Das griechische Parlament hat gestern den Einstieg der Deutschen Telekom bei OTE genehmigt. Die Telekom Austria bekommt in Südosteuropa deutsche Konkurrenz.




(Athen, 19.6.2008/APA) Das griechische Parlament hat am späten Mittwochabend dem Einstieg der Deutschen Telekom beim griechischen Telefonkonzern OTE (Hellenic Telecommunications Organization) zugestimmt. Die Deutsche Telekom (DT) wird sich nun mit 25 Prozent plus eine Aktie bei der OTE beteiligen. Für das entsprechende Gesetz stimmten 151 Parlamentarier, 144 Abgeordnete votierten dagegen. "Es handelt sich um eine strategische Partnerschaft", stellt der griechische Wirtschaftsminister Giorgos Alogoskoufis klar. Der griechische Staat wird ebenfalls ein Aktienpaket von 25 Prozent plus eine Stimme bei der OTE haben. Der Deutschen Telekom fällt künftig die unternehmerische Führung bei OTE zu.

Deutsche Telekom gegen Telekom Austria
Die Deutsche Telekom kann über die OTE ihre Position in ost- und südeuropäischen Ländern ausbauen, unter anderm in den Ländern, in denen die Telekom Austria mit Tochtergesellschaften vertreten ist. Die Deutschen sind bereits in Tschechien, der Slowakei, Serbien, Albanien und Mazedonien aktiv. OTE hält bis 20 Prozent an Telefon- und Mobilfunkkonzernen in Bulgarien, Rumänien, Serbien, Albanien und Mazedonien.
Im Jahr 2007 erzielte OTE einen Umsatz von 6,3 Milliarden Euro und erwirtschaftete einen Gewinn von 663 Millionen Euro.


Die Aktie der Deutschen Telekom notierte am Donnerstagnachmittag mit 10,15 Euro um 0,2 Prozent im Plus.
Die Papiere der OTE notierten bei 16,74 Euro mit 1,58 Prozent im Plus.
Die Telekom Austria notierte um 1,25 Prozent schwächer bei 14,17 Euro.