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Wehrpflicht oder Profiheer? (20. Jänner - Österreich)

Erstellt von Esseker, 07.01.2013, 02:15 Uhr · 254 Antworten · 7.706 Aufrufe

  1. #21
    Esseker
    Zitat Zitat von Bambi Beitrag anzeigen
    das schrieb ich im ersten Beitrag. Es ist nichts verwerfliches dran, aber für Leute von Rang und Namen ist es natürlich toll wenn sie wissen, da sind, aus ihrer Sicht, nur Nobodies die sie beliebig in andere Länder schicken können.
    Ähm... man kann da nicht einfach Leute hinschicken, alles muss begründet und gesicher werden, keiner steckt dich ins flugzeug und du wachst in den schlimmsten gebieten afghanistans auf. Man hat selber Entscheidungsrecht (zumindest in Österreich), man hat eine eigene Ausbildung für jeden Einsatz und es läuft alles recht fair ab.

  2. #22
    Avatar von Ibrišimović

    Registriert seit
    30.11.2005
    Beiträge
    3.564
    Zitat Zitat von Bambi Beitrag anzeigen

    wie viele haben denn das Zeug, Offizier zu werden?
    Offiziere gibt es viele, das kommt vorallem auf deinen Schulabschluss an, wenn du dir in den US kein Studium leisten kannst oder keine Lust auf riesige Studiendarlehen hast, dann verpflichtest du dich für ein paar Jahre und sie zahlen dir dein Studium und sobald man dort studiert, ist man Offiziersanwärter etc.

    @Esseker in Deutschland kann man sogar einen Auslandseinsatz mehrmals ablehnen.

  3. #23
    D.Hans
    Zitat Zitat von Slavo Beitrag anzeigen
    Majster, machst du Umfrage.
    Ich schlage vor, zuerst eine Diskussion (ca. eine Woche) und danach eine Umfrage. Da kann jeder die verschiedenen Argumente pro und contra lesen und sich eine Meinung bilden.

    - - - Aktualisiert - - -

    Also, bevor ich meinen Senf betr. Pro und Contra Wehrpflicht dazu gebe, ein paar grundsätzliche Gedanken zum Thema:

    1. Defacto gibt es in Österreich heute schon KEINE Wehrpflicht. Jeder männl. Bürger hat die WAHL Militär- od. Zivildienst zu leisten!

    2. Das Verbot von Zwangsdiensten und Sklaverei ist in der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) verankert und besagt, dass kein Mensch zur Arbeit gezwungen oder versklavt werden darf. Ausnahmen eines solchen Zwangsdienstverbots stellen NUR die allgemeine Wehrpflicht und der daran gekoppelte Zivildienst dar, welche ausdrücklich nicht als Zwangsverpflichtung gelten. Zu allen anderen Diensten darf ein Staat seine Einwohner nicht ZWINGEN!!!

    3. Die in Kürze stattfindende VolksABSTIMMUNG zur Wehrpflicht in Österreich ist ein Verbrechen an der direkten Demokratie! Von der Politik wird eine Verantwortung an die Bevölkerung abgeschoben, OHNE diese im erforderlichen Ausmaß zu informieren! Der Polemik und pol. Manipulation ist Tür und Tor geöffnet. Dies ist hochgradig unseriös!!!

    Der EINZIG richtige Weg ist folgender:

    In einer politischen Diskussion wird erörtert, WELCHE AUFGABEN ein neu strukturiertes Heer zu erfüllen hat.


    • Welche Bedrohungen sind aktuell vorhanden, bzw. in der Zukunft zu erwarten?
    • Was muss diesen entgegengesetzt werden?
    • Welche internationalen Vereinbarungen sind zu erfüllen?
    • Wie kann die POLITISCHE Souveränität des Landes sichergestellt werden?
    • Wie kann die WIRTSCHAFTLICHE Souveränität sicher gestellt werden (Sicherung der Infrastruktur im Katastrophenfall)?
    • Wer übernimmt die Aufgaben zur GEISTIGEN Landesverteidigung (Selbstbewusstsein)?
    • Will man überhaupt SOUVERÄN sein oder voll in einem Militärbündnis integriert sein (Stichwort Neutralität)?


    Mit anderen Worten: Eine umfassende VerteidigungsDOKTRIN ist zu erstellen!

    Alten- und Krankenpflege fallen NICHT in den Aufgabenbereich der Landesverteidigung! Daher ist auch ein Bezug darauf in einer einschlägigen Volksabstimmung nicht zulässig.

