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Die Entblößung der perfiden Wirtschaftsform die herrscht

Erstellt von Mastakilla, 24.12.2011, 01:32 Uhr · 32 Antworten · 2.898 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von Ivo2

    Registriert seit
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    Beiträge
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    Zitat Zitat von Mastakilla Beitrag anzeigen
    Wird Zeit das "Das Kapital 2.0" rauskommt
    Ich schreibe schon daran.

    Nichts gegen Unternehmer die ihre Mitarbeiter und Kunden fair behandeln. Die sollen und müssen auch ihren Profit machen. Gewinn ist eigentlich der wichtigste Faktor für ein Unternehmen, egal ob es sich um einen Kleinbetrieb handelt oder um einen globalen Konzern.
    Probleme habe ich aber mit Gesetzen, besser gesagt mit jenen Gestzen die entfernt wurden, welche die Kontrolle der Finanzmärkte regelten, vor allem in den USA. Diese Gesetze wurde nach dem großen Crash 1929 eingeführt, damit sich so ein Desaster nicht wiederholt.
    Aber man hat in der Reagan Administration angefangen diese Gesetze zu lockern und bis heute fast vollkommen aufgelassen. Jede amerikanische Regierung hat ihr Schärflein beigetragen.
    Konkret, es wurden Kredite vergeben ohne zu prüfen ob die Gläubiger auch in der Lage sein würden, diese zurück zu zahlen. Die Preise für Immobilien explodierten. Leute erhielten Kredite wo die monatlichen Raten höher waren als ihr monatliches Einkommen. Diese Kredite wurden, weil es Risikokredite waren, auch wesentlich höher verzinst und als Gewinn der diversen (Investment) Banken verbucht. Diese faulen Kredite wurden mit sonstigen Papieren in ein Wertpapier zusammengefasst und die Ratingagenturen stuften diese mit "solider Wertanlage" ein. Natürlich wurde auch allles versichert, obwohl man wusste, dass man dieses Geld nie wieder zurück bekommt. Die Versicherung hat ohne zu prüfen auch alles akzeptiert.
    Goldman Sachs z.B.:
    Vorwurf des Wertpapierbetrugs [Bearbeiten]

    Die Börsenaufsicht SEC hat am 15. April 2010 gegen Goldman Sachs & Co. und dessen Angestellten Fabrice Tourre[14] eine Klage wegen möglicher Verstöße gegen das Wertpapiergesetz (Securities Act) am District Court in New York eingereicht.[15] Goldman Sachs soll demnach Anfang 2007 bei Anlegern zum Kauf eines synthetischen CDOs Abacus 2007-AC1 geworben haben und dabei entscheidende Tatsachen über die Anlagerisiken verheimlicht haben. Insbesondere soll der Hedgefonds Paulson & Co. insgeheim am Aufbau des Portfolios mitgewirkt und dafür besonders verlustträchtige Investments ausgesucht haben.[16] Anschließend habe dieser mit Kreditausfallversicherungen, sogenannten Credit Default Swaps (CDS) auf ein Scheitern gewettet, was nach dem Einbruch am US-Immobilienmarkt wirklich geschah. Insgesamt sollen die Anleger bei dem genannten Finanzprodukt mehr als eine Milliarde Dollar verloren haben. Fast die gleiche Summe soll der Hedgefonds Paulson dabei gewonnen haben. Die Anleihen waren an die deutsche IKB und die US-amerikanischen ACA Capital Management verkauft worden. Die Royal Bank of Scotland, die zwischenzeitlich die niederländische ABN Amro übernommen hatte, verlor dabei über die CDS rund 800 Millionen US-Dollar.[17]
    Goldman Sachs wurde von der SEC schon im Juli 2009 über die eingeleitete Untersuchung dieses Falls formell benachrichtigt; diese Benachrichtigung war jedoch vom Unternehmen seinen Anlegern gegenüber verschwiegen worden, weswegen eine Reihe von Investorklagen eingereicht wurden.[18] Grundsätzlich wird kritisiert, dass durch die verschiedenen Tätigkeitsbereiche des Unternehmens ein Konflikt mit den Interessen der Kunden vorprogrammiert sei; das Unternehmen hinwieder beruft sich darauf, dass es hierbei nur mit professionellen Kunden zu tun habe.[19]
    Im Juli gab Goldman zu, seinen Kunden beim Verkauf des Abacus 2007-AC1 wesentliche Informationen vorenthalten zu haben und zahlte 550 Mio. US$ Strafe. Von dieser Summe gingen 300 Mio. US$ ans US-Finanzministerium, 150 Mio. US$ an die IKB und 100 Mio US$ an die RBS. Allein im ersten Quartal 2010 hatte Goldman $3,5 Mrd Gewinn gemacht
    Tja, dieser Paulson war auch US Finanzminister. Dies ist nicht einmal die Spitze des Eisberges.
    Ahso, ja, dieser Paulson musste seine Antelie an Goldman Sachs verkaufen, als er Finanzminister würde. Er hat für seine Anteile über 500 Millionen Dollar erhalten und sich dabei ca. 50 Millionen Dollar an Steuern erspart.
    Glückwunsch an die USA.
    Tut mir leid, aber diese Leute sind Schwerverbrecher in meinen Augen und hat überhaupt nichts mit freiem Unternehmertum zu tun.

