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Xingjiang : Brutale unterdrückung einer ganzen region

Erstellt von superyahud, 11.03.2014, 11:24 Uhr · 50 Antworten · 4.586 Aufrufe

  1. #41

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    Buchbesprechung „Die Himmelstürmerin“

    „Du gehörst nicht uns, du gehörst dem Volk!“



    Den Uiguren erging es in der Mitte des 20. Jahrhunderts ähnlich wie den Tibetern, deren Territorium ebenfalls von den Chinesen erobert wurde. Die Autorin Rebiya Kadeer schildert in ihrem Buch den Kampf der Uiguren um ihr Überleben. (Foto: reuters)


    Von Taufiq Mempel | 13.03.2014 10:11

    „Die Himmelstürmerin. Chinas Staatsfeindin Nr. 1 erzählt aus ihrem Leben“ ist eine Autobiografie von Rebiya Kadeer, die unter Mitarbeit der deutschen Journalistin und Autorin Alexandra Cavelius im Jahr 2007 im Wilhelm Heyne Verlag München erschienen ist. Rebiya Kadeer, geboren 1948 in den Bergen des Altai, beschreibt ihren Lebensweg als Uigurin, beginnend mit der Zeit der beginnenden Einwanderung von Han-Chinesen ab dem Jahr 1950 bis hin zu den Ereignissen rund um ihre Flucht aus dem Altai in die Stadt Aksu zehn Jahre später sowie deren Folgen.

    Aus der Not geboren wurde sie Unternehmerin und schaffte es innerhalb weniger Jahre von der Wäscherin über den Holz- und Textilhandel zur ersten Millionärin Chinas und bis in den chinesischen Volkskongress.
    Aber in Peking sind selbstbewusste und wirtschaftliche unabhängige Uiguren, die ihre Rechte einfordern, stets suspekt: Man beschuldigt Kadeer des Verrats von Staatsgeheimnissen und verurteilte sie zu fast acht Jahren Freiheitsentzug. Nach einer nicht enden wollenden Leidenszeit erfolgt dann 2005 die Ausweisung in die USA, wo ihre Verfolger aber wiederum präsent sind.

    Fremde im eigenen Land


    Rebiya Kadeer beschreibt in lebendigen Bildern die Verbundenheit ihres Volkes mit der Natur, das Leben mit dieser und die Zufriedenheit, die daraus erwächst, wenn man mit dem leben kann, was man hat. Im Gegensatz dazu steht die schmerzhafte Erfahrung der inneren Zerrissenheit seit dem Einmarsch der Chinesen, die begannen, die Wälder abzuholzen. Die Neuankömmlinge schienen keine Beziehung zu ihrer Umwelt zu haben. Es waren nicht nur Bäume, die ziellos abgeholzt wurden.

    Die „Kulturrevolution“ hatte Blüten wie die gezielte Jagd auf Spatzen getrieben – Folge davon waren unter anderem Mückenplagen, die infolge der Ausrottung der Vögel Überhand nahmen. Es ist der Zustand des Getrenntsein des Individuums von der eigenen Führung (hidayah), den sie nachzeichnet, ein krankhafter Zustand, der immer dann entsteht, wenn eine Ideologie die inauthentische Rolle eines Religionsersatzes einnimmt, wie dies in China unter den Kommunisten Mao Tse-tungs der Fall war.

    „Eine große Reise beginnt mit einem kleinen Schritt“


    Das Buch dreht sich um die Rückerlangung der politischen Unabhängigkeit der Uiguren. Kadeer befürchtet nichts weniger als die Ausrottung der Uiguren und ihrer Kultur. Von den aktuell 19 Millionen Einwohnern der Provinz Xinjiang sind bereits 7,5 Millionen Han-Chinesen, deren Ziel nach Überzeugung der Uiguren darin besteht, die einheimische Bevölkerung ihrer geistigen und materiellen Lebensgrundlagen zu berauben. Dass die Zuwanderung der Han-Chinesen im kommunistischen Riesenreich nicht etwa Folge einer natürlichen Wanderungsbewegung war, sondern gezielte Folge einer Besiedelungspolitik durch die Regierung, spricht für die Richtigkeit dieser These.

