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Energiemacht: USA überholen Russland

Erstellt von Harput, 07.10.2013, 17:42 Uhr · 35 Antworten · 2.584 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Harput

    Registriert seit
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    955

    Energiemacht: USA überholen Russland

    Damit werden die Weltmachtambitionen der Russen wieder etwas relativiert.


    USA sind jetzt die größte Energiemacht der Welt

    Die USA haben Russland als größten Öl- und Gasproduzenten der Welt abgelöst. Beobachter erwarten enorme Auswirkungen des amerikanischen Fracking-Booms auf die Energiepreise.

    Fracking : USA sind jetzt die größte Energiemacht der Welt - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT

    Das ist gut für uns Verbraucher - schlecht für die Russen. Denn die USA werden wohl einen Preiskampf auslösen. Fracking macht's möglich. Auf jeden Fall sind die Amis nun auch noch die weltgrößten Energieproduzenten.

  2. #2
    Avatar von Arbeiter

    Registriert seit
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    4.142
    Fragt sich nur für wie lange...

  3. #3
    Avatar von Harput

    Registriert seit
    31.08.2013
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    955
    Zitat Zitat von Elma2 Beitrag anzeigen
    Fragt sich nur für wie lange...
    Für sehr, sehr lange...

  4. #4
    Yunan
    Das ist die entscheidende Frage.

    - - - Aktualisiert - - -

    Imagepolitur für Fracking

    04.10.2013, 19:18 Uhr
    Ist die Gasförderung durch Fracking die Antwort auf die Energiesorgen des Westens oder ein riesiges Umweltrisiko? Mit teuren Kampagnen poliert die Branche ihr Image auf doch Negativschlagzeilen kann sie kaum abschütteln.

    http://www.handelsblatt.com/unterneh...g/8876728.html


    Fracking

    Die Risiken der unkonventionellen Erdgas-Förderung

    Was ist Fracking?
    Durch Fracking sollen so genannte unkonventionelle Gasvorkommen erschlossen werden. Darunter versteht man Gesteine, in deren Hohlräumen Erdgas eingeschlossen ist. Um dieses Gas zu fördern, muss das Gestein aufgebrochen werden. Dies geschicht, indem man Wasser über ein Bohrloch in den Untergrund presst. Der Wasserdruck erzeugt Risse und Kanäle im Gestein. Wenn die Flüssigkeit wieder abgepumpt wird, kann das Erdgas durch die Risse entweichen.
    Öl und Gas werden immer knapper. Dies macht eine weltweit umstrittene Methode der Gasgewinnung immer rentabler: das Hydraulic Fracturing, kurz Fracking. Dabei soll mit Hilfe eines giftigen Chemiecocktails so genanntes unkonventionelles Erdgas gefördert werden. Darunter versteht man Gas, das im Gestein gebunden ist, so dass es nicht von alleine zum Bohrloch strömen kann.
    Schwere Umweltschäden befürchtet
    Wissenschaftlich fundierte Untersuchungen zu den Auswirkungen des Fracking auf Mensch und Umwelt fehlen bisher. Doch in den USA, wo Fracking schon weit verbreitet ist, sind schwere Umweltschäden zu beobachten.
    Chemikalien gefährden das Grundwasser
    Beim Fracking wird Bohrwasser mit hohem Druck in die Erde gepresst. Dem Wasser werden so genannte Additive beigefügt: Laut Fracking-Unternehmen besteht das "Fracfluid" zu 99,9 Prozent aus reinem Wasser und Sand. Letzterer hat die Funktion, die Pumpwege freihalten.
    Zusätzlich werden der Frackingflüssigkeit Chemikalien beigesetzt, zum Beispiel Säuren, Biozide und Stoffe, welche die Reibung und Viskosität der Flüssigkeit verändern. Unter den verwendeten Chemikalien finden sich auch solche, die als gesundheitsgefährdend, ätzend, umweltgefährdend und giftig klassifiziert sind.
    Schon in winzigen Mengen schädlich
    So wurde bei einer Bohrung in Niedersachsen das wassertoxische und hormonell wirkende Octylphenol nachgewiesen. Es schädigt Entwicklung und Fortpflanzung und ist schon in minimalen Konzentrationen hochgiftig. Auch Tetramethylammoniumchlorid, das nicht einmal in kleinsten Mengen ins Grundwasser gelangen darf, wurde vermehrt eingesetzt. Tetramethylammoniumchlorid ist giftig bei Hautkontakt und lebensgefährlich bei Verschlucken.
    Auch wenn giftige Chemikalien nur wenige Prozent der Fracking-Flüssigkeit ausmachen, ist die absolute Menge giftiger Stoffe, die in die Erde verpresst werden, beachtlich. So leitete Exxon in der Nähe der Ortschaft Damme rund 12 Millionen Liter Flüssigkeit in den Untergrund. "Nur" 0,2 Prozent waren Chemikalien. In absoluten Zahlen: 24 000 Liter.
    Gefährlich wird es, wenn Fracfluid ins Grundwasser gelangt. Dies kann über mehrere Wege geschehen:

