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Bargeld wird in zehn Jahren verschwinden

Erstellt von kewell, 24.01.2016, 10:57 Uhr · 126 Antworten · 8.242 Aufrufe

  1. #121
    Avatar von Albokings24

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    In 10 Jahren werden wir wieder mit Ziegen, Kühen, Kamelen zahlen.

  2. #122
    Avatar von Jezersko

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    Zitat Zitat von babyblue Beitrag anzeigen
    Die Banken bleiben seit Jahren auf ihrem Geld sitzen, weil Unternehmen immer mehr vorsichtig werden.

    Wenn Unternehmen davon ausgehen, dass die Nachfrage nach ihren Produkten geringer sein wird, dann investieren sie auch nicht. Da kann die EZB noch so viel "billiges" Geld auf den Markt schmeißen, die Unternehmen bleiben weiterhin vorsichtig. Insofern ist es auch kein Wunder, wenn die Finanzwirtschaft weniger Geld in die Realwirtschaft pumpt - sie haben ja auch Recht damit. Aber, dass die Banken über so viel "Spielgeld" verfügen, kann leider auch sehr negative Effekte haben, wie dass zB Immobilienblasen "produziert" werden...
    ...

    ps falls Missverständnisse auftauchen, ich halte die Politik der EZB für trotzdem richtig.
    Das Problem ist ein Anderes.

    "Basel III" verpflichtet die Banken zur Verbesserung der Risikodeckung.
    Ein folgenreicher Punkt dabei ist die Erhöhung der Kapitalanforderungen für Kredit- und Marktrisiken. In Kombination mit erhöhtem Verbraucherschutz als Reaktion nach der „Bankenkrise“ wirkt sich das fatal aus.

    Das Problem dabei ist (stark vereinfacht): Um einen Kredit zu bekommen, braucht man als Unternehmen aber auch als Privatperson deutlich mehr Sicherheiten. Wenn man die geforderten Sicherheiten für die Banken bieten kann, braucht man ohnehin keinen Kredit. In der Zeit vor Basel III konnte z.B. ein Unternehmen sein 15 Mio. wertes Warenlager als Sicherheit für die kurzfristige Finanzierung einer Lieferung in der Höhe von beispielsweise 10 Mio. € für 6 Monate einsetzen. Jede Bank hätte das Geschäft gemacht und bei 4% Verzinsung 200.000 € verdient. Heute darf die Bank dies nur mehr finanzieren, wenn die 10 Mio. mit dem laufenden Geschäft verdient (und besichert) werden. Wenn ich aber als Unternehmer in der Lage bin, eine 10. Mio Investition aus dem Cash-flow zu bezahlen, dann brauche ich auch keine Bank.

    Bei Privatpersonen ist es ähnlich, wenn nicht sogar schlimmer. Hier will der Staat den „armen, kleinen Mann“ zusätzlich schützen. Früher war es üblich, dass wenn ich mir ein Haus bauen will und dazu ein Grundstück kaufe, dass dieses als Teil der Finanzierung für den Bau selbst, mit einer Hypothek belastet wurde. Das geht heute nicht mehr. Ich muss nachweisen, dass ich Haus und Grundstück aus einem laufenden Einkommen bezahlen kann. Das Grundstück darf nicht dafür verpfändet werden, da der Gesetzgeber der Ansicht ist, dass einem die Bank Grund UND Haus wegnehmen kann, wenn ich mit den Raten für das Grundstück in Verzug komme.
    Folge: Wenn ich keine große Erbschaft mache, kann ich mir als junger Mensch praktisch kein Eigentum mehr schaffen und bin gezwungen viele Jahre in Miete zu wohnen (Das ist übrigens auch der Grund, warum die Wohnungsmieten überdurchschnittlich steigen). Die Mietkosten wiederum machen es unmöglich daneben auch noch ein Haus an zu sparen.