    Es gibt immer wieder willkürliche, aus nationalistischen Vorurteilen gespeisteÜbergriffe auf die uigurische Bevölkerung mit Hunderten Toten - die Berichte über ihre Erlebnisse im Gefängnis sind, was die Brutalität gegenüber den Uiguren angeht, schon fast jenseits des Beschreibbaren. Wie also das so fern liegende Ziel der Unabhängigkeit erreichen? Rebiya zitiert wiederholt ihren Vater mit den Worten: „Eine große Reise beginnt mit einem kleinen Schritt“ und „Du gehörst nicht uns, die gehörst dem Volk“.

    Die Energie und das Durchhaltevermögen dieser Frau weisen sie als starke und weise Führerin ihres Volkes aus: Eine Rolle, die sie sich selber nicht ausgesucht hat, die sie jetzt aber seit Jahrzehnten bravourös auszufüllen vermag.

    Trotz aller Auseinandersetzungen mit dem politischen System Chinas ist das Buch frei von Groll oder Hass gegenüber dem chinesischen Volk; es herrscht ein wahrhaftiger, angenehmer und liebevoller Ton im Buch, was die Lektüre zu einer lehrreichen und zugleich emotionalen Erfahrung macht.

    Aktuelle Ereignisse rücken Situation der Uiguren wieder in den Fokus


    Uigurien, das ehemalige Ostturkestan, im Nordwesten Chinas gelegen, tauchte in den vergangenen Wochen im Zusammenhang mit einem Terroranschlag in der Stadt Kunming, einer Provinzstadt in der Nähe von Peking, wieder in den Schlagzeilen auf. Ein grausames Gemetzel mit Messern und Macheten, ausgeführt von Maskierten, kostete 33 Menschen das Leben, 130 wurden verletzt. Sicherheitskräfte beschuldigten umgehend uigurische Terroristen aus der Provinz Xinjiang – so die chinesische Bezeichnung für das Land der Uiguren.

    Auch wenn die Schuldigen noch gar nicht identifiziert oder verurteilt worden sind, steht für die Propagandamaschinerie des Regimes in Peking der Hintergrund schon fest. Bereits 2001 hatte China nach den Anschlägen vom 11. September eine verschärfte Kontrolle über das Gebiet verhängt. Eine gute Gelegenheit, um eventuelle „Rechnungen“ unter dem Vorwand des „Krieges gegen den Terror“ zu begleichen. Die Berichterstattung folgt auch hier wieder nach dem Stereotyp vom „bösen Muslim“.

    Macht über Osteuropa ließ Stalin Ostturkestan aufgeben


    Das Gebiet Ostturkestan sah sich speziell in der Mitte des 19. Jahrhunderts dem Interessenkonflikt zwischen Russland und China ausgesetzt. Beide Länder führten blutige Kriege, um ihren Einfluss in der Region durchzusetzen. Bis zum Zweiten Weltkrieg stand das Gebiet unter starkem sowjetischem Einfluss und es kam immer wieder zu bewaffneten Aufständen gegen die chinesische Provinzverwaltung. Nach Absprachen mit den Briten und der Erweiterung des sowjetischen Einflusses auf Osteuropa gab Stalin seinen Einfluss in Ostturkestan nach dem Krieg auf. Es entstand ein Machtvakuum in Ostturkestan, das die Chinesen gern füllten. Wie sich herausstellte, ist das Gebiet reich an Rohstoffen wie Uran, Erdgas, Erdöl und Gold.

    Ab 1960 unternahm die Volksrepublik China Atombombenversuche auf dem Testgelände von Lop Nor, ebenfalls in der Region Xinjiang gelegen – mit den üblichen gesundheitlichen Folgen für die uigurische Bevölkerung.

    http://dtj-online.de/uiguren-china-rebiya-kadeer-22222





    - - - Aktualisiert - - -



    China setzt auf Eskalation


    Prominentem uigurischen Wirtschaftsprofessor droht die Todesstrafe


    Das Regime in Peking setzt auf Konfrontation: Die Gesellschaft für bedrohte Völker hat die offizielle Anklage des prominenten uigurischen Wirtschaftswissenschaftlers Ilham Tohti in China wegen Separatismus scharf kritisiert. (Foto: zaman)


