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Euro fällt auf tiefsten Stand seit neun Jahren

Erstellt von Damien, 05.01.2015, 15:38 Uhr · 35 Antworten · 3.359 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von TurnOver

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    611
    Zitat Zitat von Slawe Beitrag anzeigen
    Für die Schweiz hat das keine Vor- oder Nachteile. Unsere NB hält am Mindestkurs von 1.20Fr. fest. Im Jahr 2011 war 1 Euro = 1Fr. Aber das wird heute nicht mehr zugelassen, da schlecht für den Export. Schade, ich würde mich über einen Kurs 1 = 1 freuen. Dann kann ich mit meinen 5000€ in Monte wie ein VIP behandelt werden
    Jetzt kannst du dich wohl wieder freuen! Der Mindestkurs ist aufgehoben worden!! Jetzt schnell nach Deutschland alles einkaufen!

  2. #22
    Strassenapotheker
    Wer kann soll bei der ZKB CHF in Euro umtauschen. 1.05 FR sind anscheinend derzeit 1 Euro.

  3. #23

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    219
    Privatinsolvenz durch Franken-Freigabe: 2800 Euro Einsatz, 280.000 Euro Verlust

    Von Alexander Demling und Anne Seith
    DPA
    Euro- und Franken-Münzen: "Risiko vollkommen unterschätzt"



    Die plötzliche Aufwertung des Schweizer Franken schockte die Finanzmärkte - und kostete deutsche Kleinanleger viel Geld. Ein 26-jähriger Ingenieur steht nun vor dem Bankrott.





