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Albanien in Aufbruchsstimmung

Erstellt von Albanesi, 07.06.2005, 21:23 Uhr · 14 Antworten · 1.151 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
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    Albanien in Aufbruchsstimmung

    http://www.diepresse.com/Artikel.asp...t=ec&id=487089

    Albanien in Aufbruchsstimmung

    VON ERICH HOORN (Die Presse) 08.06.2005

    Tourismus. Um 40 Millionen Euro wird im Armenhaus Europas ein neues Feriendorf gebaut. Doch Korruption, Rechtsunsicherheit und schlechte Infrastruktur stören das Projekt.

    Tirana. Albanien ist es gelungen, ein spektakuläres touristisches Projekt an Land zu ziehen: Der Präsident der Riviera-Gruppe, Dritan Celaj, errichtet mit dem französischen Club Méditerranée im Süden des Landes in Kakome gegenüber der griechischen Insel Korfu ein Feriendorf mit 400 Villen und 800 Betten. Das 40 Mill. Euro teure Projekt liegt auf der rund 120 Kilometer langen albanischen Riviera zwischen der Hafenstadt Vlora und der Stadt Saranda. Seit kurzem wird gebaut, 2007 soll das Feriendorf, das pro Jahr auf 15.000 Gäste hofft, in Betrieb gehen.


    Weil die Straßen in Albanien schlecht sind, werden die Touristen auf Korfu landen und mit Booten ins 40 Minuten entfernte Kakome kommen. Der Grund für die ungenügende Verkehrsinfrastruktur in Albanien: Der frühere kommunistische Diktator Enwer Hodscha hatte den Privatbesitz an Autos verboten, nur die Ärzte durften sich ein Motorrad kaufen. Darum fuhren praktisch nur Lkw, die keine großen Ansprüche an die Qualität der Straßen hatten.

    Celaj sagt im "Presse"-Gespräch, dass es auch Gegner des Tourismusprojekts gebe. Bauern fordern eine Kompensation für den Boden, obwohl sie keine Dokumente über ihre Besitzrechte haben. Auch andere Geschäftsleute haben in Albanien Schwierigkeiten. Für den Kärntner Robert Rogner jun. stellt die Rechtsunsicherheit das größte Problem dar. Er verhandelt in Albanien über Projekte im Wert von 96 Mill. Euro.


    Wer durch Albanien reist, wird bald den Eindruck gewinnen, dass sich das Land in einer Aufbruchstimmung befindet. Es werden moderne Häuser und Straßen gebaut, das in kommunistischen Zeiten überall präsente Grau wird durch bunte Farben verdrängt. Allerdings muss man bedenken, dass in dem 3,5-Millionen-Einwohner-Staat die Wirtschaftsdynamik von einem sehr niedrigen Niveau ausgeht. Der Experte des Wiener Institutes für Internationale Wirtschaftsvergleiche, Mario Holzner, zweifelt an der Qualität der albanischen Statistiken. Sie geben etwa in den vergangenen Jahren das Wirtschaftswachstum mit sechs Prozent an, die Arbeitslosigkeit soll 15 Prozent betragen. In Wirklichkeit sei die Arbeitslosigkeit wohl höher und das Wirtschaftswachstum niedriger.


    Der Gouverneur der Albanischen Nationalbank, Ardian Fullani, meint zur "Presse", dass die Finanzpolitik seines Landes eine Erfolgsstory darstelle. Schon 2006 werde Tirana Geld auf dem Kapitalmarkt aufnehmen. Die finanzielle Lage sei gut, die Inflation liege bei nur 2,4 Prozent. Auch das Budgetdefizit hält sich in Grenzen. Erfolgreich wirkt sich die Privatisierung der größten albanischen Bank durch Raiffeisen aus. Als sehr wichtig wird die Landwirtschaft angesehen, weil sie 40 Prozent der Beschäftigung ermöglicht. Darum müsste die Agroindustrie von den Banken Kredite erhalten. Robert Wright von der Raiffeisenbank meint aber, dass solche Kredite zu riskant seien.


    Nach Meinung von Fullani sei es Albanien gelungen, bei der Bekämpfung der Armut Erfolge zu erzielen. Laut Statistik leben 25 Prozent der Albaner an der Armutsgrenze von zwei Dollar täglich. Ein weiteres Problem ist die Korruption. 77 Prozent der Albaner sagen, dass sie Beamte bestechen. Außerdem plagt das Land Strommangel, der zur Unterbrechung der Stromversorgung führt.

  2. #2
    Avatar von lupo-de-mare

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    Fakt ist Eines, das die Griechen niemals auf Grund der IATA Abkommen, Touristen über Korfu einfliegen und ausfliegen lassen!

    Die Griechen werden auf Grund dieses Internationalem Charter Abkommens, nur Tages Ausflüge nach Albanien zulassen, wobei es dann Interene Abkommen gibt, das Ein- und Ausreise Stempel auf einem Stück dünnen Karton erfolgen werden.

