Zagreb: Täglich ein Kanonenschuss - Kroatien - FOCUS Online




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Fluchtort vor Dschingis Khan


Die Bischofsstadt Kaptol auf dem Osthügel wurde 1094 vom ungarischen König Ladislaus gegründet. Ihr Dom mit den beiden weithin sichtbaren Türmen gilt als Wahrzeichen Zagrebs. Kirchenbesuche seien ein Teil der kroatischen Identität, meint Dora. Wiederum ein ungarischer König, Bela IV., erklärte 1242 das weltliche Gradec zur freien königlichen Reichsstadt. Er hatte hier vor den Horden Dschingis Khans Zuflucht gefunden. Ein Kanonenschuss, der seit 100 Jahren täglich um 12 Uhr vom Lotrscak-Turm die Stadt erschüttert, erinnert an diesen Tag.




Bis dahin kündigte dort, wo der Blick auf Zagreb und Umgebung lohnt, die „Glocke der Diebe“ an, dass die Stadttore geschlossen wurden. Erhalten blieb nur das Steinerne Tor. An seinem Madonnenaltar suchen Gläubige Trost. Bei einem Stadtbrand war hier nur eine Madonnenfigur unversehrt geblieben. Am Abend begegnet man in der Oberstadt noch heute dem Laternenanzünder. Er ist gut zweieinhalb Stunden unterwegs, um in den über drei Kilometer verstreuten 217 Gaslaternen Licht zu entfachen.
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