    Von DTJ-ONLINE | 27.02.2014 13:42

    „Die Separatismus-Anklage ist ein Akt der Willkür und Gift für das Zusammenleben von Han-Chinesen und Uiguren in dem Vielvölkerstaat China. Wer diesen auch unter europäischen Diplomaten hoch geschätzten Vermittler zwischen den Kulturen für viele Jahre wegsperrt, weiß nicht, was er tut oder will gezielt provozieren und Gewalt schüren“, erklärte der Asienreferent der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), Ulrich Delius, am Mittwoch in Göttingen. „Wir fordern die deutsche Bundesregierung und die Europäische Union auf, gegen die willkürliche juristische Verfolgung Ilham Tohtis zu protestieren und seine sofortige Freilassung zu verlangen.“


    Mann des Ausgleichs


    „Ilham Tohti hat in seinen viel gelesenen Web-Diensten immer geworben für ein friedliches Zusammenleben zwischen Uiguren und Han-Chinesen. Mit seiner in Chinesisch geführten Webseite hat er die Anliegen der Uiguren einer breiten Bevölkerung erklärt und Brücken gebaut zwischen den Kulturen. Er ist ein Mann des Ausgleichs und gerade deshalb in den Augen des chinesischen Sicherheitsapparates so vermeintlich ‚gefährlich‘, weil er der Verteufelung aller Uiguren als ‚Terroristen‘ widerspricht.“ Am Dienstagabend hatte seine Ehefrau in Peking mitgeteilt, die Behörden hätten ihr erklärt, Ilham Tohti sei wegen Separatismus angeklagt worden.

    Der prominentesten kritischen Stimme der Uiguren in der Volksrepublik China droht eine Gefängnisstrafe zwischen zehn Jahren und lebenslanger Haft. Sollte in dem Gerichtsverfahren eine besondere Schuld konstruiert werden, könnte er auch zum Tode verurteilt werden.

    Machtanspruch der kommunistischen Führung umfasst alle Lebensbereiche


    Die Klagen der chinesischen Regierung über zunehmende Gewalt in der vor allem von muslimischen Uiguren bewohnten Autonomen Region Xinjiang werden unglaubwürdig, wenn Chinas Behörden zugleich nichts unversucht lassen, um neue Spannungen im Nordwesten des Landes zu schüren. Das kommunistische Regime in Peking enthält weiten Teilen der Bevölkerung unter anderem die Religionsfreiheit vor und diktiert den Menschen im Lande sogar, wie viele Kinder ihnen maximal zu bekommen erlaubt ist. Neben Uiguren werden auch noch andere ethnische und religiöse Minderheiten von Peking unterdrückt, unter anderem im besetzten Tibet.

    Seit Anfang Januar 2014 sind bereits 39 Menschen bei politisch motivierter Gewalt in der Unruheregion Xinjiang zu Tode gekommen. Seit Jahresbeginn 2013 fielen mindestens 254 Menschen der Eskalation der Konflikte zwischen chinesischen Sicherheitskräften und einheimischer uigurischer Bevölkerung zum Opfer.
    Der in Peking lebende Wirtschaftsprofessor war am 15. Januar 2014 festgenommen worden, nachdem er mehrfach unter Hausarrest gestellt oder massiv von den Sicherheitsbehörden bedroht worden war.

    http://dtj-online.de/uiguren-china-w...-anklage-21190

  2. #42

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    Verstehen das die Forums-Türken relativ problemlos? Oder spricht sie sogar Türkei-Türkisch da in dem Video?


  3. #43

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    Man versteht den größten Teil, aber Türkei-Türkisch ist es nicht.

  4. #44
    Avatar von amerigo

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    Free East Turkestan


  5. #45

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    Na wie fühlt es sich an ihr Türken ?

  6. #46

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  7. #47
    Avatar von TuAF

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    meint ihr an dieser nachricht ist was dran?

    Çin'in MİT kabusu

    • Çin'in MİT kabusu

    Çin, MİT'in Uygur Türklerine askeri eğitim verdiği şüphesiyle Ürdün'le istihbarat anlaşmasına vardığı iddia ediliyor.
    Çin Devlet Güvenlik Bakanlığı ve Ürdün Genel İstihbarat Dairesi arasında yürütülen Suriye ve Irak'taki Çin vatandaşları hakkında istihbarat paylaşım anlaşmasında son noktaya gelindi.