  2. #22
    Avatar von Indianer

    Registriert seit
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    24.863
    yo, wenn ich mir die balkanländer so anschaue, dann hatten diese das maximale an staatseigentum.
    sowohl immobilien, wie auch wirtschaft.
    haben milliarden an hilfen bekommen um diese zu "bewirtschaften"-

    was ist passiert?
    die milliarden sind verschwunden und das staatseigentum wird verschleudert.
    so manches balkanland hat bald kein staatseigentum mehr

    warten wir doch einfach noch 10 jahre und suchen dann die schuldigen.
    vielleicht können wir es auf Goldman Sachs abschieben.

    jack, haben die politiker bereits so ein schloss oder müssen sie noch etwas daran arbeiten?

  3. #23
    Avatar von Indianer

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    24.863
    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Dirk Müller ist erfahrener und studierter Volkswirtschafter, was man von Politikern nicht behaupten kann und immerhin sind diese Politiker diejenigen, die ein 500 Mrd.€-"Rettungsschirm" nach dem anderen beschließen.
    Es gibt eindeutig finanzielle Angriffe der Märkte auf Staaten, es gibt eindeutig Finanzterroristen. Wie nennt man sonst jemanden, der auf die Pleite eines Landes wettet und davon reich wird? Wer reich wird, indem er anderen bewusst und mutwillig Schaden zufügt, der ist ein Terrorist! Dem gemeinen Volk ist das gesamte Thema zu komplex, daher begnügt es sich mit der einfachsten Erklärung, die Medien und Politik von "Hunden" zum Fraß vorwerfen.
    man nennt sie spekulanten.
    auf was wetten die?
    auf die politiker und gierhälse eines landes, daß diese gelder verschwinden lassen und ein land in die pleite treiben.

    zu dumm, daß es in manchen ländern passiert und die spekulanten ihre wette gewinnen.
    die, die darauf wetten haben es eigentlich garnicht in der hand.
    das einzige was sie tun können, ist menschen versuchen zu verunsichern.
    und da menschen manchmal sehr schwach sind, gelint es auch so manches mal.
    aber nicht immer.

  4. #24
    Mulinho
    Zitat Zitat von WhiteJim Beitrag anzeigen
    interessiert nicht weil hat nichts mit der Sendung zu tun


    sowas kann nur von Yunan kommen.

    Erst sind die Ratingagenturen schuld, dann die USA weil die Scheiße sind, dann dumme Politiker im Allgemeinen, dann ehrlose Börsenzocker und schließlich die Schweiz - nur steuerhinterziehende Griechen nicht


    genau so ist es - und der Grund dafür ist, dass man gegen geübte Schwafelheinis nicht ankommt, deshalb ist die Sendung ein hochgradiger

    Was erwartest du von Kommis und "Sozis"

  5. #25
    Mulinho
    Yunan hat in einem Punkt schon Recht. Beispielsweise haben die Ratingagenturen ihre Herabstufungen viel zu spät angesetzt, obwohl bereits 2007 klar war, was kommen wird.

  6. #26
    Avatar von Lorne Malvo

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    5.975
    Ernst Prost betreibt da nicht anderes als Image-Arbeit für sein Unternehmen, damit der Zuschauer das nächste mal in der Tankstelle auch ja das Öl von Liquy Moly kauft, ist ja schliesslich noch ein ordentliches Unternehmen.

    David Müller ist so ein richtiger BWLer, hat eine enthusiastische Art, kann gut reden, mischt ein paar wahre Aussagen mit ein paar flachen und falschen und am Ende klingt es echt überzeugend. Von dem würde sich jeder Schrottpapiere verkaufen lassen.

    Aber eine wahre Aussage wurde getroffen, und zwar muss und wird es zu einer Umverteilung von oben nach unten kommen, was anderes ist in Ägypten, Tunesien oder Libyen auch gar nicht passiert. Wie es in den USA und Europa passieren wird steht noch offen - aber occupy wall street lässt grüßen.

  7. #27
    Avatar von BlackJack

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    65.478
    Mir ging es erstmal hauptsächlich um die Aussagen der beiden Experten, die haben Publikum und Moderator so zugesabbelt dass die völlig paralysiert waren. Klar, wer eine halbe Stunde lang nur brabbelt, kann auch mal was formal Richtiges von sich geben

    Das was die beiden Selbstdarsteller da (und auch in anderen Shows) abgeliefert haben war zu ca. 90% unnützes Zeugs.