    Die Banken wiederum bleiben auf ihrem Geld sitzen und müssen es oft sogar zu „Negativzinsen“ (was für ein perverses Wort!) bei den Zentralbanken lagern. Die Kosten für diese Negativzinsen zahlen natürlich nicht die Bank selbst, sondern deren Kunden. Weil die Banken aber immer mehr eingeschränkt sind, Geld mit Krediten zu verdienen, holen sie es sich auf anderen Wegen. Nämlich über die Gebühren. Gebühren für Abhebungen beim Automaten, Gebühren für online-Banking, Gebühren für Kartenzahlungen im Supermarkt,… kurz – für jede Transaktion und jeden Buchungssatz. Wenn man Bargeld abhebt (z.B. jeden 1. den gesamten Monatslohn), dann ist das nur eine Transaktion und eine Gebühr. Den Rest des Monats zahle ich mit Bargeld und keine Bank der Welt wird daran verdienen. Das ist aber nicht gut – für die Banken. Gibt es kein Bargeld – ist jeder Bezahlvorgang eine (gebührenpflichtige) Transaktion. Und man zahlt oft in einem Monat…

    Die EZB ist an dieser Situation ausnahmsweise schuldlos.

  3. #123
    Avatar von Zurich

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    18.089
    Weiss nicht wieso.... Aber jedes mal lese ich bei diesem Threadtitel fälschlicherweise immer zuerst "Belgrad" statt "Bargeld".

  4. #124
    Avatar von Indianer

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    oje, was machen balkaner, wenn sie nicht mehr mit Geldscheinen wedeln können?

  5. #125
    Avatar von Lorne Malvo

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    5.971
    Zitat Zitat von babyblue Beitrag anzeigen
    Die Banken bleiben seit Jahren auf ihrem Geld sitzen, weil Unternehmen immer mehr vorsichtig werden.

    Wenn Unternehmen davon ausgehen, dass die Nachfrage nach ihren Produkten geringer sein wird, dann investieren sie auch nicht. Da kann die EZB noch so viel "billiges" Geld auf den Markt schmeißen, die Unternehmen bleiben weiterhin vorsichtig. Insofern ist es auch kein Wunder, wenn die Finanzwirtschaft weniger Geld in die Realwirtschaft pumpt - sie haben ja auch Recht damit. Aber, dass die Banken über so viel "Spielgeld" verfügen, kann leider auch sehr negative Effekte haben, wie dass zB Immobilienblasen "produziert" werden...

    Sparen absolut zu setzen - so wie du das machst - ist schon rein logisch ein Blödsinn. Wenn alle sparen oder immer mehr kein Geld haben, weil sie eh bereits hoch verschuldet sind (siehe USA) oder gar kein Geld haben (der Großteil der Weltbevölkerung), wer soll dann die Produkte, die hergestellt werden, kaufen? Die immer weniger werdenden Reichen können die Nachfrage nicht stimulieren, der 57ste Mercedes, das 15te Privatflugzeug etc. macht keinen Sinn.

    Und dann wird es natürlich besonders hilfreich sein, wenn man die Arbeitnehmer entweder auf die Straße setzt oder ihnen weniger bezahlt.




    Blöde Geschichte, wenn man der Auffassung ist, dass die Mittelklasse ein Luxus ist, den man abschaffen muss.


    Das aber wirklich schlimme an so Fritzen wie dir und Sebastian ist, dass mit diesen völlig kurzsichtigen Auffassungen am anderen Ende der Gesellschaft wieder Faschisten salonfähig und in ein paar Jahren an die Macht gelangen werden. Diese Auffassungen sind eben auch massiv demokratiegefährdend bzw. -feindlich.


    ps falls Missverständnisse auftauchen, ich halte die Politik der EZB für trotzdem richtig.
    Diese extreme Form von Konsumwirtschaft ist etwas, was eindeutig von der Politik herangezüchtet wurde, weil die Politik jede Legislaturperiode niedrige Arbeitslosenquoten und hohe Wirtschaftswachstumsraten haben möchte, aber gleichzeitig beim Wähler unbeliebte Strukturreformen nur sehr ungern umsetzt. Die westlichen Volkswirtschaften sind viel zu sehr von Konsum abhängig, und dann kommen so Pappnasen wie du und meinen wir brauchen noch viel mehr Konsum, mehr Schulden, noch mehr kurzfristige Investitionen, etc.

