa 60 Prozent). 20
    Prozent der Führungspositionen in türkischen
    Unternehmen sind von Frauen besetzt
    (Deutschland: 25 Prozent), einige der größten
    türkischen Unternehmen haben eine
    Chefin: zum Beispiel die Holdings Sabanci
    und Yasar. Auch in höher dotierten Berufen
    wie auf Führungsebenen des öffentlichen
    Dienstes, in der Wissenschaft, dem Ingenieurswesen
    oder bei den Anwälten ist der
    Frauenanteil vergleichsweise hoch:Ungefähr
    ein Drittel der Uniprofessoren ist weiblich
    (Deutschland: 14 Prozent). Im Bankensektor
    sind 55 Prozent der Beschäftigten mit Uni-
    Abschluss weiblich. Mit Tansu Ciller wurde
    bereits 1993 eine Frau zur türkischen Regierungschefin
    gewählt. Jedoch sind nur vier
    Prozent der Abgeordneten im türkischen Parlament
    weiblich (Deutschland: 31,5 Prozent).
    Weil noch heute mehr als eine halbe Million
    türkischer Mädchen von den Eltern nicht
    zur Schule geschickt werden, können viele
    Mädchen weder lesen noch schreiben: insgesamt
    rund ein Fünftel, im ärmeren Osten
    ist es sogar fast jede Zweite. Daher initiierte
    das Kinderhilfswerk UNICEF im Jahr 2003
    das Programm Haydi Kizlar Okula! – „Auf in
    die Schule, Mädchen!“ Außerdem unterstützt
    die Regierung den auch für Jungen
    allgemein kostenpflichtigen Schulbesuch:
    Mädchen aus armen Verhältnissen werden mit
    25 Euro monatlich unterstützt.


    DIE TÜRKEN WÜRZEN
    ALLES MIT KNOBLAUCH
    UND KÜMMEL


    Als „Kümmeltürken“ wurden im 18. Jahrhundert
    deutsche Studenten aus der Nähe
    von Halle bezeichnet.Dort wurde viel Kümmel
    angebaut. Da der Landstrich trostlos
    wirkte und solche Gebiete in der Umgangssprache
    „Türkei“ genannt wurden, hieß die
    Gegend um Halle „Kümmeltürkei“. Erst
    als der ursprüngliche Bezug verloren ging,
    wurde die Bezeichnung zum Schimpfwort.
    Kreuzkümmel ist in der türkischen Küche
    kaum verbreitet. Und Knoblauch? Der ist
    in der Türkei vor allem als Hausmittel
    gebräuchlich: Bei einem Bienenstich oder
    einem Gerstenkorn wird Knoblauch auf die
    betroffene Stelle gerieben.

    Quelle:

    Bundeszentrale für politische Bildung
    fluter (Nr. 20)
    Hallo Nachbar - Das Türkeiheft
    http://www.bpb.de/files/HZZOVS.pdf

  3. #3
    hahar
    vorurteile gegenüber etwas fremden ist selbstverständlich für den "normalen" bürger!
    die türken bzw der islam, ist in der westlichen welt noch relativ fremd

  4. #4
    Popeye
    Zitat Zitat von hahar Beitrag anzeigen
    vorurteile gegenüber etwas fremden ist selbstverständlich für den "normalen" bürger!
    die türken bzw der islam, ist in der westlichen welt noch relativ fremd
    Jop aber diese beiden Artikeln bewundern mich sehr!

  5. #5
    hahar
    Zitat Zitat von El Turko Beitrag anzeigen
    Jop aber diese beiden Artikeln bewundern mich sehr!
    in wiefern bewundern sie dich

  6. #6
    Popeye
    Zitat Zitat von hahar Beitrag anzeigen
    in wiefern bewundern sie dich
    Die Autoren stellen klip und klar, dass wir nicht so sind, wie andere sagen.
    Dönerfresser
    Kopftuch
    etc.

    Deutsche essen mehr Döner als Türken. Unglaublich
    Oder der hier
    Irrtum! Der Döner ist in der Türkei weit weniger verbreitet als in deutschen Landen. Der Dönerkonsum erreicht hier pro Jahr durchschnittlich ein Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro - mehr als McDonald's, Burger King und Wienerwald zusammen. Jedes Jahr gehen etwa 100.000 Tonnen gewürztes Fleisch - genau kennt die Zahl niemand - über die Theken. Allein in der Hauptstadt Deutschlands kommen auf eine verkaufte Currywurst schon rund 100 Döner. Die meisten Döneresser sind Deutsche. Der sich drehende Fleischspieß hat also mehr zur Integration der Türken beigetragen als jedes politische Programm. Völkerverständigung geht auch durch den Magen.

  7. #7
    hahar
    Zitat Zitat von El Turko Beitrag anzeigen
    Deutsche essen mehr Döner als Türken. Unglaublich
    nach jeder sauforgie, geh ich zum türken und esse einen dürüm mit ayran(ist so ein ritual bei meinen kollegen)

  8. #8
    Lopov
    Zitat Zitat von El Turko Beitrag anzeigen
    Jop aber diese beiden Artikeln bewundern mich sehr!
    du meinst wohl, dass du diese beiden artikel oder die arbeit der journalisten bewunderst

  9. #9
    Popeye
    Zitat Zitat von Solus Lupus Beitrag anzeigen
    du meinst wohl, dass du diese beiden artikel oder die arbeit der journalisten bewunderst
    So in der Art

  10. #10

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    11.391
    es gibt gegen alle moslems in europa vorurteile.
    und in deutschland gibt es viele vorurteile gegen die türken, weil sie den größten abteil der ausländer abgeben, und somit am meisten auffallen.

    in anderen ländern, in denen türken nicht so zahlenmäßig vorhanden sind, kann man eigentlich keine vorurteile haben.

    zB finnland, dort hat man vorurteile gegen russen...

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