    Çin'in Ürdün'le anlaşmasına, Milli İstihbarat Teşkilatı'nın Çin vatandaşı olan Uygur Türklerine yönelik faaliyetlerinin sebep olduğu iddia ediliyor. Çinli yöneticilerin, MİT'in Suriye ve Irak'ta askeri eğitim verdiği Uygur Türklerini saldırılar düzenlemek Çin'e geri gönderdiği şüphesi taşıdığı belirtiliyor.


    Çin'in MÝT kabusu-Sabah - 12 Temmuz 2014

  8. #48
    Amarok
    Zitat Zitat von hrhrhrvat Beitrag anzeigen
    Verstehen das die Forums-Türken relativ problemlos? Oder spricht sie sogar Türkei-Türkisch da in dem Video?

    Man versteht sehr wenig, man erkennt Wörter und kann so vielleicht noch den Satz zusammenleiten. Türkei-Türkisch ist es nicht. Ich bin mir sicher das Kirgisen oder auch Kasachen sie besser verstehen als wir Türkei-Türken. Ich höre lediglich immer Türkische Wörter raus aber den Kern ihrer Aussage konnte ich nicht ganz verstehen. Sie sagt Wörter die ich verstehe ohne Probleme verstehe doch die Aussprache ist halt schwierig. Man müsste Türkei-Türken eventuell 2 Wochen geben um den Dialekt besser zu verstehen. Ich brauch nicht nachreden was sie nun sagt, da es sowieso auf Englisch im Video nochmal übersetzt wird aber auch ohne den Sprecher hätte ich und ich hab das Video nun 10 Minuten geguckt einen kleinen Teil verstanden bzw. was sie mir sagen möchte. Zwar muss man als Türkei-Türke nochmal um 2 Ecken darüber nachdenken aber es geht sehr schwer aber geht. Ich bin da ich in Tokat-Lebe an den Türkischen Dorf-Dialekt, Laz-Dialekt auch Türkisch-Kurdischen-Dialekt gewöhnt ich muss also immer um Ecken denken. Dieser hier aber im Video unterscheidet sich sehr von diesen Dialekten. Wie gesagt ein Kasache,Kirgise würden sie besser verstehen als ein Türkei-Türke. Wir und damit nehm ich mal alle im Forum ansässigen Türken verstehen kleine Wortfetzen und leiten so den Satz zusammen. Man muss da mal Hamburg als Politikwissenschaftler fragen

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von EmreKurde Beitrag anzeigen
    Na wie fühlt es sich an ihr Türken ?
    Ihr beansprucht ein Gebiet was euch nie gehört hat als einfache Nomaden. Diese Menschen jedoch gehörte Ost-Turkestan bzw. einzig in der Quing Dynasti 1890 konnte man den Osten-erobern und somit auch Xinjiang. Damit ist Kurdistan mit dieser Materie überhaupt nicht vergleichbar vor allem, weil die meisten Kurden in Mesopotamien ansässig waren und das ist das heutige Irak/Syrien eventuell noch die Grenzgebiete Hakkari, Mardin, Sinrak und Diyarbakir mehr aber auch nun nicht. Es gibt Kurdistan karten die reichen bis Sivas/Trabzon. Man sollte als Kurde wissen wo man her kommt und es sich nicht von einem Türken erzählen lassen. Genauso auch in meiner Heimprovinz Tokat wo Kurden für die PKK maschieren. Der größte idiotismus von euch. Ihr rennt nichts wissend überall hin und lasst euch scheiße erzählen. Hoffentlich gibt es bald im Irak ein Kurdistan. Denn dort gehört es auch ursprünglich hin.


    Genauso auch wie die Tibeter und Uiguren haben diese das Recht auf ihre Länderein, weil sie den Han-Chinesen eben nicht gehört. Die Han-Chinesen zudem sind rassisten da lasse ich mir keine zwei Meinungen darüber reden. Die Erschließung Xinjiangs hat mit den Rohstoffen zutun, die in diesem Gebiet vorhanden sind. Mengen an Erdgas und Erdöl und in Tibet gibt es große Quellen. Gerade China benötigt dieses Wasser da ihre Wasserversorgung knapp ist vor allem in ihren Millionen städten. China kann mit ihrer Wirtschaft das rennen auf der Börse gewinnen aber ein Krieg anzufangen wäre für sie der Untergang schlecht hin. Man hat nicht umsonst die Truppenstärke runtergestockt, weil man viele Teile der Einheiten gar nicht erst Ausrüsten kann und wenn dann mit alten AK-47 Gewehren aus der Sowjet-Zeit. Gerade uns Türken hängt man an das Truppengröße nicht alles seih aber gerade gegen 1,60-1,70 Piraten hat man dann Angst mit ihrer zum großteil schlechten Ausrüstung. Egal ob sie nun Superwaffen in ihren reihen haben. Gerade in sachen Wasserversorgung streiten sie sich mit Indien schon über einem Jahrzehnt.

