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Iran vs Turkey - ein grober Vergleich zweier relativ ähnlicher Kulturen

Erstellt von Toruko-jin, 01.08.2015, 20:13 Uhr · 133 Antworten · 12.457 Aufrufe

  1. #41
    Avatar von Toruko-jin

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Wobei ich, wie auch schon angesprochen, da einen negativen Aspekt und mögliche Selbstbehinderungen sehe. Was nützt eine ausgebildete Ärztin, wenn sie faktisch Berufsverbot hat? (Soll in einigen Gegenden zumindest der Fall sein.) Usw.

    Das ist wiederum eine unglaubliche Seite, auf wieviel Potenzial da verzichtet wird.
    Das ist korrekt. Ahmadinejad hat es sogar geschafft, einige Fachrichtungen für Frauen unzugänglich zu machen und bemängelte, dass die iranischen Frauen zu spät heiraten und zu wenige Kinder bekommen. Die iranische Frau bekommt durchschnittlich 2.0 Kinder.

  2. #42
    Avatar von papodidi

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    Interessanter Artikel, allerdings ziemlich lang:


    Die Welt nach dem #Irandeal

    Geopolitik

    Eigentlich erstaunlich, dass stets vom "Atomabkommen" gesprochen wird. Es geht um so viel mehr: Der Deal könnte ein entscheidender Schritt zu einer neuen Weltordnung sein

    Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied smukster
    ...
    https://www.freitag.de/autoren/smuks...h-dem-irandeal

  3. #43
    Avatar von Holzmichl

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    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    63% der Studierenden in den iranischen Universitäten sind Frauen
    Wie in vielen Männerdominierten Ländern, ist schon spannend

    Ich habe einige Bekannte aus dem Iran. Die erzählen dann von ihrem Urlaub in dicken Hütten ihrer Verwandten, aber auch von Schönheits-OPs, die man dort hat durchführen lassen. Mir sagte eine Iranierin mal, dass die Iraner, die Muslime mit der besten Ausbildung und der elitärsten Diaspora sind. Das ist auch mein Eindruck, es gibt auch auffallend viele Psychoanalytiker in den USA, die aus dem Iran kommen etc. Merkwürdig, wenn man sich die politische Situation anschaut. Ich kenne auch einige Svabos, die mal im Iran waren, mit dem Motorrad und sich komplett in das Land verliebt haben. Von denen weiß ich auch, dass man keine Produkte aus dem Iran online mit Paypal bezahlen kann, weil es ein US-Dienst ist.

  4. #44
    Avatar von Toruko-jin

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    Ich musste kurz mal innehalten als ich las, dass Putin das Abkommen zwischen dem Westen und dem Iran unterstützt. Es macht aber vollkommen Sinn, weil Russland starke Partner braucht, um dem Westen die Stirn bieten zu können. Der Ölpreis ging runter, nachdem bekannt wurde, dass eine Einigung kurz bevorsteht.

  5. #45
    Avatar von Lilith

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    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Ich musste kurz mal innehalten als ich las, dass Putin das Abkommen zwischen dem Westen und dem Iran unterstützt. Es macht aber vollkommen Sinn, weil Russland starke Partner braucht, um dem Westen die Stirn bieten zu können. Der Ölpreis ging runter, nachdem bekannt wurde, dass eine Einigung kurz bevorsteht.

    Wenn Toruko mit Russland anfängt

    Wirklich lesenswerter Artikel von papodidi. Zum Thema "Blöcke", in welchen, Allianzen etc. denke ich.
    1. Abgesehen davon, ob sich etwa BRICS oder Shanghai Organisation für Zusammenarbeit sich gegen etwas richten oder konzipiert sind als Gegengewicht. Ich denke für den Iran das Beste wäre das angesprochene Entwickeln eines guten Verhältnisses zu verschiedensten Ländern als "Mittelmacht". Da wird die politische wie wirtschaftliche Entwicklung der Beziehungen zwischen Iran und Türkei sehr spannend zu beobachten sein.

  6. #46
    Avatar von babyblue

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    Zitat Zitat von El Turco Beitrag anzeigen
    Seit dem Bruderkrieg der Südslawen ist auch in Kroatien heutzutage die Theorie, wonach Kroaten iranischstämmig sind, sehr populär. Die Beweislage ist allerdings lächerlich dürftig.

    Ein Theorie kann doch für uns Balkanesen gar nicht so abwegig sein als dass sie nicht fruchten könnte.
    Im Gegenteil: je abstruser umso besser

    Jedes Land hier hat einen Zoran.

