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Das Kapital von Karl Marx

Erstellt von BlackJack, 24.04.2016, 13:56 Uhr · 101 Antworten · 6.489 Aufrufe

  1. #61
    Avatar von ZX 7R

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    Hab ich zwar schon gefühlte Tausend mal geschrieben....

    Zu Marx, tolle Ideen...mit dem Menschen aber nicht durchführbar!

    um es kurz zu fassen....mit den sieben Todsünden (kein religionsscheiss! Nur sind diese dort erwähnten Eigenschaften zusammengefasst und somit kurz erklärt) Neid, geiz, Völlerei...usw...ist Marx nicht durchfühebar...erst, wenn das Perpedomobile erfunden wird.

  2. #62
    Avatar von papodidi

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    Zitat Zitat von ZX 7R Beitrag anzeigen
    ...
    Zu Marx, tolle Ideen...mit dem Menschen aber nicht durchführbar!
    ...
    Darum geht es wohl überhaupt nicht mehr, denn was Marx/Engels 1847/48 als gesellschaftliche Utopie ausgedrückt hatten, galt wohl auch nur für die Zeit des Frühkapitalismus:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Manife...tischen_Partei

    In der Folge entstanden weltweit sozialistische/kommunistische Parteien, auch die SPD, die bis zum ersten Weltkrieg wesentliche soziale Verbesserungen für die "Proletarier" erreichen konnten - direkt (Streiks etc.) und indirekt (Bismarck).

    Als Augen- und Ohrenzeuge des Scheiterns des "realen Sozialismus" muss ich bekennen, dass es nur noch um Korrekturen am kapitalistischem System gehen kann, z.B. Rückkehr zur "Sozialen Marktwirtschaft", allerdings mit demokratischen Mitteln - bin ja schließlich Rosa-Fan...

  3. #63
    Avatar von Buntovnik

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    Zitat Zitat von Lorne Malvo Beitrag anzeigen
    Kapitalismus ist nichts anderes, als der Privatbesitz an den Produktionsmitteln, da gibt es nicht zu "revolutionieren". Wahr ist, dass es die kapitalistische Klasse geschafft hat die Grenzrate der Rendite immer wieder zu erhöhen, was Marx nicht vorhergesehen hat. Jedoch ist der Kapitalismus der alte geblieben: Nämlich, die Produktionsmittel gehören wenigen Privatpersonen.

    Das ist aber heute gar nicht mehr so unbedingt der Fall. Viele Unternehmen sind im Streubesitz, und auch Kleinbürger sind oftmals Aktionäre geworden. Auf der anderen Seite ist die Klasse der Topverdiener durchaus zu Arbeitern geworden. Wenn man sich die absoluten Topverdiener anschaut, dann sind das Athleten, Künstler, CEOs, etc... Das sind alles nach Definition Arbeiter, denn sie leben nicht von dem, was sie besitzen, sondern von dem, was sie persönlich produzieren, sei es nun sportliche Topleistung, ein neuer Pop-Hit, oder eine besonders ausgeklügelte Unternehmensstrategie.

    Ich habe die Quelle nicht mehr zur Hand, aber werde sie evtl. noch raussuchen. Jedenfalls hat sich die Struktur des Einkommens (also welcher Anteil kommt aus Arbeit, welcher aus Kapitaleinlagen, etc.) über die letzten Jahrzehnte über die verschiedenen Einkommensklassen relativ stark angeglichen, wobei es aber natürlich immer noch große Unterschiede gibt. Der Trend geht aber weiterhin Richtung Angleichung.

    So sind wir gerade tatsächlich auf dem Weg in die klassenlose Gesellschaft, bloß vielleicht etwas anders, als sich das Marx vorgestellt hat.
    Doch das tut er, der Kapitalismus reproduziert sich tagtäglich selber und mit dem stetigen Druck Profite zu maximieren schafft das Kapital ständig neue Umstände, die jenen Selbstzweck vereinfachen. Der Kapitalismus ist ein dynamisches Ding, er ist ein Begriff in Bewegung um jetzt ganz hegelianisch zu sein. Dass der Kapitalismus aber in seine Grundzügen gleich bleibt hab ich ja bekräftigt, das war ja der Zweck meines Posts. Ich seh also nicht wo genau das Problem liegt, im Grunde sagen wir das Gleiche. Und nein, der Kapitalismus ist nicht lediglich der Privatbesitz an Produktionsmitteln. In jeder Klassengesellschaft herrschen bestimmte Besitzverhältnisse zu den Produktionsmitteln, doch nur im Kapitalismus treten sie als Kapital auf, um durch die allgemeine Warenproduktion stets zu wachsen. Der Kapitalismus ist die Produktion von Wert als Selbstzweck.

    Für Marx waren Einzelpersonen nie interessant, er interessierte sich nicht für den Menschen hinter dem Kapitalisten, sondern für jene Position die er innehaltet, nämlich die des Kapitalisten, die Charaktermaske und die Personifizierung des Kapitals, der eigentlichen Hauptrolle dieses Theaters. Die Gesamtheit der Aktionäre treten als ideeller Kapitalist für ihr Einzelkapital in Form einer Unternehmung auf. Und jene Superstars und Sportler sind alle in Besitz von Aktien und Shares, keine Angst. Die haben wenig gemeinsam mit den Arbeitern.