    Bis zum 15. Januar 2015 verläuft das Leben von Frank Müller in sehr geordneten Bahnen. Der 26-jährige Ingenieur, der in Wirklichkeit anders heißt, hat eine nette Freundin und nach dem Studium einen gut bezahlten Job bei einem mittelständischen Unternehmen für Elektrotechnik gefunden.
    Einen Teil des Geldes, das er jetzt verdient, legt er seit einiger Zeit auf eigene Faust an, an der Börse oder dem internationalen Devisenmarkt. Sparbücher und Festgeldanlagen bringen schließlich ohnehin kaum noch Rendite, und Müller investiert immer nur Summen, deren Verlust er im schlimmsten Fall verkraften kann. Glaubt er.
    Auch als er am 12. Januar bei einem Broker 2800 Euro auf bestimmte Kursdifferenzen des Schweizer Franken setzt, hält Müller das Risiko für kalkulierbar. Drei Tage später steht er vor dem Ruin. Sein Broker verlangt von Müller, 280.000 Euro nachzuschießen.
    Für Laien ein unkalkulierbares Risiko
    Denn völlig unerwartet gibt die Schweizer Notenbank an diesem Tag den Wechselkurs des Schweizer Franken zum Euro frei: Die Untergrenze, nach der ein Euro nicht weniger als 1,20 Franken wert sein durfte, gilt nicht mehr. Kurz nach der Entscheidung schießt der Wert der Schweizer Währung binnen Minuten um 20 Prozent nach oben - und dieses Drama kostet nicht nur viele Banken und Profizocker ein Vermögen, sondern auch Privatanleger wie Frank Müller.
    Seine Geschichte wirft ein Schlaglicht auf die irrwitzigen Produkte, die Finanzmakler und Broker Laien auch nach der Finanzkrise noch verkaufen.
    Die Zeitbombe, in die Müller sein Geld gesteckt hat, heißt "Contract for Difference" - kurz CFD. 2013 lag das Marktvolumen solcher Verträge, die auf bestimmte Kursdifferenzen von Aktien, Devisen oder Rohstoffe wetten, bei 1,1 Billionen Euro.
    Das Verlockende bei solchen Geschäften ist die sogenannte Hebelung. Dabei stockt der Broker das Investitionskapital des Investors zusätzlich auf - er gibt seinem Kunden also quasi Kredit. Dessen Gewinnchancen steigen dadurch erheblich. Allerdings auch das Verlustrisiko.
    In Müllers Fall ist das Produkt im Verhältnis 1:400 gehebelt. Der Ingenieur weiß im Prinzip, dass das gefährlich ist. Wer auf die Website von IG Markets klickt, erhält schließlich am unteren Bildrand einen grau hinterlegten Hinweis: "Der Handel mit CFDs birgt ein hohes Risiko und kann nicht für jeden Anleger angemessen sein."
    Ein schneller Verkauf war nicht mehr möglich
    Doch Müller geht davon aus, dass er im schlimmsten Fall ein paar Tausend Euro über seinen Einsatz hinaus verlieren könnte. Schließlich liegt der Euro-Franken-Kurs nur knapp über der von der Schweizer Notenbank gesetzten Mindestgrenze von 1,20, als Müller sein Geschäft abschließt. Und noch im Dezember hat der Notenbankchef der Eidgenossen erklärt, man werde diese Grenze auch weiter "mit allen Konsequenzen durchsetzen".
    Für alle Fälle hat Müller außerdem noch einen sogenannten Stopp gesetzt: Wenn der Euro-Kurs entgegen allen Erwartungen doch unter die Marke 1,1998 Franken rutschen sollte, soll der Broker seinen Kontrakt sofort am Markt weiterverkaufen.
    In normalen Zeiten wäre das wahrscheinlich auch kein Problem gewesen.
    Doch am 15. Januar war an den Devisenmärkten nichts normal. Nachdem die Schweizer Notenbank den Franken über Jahre künstlich niedrig gehalten hatte, schoss der Kurs nach der Freigabe so steil nach oben, dass selbst Profizocker Muffensausen bekamen. Erst nach einer Dreiviertelstunde - an den Finanzmärkten ist das eine Ewigkeit - fand sich ein Käufer für Müllers Deal. Der Euro war da nur noch 0,92 Franken wert - und der Verlust, den Müller jetzt stemmen soll, beläuft sich auf fast 280.000 Euro.
    IG Markets beteuert, umfangreich aufgeklärt zu haben
    "Dieses Risiko habe ich vollkommen unterschätzt", gesteht Müller mit brüchiger Stimme ein. Dass er da nicht der Einzige ist, weiß er, seit er einen Hilferuf in einem Onlineforum abgesetzt hat. Seitdem melden sich bei ihm etliche andere Anleger, denen es ähnlich erging - und die nun verzweifelt sind.
    "Man weiß natürlich, dass man an der Börse Geld verlieren kann", sagt auch ein arbeitsloser Physiotherapeut, der bei einem Einsatz von 1500 Euro nun 30.000 Euro nachschießen soll. "Aber es geht um die Ausmaße." "Man muss die Frage stellen, ob solche Profiprodukte an Privatanleger verkauft werden sollten", sagt Dorothea Mohn, Finanzexpertin beim Verbraucherzentrale Bundesverband. Auch der Berliner Anlegeranwalt Walther Späth findet: "Dass da so immense Verluste entstehen können, können Laien nicht erahnen." Fraglich sei auch, ob über die Risiken richtig aufgeklärt wurde.
    Noch hofft Müller, sich mit seinem Broker, IG Markets, gütlich zu einigen. Ein Mitarbeiter der Firma ließ allerdings Müller kürzlich per Brief wissen, dass IG Markets deutlich auf die Risiken des Geschäfts hingewiesen habe und sich deshalb keiner Schuld bewusst sei. Müller überlegt nun, juristisch gegen den Anbieter vorgehen. "Sonst bleibt mir nur die Privatinsolvenz", sagt er.




    Franken-Kurs: Ingenieur setzt 2800 - und verliert 280.000 Euro - SPIEGEL ONLINE

  4. #24
    Avatar von BlackJack

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    65.392
    Zocken wollen wie die Großen, jetzt ist nur noch das Gejammer groß

  5. #25
    Avatar von ZX 7R

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    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    Zocken wollen wie die Großen, jetzt ist nur noch das Gejammer groß
    Was für Gewinn gewesen wäre habe ich jetzt übersehen oder davon berichtet er nix.

