Wegen Mordes im Irak verurteilter Soldat frei

Robert Pennington tötete gemeinsam mit acht Kameraden den Vater von elf Kindern

Los Angeles - Ein US-Soldat, der wegen seiner Beteiligung an der Tötung eines irakischen Zivilisten zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden war, ist am Freitag begnadigt und freigelassen worden. In einer am Freitagabend (Ortszeit) veröffentlichten Mitteilung der US-Marine-Infanterie in Camp Pendleton im US-Staat Kalifornien hieß es, der Soldat Robert Pennington sei nach einem Gespräch mit dem Kommandanten des Stützpunktes, Generalleutnant James Mattis, aus der Haft entlassen worden. Die Entscheidung sei unter anderem mit Rücksicht auf Penningtons militärische Erfahrung, seinen militärischen Rang und den Grad seiner Beteiligung an dem Verbrechen gefallen.
Pennington gehörte zu einer Gruppe von acht US-Soldaten, die im April 2006 einen 52 Jahre alten irakischen Vater von elf Kindern in Hamdania aus seinem Haus gezerrt und kaltblütig erschossen hatten. Danach versuchten sie den Mord zu vertuschen, indem sie den Mann als potenziellen Bombenattentäter darstellten. Der Rädelsführer der Gruppe, der 23 Jahre alte Unteroffizier Lawrence Hutchins, war in der vergangenen Woche zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Auch gegen die sechs anderen Beteiligten ergingen bereits Urteile. Pennington hatte sich in dem Prozess schuldig bekannt.

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