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Wahlverhalten von Minderheiten in D-Land

Erstellt von Schiptar, 02.11.2007, 19:52 Uhr · 87 Antworten · 2.626 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Schiptar

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    Wahlverhalten von Minderheiten in D-Land

    Zitat Zitat von Schreiber Beitrag anzeigen
    Das Wahlrecht vom Wahlverhalten abhängig zu machen wollen - irgendwie hört sich das komisch an.
    Erzähl das mal der CDU in Bezug auf "Deutsch"russen und Türken... 8)

    Und den USA in Bezug auf US-Soldaten im Auslandseinsatz vs. normale Auslands-Amerikaner...

  2. #2

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    Zitat Zitat von Schiptar Beitrag anzeigen
    Erzähl das mal der CDU in Bezug auf "Deutsch"russen und Türken... 8)

    Und den USA in Bezug auf US-Soldaten im Auslandseinsatz vs. normale Auslands-Amerikaner...
    Mit dem Wahlverhalten der Russlanddeutschen hat die CDU sicher keine Probleme. Was die eingebürgerten Türken betrifft, so hat man nach der Wahl 2002 nur darauf hingewiesen, dass Schröder ihnen den Wahlsieg verdankt, mehr nicht. Richtig ist, dass die CDU ein wenig skeptischer ist, was Einbürgerungen generell anbelangt, aber das hat sicher nicht nur mit dem Wahlverhalten zu tun...

    Übrigens wird sich die SPD schön die Augen reiben, wenn irgendwann eine Türkenpartei auf den Plan tritt.

  3. #3
    Avatar von Schiptar

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    Zitat Zitat von Schreiber Beitrag anzeigen
    Mit dem Wahlverhalten der Russlanddeutschen hat die CDU sicher keine Probleme. Was die eingebürgerten Türken betrifft, so hat man nach der Wahl 2002 nur darauf hingewiesen, dass Schröder ihnen den Wahlsieg verdankt, mehr nicht. Richtig ist, dass die CDU ein wenig skeptischer ist, was Einbürgerungen generell anbelangt, aber das hat sicher nicht nur mit dem Wahlverhalten zu tun...
    Ich denke schon, dass man sagen kann, dass Deutschrussen traditionell zur CDU halten und Deutschtürken zur SPD, was sich wiederum darin widerspiegelt, in welche Richtung die Einbürgerungspolitik der jeweiligen Volksparteien tendieren.
    Natürlich liegt das im Falle der CDU in deren ideologischen Grundpositionen begründet, da sie traditionell in Blutskategorien denkt und deswegen im Zweifelsfall einen Russen aus Sibirien oder Kasachstan, dessen Uroma vielleicht mal Deutsch sprach, für den geeigneteren Deutschen hält als jemand, der schon in der dritten Generation in Deutschland lebt...

    Zitat Zitat von Schreiber Beitrag anzeigen
    Übrigens wird sich die SPD schön die Augen reiben, wenn irgendwann eine Türkenpartei auf den Plan tritt.
    Noch sind sie dafür zu wenige und integrieren sich deshalb in die jeweiligen parteien, die ihren politischen Positionen am ehesten nahekommen. Und das ist auch der einzig richtige Weg. (Nur bei den Grauen Wölfen klappt das ja noch nicht so ganz mit der Kooperation mit der NPD. Warum nur?)

  4. #4

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    Zitat Zitat von Schiptar Beitrag anzeigen
    Ich denke schon, dass man sagen kann, dass Deutschrussen traditionell zur CDU halten und Deutschtürken zur SPD, was sich wiederum darin widerspiegelt, in welche Richtung die Einbürgerungspolitik der jeweiligen Volksparteien tendieren.
    Natürlich liegt das im Falle der CDU in deren ideologischen Grundpositionen begründet, da sie traditionell in Blutskategorien denkt und deswegen im Zweifelsfall einen Russen aus Sibirien oder Kasachstan, dessen Uroma vielleicht mal Deutsch sprach, für den geeigneteren Deutschen hält als jemand, der schon in der dritten Generation in Deutschland lebt...


    Noch sind sie dafür zu wenige und integrieren sich deshalb in die jeweiligen parteien, die ihren politischen Positionen am ehesten nahekommen. Und das ist auch der einzig richtige Weg. (Nur bei den Grauen Wölfen klappt das ja noch nicht so ganz mit der Kooperation mit der NPD. Warum nur?)
    1. Du tust so, als ob alle Russlanddeutschen in Wirklichkeit total russifziert wären. Das stimmt nur zum Teil. Erst in letzter Zeit kommen überwiegend solche Leute, ein großer Teil der Aussiedler hat schon noch deutsch gesprochen. Nur fallen solche Leute halt nicht auf, weil sie nach kurzer Zeit von einem hier geborenen Deutschen nicht unterscheidbar sind. Aber selbst die mehr oder weniger Russifzierten werden sich innerhalb von ein oder zwei Generationen sehr gut anpassen. Bei den Türken klappt das ja nicht...

    2. Der einzig richtige Weg für dich. Aber vielleicht sehen das ein paar Leute anders und gründen eine Partei. Vielleicht finden sie ja doch ein paar Wähler. Ich glaube die Chancen stehen nicht schlecht.