    • Die Bohrung wird über die erste Strecke mit einem zementierten Ring ummantelt. Dieser soll dafür sorgen, dass die Grundwasser führende Schicht sicher durchquert wird. Bei dem hohen Druck, dem die Bohrung während des Frackin-Prozesses ausgesetzt ist, kann es vorkommen, dass der Zementring dem Druck nicht standhält. Dann wird das mit Chemikalien vermischte Wasser in die Grundwasser führende Schicht gepresst.
    • Die Fracflüssigkeit könnte durch das aufgesprengte Gestein unkontrolliert nach oben in Grundwasser führende Schichten steigen.
    • Nach dem Fracking-Prozess und dem Nachlassen des Überdrucks wird ein Teil der eingepressten Flüssigkeit wieder aus der Bohrung nach oben geführt. Diese muss aufgefangen und entsorgt werden. Auch bei der Lagerung, Transport und Entsorgung können Gifte in die Umwelt gelangen.

    Methan im Grundwasser
    Doch nicht nur die Frackingflüssigkeit selbst gefährdet das Trinkwasser. Gase, vor allem Methan, können durch Risse entweichen und in das Grundwasser gelangen. In den USA haben Methananreicherungen im Trinkwasser schon zu Explosionen geführt. Teils führte das Leitungswasser so viel Gas, dass es mit einem Feuerzeug angezündet werden konnte.
    Laut dem Tyndall Centre for Climate Change Research sind in den USA Betriebs- und Konstruktionsfehler beim Fracking eine häufige Ursache von Grundwasserverunreinigungen. In einigen Frackinggebieten der USA ist das Grundwasser nicht mehr trinkbar. Die Anwohner werden mit Wasserwägen beliefert. Die amerikanische Umweltbehörde untersuchte in Wyoming Grundwasserleiter und fand Chemikalien wie Glykole und andere Alkohole, Petroleumderivate sowie Methangas und Schaummittel. Daraufhin empfahl die US-Gesundheitsbehörde den Betroffenen, ihr Leitungswasser nicht mehr zu trinken und beim Duschen für Belüftung zu sorgen. Auch in Pennsylvania waren 13 Quellen mit Methan, Arsen, Barium, Glykolen, Phenolen und anderen Chemikalien verseucht, die höchstwahrscheinlich von nahen Fracking-Aktivitäten kommen. Einige Quellen explodierten angeblich sogar.
    Gesetze aus dem letzten Jahrhundert
    Für den Grundwasserschutz gelten zwar strenge Gesetze, allerdings gibt es im Bezug auf das Fracking einige Unklarheiten. Die Erlaubnis zur Förderung wird vom Bergbaugesetz abgeleitet, das aus einer Zeit stammt, in der Technologien wie Fracking nicht vorstellbar waren. Mehrere tausend Meter tief reichende Bohrungen waren noch bis vor wenige Jahrzehnte nicht im Bereich des technisch Möglichen. Daher ist zum Beispiel der Schutz des stark mineralisierten Tiefenwassers nicht geregelt, Umweltverträglichkeitsprüfungen sind erst ab einer Fördermenge von über 500.000 Kubikmeter am Tag Pflicht, welche beim Fracking nicht erreicht werden. Wasserämter und Anwohner müssen über Frackingaktivitäten nicht informiert werden.
    Wohin mit den giftigen Abwässern?
    Für eine Bohrung mit mehreren Frackvorgängen werden viele Millionen Liter Wasser benötigt. Diese Wassermengen fehlen im örtlichen Grundwasserkörper, was massive Auswirkungen auf den Wasserhaushalt haben kann.
    Das Rücklaufwasser, der so genannte "Flowback", muss aufgrund der verwendeten Gifte entsorgt werden. Der Flowback ist oft stark radioaktiv belastet. Radon und andere Radionuklide können durch die Fracking-Methode an die Erdoberfläche kommen. Auch Salze, Schwermetalle und Substanzen wie Benzol oder Reaktionsprodukte aus den verschiedenen Zusätzen können sich im Rücklaufwasser befinden.
    Es kann daher nicht in kommunalen Kläranlagen entsorgt werden. In Deutschland ist keine Behandlung in Industriekläranlagen vorgesehen. Daher wird die giftige Brühe wieder in den Boden verpresst.
    Laut Umweltbundesamt kann die "in Deutschland gängige Praxis der Entsorgung des Flowback durch Verpressung in "geeignete durchlässige Schichten" in den Untergrund [..] mit Risiken für das Grundwasser und die Umwelt verbunden sein."
    Der Bundesrat entschied am 1.2.2013, dass "die Entsorgung des Flowback aus Frack-Vorgängen mit Einsatz umwelt-toxischer Chemikalien [...] wegen fehlender Erkenntnisse über die damit verbundenen Risiken derzeit nicht verantwortbar ist."
    Situation in Deutschland
    In Europa befinden sich weniger Lagerstätten für unkonventionelles Erdgas als auf anderen Kontinenten. Insbesondere Deutschland und Polen treten hier jedoch aus der Reihe. So decken in Nordrhein-Westfahlen mögliche Fracking-Standorte über die Hälfte der Fläche des Bundeslandes ab. Etliche Firmen haben Fracking-Aktivitäten in Deutschland beantragt.
    In einigen der Aufsuchungsfelder befinden sich Wasserschutzgebiete und Trinkwasserquellen. Auch Tourismusregionen sind vor Fracking nicht sicher. So sind u.a. Bohrungen am Bodensee angedacht.
    In Deutschland ist die unkonventionelle Erdagas-Förderung stark umstritten. Der Bundesrat hatte die Regierung im Februar 2013 aufgefordert, den Einsatz umweltgefährdender Substanzen abzulehnen, bis die Risiken restlos geklärt sind.
    Die schwarz-gelbe Bundesregierung will Fracking prinzipiell ermöglichen. Die unkonventionelle Gasförderung soll einheitlich geregelt werden und nach einer Umweltverträglichkeitsprüfung erlaubt sein. Nur in Trinkwasserschutzgebieten soll Fracking grundsätzlich verboten werden.
    Die Bevölkerung dagegen ist sich weitgehend einig, dass der Schutz des Grundwassers Vorrang vor dem Profit der Gas-Unternehmen haben muss.