    Schon vor 10 Jahren waren diese Details, warum man nicht im Süden von Albanien investieren kann, allen Fachleuten bekannt, auf Grund der Vorgänge in der Türkei, als vor über 20 Jahren der Tourismus durchstartete. Dieses Problem wurde an höchster Stelle u.a. zwischen dem Rogner Management und mir ausdiskutiert.

    Ohne eigenen Flugplatz, kann sich Süd Albanien in der Touristik niemals entwickeln.

    Die Manager vom “Pleite” Club Med, sind halt Amateure und unfähig, welche Millionen in den Sand setzen.

    Kurz gesagt. Einige Albanische Minister und Fatos Nano werden reich, über ihre Baufirmen und Fatos Nano schon alle Grundstücke um das Gelände des Club Med geklaut. Die Einheimischen wurden enteignet.

  3. #3
    Avatar von Schiptar

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    Warum ist es eigentlich so schwer, in Albanien einen Geldautomaten zu finden, der was mit 'ner herkömmlichen EC-Karte anfangen kann??? Daran solltense auch mal feilen...

  4. #4
    Avatar von Alen

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    Zitat Zitat von Schiptar
    Warum ist es eigentlich so schwer, in Albanien einen Geldautomaten zu finden, der was mit 'ner herkömmlichen EC-Karte anfangen kann??? Daran solltense auch mal feilen...
    Tja Geldautomaten setzen Geld vorraus!

  5. #5
    Avatar von Schiptar

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    He, der Zustand der albanischen Wirtschaft hat auch seine guten Seiten: ich hab noch nirgends so wenig Hundekacke und im Osten noch nirgends so wenig Bettler gesehen wie in Tirana...

    Aber zurück zu den verkorksten Geldautomaten:
    Ich schätze mal, wenigstens Lupo wird wissen, was ich wirklich damit meine...

  6. #6
    Avatar von lupo-de-mare

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    Zitat Zitat von Schiptar


    He, der Zustand der albanischen Wirtschaft hat auch seine guten Seiten: ich hab noch nirgends so wenig Hundekacke und im Osten noch nirgends so wenig Bettler gesehen wie in Tirana...

    Aber zurück zu den verkorksten Geldautomaten:
    Ich schätze mal, wenigstens Lupo wird wissen, was ich wirklich damit meine...
    Ich will das mal nicht kommentieren, aber jeder Geld Automat bräuchte ein eigenes Wachpersonal (also 5 Leute in 24 Stunden Wachdienst). Das kommt zu teuer.

  7. #7
    Mare-Car
    Zitat Zitat von lupo-de-mare
    Zitat Zitat von Schiptar


    He, der Zustand der albanischen Wirtschaft hat auch seine guten Seiten: ich hab noch nirgends so wenig Hundekacke und im Osten noch nirgends so wenig Bettler gesehen wie in Tirana...

    Aber zurück zu den verkorksten Geldautomaten:
    Ich schätze mal, wenigstens Lupo wird wissen, was ich wirklich damit meine...
    Ich will das mal nicht kommentieren, aber jeder Geld Automat bräuchte ein eigenes Wachpersonal (also 5 Leute in 24 Stunden Wachdienst). Das kommt zu teuer.

  8. #8
    Avatar von Schiptar

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    Ich hab eigentlich das eher amerikanische Computersystem gemeint, mit dem die laufen... eben nicht das, mit dem die meisten europ. Geldautomaten funktionieren. Sogar diese sog. "Raiffeisenbanekn" dort...

  9. #9
    Avatar von lupo-de-mare

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    Zitat Zitat von Schiptar
    Ich hab eigentlich das eher amerikanische Computersystem gemeint, mit dem die laufen... eben nicht das, mit dem die meisten europ. Geldautomaten funktionieren. Sogar diese sog. "Raiffeisenbanekn" dort...
    Das weiss ich im Moment nicht. Aber kenne den Präsident der Albanischen Bank Fullani ziemlich gut, von früher. Eines der Fehler in Albanien ist Grundsätzlich, das man zuviel von den Amerikaner übernahm.

  10. #10
    Avatar von Schiptar

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    Zitat Zitat von lupo-de-mare
    Eines der Fehler in Albanien ist Grundsätzlich, das man zuviel von den Amerikaner übernahm.
    Was Volkes Stimme dazu wohl sagen würde?
    In meiner "Stammkneipe" in Tirana (...bißchen übertrieben, bei gerade mal zwei Nächten Aufenthalt von 'ner Stammkneipe zu sprechen, ne?) hatte der Wirt so'n kleines Karussel mit Nationalflaggen: Deutschland, Italien, USA und als größtes Albanien. Aber als er erst mal so richtig in Fahrt und gut auf Raki war, hat er immer nur die deutsche und albanische Flagge geküßt und auf die Amis geschimpft und uns mit Hand und Fuß klargemacht, daß die Briten den Amis den Arsch küssen.

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