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Amerika ist fast wie Griechenland

Erstellt von TurkishRevenger, 16.02.2011, 21:43 Uhr · 21 Antworten · 1.875 Aufrufe

  1. #1
    TurkishRevenger

    Amerika ist fast wie Griechenland

    Die US-Schulden wachsen dramatisch. Doch Demokraten wie Republikaner schweigen über die notwendigen Sparmaßnahmen, denn 2012 wird gewählt.

    Sind die USA noch zu retten? Ein Drittel der laufenden Ausgaben kann das Land nur durch Aufnahme neuer Schulden decken. Die Gesamtverschuldung durchbricht gerade die Schallmauer der kompletten Wertschöpfung eines Jahres. 14.300.000.000.000 Dollar. Amiland ist abgebrannt. Es ist das neue Griechenland – nur viel schlimmer.

    Erstens sind die USA die größte Volkswirtschaft der Erde, mit weitem Abstand vor der neuen Nummer zwei, China. Zweitens hängt die wichtigste Weltwährung, der Dollar, von der Seriosität amerikanischer Finanzpolitik ab. Drittens war die Finanzkrise nur der Auslöser; die Probleme enden nicht, wenn die Konjunktur anspringt. Die Ursachen sind vielmehr struktureller Natur, auch die US-Bevölkerung altert, die staatlichen Zuschüsse zu den Sicherungssystemen explodieren. Viertens muss die Rettung von innen kommen. Im Fall Griechenlands hatten die Euro-Partner Druckmittel: Sie machten ihre Hilfe abhängig von Athens Selbstdisziplin. Es gibt keine Autorität, die die USA in ähnlicher Weise auf den Pfad der Tugend zurückzwingen kann.
    In Washington jedoch tun beide Lager, der demokratische Präsident und die republikanische Kongressmehrheit, derzeit alles, um den Ernst der Lage zu verschleiern. Sie überschütten die Öffentlichkeit mit Sparplänen und Rettungsstrategien. Die entpuppen sich bei näherem Hinsehen als Tricksereien und spitzbübische Beispiele kreativer Buchführung. Obama gaukelt dem Volk vor, er könne die Neuverschuldung bis 2021 auf drei Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) und die Gesamtschulden auf 77 Prozent des BIP zurückfahren. Das entspräche nahezu den Stabilitätskriterien für die Euro-Zone. Die Rechnung beruht freilich auf der Annahme, dass die USA in jedem der nächsten zehn Jahre 3,9 Prozent Wachstum erreichen und die Arbeitslosenrate entsprechend sinkt. Wer mag das glauben?
    Die Republikaner wiederum behaupten, man müsse nur die "Verschwendung" bei Sozialausgaben und Auslandshilfe beenden, dann werde alles gut. Sie halten auch an der Illusion fest, der Staat könne seine Finanzen ohne neue Einnahmen in Ordnung bringen.
    Der Grund für diese Märchenstunden: 2012 wird gewählt. Keine Seite möchte der anderen eine Vorlage für deren mutmaßliche Wahlkampfstrategie liefern. Die Republikaner wollen Obama als "Sozialisten" präsentieren, der zu viele Aufgaben dem Staat übertrage und sich dann nicht anders zu helfen wisse, als die Steuern zu erhöhen. Und Obama hält sich mit konkreten Vorschlägen bedeckt, um die Konservativen in eine Zwickmühle zu zwingen: Sie sollen entweder als erste ihre Sparpläne offenlegen, damit sie der Zorn der Bürger trifft. Oder sie müssen, um das zu vermeiden, die Entscheidung zu höheren Schulden mittragen.
    Beide Lager wissen, was nötig wäre: Ein höheres Renteneinstiegsalter, Kürzungen beim Militär, bei der Grundrente (Sozial Security) und der kostenlosen Gesundheitsversorgung der Senioren (Medicare) sowie höhere Steuern auf Einkommen und Energieträger. Den Bürgern machen die hohen Schulden Angst. Sie verlangen Einsparungen, freilich nur im Allgemeinen. Sobald es konkret wird, regt sich Widerstand. Mit so vielen Schwindeleien kann man – vielleicht – Wahlen gewinnen, nicht aber die USA vor der Pleite retten.