    http://umweltinstitut.org/energie--k...king-1084.html

    Sollen sie mal weiter "fracken".

  5. #5
    Avatar von papodidi

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    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Für sehr, sehr lange...
    Fracking ist Scheiße, und das wissen auch die Amis. Im Übrigen investieren sie auch sehr viel in erneuerbare Energien...

    US-News

  6. #6
    Avatar von Arbeiter

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    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Für sehr, sehr lange...
    Das kann man nicht sagen, die Deutschen waren auch nicht lange Export Weltmeister.

  7. #7
    Yunan
    Zitat Zitat von Elma2 Beitrag anzeigen
    Das kann man nicht sagen, die Deutschen waren auch nicht lange Export Weltmeister.
    Export-Weltmeister waren sie eigentlich nie...

  8. #8
    Avatar von Lilith

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    Das meiste wird in den inländischen Verbrauch gehen. Zum zweiten besteht gerade in den Brics-Staaten genug Energiehunger. Und falls sich jemand im Stillen die Hände reibt^^ Russland hat auf die nächsten Jahre auch genug an Lieferverträgen und -Verpflichtungen, ebenso ja natürlich auch die Abnehmer/Käufer. Und auch so, das Geld hat geholfen, etwas Stabilität, auch Infrastruktur auf die Beine zu stellen und anzukurbeln, wird eh Zeit, sich von Öl und Gas unabhängiger zu machen, auch für Russland

  9. #9
    Avatar von Гуштер

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    Fracking ist das beste das seit langem gefördert wird, einfach phantastisch.

    Ich hoffe auch andere Staaten setzen bald vermehrt auf Fracking, sollte der Trend überschwappen wird sich das bei den Spritpreisen bemerkbar machen.

  10. #10

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    Zitat Zitat von Гуштер Beitrag anzeigen
    Fracking ist das beste das seit langem gefördert wird, einfach phantastisch.

    Ich hoffe auch andere Staaten setzen bald vermehrt auf Fracking, sollte der Trend überschwappen wird sich das bei den Spritpreisen bemerkbar machen.
    Ist trotzdem umweltschädlich.

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