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Iran vs Turkey - ein grober Vergleich zweier relativ ähnlicher Kulturen

Erstellt von Toruko-jin, 01.08.2015, 20:13 Uhr · 133 Antworten · 12.470 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von Pholiko

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    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Wichtig ist, dass man die Fähigkeit hat, etwas eigenständig herzustellen. Mich beschäftigt nicht der IST-Zustand, sondern der Fall eines Irans, der seine Potentiale effizient nutzt.
    Das ist glaube ich dein zentraler Aspekt, aber dennoch bleibt das in meinen Augen Zukunftsmusik. Der Iran muss sich erst nach Beendigung der Sanktionen beweisen, und was die einheimischen Produkte auf dem freien Markt wert sind wird sich ebenfalls dann erst zeigen. Aber du kannst nicht ständig damit argumentieren, dass der Iran so viel besser WÄRE, wenn es die Sanktionen nicht gäbe. Das ist alles viel zu vage und schlicht nur der Konjunktiv. Der Iran könnte sich mMn die Sanktionen gar nicht leisten, wenn man die Ölvorkommen nicht hätte, gleichzeitig hat und wird der Iran der Türkei immer etwas voraus, nämlich gesicherte Einnahmequellen. Die arabischen Länder werfen mit Geld nur um sich. Inwiefern die iranische Wirtschaft breiter aufgestellt sein wird im Hinblick auf die Erlassung der Sanktionen ist unklar, die Abhängigkeit vom Öl allerdings ist Gift für die Wirtschaft.

    Entweder geht es um den IST-Zustand beider Länder, oder eben den wenn beide ihr Potenzial vollends ausschöpfen. Sonst machst du dein Land schlechter, als es möglicherweise ist.

  2. #32
    Avatar von Toruko-jin

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    Aber du kannst nicht ständig damit argumentieren, dass der Iran so viel besser WÄRE, wenn es die Sanktionen nicht gäbe.
    Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Ich sehe einen einzigen Konkurrenten in der Region und das ist der Iran. Die Aufhebung der Sanktionen und der Fall des Gottesstaates ist ein Punkt, mit dem man rechnen muss und das tue ich.

    Der Iran könnte sich mMn die Sanktionen gar nicht leisten, wenn man die Ölvorkommen nicht hätte, gleichzeitig hat und wird der Iran der Türkei immer etwas voraus, nämlich gesicherte Einnahmequellen.
    Genau das ist nämlich der Punkt. Ressourcenreichtum kann man dem Iran nicht wegnehmen. Ich bin auch der Meinung, dass Ressourcenreichtum ein zweischneidiges Schwert ist. Des Weiteren finde ich es gar nicht verkehrt, eine gewisse Effizienz zu erwarten. Ich lasse mir da auch gerne vorwerfen, übervorsichtig zu sein. Wieso sollte man Schwächen auch nicht ansprechen?

    Entweder geht es um den IST-Zustand beider Länder, oder eben den wenn beide ihr Potenzial vollends ausschöpfen. Sonst machst du dein Land schlechter, als es möglicherweise ist.
    Das mag stimmen. Ich tue auch nichts anderes. Der Iran ist von seiner Konstitution besser aufgestellt, das ist nunmal Fakt.

  3. #33

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    Perser sind oft hochnäsig, aber überdurchschnittlich gebildet. Was sie gemeinsam haben ist ihr oft übertriebener Nationalstolz

  4. #34
    Avatar von Ts61

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    Und in was sind die Anatolier besser?

    Ich bitte um Erleuchtung!

  5. #35
    Avatar von Lilith

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    Ich möchte auch noch ein Mal sagen, dass das hier einer der besten Threads wenigstens seit langem ist. Danke dafür. Weiter so bitte, ich lese mit Interesse

