[h1]Beteiligung am South-Stream-Projekt macht Serbien zu führendem Energieland in der Region[/h1]



BELGRAD, 22. Januar (RIA Novosti). Der über Serbien verlaufende Abschnitt der Gaspipeline, der in Gemeinschaft mit Russland im Rahmen des Projektes South Stream gebaut wird, soll Serbien zu einem wirtschaftlichen Spitzenreiter in der Region machen. Diese Auffassung vertrat der Premier des Landes, Vojislav Kostunica. „Mit Hilfe der Gaspipeline wird Serbien zu einem wichtigen Energiefaktor und einem führenden Energieland in der Region“, sagte Kostunica im Regierungssitz zu Journalisten.
Die Regierung Serbiens hatte zuvor am Dienstag den Internationalen Vertrag über die Zusammenarbeit mit Russland im Erdöl- und Erdgasbereich gebilligt, der am 25. Januar in Moskau unterzeichnet werden soll.
Mit der Unterzeichnung des Dokumentes werde Serbien zu einem „stabileren Land“, was sowohl die einheimische Industrie als auch den Wohlstand der Bürger positiv beeinflussen werde, sagte Kostunica weiter.
Es liegen noch keine Informationen über den finanziellen Aspekt des Abkommens zum Verkauf des serbischen Ölunternehmens NIS an Gasprom und zur Verlegung eines Teils der Gaspipeline im Rahmen des South-Stream-Projektes auf serbischem Territorium vor.
Bei einem Belgrad-Besuch im Herbst 2007 hatte der Gasprom-Vorstandsvorsitzende Alexej Miller die Chancen der Gasholding für die Gewinnung der Ausschreibung zur Privatisierung der serbischen Ölgesellschaft NIS hoch bewertet, denn Gasprom besitzt eine eigene Ressourcenbasis und Möglichkeiten für die Lieferung von Erdöl auf den serbischen Markt.
Dabei wurden Fragen der Beteiligung von Gasprom an der Privatisierung von NIS sowie an der Entwicklung eines Gastransportsystems im Rahmen des South-Stream-Projektes und am Bau unterirdischer Gasspeicher für Gaslieferungen in die Republik und für den Gastransit in dritte Länder von dem russischen Gaskonzern als ein einheitliches Komplexprojekt betrachtet.
Serbien hatte ursprünglich geplant, nur 25 Prozent der Aktien des Unternehmens im Gesamtwert von 300 Millionen US-Dollar zu verkaufen und den künftigen Käufer zur Anlage von weiteren 250 Millionen US-Dollar in die Entwicklung von NIS zu verpflichten. Der Wert der Ölgesellschaft wird auf 1,2 Milliarden US-Dollar geschätzt. Ihr Interesse am Erwerb von NIS hatten zuvor das ungarische Unternehmen MOL, das österreichische OMV, das polnische PKN Orlen, das griechische Hellenic Petroleum, das rumänische Rompetrol und die russische Ölgesellschaft Lukoil bekundet.
Wie Miller am vergangenen Freitag mitteilte, kommen jetzt mehrere Varianten für die Route der South-Stream-Pipeline in Frage.

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