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Die Kroatische Wirtschaft: »Ein Verhältnis von Herr zu Diener«

Erstellt von lupo-de-mare, 03.07.2007, 20:36 Uhr · 50 Antworten · 2.345 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von lupo-de-mare

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    Die Kroatische Wirtschaft: »Ein Verhältnis von Herr zu Diener«

    Ich finde es ziemlich krass, wie die Kroatische Wirtschaft, durch dubiose Politiker vermurkst wurde. Mir persönlich hat mal ein echter Experte gesagt, das es genauso in allen Ex-Kommunistischen Ländern ablief.

    Interview mit

    Branko Horvat lehrte als Professor für Ökonomie an den Universitäten in Belgrad und Zagreb. Heute lebt er in Zagreb und ist als Berater des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW) tätig.

    »Ein Verhältnis
    von Herr zu Diener«



    Ein Gespräch mit dem kroatischen Wirtschaftswissenschaftler horvat branko

    Die Europäische Union hat auf ihrem Gipfel in Zagreb die rasche Durchsetzung marktwirtschaftlicher Reformen verlangt. Welche Erfahrungen hat man in Kroatien bislang mit der Privatisierung gemacht?
    Schon im sozialistischen Jugoslawien hatte die Privatwirtschaft einen größeren Umfang als in den meisten westeuropäischen Ländern. Bereits in den fünfziger Jahren wurden alle Unternehmen, die bis dahin in staatlicher Hand waren, privatisiert und den Beschäftigten zur Selbstverwaltung übergeben. Diese konnten anschließend über die Arbeitsbedingungen und die Gewinnverteilung in ihren Unternehmen entscheiden. Als Anfang der neunziger Jahren die damalige Regierung erklärte, sie wolle die Wirtschaft wieder privatisieren, bedeutete dies eine Rückkehr in längst vergangene Zeiten.
    Wie gingen die Privatisierungen konkret vonstatten?
    Erst seit der Wahlniederlage der Kroatischen Demokratischen Gemeinschaft (HDZ) Franjo Tudjmans und dem Regierungswechsel Anfang des Jahres ist wirklich bekannt, wie die Privatisierungen zustande kamen. Die Unternehmen wurden nach Kriterien, über die alleine die HDZ entschied, an Personen übergeben, die der Partei nahe standen. In vielen Fällen haben die neuen Inhaber für wertvolle Unternehmen entweder einen symbolischen oder gar keinen Betrag bezahlen müssen. Zudem haben sich die neuen Besitzer weder um die Produktion noch um die Beschäftigten gekümmert. Ihre Sorge galt nur der Frage, wie sie das Kapital dieser Unternehmen auf ausländische Privatkonten transferieren konnten. Ein großer Teil dieser Gelder landete schließlich in Deutschland.
    Gibt es abgesehen von der Korruption noch weitere strukturelle Probleme bei der Transformation in die Marktwirtschaft?
    Vor allem der Umgang mit den Großbetrieben erweist sich als sehr problematisch. Diese haben im alten Jugoslawien für einen wesentlich größeren Binnenmarkt produziert als heute. Für die Firmeninhaber ist es sehr schwierig, einen Käufer zu finden. Um die Unternehmen überhaupt verkaufen zu können, wurden sie schon in bis zu zwanzig einzelne Betriebe aufgeteilt. Dabei wird allerdings die Tatsache missachtet, dass viele dieser neuen Betriebe alleine gar nicht funktionsfähig sind.
    Welche Rolle spielen ausländische Investitionen in Kroatien?
    Das Vermögen der Beschäftigten und der Bürger wird an die ausländischen Investoren verschleudert. Diese übernehmen vor allem diejenigen Unternehmen, die für die Infrastruktur des Landes wichtig sind, wie z.B. Telekommunikation, Post oder Energie.In Kroatien spielt sich der gleiche Vorgang ab wie in Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung. So wie damals westdeutsche Unternehmer kaufen heute ausländische Firmen die einheimischen Betriebe auf. Anschließend legen sie die Produktion still, um die Konkurrenten auf dem Binnenmarkt zu beseitigen.
    Das heißt, an der Privatisierung haben sich vor allem deutsche Konzerne beteiligt?
    Ein großer Teil kroatischer Banken befindet sich heute im Besitz von westeuropäischen Finanzinstituten, insbesondere von deutschen Banken. Eine wichtige Rolle spielt auch die Deutsche Telekom, die heute über mehr als fünfzig Prozent der Anteilsrechte an der Kroatischen Post und dem Telekommunikationsunternehmen HPT verfügt. Nach dem Konkurs von HPT hatten die Skandinavier ein sehr günstiges Angebot gemacht - überraschenderweise hat sich die zuständige Kommission jedoch für die Telekom entschieden. Vor kurzem hat sich dann herausgestellt, dass die Deutschen eine hohe Bestechungssumme an die Kommission bezahlt haben. Diese Summe floss an die HDZ weiter.

