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Balkan: Angst vor dem „Griechenland-Infekt“

Erstellt von El Greco, 09.04.2010, 23:03 Uhr · 6 Antworten · 841 Aufrufe

  1. #1
    El Greco

    Pfeil Balkan: Angst vor dem „Griechenland-Infekt“

    Vom Großinvestor zum Sorgenfall. Die Balkanstaaten fürchten mögliche Folgen der griechischen Krise: vom Rückzug griechischer Banken bis zum verspäteten Eurostart.

    Belgrad. Nirgendwo wurde die Einigung auf das mühsam geschnürte Rettungspaket für das Sorgenkind der EU so erleichtert aufgenommen wie in den Hauptstädten der Balkanstaaten. Die Unterstützung für Griechenland sei eine „gute Nachricht für Bulgarien“, kommentierte Premier Boyko Borrisov die Stabilisierungsanstrengungen der EU-Partner: Schließlich seien 30 Prozent der Banken des EU-Neulings in griechischem Besitz.

    Auch Rumäniens Präsident würdigte den erzielten Kompromiss als „äußerst wichtig“ für sein Land, dessen Finanzmärkte zu einem „hohen Anteil“ von griechischen Banken kontrolliert würden: Ohne eine schnelle Entscheidung wäre die Region Gefahr gelaufen, von Griechenlands Krise „infiziert“ zu werden. „Die Stabilisierung Griechenlands ist sehr wichtig für uns.“

    Großmacht bei Balkanbanken

    Es ist die Sorge um die eigenen Finanzmärkte, die die Balkanstaaten die Turbulenzen bei ihrem langjährigen Vorbild Griechenland mit Beunruhigung verfolgen lassen. Milliarden Euro haben griechische Investoren in die Staaten der Region gepumpt: Vor allem griechische Großbanken galten als willkommene Wachstumsmotoren. Außer Rumänien und Bulgarien verfügen griechische Banken auch in Serbien, Moldawien und Mazedonien über hohe Marktanteile. Im Nachbarland Albanien wird der Finanzsektor zur Hälfte von griechischen Banken kontrolliert: Deren wesentlich zögerlichere Kreditvergabe trifft nun im Land der Skipetaren vor allem den Bausektor.

    Es werde zu keinerlei Kapitalabzug kommen, zerstreuen griechische Großbanken wie Alpha Bank und Piraeus Bank die Sorge vor einem Kapitalabfluss. Kapital finde immer den Weg, den es gehen wolle, meint hingegen Georgi Ganev, Direktor des Zentrums für Liberale Strategien (CLS) in Sofia. Sicher sei, dass es den griechischen Banken angesichts der Probleme auf ihrem Heimatmarkt auf absehbare Zeit an Mitteln für eine weitere Expansion mangeln werde. Auffällig seien in Bulgarien die Versuche anderer Banken, mit aggressiven Werbekampagnen Marktanteile der griechischen Konkurrenz zu übernehmen: Die Marktposition der griechischen Großbanken drohe zu „schrumpfen“.

    Gastarbeiter und Devisenüberweisungen

    Vor allem bei den direkten Anrainern Albanien, Mazedonien und Bulgarien trifft die Finanzkrise im Nachbarland nicht nur die Angestellten griechischer Investoren, sondern auch heimische Exportunternehmen. Allein in Bulgarien zählen griechische Firmen 17.000 Mitarbeiter, 100.000 Jobs hängen von deren Investitionen ab. Gleichzeitig ist der Nachbar der viertgrößte Abnehmer bulgarischer Produkte. Sehr hart dürfte die griechische Krise auch das Heer der Saisonarbeiter treffen. Deren Zahl wird allein in Bulgarien auf 150.000 geschätzt: Von ihrem Verdienst als Erntehelfer, Zimmermädchen oder Kellner hängen ganze Familien ab. Größer noch ist die Abhängigkeit Albaniens von den Devisenüberweisungen ihrer 650.000 ins Nachbarland emigrierten Landsleute.

    Auswirkungen hat Griechenlands drohender Finanzkollaps auf die anvisierte Einführung des Euro in Bulgarien und Rumänien: Ihre Euroambitionen können die beiden EU-Neulinge vorläufig auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschieben. Es sei die „unangemessenste Zeit“, einen bulgarischen Beitritt zur Eurozone zu erwähnen, klagt Premier Borrisow: „Ich hoffe nur, dass wir wegen Griechenland nicht bestraft werden.“

    Eigentlich hat das Kabinett die Einführung des Euro bis 2013 geplant. Doch nach der Griechenland-Krise hat die EZB die Tür für neue Eurokandidaten vorerst geschlossen. Zwar müssten Kontrollmechanismen für die Mitglieder der Eurozone verbessert werden, so Ganev. Doch er hält es für „unfair“, die Beitrittskriterien für neue Anwärter zu verschärfen, „obwohl jeder weiß, dass vier der Gründungsmitglieder nicht einmal die bisherigen erfüllen“.
    Es ist auch von euch zu Hoffen das Griechenland bald aus den Schwierigkeiten raus ist, weil ein nicht Stabiles Griechenland heißt auch ein nicht Stabiler Balkan.

  2. #2

    Registriert seit
    03.11.2009
    Beiträge
    13.141
    Wieso musstet ihr Albanien da mit reinziehen?
    Shajzendrek

  3. #3
    El Greco
    Und Natürlcih sehen wir hier wie Abhängig Albanien, Fyromazedonien von Griechenland sind.

  4. #4
    El Greco
    Zitat Zitat von Albanischer Patriot Beitrag anzeigen
    Wieso musstet ihr Albanien da mit reinziehen?
    Shajzendrek
    Sollen also deiner Meinung nach die Griechen nicht in Albanien und anderen Ländern auf dem Balkan investieren?

  5. #5

    Registriert seit
    12.09.2006
    Beiträge
    4.956
    Zitat Zitat von El Greco Beitrag anzeigen
    Und Natürlcih sehen wir hier wie Abhängig Albanien, Fyromazedonien von Griechenland sind.
    globalisierung mein freund, hier geht es um konzerne, länder sind abhänig von konzernen.

    @thread: in serbien hab ich aber noch keine griechische bank gesehn nur österreichische. (erst bank, bank austria, raifeisen)

  6. #6
    El Greco
    Zitat Zitat von lepotan Beitrag anzeigen
    globalisierung mein freund, hier geht es um konzerne, länder sind abhänig von konzernen.

    @thread: in serbien hab ich aber noch keine griechische bank gesehn nur österreichische. (erst bank, bank austria, raifeisen)
    Nochmal thread durchlesen.

  7. #7

    Registriert seit
    03.11.2009
    Beiträge
    13.141
    Zitat Zitat von El Greco Beitrag anzeigen
    Sollen also deiner Meinung nach die Griechen nicht in Albanien und anderen Ländern auf dem Balkan investieren?

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