    Falls es Alternativen/Varianten gibt, sind diese dann der Bevölkerung zur ABSTIMMUNG vor zu legen. Das Ergebnis muss BINDEND sein.

    Dies Alles geschieht NICHT! Ich lasse mich von KEINER politischen Gruppierung verarschen und werde an dieser „Volksabstimmung“ NICHT teilnehmen.

    Das wirklich traurige daran ist aber, dass damit eine sinnvolle Diskussion über Landesverteidigung in Österreich für die nächsten 30 Jahren ausgeschlossen ist. Es wird von den nächsten Politikergenerationen das Totschlag-Argument „Das Volk hat entschieden“ verwendet werden.

  4. #24

    Registriert seit
    23.11.2009
    Beiträge
    3.371
    Ich war auch früher gegen eine Wehrdienst, mittlerweile aber habe ich keine klare Meinung. Vielleicht eine kurze Wehrdienst, wo es auch die Alternative einer Zivildienst gibt, für diese die aus Prinzip keine Waffen tragen wollen, wäre nicht unbedingt schlecht. Ich bin generell gegen Militarisierung, aber das Beispiel von USA beweist, dass auch mit einer Profi-Armee kann es diese noch geben.

    Meine Eindrücke aus meiner Wehrdienst-Zeit waren gemischt. Einerseits hatte ich da nicht wirklich das Gefühl, dass wir etwas Nützliches für unser Heimatland machen. Unsere Posten an der Waffenstillstand-Linie waren sehr weit voneinander entfernt, und die Türken waren sowieso viel mehr - meine einzige Hoffnung für Überleben im Falle eines Kriegs war, dass die Türken meinen Posten einfach ignorieren da sowieso unbeteutend. Die Offizieren waren offensichtlich viel mehr an ihre Beförderungen als an die Landesverteidigung interessiert. Aus dieser, rein militärischen, Sicht wäre vielleicht eine Profi-Armee mit viel Investition an Technologie besser und billiger gewesen - plus vielleicht eine kurze Grundausbildung der ganzen Bevölkerung zur Verwendung von Waffen etc.

    Andererseits, als Teil einer Erziehung war es gar nicht so schlecht. Man gewöhnt sich daran, viel und alles zu putzen, was gerade viele Jungen zu Hause nie gemacht hatten. Man lernt auch viele Menschen kennen, aus verschiedenen Städten, sozialen Schichten und Bildungsstand, wozu man im Alltag nicht so oft die Chance hat. Man lernt miteinander umzugehen und Dinge gemeinsam machen. Also hilft schon der Sozialisierung von jungen Männern. Mir persönlich hat es auch geholfen später im Studium, um Nebenjobs zu finden - für viele davon würde ich mich nicht trauen, wenn ich nicht die Armee-Erfahrung hatte.

    Auf jeden Fall, wenn es schon eine Wehrdienst gibt, muss es nicht zu lang sein (bei uns war das damals 26 Monaten). Wenn man zu lange in der Armee war, kann man danach Schwierigkeit haben, sich an das zivile Leben anzupassen.

  5. #25
    D.Hans
    Zitat Zitat von Afroasiatis Beitrag anzeigen
    Ich war auch früher gegen eine Wehrdienst, mittlerweile aber habe ich keine klare Meinung. Vielleicht eine kurze Wehrdienst, wo es auch die Alternative einer Zivildienst gibt, für diese die aus Prinzip keine Waffen tragen wollen, wäre nicht unbedingt schlecht. Ich bin generell gegen Militarisierung, aber das Beispiel von USA beweist, dass auch mit einer Profi-Armee kann es diese noch geben.

    Meine Eindrücke aus meiner Wehrdienst-Zeit waren gemischt. Einerseits hatte ich da nicht wirklich das Gefühl, dass wir etwas Nützliches für unser Heimatland machen. Unsere Posten an der Waffenstillstand-Linie waren sehr weit voneinander entfernt, und die Türken waren sowieso viel mehr - meine einzige Hoffnung für Überleben im Falle eines Kriegs war, dass die Türken meinen Posten einfach ignorieren da sowieso unbeteutend. Die Offizieren waren offensichtlich viel mehr an ihre Beförderungen als an die Landesverteidigung interessiert. Aus dieser, rein militärischen, Sicht wäre vielleicht eine Profi-Armee mit viel Investition an Technologie besser und billiger gewesen - plus vielleicht eine kurze Grundausbildung der ganzen Bevölkerung zur Verwendung von Waffen etc.