    ..................

    Welche sozialen Folgen hatte diese Politik?
    Kroatien hat heute eine offizielle Arbeitslosenquote von 22 Prozent, die tatsächliche Arbeitslosigkeit liegt jedoch weit höher. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze. Eine Mittelschicht existiert nicht mehr, die Lebensqualität hat sich in jeder Hinsicht verschlechtert. Untersuchungen zufolge ist die Lebenserwartung der Kroaten heute im Durchschnitt um zehn Jahre geringer als in Westeuropa.
    Kann die neue Regierungskoalition diese Probleme lösen?
    Die Probleme sind nicht in erster Linie ökonomischer, sondern politischer Natur. Die neue Regierung verfolgt jedoch die gleiche Politik wie die HDZ. Erst kürzlich hat der stellvertretende Ministerpräsident den Konkurs unrentabler Unternehmen angekündigt, was eine weitere Verschlechterung der sozialen Lage bedeutete.

    .....................


    http://www.nadir.org/nadir/periodika/jungle_world/_2000/49/07a.htm



  2. #2
    cro_Kralj_Zvonimir


    oh Lupo deine alten Hetzthreads!


    1. Die Arbeitslosen-Quote liegt bei 15%

    2. EIn Drittel der Bevölkerung soll in Armut leben!
    Dieser Wert wäre höher als in Moldawien etc........

    due zeigst uns allen wieder deine unendliche DUmmheit!!

    DU alter seniler Affe!

  3. #3
    Avatar von Yutaka

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    13.01.2006
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    Zitat Zitat von cro_Kralj_Zvonimir Beitrag anzeigen


    oh Lupo deine alten Hetzthreads!


    1. Die Arbeitslosen-Quote liegt bei 15%

    2. EIn Drittel der Bevölkerung soll in Armut leben!
    Dieser Wert wäre höher als in Moldawien etc........

    due zeigst uns allen wieder deine unendliche DUmmheit!!

    DU alter seniler Affe!

    Die Arbeitslosenquote ist immer noch hoch, sehr hoch im Lande gesamt ca 15-18 %

    Split zb hat eine Arbeitslosenquote von gut 30- 40 %

    Das mit der Armut vonwegen 1/3 wird auch in etwa hinkommen, wer mal abseits der Adria war , weg von Meer und Co und mal ins Hinterland geht wird enorme Armut antreffen, von Slawonien müssen wir erst gar nicht reden, teilweise erhebliche Armut, man kommst sich wahrlich wie in Rumänien vor.Meine Grossmutter muss in Monat mit ca 650 Kuna (ca 150 Fr reps 90 Euro?) Rente exisiteren können, ich spreche hier vom jahr 2007 und nicht 2000!

    Nur vergessen wieder einmal viele das vor nicht allzulanger Zeit ein Krieg stattfand, innerhalb von dieser kurzer Zeit kann man nicht alles wieder auf die Beine stellen.

    Aber. Kroatien ist auf einen guten Weg!

  4. #4
    cro_Kralj_Zvonimir
    Zitat Zitat von T1tt0l4r00c4 Beitrag anzeigen
    Die Arbeitslosenquote ist immer noch hoch, sehr hoch im Lande gesamt ca 15-18 %

    Split zb hat eine Arbeitslosenquote von gut 30- 40 %

    Das mit der Armut vonwegen 1/3 wird auch in etwa hinkommen, wer mal abseits der Adria war , weg von Meer und Co und mal ins Hinterland geht wird enorme Armut antreffen, von Slawonien müssen wir erst gar nicht reden, teilweise erhebliche Armut, man kommst sich wahrlich wie in Rumänien vor.

    Nur vergessen wieder einmal viele das vor nicht allzulanger Zeit ein Krieg stattfand, innerhalb von dieser kurzer Zeit kann man nicht alles wieder auf die Beine stellen.

    Aber. Kroatien ist auf einen guten Weg!

    Die Arbeitlosenquoete liegt bei 15%

    Und in Split soll es bei 40% liegen alles klar

    Und in SLawonien beschränkt sich die ARmut nur auf das ehemals okkupierte Ost-Slawonien also Baranya Vukovar Ilok etc........

    Und was das dalmatinische Hinterland angeht so schlimm ist es auch nicht und dort leben auch nicht wirklich viele Menschen das dieß besonders ins Gewicht fallen würde

  5. #5

    Registriert seit
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    Zum Großteil sind Rentner an der unteren Armutsgrenze,weil ihre Pension hinten und vorne nicht reicht.

