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Das Märchen von der Austerität

Erstellt von Lorne Malvo, 19.07.2015, 21:58 Uhr · 31 Antworten · 2.938 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von babyblue

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    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Merkwürdig, kurz bevor Tsipras an die Macht gekommen ist hatte Griechenland noch eine wachsende Wirtschaft und einen Primärüberschuss, und gute Wachstumsprognosen für die Zukunft. Man könnte auch sagen, viel mühselige Arbeit wurde zerschlagen und das Land noch weiter zurückgeworfen.

    Ein strukturelles Arbeitslosigkeitsproblem hatte Südeuropa schon immer, in Spanien war die Arbeitslosigkeit kurz vor Euroeintritt sogar noch höher als heute und auch in Griechenland war die Jugendarbeitslosigkeit in den 90ern fast so hoch wie heute. Mit dem Euro haben diese Länder Blasen finanziert, die Jobs geschaffen haben, die aber nicht von Bestand waren, weil die Blase geplatzt ist. Jetzt stehen diese Länder eben in etwa dort, wo sie vor ihren Blasen standen.
    Wieso weigerst du dich, über die Grundannahmen der Austeritätspolitik zu diskutieren?

  2. #22
    Avatar von Lorne Malvo

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    Zitat Zitat von babyblue Beitrag anzeigen
    Wieso weigerst du dich, über die Grundannahmen der Austeritätspolitik zu diskutieren?
    Von welchen Grundannahmen sprichst du Troll? Ich bin kein Anhänger der Neoklassik.

  3. #23
    Avatar von babyblue

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    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Von welchen Grundannahmen sprichst du Troll? Ich bin kein Anhänger der Neoklassik.
    Durch solche Äußerungen wird dein Schwanz auch nicht länger!


    Meine Frage war/ist ganz einfach:

    Auf welchen Grundannahmen beruht die Austeritätspolitik?

  4. #24
    Avatar von Lorne Malvo

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    Zitat Zitat von babyblue Beitrag anzeigen
    Durch solche Äußerungen wird dein Schwanz auch nicht länger!


    Meine Frage war/ist ganz einfach:

    Auf welchen Grundannahmen beruht die Austeritätspolitik?
    Austeritätspolitik ist kein Modell, daher hat es auch keine Annahmen. Deine Frage ergibt überhaupt keinen Sinn.

    Beantworte mir folgende Frage:

    Welche Grundannahmen hat der Mond, wenn er aus Käse besteht?

    So in etwa klingt deine Frage für mich.

  5. #25
    Avatar von babyblue

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    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Austeritätspolitik ist kein Modell, daher hat es auch keine Annahmen. Deine Frage ergibt überhaupt keinen Sinn.

    Beantworte mir folgende Frage:

    Welche Grundannahmen hat der Mond, wenn er aus Käse besteht?

    So in etwa klingt deine Frage für mich.

    Selten sowas borniertes hier erlebt!


    Aber gut!

    Also keine Neoklassik!

    Woher nimmst du dann die "Weisheiten", die du hier ständig verbreitest?


    Von welchem Modell gehst du denn aus?


    Geht es etwa um "nicht-keynesianische Effekte der Fiskalpolitik"? oder anders:

    nenne bitte die Erfolgsfaktoren (= Grundannahmen) von Budgetkonsolidierungsstrategien?

  6. #26
    Avatar von Lorne Malvo

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    Zitat Zitat von babyblue Beitrag anzeigen
    Selten sowas borniertes hier erlebt!


    Aber gut!

    Also keine Neoklassik!

    Woher nimmst du dann die "Weisheiten", die du hier ständig verbreitest?


    Von welchem Modell gehst du denn aus?