  6. #26
    Avatar von BlackJack

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    Zitat Zitat von ZX 7R Beitrag anzeigen
    Was für Gewinn gewesen wäre habe ich jetzt übersehen oder davon berichtet er nix.
    Richtig, dieser Monsterhebel wirkt bei anderen Papieren in genau der anderen Richtung, und da Börse ein Nullsummenspiel ist, hat das jemand anders eingesackt und macht erstmal 3 Monate ferien ... in der Schweiz

    Denn völlig unerwartet gibt die Schweizer Notenbank an diesem Tag den Wechselkurs des Schweizer Franken zum Euro frei
    das bedeutet jeder dem die eingeweihten Penner aus Politik und Notenbank ihr Insiderwissen weitergegeben haben hat einen ordentlichen Reibach gemacht

    - - - Aktualisiert - - -

    Also ich habe auch mit heiklen Produkten gezockt, z.B. Turbo- bzw. Wave-Optionsscheinen ... das ist ein irres Instrument zum Gewinnen und Verlieren, da stehen einem die Haare zu Berge, aber immerhin kann man max. "nur" den Einsatz verlieren, es bestehen keine weiteren Verpflichtungen

  7. #27
    Avatar von ZX 7R

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    Ich hab in sieben neue Unterhosen investiert und eindeutig gewonnen.

  8. #28
    Avatar von babyblue

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    Zitat Zitat von papodidi Beitrag anzeigen
    Euro und Ölpreis niedrig, der Malle-Urlaub wird ooch nich teurer, ne Inflationsrate von 0,9%, Herz, watt willste mehr...
    Dass Deutschland nicht zu Lasten der meisten anderen europäische Länder seine Wirtschaftspolitik betreibt und es deswegen nicht weiterhin zu Zerreißproben in der EU kommt.

    Während gleichzeitig das Schwächeln der Länder Griechenland, Spanien, Portugal etc. den Euro sinken ließ, haben die nachfolgenden aufoktroyierten Sparprogramme dazu geführt, dass zB die Zulieferung aus Spanien für die deutsche Automobilindustrie wesentlich billiger geworden ist. D.h. sowohl der schwache Euro als auch die Sparprogramme (Lohndumping) haben Deutschland als Exportland genützt.


    Dass man über Umwege (Türkei, Israel) auch gleichzeitig an billiges IS-Öl aus dem Irak kam, spricht kaum jemand hier in Europa - wir sind ja die "Guten".

    Gleichzeitig kam durch den niedrigen Erdölpreis auch Russland in Schwierigkeiten. Es läuft alles wie geschmiert.

    Aber vllt sollten wir alle etwas mehr Demut haben und uns in Bescheidenheit üben, denn solange die weißen, fetten Ärsche auf den Stränden Malles noch liegen, werden sie wohl kaum auf die Idee kommen, dieses Europa ein drittes Mal zu verwüsten.

    Sorry, bin im Augenblick ziemlich zornig.

  9. #29

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    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    Also ich habe auch mit heiklen Produkten gezockt, z.B. Turbo- bzw. Wave-Optionsscheinen ... das ist ein irres Instrument zum Gewinnen und Verlieren, da stehen einem die Haare zu Berge, aber immerhin kann man max. "nur" den Einsatz verlieren, es bestehen keine weiteren Verpflichtungen
    Ist das besser als Bet and wind Sportwetten ?

    Darf das einfach jeder machen ?

  10. #30
    Avatar von Albokings24

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    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    Also ich habe auch mit heiklen Produkten gezockt, z.B. Turbo- bzw. Wave-Optionsscheinen ... das ist ein irres Instrument zum Gewinnen und Verlieren, da stehen einem die Haare zu Berge, aber immerhin kann man max. "nur" den Einsatz verlieren, es bestehen keine weiteren Verpflichtungen
    Erzähl mir mehr, möchte ein Haus gewinnen oder eins abgeben

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