  5. #5
    Avatar von Schiptar

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    Zitat Zitat von Schreiber Beitrag anzeigen
    1. Du tust so, als ob alle Russlanddeutschen in Wirklichkeit total russifziert wären. Das stimmt nur zum Teil. Erst in letzter Zeit kommen überwiegend solche Leute, ein großer Teil der Aussiedler hat schon noch deutsch gesprochen. Nur fallen solche Leute halt nicht auf, weil sie nach kurzer Zeit von einem hier geborenen Deutschen nicht unterscheidbar sind. Aber selbst die mehr oder weniger Russifzierten werden sich innerhalb von ein oder zwei Generationen sehr gut anpassen. Bei den Türken klappt das ja nicht...
    Mag sein, aber auch die größten "Ich chassä allä Kartoffäln"-Russen mit fetten kyrillischen Heckscheibenaufklebern auf ihren Prollautos wählen im Zweifelsfall eher CDU als SPD, würde ich mal behaupten.
    Ob die sich über die nächsten Generationen wirklich soviel besser integrieren werden als die Türken, na, wir werden sehen. Zumindest mal wird ihnen von staatlicher Seite die Integration leichter gemacht als den Türken.
    Außerdem ist die Frage, warum die CDU immer noch so sehr an der bevorzugten Behandlung für die "russifizierten" Russland"deutschen" festhält. Hätte da 'ne nette Anekdote einer deutschamerikanischen ehem. Uni-Dozentin von mir, aber ich will ja nichta uch noch mit Anekdoten nerven.

    Zitat Zitat von Schreiber Beitrag anzeigen
    2. Der einzig richtige Weg für dich. Aber vielleicht sehen das ein paar Leute anders und gründen eine Partei. Vielleicht finden sie ja doch ein paar Wähler. Ich glaube die Chancen stehen nicht schlecht.
    Ich glaube, sie haben bessere Chancen, ihre politischen Interessen zu vertreten, wenn sie sich in bestehende Parteien eingliedern und ein zu umwerbendes Wählerpotential darstellen als wenn sie eine Zwergpartei gründen, die's vielleicht in Berlin, Hamburg und NRW in die Landesparlamente schafft aber bundesweit nie über 5% kommt...

  6. #6

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    1. Natürlich wird ihnen von staatlicher Seite die Sache leichter gemacht, weil angenommen wird, dass es sich um Deutsche handelt, die in der Sowjetunion wegen ihrer Nationalität diskriminiert wurden. Vergünstigungen für die Türken würde bedeuten, dass Deutschland als Auswanderungsziel nur noch attraktiver wird, was ja nicht der Sinn der Sache ist. Denn auch wenn ein Russlanddeutscher arbeitslos ist oder sonstwie Probleme macht, er ist kein potentieller ethnischer Krisenherd. Spätestens die übernächste Generation wird kein Wort Russisch sprechen und dann entweder, je nach Bildungsgrad, Stephan oder halt Justin Müller heißen und von anderen Mittel- oder auch Unterschichtdeutschen nicht zu unterscheiden sein. Außerdem gibt es heute keinen nennenswerten Zuzug mehr aus der ehemaligen UdSSR. Und ich wäre überrascht, wenn das die CDU ändern wollte. Es leben ja auch kaum mehr Deutsche dort.

    2. Kommt drauf an, was man erreichen will. Ein großes Anliegen sind ja Erleichterungen für den Zuzug von Verwandten aus dem Heimatland. Das konnte man an den wütenden Reaktionen der türkischen Verbände an den Gesetzesänderungen vor ein paar Monaten erkennen. Dann wären da noch Minderheitenrechte. Oder halt Mobilisierung aus nationaler oder religiöser Richtung.

  7. #7
    Avatar von Schiptar

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    Zitat Zitat von Schreiber Beitrag anzeigen
    1. Natürlich wird ihnen von staatlicher Seite die Sache leichter gemacht, weil angenommen wird, dass es sich um Deutsche handelt, die in der Sowjetunion wegen ihrer Nationalität diskriminiert wurden. Vergünstigungen für die Türken würde bedeuten, dass Deutschland als Auswanderungsziel nur noch attraktiver wird, was ja nicht der Sinn der Sache ist. Denn auch wenn ein Russlanddeutscher arbeitslos ist oder sonstwie Probleme macht, er ist kein potentieller ethnischer Krisenherd. Spätestens die übernächste Generation wird kein Wort Russisch sprechen und dann entweder, je nach Bildungsgrad, Stephan oder halt Justin Müller heißen und von anderen Mittel- oder auch Unterschichtdeutschen nicht zu unterscheiden sein. Außerdem gibt es heute keinen nennenswerten Zuzug mehr aus der ehemaligen UdSSR. Und ich wäre überrascht, wenn das die CDU ändern wollte. Es leben ja auch kaum mehr Deutsche dort.
    Dein Vertrauen ehrt dich...

  8. #8

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    Zitat Zitat von Schiptar Beitrag anzeigen
    Dein Vertrauen ehrt dich...
    Wie meinst du das?

  9. #9
    Avatar von Schiptar

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    Zitat Zitat von Schreiber Beitrag anzeigen
    Wie meinst du das?
    Dass ich die Integrationsfähigkeit der russischsprachigen Bevölkerung in Deutschland kritischer beurteile.

  10. #10

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    Zitat Zitat von Schiptar Beitrag anzeigen
    Dass ich die Integrationsfähigkeit der russischsprachigen Bevölkerung in Deutschland kritischer beurteile.
    Na ja, vielleicht seh ich das auch rosiger, weils bei uns daheim keine Russlanddeutschen gibt (logischerweise). Und wo ich jetzt lebe, gibts auch kaum welche. Jedenfalls hab ich noch keine wahrgenommen. Bis auf ein paar ältere Leute, die ich kurz im Krankenhaus als Patienten mehr oder weniger kennengelernt hab. Die sind mir logischerweise nicht negativ aufgefallen, eher im Gegenteil. Aber zumindest die Vermutung, dass es bei russifizierten Deutschen unmöglich ist, dass die irgendwann russische Fahnen vor den Rathäusern hissen wollen, dürfte konsensfähig sein? *g*

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