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    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Das ist korrekt. Ahmadinejad hat es sogar geschafft, einige Fachrichtungen für Frauen unzugänglich zu machen und bemängelte, dass die iranischen Frauen zu spät heiraten und zu wenige Kinder bekommen. Die iranische Frau bekommt durchschnittlich 2.0 Kinder.
    Also diese Seite verstehe ich bis heute nicht: wieso wird die Natalität gefördert, wenn das Durchschnittsalter der Bevölkerung eh so niedrig ist.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Novi Auto Beitrag anzeigen
    Wie in vielen Männerdominierten Ländern, ist schon spannend

    Ich habe einige Bekannte aus dem Iran. Die erzählen dann von ihrem Urlaub in dicken Hütten ihrer Verwandten, aber auch von Schönheits-OPs, die man dort hat durchführen lassen. Mir sagte eine Iranierin mal, dass die Iraner, die Muslime mit der besten Ausbildung und der elitärsten Diaspora sind. Das ist auch mein Eindruck, es gibt auch auffallend viele Psychoanalytiker in den USA, die aus dem Iran kommen etc. Merkwürdig, wenn man sich die politische Situation anschaut. Ich kenne auch einige Svabos, die mal im Iran waren, mit dem Motorrad und sich komplett in das Land verliebt haben. Von denen weiß ich auch, dass man keine Produkte aus dem Iran online mit Paypal bezahlen kann, weil es ein US-Dienst ist.

    Sie haben auch bei den Geschlechtsumwandlungen weltweit die größte Quote. Hat damit zu tun, dass Homosexualität abgelehnt wird und es vielen deswegen nahegelegt wird, die aber dann kaum eine andere Wahl haben, als diesen Prozess über sich ergehen zu lassen.

  7. #47
    Avatar von Toruko-jin

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Wenn Toruko mit Russland anfängt

    Wirklich lesenswerter Artikel von papodidi. Zum Thema "Blöcke", in welchen, Allianzen etc. denke ich.
    1. Abgesehen davon, ob sich etwa BRICS oder Shanghai Organisation für Zusammenarbeit sich gegen etwas richten oder konzipiert sind als Gegengewicht. Ich denke für den Iran das Beste wäre das angesprochene Entwickeln eines guten Verhältnisses zu verschiedensten Ländern als "Mittelmacht". Da wird die politische wie wirtschaftliche Entwicklung der Beziehungen zwischen Iran und Türkei sehr spannend zu beobachten sein.
    Du kannst mich gerne eines Besseren belehren, wenn ich mal quatsch schreiben sollte


    Hier mal eine etwas ältere ethnische Karte des Iran. Außer den Arabern in Khuzestan und den Aserbaidschanern in Südaserbaidschan werden "iranische" Sprachen gebraucht. Die Aserbaidschaner, die 25 % der Bevölkerung ausmachen, sprechen türksisch. Die Araber machen mit 4 Millionen 5% der iranischen Bevölkerung aus.

    Mehrheitlich sind die Iraner schiitische Moslems. Nur in Balutschistan und Sistan(An der Grenze zu Pakistan und Afghanistan) gibt es eine signifikante Anzahl an Sunniten. Nach der Islamisierung des iranischen Hochlandes, waren die Iraner mehrheitlich sunnitisch. Der Wechsel zur Schia vollzog sich mit den Sawafiden (türkische Dynastie) im 16 Jahrhundert. Der Grund war die osmanische Übermacht, welche kurz davor stand den Iran zu schlucken.



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    Also diese Seite verstehe ich bis heute nicht: wieso wird die Natalität gefördert, wenn das Durchschnittsalter der Bevölkerung eh so niedrig ist.
    Das Land kann sehr leicht doppelt so viele Einwohner ernähren. Der Anteil der Caferiten in der islamischen Welt beträgt nur 10%, also nur knapp 100 Millionen. Die Mehrheit bilden sie im Iran und im Irak. Ich glaube, um den schiitischen Halbmond auszuweiten, planen die Mullahs im Iran solch eine Politik.

  8. #48
    Avatar von blacksea

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    Wir können stolz auf unsere Haselnüsse sein, was sind schon Teppiche, Erdöl und Safran usw.

    Ohne uns gibt es kein Nutella und Nussknacker, gibt euch das mal.

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    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Die iranischen Frauen sind nicht nur schlau, sie haben auch Eier.
    Ok.

    Nasen-OPs soll bei denen hoch im Kurs sein.

    Und bei uns, für die Männer, Bart/Haartransplantation.

  9. #49
    Avatar von Ts61

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    Die Haselnüsse nimmt uns keiner weg kanka!

    - - - Aktualisiert - - -

    Die Iraner kommen aber gerne an die Schwarzmeerküste.Angel dir eine hübsche und bekehre sie.

  10. #50
    Avatar von Rafi

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Wobei ich, wie auch schon angesprochen, da einen negativen Aspekt und mögliche Selbstbehinderungen sehe. Was nützt eine ausgebildete Ärztin, wenn sie faktisch Berufsverbot hat? (Soll in einigen Gegenden zumindest der Fall sein.) Usw.

    Das ist wiederum eine unglaubliche Seite, auf wieviel Potenzial da verzichtet wird.
    Wenn sie überhaupt noch studieren darf.

