Einziger Interessent für serbische RTB

Anteil von 40 Prozent soll über Kapitalerhöhung um 86 Millionen Euro verkauft werden




Belgrad - Der börsenotierte Mischkonzern A-Tec des Industriellen Mirko Kovats ist der einzige Interessent für den Minderheitsanteil von 40 Prozent am serbischen Kupferproduzenten RTB Bor. Die Privatisierungsunterlagen hat sich A-Tec am vergangenen Freitag (3. April) geholt - dem letzten Tag der Frist für den Erwerb der Dokumentation. Nun kann Kovats ein verbindliches Offert unter Hinterlegung einer Bankgarantie über 10 Mio. Dollar (7,41 Mio. Euro) bis zum 21. April abgeben, berichtete der serbische Sender "B92".

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Die Bedingungen der bereits dritten Verkaufsausschreibung für RTB wurden Ende Februar geändert, nachdem sich zu den ursprünglichen Bedingungen kein Interessent gemeldet hatte. Ursprünglich wollte Serbien einen Anteil von 67 Prozent verkaufen.
Nun soll ein Anteil von 40 Prozent an RTB über eine Kapitalerhöhung innerhalb von 3 Jahren in der Höhe von 116 Mio. Dollar (86 Mio. Euro) verkauft werden. RTB-Chef Blagoje Spasovski hofft, dass die A-Tec innerhalb der bis 21. April laufenden Frist auch ein bindendes Offert stellen wird. Durch weitere Investitionen in das Unternehmen könnte A-Tec ihre Beteiligung sehr rasch auf 60 Prozent ausbauen, meinte Spasovski gegenüber der Zeitung "Politika".
Wirtschaftsminister Mladjan Dinkic stellte Anfang Februar 2009 in Aussicht, dass die Regierung 130 Mio. Dollar in den Bau einer neuen Kupferhütte in Bor investieren könnte. Die notwendigen Finanzmittel für die neue Kupferhütte sollen durch einen internationalen Kredit gesichert werden. Die Bauarbeiten sollen laut Schätzungen drei Jahre in Anspruch nehmen.
Die serbische Regierung hatte vor rund einem Jahr den Kaufvertrag für RTB Bor mit A-Tec aufgelöst, nachdem der Käufer zum zweiten Mal eine Verlängerung der Zahlungsfrist bis Anfang Mai 2008 beantragt hatte. A-Tec hatte Ende 2007 die zweite Ausschreibung für RTB mit einem Angebot in der Höhe von 466 Mio. Dollar (345 Mio. Euro) gewonnen. Serbien versucht bereits seit Ende 2006 die Kupferminen zu verkaufen. (APA)


derStandard.at


Ich bin gespannt ob es dieses Mal was wird.