  8. #28

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    Zitat Zitat von Ivo2 Beitrag anzeigen
    Ich schreibe schon daran.

    Nichts gegen Unternehmer die ihre Mitarbeiter und Kunden fair behandeln. Die sollen und müssen auch ihren Profit machen. Gewinn ist eigentlich der wichtigste Faktor für ein Unternehmen, egal ob es sich um einen Kleinbetrieb handelt oder um einen globalen Konzern.
    Probleme habe ich aber mit Gesetzen, besser gesagt mit jenen Gestzen die entfernt wurden, welche die Kontrolle der Finanzmärkte regelten, vor allem in den USA. Diese Gesetze wurde nach dem großen Crash 1929 eingeführt, damit sich so ein Desaster nicht wiederholt.
    Aber man hat in der Reagan Administration angefangen diese Gesetze zu lockern und bis heute fast vollkommen aufgelassen. Jede amerikanische Regierung hat ihr Schärflein beigetragen.
    Konkret, es wurden Kredite vergeben ohne zu prüfen ob die Gläubiger auch in der Lage sein würden, diese zurück zu zahlen. Die Preise für Immobilien explodierten. Leute erhielten Kredite wo die monatlichen Raten höher waren als ihr monatliches Einkommen. Diese Kredite wurden, weil es Risikokredite waren, auch wesentlich höher verzinst und als Gewinn der diversen (Investment) Banken verbucht. Diese faulen Kredite wurden mit sonstigen Papieren in ein Wertpapier zusammengefasst und die Ratingagenturen stuften diese mit "solider Wertanlage" ein. Natürlich wurde auch allles versichert, obwohl man wusste, dass man dieses Geld nie wieder zurück bekommt. Die Versicherung hat ohne zu prüfen auch alles akzeptiert.
    Goldman Sachs z.B.:


    Tja, dieser Paulson war auch US Finanzminister. Dies ist nicht einmal die Spitze des Eisberges.
    Ahso, ja, dieser Paulson musste seine Antelie an Goldman Sachs verkaufen, als er Finanzminister würde. Er hat für seine Anteile über 500 Millionen Dollar erhalten und sich dabei ca. 50 Millionen Dollar an Steuern erspart.
    Glückwunsch an die USA.
    Tut mir leid, aber diese Leute sind Schwerverbrecher in meinen Augen und hat überhaupt nichts mit freiem Unternehmertum zu tun.
    Ich unterschreibe alles. Und du hast absolut Recht mit den Unternehmern, die sind ja heute selbst Opfer des Systems und nicht mehr Täter

  9. #29
    Avatar von Grobar

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    9.644
    Zitat Zitat von WhiteJim Beitrag anzeigen
    Und Ernst Prosts Highlight:
    "Da wo der Teufel hingschissen hat wird der Haufen immer größer" - und alle Klatschen
    Hab mir das gestern abend noch angeschaut ... fand den Teil eigentlich den besten von ihm denn im satz zuvor(12:30) geht er auf seinen Schulabschluss ein und darauf das man in der Schule(auch ich) die expotentialrechnung gelernt hat.
    Das er das erwaehnt hat fand ich ausgezeichnet denn es ist auch mein neues Lieblingskind.

    Ich verweise auf diesen Post von mir:
    Zinsen - Fabian der Goldschmied

    Schade das dieser andere dieses Schlechte bsp. des Josphspfennigs gewaehlt hat ohne es konsequent zu erklaeren. Das Schachbrett und das Reiskorn waehren effektiver gewesen...eben auch eine expotentielle Geschichte...naja...is auch egal...

  10. #30
    Avatar von BlackJack

    Registriert seit
    11.10.2009
    Beiträge
    65.478
    Zitat Zitat von Grobar Beitrag anzeigen
    Hab mir das gestern abend noch angeschaut ... fand den Teil eigentlich den besten von ihm denn im satz zuvor(12:30) geht er auf seinen Schulabschluss ein und darauf das man in der Schule(auch ich) die expotentialrechnung gelernt hat.
    Das er das erwaehnt hat fand ich ausgezeichnet denn es ist auch mein neues Lieblingskind.

    Ich verweise auf diesen Post von mir:
    Zinsen - Fabian der Goldschmied

    Schade das dieser andere dieses Schlechte bsp. des Josphspfennigs gewaehlt hat ohne es konsequent zu erklaeren. Das Schachbrett und das Reiskorn waehren effektiver gewesen...eben auch eine expotentielle Geschichte...naja...is auch egal...
    Darum ging es mir nicht, ich wollte damit ausdrücken, dass Prost als Hauptlaberer hauptsächlich pauschal rumschwadroniert und kaum etwas konkret erklärt oder gar beantwortet hat.

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