  6. #36
    Avatar von Toruko-jin

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    Überblick

    Die Türkei hat in den vergangenen zwanzig Jahren bei der Verbesserung der Lebensqualität ihrer Bürger große Fortschritte erzielt. Dennoch schneidet sie im Vergleich zu anderen Ländern des Better Life Index nur in wenigen Teilbereichen gut ab. In puncto Zivilengagement liegen ihre Werte über dem Durchschnitt, sonst jedoch liegen sie darunter, so etwa in Bezug auf Gesundheit, soziale Bindungen, Bildung, Beschäftigung, subjektives Wohlbefinden, Umwelt, Work-Life-Balance und Wohnen.
    Geld allein macht zwar nicht glücklich, trägt aber entscheidend zum Lebensstandard bei. In der Türkei liegt das durchschnittliche bereinigte verfügbare Pro-Kopf-Haushaltsnettoeinkommen unter dem OECD-Durchschnitt von 25 908 US-$ pro Jahr.
    Die Betrachtung der Beschäftigungslage ergibt, dass in der Türkei 50% der 15- bis 64-Jährigen einer bezahlten Beschäftigung nachgehen. Das ist der niedrigste Wert in der OECD, wo der Durchschnitt bei 65% liegt. Rund 69% der Männer sind erwerbstätig, gegenüber 30% der Frauen. Rund 41% der abhängig Beschäftigten haben sehr lange Wochenarbeitszeiten – so viele wie nirgends sonst in der OECD (13%). Bei den Männern arbeiten 45% sehr lang, bei den Frauen sind es 31%.
    Ein gutes Bildungsniveau ist eine wichtige Voraussetzung dafür, einen Arbeitsplatz zu finden. In der Türkei verfügen 34% der Bevölkerung im Alter von 25-64 Jahren über einen Abschluss des Sekundarbereichs II, deutlich weniger als im OECD-Durchschnitt (75%) und der niedrigste Wert unter den OECD-Ländern. Dies trifft in höherem Maße auf Männer zu als auf Frauen, da 38% der Männer, aber nur 29% der Frauen den Sekundarbereich II erfolgreich abgeschlossen haben. Bei der Messung der Bildungsqualität anhand der Internationalen Schulleistungsstudie der OECD (PISA) erzielten die türkischen Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Lesekompetenz, Mathematik und Naturwissenschaften durchschnittlich 462 Punkte, weniger als im OECD-Durchschnitt (497 Punkte). Die Mädchen schnitten in der Türkei im Durchschnitt um 16 Punkte besser ab als die Jungen, womit dieser Leistungsabstand größer war als im OECD-Durchschnitt (8 Punkte).
    Was die Gesundheitsindikatoren betrifft, beträgt die Lebenserwartung bei der Geburt in der Türkei 75 Jahre. Das sind 5 Jahre weniger als im OECD-Durchschnitt, einer der schlechtesten Werte. Die Lebenserwartung der Frauen beträgt 77 Jahre, die der Männer 72 Jahre. Die atmosphärische Konzentration von Feinstaub PM10 – winzigen Luftschadstoffpartikeln, die klein genug sind, um in die Lunge einzudringen und diese zu schädigen – liegt mit 35,1 Mikrogramm pro Kubikmeter in Ballungszentren deutlich über dem OECD-Durchschnitt von 20,1 µg/m3. Auch bei der Wasserqualität liegen die Ergebnisse der Türkei unter dem OECD-Durchschnitt: 62% der Bevölkerung sind laut eigenen Angaben mit der Wasserqualität zufrieden, im Vergleich zu 81% im OECD-Durchschnitt.
    Das öffentliche Leben ist in der Türkei durch moderaten Gemeinsinn und hohes zivilgesellschaftliches Engagement gekennzeichnet. Eigenen Angaben zufolge kennen 86% der Bevölkerung jemanden, der ihnen im Notfall Beistand leisten würde, während dieser Anteil im OECD-Durchschnitt mit 88% höher ist. Die Wahlbeteiligung, ein Gradmesser dafür, wie stark sich die Bürger in das politische Geschehen einbringen, betrug bei den letzten Wahlen 88% und lag damit über dem OECD-Durchschnitt (68%). In den obersten 20% der Bevölkerung liegt die Wahlbeteiligung bei geschätzten 89%, in den untersten 20% bei geschätzten 84%. Damit ist dieser Abstand wesentlich geringer als im OECD-Durchschnitt, wo er sich auf 13 Prozentpunkte beläuft.
    Die Türken sind im Allgemeinen mit ihrem Leben weniger zufrieden als der Durchschnitt der OECD-Bürger. Auf einer Skala von 0 bis 10 bewerten sie ihre Lebenszufriedenheit mit 5,6. Der OECD-Durchschnitt liegt bei 6,6.
    Weitere Informationen zu Schätzungen und Referenzjahren finden Sie im FAQ-Bereich und in der BLI-Datenbank.
    OECD Better Life Index

    Das ist der Kern des Problems, weshalb wir noch nicht richtig die westlichen Standards erreicht haben

  7. #37
    Avatar von Lorne Malvo

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    Das beeindruckenste am Iran sind die iranischen Frauen. Obwohl der Iran ein islamischer Gottesstaat ist, wo die Frauen in allen Lebensaspekten übel diskriminiert werden, sind die iranischen Frauen gesellschaftlich erfolgreich. Nirgendwo auf der Welt (nicht mal in Skandinavien oder anderen westlichen Ländern) ist der Anteil an Frauen in den Bildungsinstituten höher. Iran ist auch das einzige Land, wo selbst in den Naturwissenschaften mehr Frauen studieren, als Männer. Die iranischen Frauen sind nicht nur schlau, sie haben auch Eier. Trotz üblen Strafen mit der Peitsche oder Schlagstock halten sie sich oft nicht an die Kleindungsvorschriften, und nutzen juristische Schlupflöcher, um sich von ihren Männern scheiden zu lassen, usw. usf.

  8. #38
    Avatar von Toruko-jin

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    63% der Studierenden in den iranischen Universitäten sind Frauen

  9. #39
    Avatar von Lilith

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    19.299
    Wobei ich, wie auch schon angesprochen, da einen negativen Aspekt und mögliche Selbstbehinderungen sehe. Was nützt eine ausgebildete Ärztin, wenn sie faktisch Berufsverbot hat? (Soll in einigen Gegenden zumindest der Fall sein.) Usw.

    Das ist wiederum eine unglaubliche Seite, auf wieviel Potenzial da verzichtet wird.

  10. #40
    Avatar von Holzmichl

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    24.724


    Hab ich mir vor ein paar Tagen gekauft

    Ich schlage das Buch auf und was lese ich? Schicksalsgriff - das Kapitel über Arier. Und dann müssen meine arischen Augen folgendes ertragen: "..., wie sich ein Chinesen selbstverständlich als Asiaten würde oder ein Kroate als Slawe.". Natürlich habe ich sofort die iranische und die kroatische Botschaft über diesen Skandal informiert. Außerdem den Verein zur kulturellen Förderung des arischen Erbes auf dem Balkan. Ich denke, dass dieses Buch nach einigen Tagen verboten wird im Iran und natürlich auch in Kroatien. Mein Cousin Toruko wird euch das alles bestätigen




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