    Rassmismus in China bevor wieder dieser Propaganda Chinese kommt. Die Han-Chinesen sehen sich als die eine Rasse.
    Quelle:
    http://community.zeit.de/user/menciu...assismus-china

    http://my-bewerbung.de/uiguren-tibet...-han-chinesen/

  9. #49
    Avatar von blacksea

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    7.837

  10. #50
    Amarok
    971x392xUiguren.jpg.pagespeed.ic.-1qURDUvil.jpg

    Peking will keine Einmischung der Türkei


    Türkei will 200 Uiguren aufnehmen, China verärgert


    Die Türkei hat angeboten, 200 im März in Thailand aus der Gewalt von Menschenhändlern befreite Uiguren aus China aufzunehmen. Peking wirft Ankara nun „Einmischung“ sowie Indifferenz gegenüber illegaler Einwanderung vor. (Foto: cihan)
    Empfehlen

    Chinesische Regierung hat erzürnt auf das Angebot der Türkei an die thailändische Regierung reagiert, etwa 200 Uiguren aus der westchinesischen Provinz Xinjiang aufzunehmen, die aus einem von Menschenhändlern betriebenen Lager befreit werden konnten.

    Bereits im März hatte die Polizei die Betroffenen entdeckt und sie als Uiguren identifiziert, einer muslimischen Minderheiten in der Volksrepublik China, die eine Turksprache spricht und in ihrer Heimat politische und religiöse Unterdrückung erfährt.
    Wie die staatliche Anadolu Nachrichtenagentur meldete, hatte der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu Thailand angeboten, die aufgegriffenen Uiguren aufzunehmen. Dieser Schritt verärgerte nun China, da man darin eine Unterstützung „illegaler Einwanderung“ sieht. Es handle sich, so ein chinesischer Regierungssprecher, um eine „Angelegenheit zwischen China und Thailand“ und „das relevante Land“ sollte aufhören, sich einzumischen.

    „Illegale Einwanderung durchbricht den normalen, gesetzesmäßigen internationalen Bewegungsfluss von Menschen, schädigt die Interessen der internationalen Gemeinschaft und kann auch der Sicherheit der betroffenen Länder und Regionen schaden“, erklärte Hua Chunying, Sprecherin des chinesischen Außenministeriums.


    China wähnt djihadistische Gruppen hinter Unruhen in Uiguren-Region


    Uiguren verlassen in verhältnismäßig geringer Zahl China. Für diejenigen, die sich den Strapazen einer Flucht gewachsen fühlen, bilden die Landwege nach Laos und Myanmar und von dort aus nach Thailand die aussichtsreichste Route, um in ein mögliches Aufnahmeland zu gelangen. Seit der Machtübernahme durch die Kommunistische Partei in China im Jahre 1949 sind allerdings mehrere tausend Uiguren in die Türkei geflohen.

    „Ich habe mit dem thailändischen Außenminister in New York und auch mit dem chinesischen Außenministerium die Angelegenheit besprochen und deutlich gemacht, dass die Türkei diese Uiguren schützen möchte“, äußerte sich Außenminister Çavuşoğlu gegenüber Anadolu. Aus Thailand gibt es jedoch noch keinerlei Stellungnahme.
    Während der letzten beiden Jahre kamen hunderte Menschen in der Provinz Xinjiang ums Leben. Die chinesische Regierung geht mit großer Härte vor gegen Uiguren vor. Exilgruppen beschuldigen Peking, bewusst Unruhen zu schüren. Die chinesischen Behörden bestreiten dies und sprechen davon, dass djihadistische Gruppen mit weltweiten Verflechtungen in der Region Terroranschläge begehen und versuchen würden, die Region zu Gunsten eines separaten Staates namens „Osttürkistan“ abzuspalten.

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