    US-Schulden: Amerika ist fast wie Griechenland | Politik | ZEIT ONLINE

  2. #2
    Lance Uppercut
    Nein ist sie nicht.

  3. #3
    Kelebek
    Die Welt geht unter, aber Amerika nicht. Die haben bestimmt irgendwo noch irgendwelche Reserven, welche sie in Extremsituationen einsetzen werden und ne Krise ist für die wie Juckreiz für den Menschen. Das sind so Nachrichten, damit Menschen das glauben und denken die USA ist auch wie wir, juhuuu und sowas. Ich glaub daran gar nicht.

  4. #4
    Lance Uppercut
    Zitat Zitat von CAPO Beitrag anzeigen
    Die Welt geht unter, aber Amerika nicht. Die haben bestimmt irgendwo noch irgendwelche Reserven, welche sie in Extremsituationen einsetzen werden und ne Krise ist für die wie Juckreiz für den Menschen. Das sind so Nachrichten, damit Menschen das glauben und denken die USA ist auch wie wir, juhuuu und sowas. Ich glaub daran gar nicht.
    Solange es Coca Cola gibt, geht die Welt nicht unter!

  5. #5

    Registriert seit
    14.02.2010
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    1.459
    von der Einstellung zum Kapital und Freiheit sind die Griechen gar nicht mal so unterschiedlich zu den Amerikanern.

  6. #6

    Registriert seit
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    3.725
    Und die Türkei ist in der NATO will in die EU
    Oh mann jetzt wird es Zeit mit China für eine Union zu verhandeln

    aber vorher muss Uigurien zur Türkei kommen

  7. #7

    Registriert seit
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    3.930
    Tschüss Amerika

  8. #8

    Registriert seit
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    232
    Ich glaube nicht, dass sie jetzt noch irgendwo so große Reserven haben, dass sie einfach alle Probleme lösen können. Selbst Schuld, wenn sie sich überall einmischen und Krieg treiben.
    Hoffentlich geht ihnen jetzt das Geld aus, um Kaukasische Terroristen zu finanzieren.

  9. #9
    Avatar von Hakan

    Registriert seit
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    1.218
    wenn USA runtergeht, dann geht auch die Welt zuerst runter. und dann nach einiger aber schwer könnte alles wieder normal sein

  10. #10
    Avatar von Grizzly

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    4.314
    Beide Lager wissen, was nötig wäre: Ein höheres Renteneinstiegsalter, Kürzungen beim Militär, bei der Grundrente (Sozial Security) und der kostenlosen Gesundheitsversorgung der Senioren (Medicare) sowie höhere Steuern auf Einkommen und Energieträger.
    Das stimmt nur teilweise.
    Kürzungen beim Militär sind sicher mehr als angebracht, ebenso höhere Energieabgaben und vor allem rabiate Steuererhöhungen für Reiche. Bei den Armen, auch bei Social Security und bei Medicare, darf, entgegen dem, was die Republikaner u.v.a. die rechtsradikale Tea Party Movement wollen, unter keinen Umständen gespart werden, denn die haben schon die Arschkarte, weit schlimmer als bei uns.

    Das Perfide ist, dass Bush durch Steuergeschenke an seine reichen Freunde und völlige Maßlosigkeit bei den Rüstungsausgaben den Karren in den Dreck gefahren hat und seine Partei nun Obama daran hindert, irgendetwas Wirksames dagegen zu tun. Korrekt wäre es, wenn die Republikaner und ihre Sponsoren allein die Schulden bezahlen müssten, denn die haben sie im Wesentlichen verursacht.

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