    Was die westlichen Volkswirtschaften brauchen ist langfristige Wettbewerbsfähigkeit, und nicht noch mehr kurzlebige, konsumbasierte Konjunkturhochs. Und da die Welt globalisiert ist, und man mit Volkswirtschaften, die sehr viel weniger Arbeitsrechte haben konkurrieren muss, wird man eben einen teilweisen Abbau des Sozialstaates in Kauf nehmen müssen. Das dünnt übrigens die Mitte nur in den heute sehr reichen Staaten aus, global gesehen entsteht erst jetzt soetwas wie eine Mittelschicht.

  6. #126

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    398
    Zitat Zitat von Lorne Malvo Beitrag anzeigen
    In unserem Geldsystem gibt es genau so viel Ersparnisse wie Schulden. Die Leute können sparen wie sie wollen. Kein Mensch möchte die Sparbücher der Leute anzapfen, ganz im Gegenteil: je mehr gespart wird, desto besser. Das wichtige ist, dass die Banken dann die Ersparnisse in Form von Krediten weitergeben an Menschen, die investieren wollen. Das passiert aber momentan nicht in ausreichendem Maße. Dagegen kann die Zentralbank aber auch nichts machen. Sie versucht dem entgegen zu steuern, indem sie Banken dafür bezahlen lässt, wenn sie ihr Geld bei der EZB bunkern (durch Negativzinsen). Denn genau das sollen sie nicht tun, die Banken sollen das Geld in Umlauf bringen. Die Zentralbanken zeigen in den letzten Jahrzehnten aber ihre krasse Ohnmacht darin das Geld zu steuern: Schau dir die japanische Zentralbank an: Seit 30 Jahren pumpen sie Unmengen an Geld an den Markt, eigentlich müsste der Yen hyperinflationieren, es bringt aber rein gar nichts, weil die Banken es nicht weitergeben, weil es in der Realwirtschaft keine Anlagemöglichkeiten gibt. Die EZB steckt momentan in einer ähnlichen Sackgasse. Die Banken bringen das Geld aber nicht in Umlauf, weil sie kein Bock darauf haben, sondern weil es keine realen Anlagemöglichkeiten gibt im ausreichenden Maße. Die Politik muss die realwirtschaftlichen Strukturen reformieren (Kündigungsschutz auflockern z.B....), sodass es wieder sinnvolle Investitionen gibt. Dann wird auch wieder mehr Geld fließen. Was die Zentralbank momentan versucht ist Banken zu Investitionen zu zwingen, indem sie es für sie unbequemer macht Geld zu parken. Das Problem ist, dass diese Investitionen u.U. gefährlich bzw. riskant sein können, und das wäre ein volkswirtschaftlicher Supergau. Dem entgegen steht die Annahme, dass die Banken momentan übervorsichtig sind und Risiken überbewerten, und man sie nur ein bisschen zu ihrem Glück zwingen muss.
    Bravo soviel Dünnschiss in einem Beitrag applaus applaus.
    Wer ernsthaft glaubt dass Geld der Sparer nötig ist damit Banken Kredite ausgeben sollte sich von wirtschaftlichen Themen einfach fernhalten.

  7. #127

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    1.917
    Zitat Zitat von Charliesheen Beitrag anzeigen
    Bravo soviel Dünnschiss in einem Beitrag applaus applaus.
    Wer ernsthaft glaubt dass Geld der Sparer nötig ist damit Banken Kredite ausgeben sollte sich von wirtschaftlichen Themen einfach fernhalten.
    doch brauchen sie schon was meinst du warum manche banken aktuell 1% fürs tagesgeld geben trotz 0 zins
    zentralbankgeld ist für die banken deutlich wertvoller und anscheinend haben die banken die 1% geben keine sicherheiten die sie hinterlegen können

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