    Andererseits, als Teil einer Erziehung war es gar nicht so schlecht. Man gewöhnt sich daran, viel und alles zu putzen, was gerade viele Jungen zu Hause nie gemacht hatten. Man lernt auch viele Menschen kennen, aus verschiedenen Städten, sozialen Schichten und Bildungsstand, wozu man im Alltag nicht so oft die Chance hat. Man lernt miteinander umzugehen und Dinge gemeinsam machen. Also hilft schon der Sozialisierung von jungen Männern. Mir persönlich hat es auch geholfen später im Studium, um Nebenjobs zu finden - für viele davon würde ich mich nicht trauen, wenn ich nicht die Armee-Erfahrung hatte.

    Auf jeden Fall, wenn es schon eine Wehrdienst gibt, muss es nicht zu lang sein (bei uns war das damals 26 Monaten). Wenn man zu lange in der Armee war, kann man danach Schwierigkeit haben, sich an das zivile Leben anzupassen.
    Ich gebe Dir in den meisten Punkten Recht! Über meinen Einsatzraum im Mobilmachungsfall hatte ich nicht die Hoffnung dass wir zu unbedeutend wären. Vielmehr war ich mir ziemlich sicher, dass uns ein "Feind" gar nicht erst GEFUNDEN hätte Ich wusste bis bis dahin gar nicht, dass es in Österreich sooo versteckte Ecken gibt...

    Jeder, der einen Militärdienst geleistet hat, hat so seine Erfahungen und Eindrücke mit genommen. In Wirklichkeit ist es aber meistens GLÜCKSSACHE, welcher Einheit man zugeteilt wird und welchen Ausbilder bzw. Kommandanten man erhält.
    Ich hatte das Glück, einer absoluten Topeinheit mit fachlich und menschlich (!) hervorragenden Offizieren und Unteroffizieren an zu gehören. Im Laufe meiner Ausbildung hatte ich es aber auch mit vielen Versagern zu tun.

    Kaderpersonal rekrutiert sich eben aus den Grundwehrdienern - und die sind bei allgemeiner Wehrpflicht ein Spiegel der Gesellschaft. Dummes Volk - dumme Armee. Ganz einfach. Fast wie in der Politik: In einer Demokratie hat jedes Volk diejenige Regierung, die es verdient.

  6. #26
    Avatar von Allissa

    Registriert seit
    07.08.2009
    Beiträge
    44.232
    Zitat Zitat von Esseker Beitrag anzeigen
    Studieren ist ja auch nicht das einzige was einen erfüllt.

    Mein Cousin wollte nie studieren, war nie der Typ für die Schule, trotzdem aber nicht dumm. Folgedessen ging er nach seinem Bundesheer, was (wie er sagte), vollkommen unnützlich war ins Profiheer und jetzt ist er im Auslandseinsatz aber unter NATO-Schutz natürlich, also so riskant ist das nun auch nicht.
    selten so einen guten beitrag von dir gelesen.....


  7. #27
    D.Hans
    Zitat Zitat von Esseker Beitrag anzeigen
    Studieren ist ja auch nicht das einzige was einen erfüllt.

    Mein Cousin wollte nie studieren, war nie der Typ für die Schule, trotzdem aber nicht dumm. Folgedessen ging er nach seinem Bundesheer, was (wie er sagte), vollkommen unnützlich war ins Profiheer und jetzt ist er im Auslandseinsatz aber unter NATO-Schutz natürlich, also so riskant ist das nun auch nicht.
    Kein Land schickt Teile seiner Armee unter "NATO-Schutz" irgendwo hin. Wenn eine Armee im Ausland militärische Handlungen vollzieht, ist sie entweder AGGRESSOR, TEIL der NATO oder handelt im AUFTRAG der UNO.
    Militäraktionen sind IMMER riskant!

  8. #28
    Baader
    Wehrpflicht, alles andere ist Schwachsinn.

  9. #29

    Registriert seit
    13.05.2007
    Beiträge
    18.328
    wehrpflicht, ohne wenn und aber... sowohl für frauen als auch männer, ebenso für reiche erben wie für politikersöhne... keine möglichkeit sich davon freizukaufen, keine ausnahmen.

    mit dem römischem reich ging es steil bergab als nur noch söldner für die verteidigung zuständig waren. als weiteres beispiel kann man israel nennen, welches standhaft auf kahlem fels blüht obwohl es nur von feinden umringt ist.... zum großen teil wegen seiner wehrpflicht....

  10. #30
    Ado

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    01.03.2009
    Beiträge
    8.973
    Packt die Gelegenheit - scheiss auf die Wehrpflicht.

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