    Iran sperrt Dutzende Studiengänge für Frauen | TelepolisIran sperrt Dutzende Studiengänge für Frauen

    Florian Rötzer 21.08.2012

    Die fundamentalistischen Hardliner setzen auch an den Universitäten die Trennung der Geschlechter durch und wollen auch in der Wissenschaft die Überlegenheit der Männer schützen

    Die iranischen konservativen Männer haben ein Problem. In den Universitäten des Landes studieren mehr Frauen als Männer. Über 60 Prozent der Studenten sind Frauen. Das ist schon seit den 1980er Jahren den Männern ein Dorn im Auge, was der Islam natürlich begünstigt. In den Schulen wurde nach der Islamischen Revolution eine Trennung der Geschlechter durchgeführt, an den Universitäten sollten auch Männer und Frauen in den Vorlesungsräumen zumindest durch Vorhänge oder andere Raumteiler getrennt werden, was aber damals nicht durchzusetzen war. Letztes Jahr wurde ein neuer Ansatz gemacht, der allerdings von Präsident Ahmadinedschad schwer kritisiert wurde, was aber nichts gefruchtet hat.
    In vielen Universitäten werden bereits Männer und Frauen getrennt unterrichtet, geplant wird sogar, neue Frauen- und Männeruniversitäten zu bauen. Allerdings wurden auch ohne Geschlechtertrennung die Universitäten bereits weitgehend islamisiert, Frauen dürfen nur in Hidschab gehüllt die Universitäten betreten und liberale oder kritische Professoren wurden in den letzten Jahren reihenweise entlassen. Schon jetzt werden mehr als 600 Kurse an 60 Universitäten nach einem Bericht von iranischen Menschenrechtsgruppen nur für Frauen oder Männer angeboten. Jeder sechste Student nimmt bereits an einem Kurs teil, bei dem Männer und Frauen getrennt sind. Insgesamt sind davon schon 17 Prozent aller Kurse oder Vorlesungen betroffen.
    Zudem steige die Diskriminierung gegenüber Frauen, die öfter nicht einen Kurs belegen können, den sie besuchen wollen, und zu anderen Kursen oder weniger renommierten Universitäten geschickt werden. Die Geisteswissenschaften wurden sowieso zusammengestrichen, weil die unter der Kontrolle von Geistlichen stehenden Universitäten hier westlichen Einfluss wittern. Frauen sollen oft nur noch Theologie oder Arabische Literatur besuchen dürfen, um jede Gefährdung der ideologischen Unterwanderung auszuschließen.
    Nach einem Bericht der staatlichen Mehr News sind ab dem kommenden Semester 77 Fächer an den 36 staatlichen Universitäten generell für Frauen gesperrt worden. Die Männer wollen offenbar die Konkurrenz durch Frauen unmöglich machen und Frauen, die vermutlich am besten gar nicht studieren sollen, in ungefährliche Frauenstudiengänge verbannen. Das dürfte den islamischen Hardlinern gefallen, aber der iranischen Gesellschaft, die trotz religiösem Fundamentalismus technisch und wissenschaftlich mithalten will, langfristig weit zurückwerfen.

    An der Universität Teheran dürfen sich Frauen schon in keine Ingenieurstudiengänge, in Mathematik und Forstwissenschaft immatrikulieren. An der Universität Lorestan sind 18 Studiengänge Frauen verwehrt, darunter Geomorphologie, Klimawissenschaften und Betriebswirtschaft. Vorgesehen für Frauen sind etwa Chemie und Pflanzenbiologie. An der Universität Bushehr können Frauen noch Bibliotheks- oder Informationswissenschaft studieren, nicht aber Mathematik und Ingenieurswissenschaften. Allgemein bleiben den Frauen vor allem Bibliotheks- und Informationswissenschaften, Informationstechnologie und Programmieren. An manchen Universitäten werden einfach weniger Frauen immatrikuliert, um das Verhältnis Männer-Frauen zugunsten der Männer zu korrigieren. Noch scheint es bei der Regelung einen Wildwuchs zu geben. Es wird auch verhaltene Kritik laut, aber offenbar können sich derzeit die Hardliner durchsetzen und weiter am Gottesstaat bauen, der sich auch in der Wissenschaft als Bastion der Männer erweist, die Frauen aufgrund des Glaubens klein halten wollen oder diese fürchten.




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    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Das ist korrekt. Ahmadinejad hat es sogar geschafft, einige Fachrichtungen für Frauen unzugänglich zu machen und bemängelte, dass die iranischen Frauen zu spät heiraten und zu wenige Kinder bekommen. Die iranische Frau bekommt durchschnittlich 2.0 Kinder.
    Einige?

    Genau lesen.

    Diese Hochschulen äußerten, dass es in einigen Fachbereichen kein Arbeitsplatzangebot für Frauen gäbe, auch seien diese Bereiche so beschaffen, dass sie für Frauen schon körperlich nicht in Frage kämen.

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