    Und es fällt mir schwer zu glauben, dass das stimmt. So weit ich weiss, lebt der grösste Teil der Arbeiterklasse in bitterer Armut. Aber vielleicht haben sie auch einfach nur schlechte Investitionen getätigt, wer weiss...

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von papodidi Beitrag anzeigen
    Als Augen- und Ohrenzeuge des Scheiterns des "realen Sozialismus" muss ich bekennen, dass es nur noch um Korrekturen am kapitalistischem System gehen kann, z.B. Rückkehr zur "Sozialen Marktwirtschaft", allerdings mit demokratischen Mitteln - bin ja schließlich Rosa-Fan...
    Da würde die alte Rosa aber im Grabe rotieren

  4. #64
    Avatar von papodidi

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    Zitat Zitat von Legenda1 Beitrag anzeigen
    ...
    Da würde die alte Rosa aber im Grabe rotieren
    Nach eingehendem Studium ihrer Werke würde ich sagen: Nein!!!

  5. #65
    Avatar von daro

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    Zitat Zitat von papodidi Beitrag anzeigen
    Du vergisst das (große) Problem mit Leiharbeitern und Subunternehmern, die seit Jahrzehnten in allen Bereichen dazu benutzt werden, Tariflöhne zu unterlaufen...
    Ein grosses Problem ist definitiv die Leiharbeiter dafür haben Gewerkschaften auch dazu beitragen.
    Ich kenne Leute die einen 34 WO/ Stundenvertrag gaben mehr Lohn als die mit 43, drei Wochen mehr Ferien und dazu kommt eine Kündigungsfrist von 10 Jahren. Ein extrem folgt dem anderen in guten Zeiten zu viel um den Grundstein für eine schlechtere Zukunft der Industrie zu legen gleichzeitig werden Firmen gezwungen Schlupflöcher zu nutzen und der andere Teil wird ausgenutzt.
    Wenn einer damit erfolgreich anfängt machen es viele nach.

    Ein Arbeiter soll weder ausgenutzt werden noch soll er bemuttert werden das richtige liegt dazwischen

  6. #66

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    Zitat Zitat von Legenda1 Beitrag anzeigen
    Die gefährlichsten Kritiken waren immer jene die quasi durch Marx versuchten Marx zu kritisieren.
    Und viele von denen , kommen zur Zeit wieder aus den Lagern der Libertären, der österreichischen Schule der Ökonomie und aus den Gruppen der "Anarcho"- Kapitalisten.

    Der Anarchokapitalist Blankertz hat ein Buch veröffentlicht, welches heißt: "Mit Marx Gegen Marx" . Das sagt doch schon alles.

    Witzig, das ausgerechnet Izdaijnik dir ein Danke gibt, wo er doch den Kapitalismus als ein Naturelement begreift.
    Kommunismus / Kapitalismus

  7. #67

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    Schnell noch gratulieren!

    Alles Gute Zum Gebrtstag Karl wünscht dir dein Lubenica!


    marx_v.jpg

  8. #68
    Avatar von Grdelin

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    20.562
    Die Stadt Trier wird zum 200. Geburtstag von Karl Marx 2018 eine große Marx-Statue aus China aufstellen. Das hat der Stadtrat mehrheitlich befürwortet. 42 Mitglieder stimmten dafür, das Geschenk der Volksrepublik anzunehmen, sieben waren dagegen, vier enthielten sich. Über Standort, Größe und mögliche Aufstellungskosten der geplanten Statue soll erst später nach weiteren Verhandlungen mit China entschieden werden.

    Nach dem bisherigen Entwurf des chinesischen Künstlers Wu Weishan soll die geplante Marx-Statue inklusive Podest 6,30 Meter hoch werden und in der Nähe des Römertores Porta Nigra auf einem Platz stehen.

    http://m.dw.com/de/marx-wieder-in-trier/a-37922905

  9. #69
    Avatar von Zeus

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    Zitat Zitat von Grdelin Beitrag anzeigen
    Die Stadt Trier wird zum 200. Geburtstag von Karl Marx 2018 eine große Marx-Statue aus China aufstellen. Das hat der Stadtrat mehrheitlich befürwortet. 42 Mitglieder stimmten dafür, das Geschenk der Volksrepublik anzunehmen, sieben waren dagegen, vier enthielten sich. Über Standort, Größe und mögliche Aufstellungskosten der geplanten Statue soll erst später nach weiteren Verhandlungen mit China entschieden werden.

    Nach dem bisherigen Entwurf des chinesischen Künstlers Wu Weishan soll die geplante Marx-Statue inklusive Podest 6,30 Meter hoch werden und in der Nähe des Römertores Porta Nigra auf einem Platz stehen.

    Marx wieder in Trier | Aktuell Welt | DW.COM | 14.03.2017
    Ich kann's kaum erwarten, die Touristen zu sehen.

  10. #70
    Avatar von Grdelin

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    Zitat Zitat von Zeus Beitrag anzeigen
    Ich kann's kaum erwarten, die Touristen zu sehen.
    Jeder Chinese der nach Europa kommt, wird auch nach Trier kommen.

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