  6. #6
    Avatar von Yutaka

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    Zitat Zitat von cro_Kralj_Zvonimir Beitrag anzeigen
    Die Arbeitlosenquoete liegt bei 15%

    Und in Split soll es bei 40% liegen alles klar

    Und in SLawonien beschränkt sich die ARmut nur auf das ehemals okkupierte Ost-Slawonien also Baranya Vukovar Ilok etc........

    Und was das dalmatinische Hinterland angeht so schlimm ist es auch nicht und dort leben auch nicht wirklich viele Menschen das dieß besonders ins Gewicht fallen würde
    Sag mal Diaspora wie oft bist du unten? Also ich sicher etwa 4 Monate im Jahr, was ich gesehen habe langt mir.

    Ist eben schon cool wenn die Nacht in Split eintrifft und die Leute dann in Mülleimern nach essen suchen gehen, das sind nicht wenige!

    Split hat einen massiv hohen Anteil an Arbeitslose, ausser ein Cousin und Cousine von etwa 8 arbeiten die restlichen nicht, sprich keine Chance auf nen Job in Split + Umgebung, daher versuchen Sie es in Zagreb oder Ausland.

    Wer wirklich gebildet ist versucht sein Glück im Ausland.

  7. #7
    Avatar von lupo-de-mare

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    Zitat Zitat von cro_Kralj_Zvonimir Beitrag anzeigen


    oh Lupo deine alten Hetzthreads!



    DU alter seniler Affe!
    Du hast eben keinerlei Argumente, was ziemlich erbärmlich ist.

    Kurz gesagt, ist der Artikel von einem Kroatischen Wirtschafts Wissenschaftler und weite Teile der Serbischen, Albanischen aber auch der Deutschen Bevölkerung ist verarmt. Also wo liegt das Problem? Oder hat da jemand "Verfolgungs Wahn"! Soweit ich mich erinnern kann, gab es vor einer Woche einen Ministerialen Report in Deutschland, das 1,5 Millionen Kinder, schon in Armut leben.

    Zitat Zitat von Perun Beitrag anzeigen
    Zum Großteil sind Rentner an der unteren Armutsgrenze,weil ihre Pension hinten und vorne nicht reicht.
    Das mit den niedrigen Pensionen, dürfte schon ein EU Problem sein, wobei die Pensionen in Russland, oder im Balkan ein Witz sind.

    Zitat Zitat von T1tt0l4r00c4 Beitrag anzeigen
    Sag mal Diaspora wie oft bist du unten? Also ich sicher etwa 4 Monate im Jahr, was ich gesehen habe langt mir.

    Ist eben schon cool wenn die Nacht in Split eintrifft und die Leute dann in Mülleimern nach essen suchen gehen, das sind nicht wenige!



    Wer wirklich gebildet ist versucht sein Glück im Ausland.
    Sehr guter Beitrag, zur sachlichen Diskussion! Sowas sehe ich leider ebenso in Albanien usw.. Aber bei uns in München laufen überall Leute herum, welche leere Flaschen suchen und am Abend, belagern sie die Super Markt Flaschen Pfand Automaten, um ein wenig Geld zu haben. Die sammeln so 20-40 Flachen pro Tag ein. Wir haben in Deutschland auch sehr viele sehr arme Leute.

  8. #8
    Avatar von Yutaka

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    Zitat Zitat von lupo-de-mare Beitrag anzeigen
    Du hast eben keinerlei Argumente, was ziemlich erbärmlich ist.

    Kurz gesagt, ist der Artikel von einem Kroatischen Wirtschafts Wissenschaftler und weite Teile der Serbischen, Albanischen aber auch der Deutschen Bevölkerung ist verarmt. Also wo liegt das Problem? Oder hat da jemand "Verfolgungs Wahn"! Soweit ich mich erinnern kann, gab es vor einer Woche einen Ministerialen Report in Deutschland, das 1,5 Millionen Kinder, schon in Armut leben.
    Nur musst du nicht Quellen aus dem Jahre 2000 hervorheben, in 7 Jahren hat sich doch einiges geändert!

  9. #9

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    wie kann das sein das es wirtschaftsboom gibt , aber der großteil davon nichts hat.
    Also langsam verarmt trotz Arbeit.

  10. #10
    Avatar von Yutaka

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    Zitat Zitat von Perun Beitrag anzeigen
    wie kann das sein das es wirtschaftsboom gibt , aber der großteil davon nichts hat.
    Also langsam verarmt trotz Arbeit.
    Ist überall so, selbst in der Schweiz, die Kaderleute sprich Manager machen in einem Jahr einen Lohnsprung von bis zu 150 % , die Arbeiter, sprich Normalos spüren vom "Boom" wenig, da der Lohn stagniert, resp. eine Steigerung von 0.2 %, was an sich ein Witz ist.

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