    Geht es etwa um "nicht-keynesianische Effekte der Fiskalpolitik"? oder anders:

    nenne bitte die Erfolgsfaktoren (= Grundannahmen) von Budgetkonsolidierungsstrategien?
    Ich habe meine Bachelorarbeit im Bereich Entwicklungspolitik geschrieben. Ich hänge in dieser Hinsicht verschiedenen Polarisationstheorien an. Ich glaube um aus solchen Spiralen rauszukommen helfen nur Nulltoleranzansätze im Sinne der Broken-Windows-Theorie in einer staatsphilosophischen Abwandlung. Von ökonomischen Modellen halte ich prinzipiell nicht sonderlich viel.

  7. #27
    Avatar von babyblue

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    oder doch allgemeiner:


    Gibt es einen Zusammenhang zwischen deinen "Ausführungen" und Milton Friedman?

  8. #28
    Avatar von Lorne Malvo

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    Zitat Zitat von babyblue Beitrag anzeigen
    oder doch allgemeiner:


    Gibt es einen Zusammenhang zwischen deinen "Ausführungen" und Milton Friedman?
    Nein. Er denkt mir zu modellhaft und betrachtet zu wenig die Realität.

  9. #29
    Avatar von babyblue

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Ich habe meine Bachelorarbeit im Bereich Entwicklungspolitik geschrieben. Ich hänge in dieser Hinsicht verschiedenen Polarisationstheorien an. Ich glaube um aus solchen Spiralen rauszukommen helfen nur Nulltoleranzansätze im Sinne der Broken-Windows-Theorie in einer staatsphilosophischen Abwandlung. Von ökonomischen Modellen halte ich prinzipiell nicht sonderlich viel.
    Ja, klar, dann kann man ja das Problem der Arbeitslosigkeit auch durch Gefängnisse lösen...


    Interessant!


    Inwiefern kann man die Nulltoleranzansätze auf die Ökonomie übertragen?

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Nein. Er denkt mir zu modellhaft und betrachtet zu wenig die Realität.



    - - - Aktualisiert - - -

    Polarisationstheorien gehen doch immer auch von Wachstumsimpulsen aus...wie bringst du das mit deiner Sparpolitik-Meinung iZm Griechenland auf die Reihe?

    Einfach bloß: sie sollen sich an Regeln halten?


    Bitte führe mehr aus...es interessiert mich wirklich!

    Wäre zumindest sinnvoller als Griechenbushing zu betreiben...

  10. #30
    Avatar von Lorne Malvo

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    Griechenland hat in den vergangenen 30 Jahren mehrere Hundert Milliarden an EU-Geldern bekommen, die das Land entwickeln sollten. Von den größten Empfängern (waren "merkwürdigerweise" genau die gleichen, die auch heute noch die Krisenländer sind, also die PIGS) war Griechenland schon immer das, was die schlechtesten Ergebnisse im Bereich der Regionalentwicklung abgeliefert hat. Mit Abstand. Das selbe Muster zieht sich erstaunlicherweise auch durch die Rettungspolitik. Das Problem ist also in Griechenland selbst zu suchen. Und das Problem ist auch nicht gerade ein Sonderfall, sondern weit verbreitet bei allen Entwicklungsländern, welche einfach nicht in die Gänge kommen. Das Problem ist ausgeprägte Korruption und Misswirtschaft. Dagegen hilft meiner Meinung nach nur Nulltoleranz. Jeder der sich auch nur verdächtig macht korrupt zu sein, und jeder der Gelder nicht verantwortungsvoll verteilt sollte sofort mindestens des Amtes enthoben werden. Ansonsten kommt aus der Abwärtsspirale nie heraus.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von babyblue Beitrag anzeigen
    Ja, klar, dann kann man ja das Problem der Arbeitslosigkeit auch durch Gefängnisse lösen...


    Interessant!


    Inwiefern kann man die Nulltoleranzansätze auf die Ökonomie übertragen?

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    Polarisationstheorien gehen doch immer auch von Wachstumsimpulsen aus...wie bringst du das mit deiner Sparpolitik-Meinung iZm Griechenland auf die Reihe?

    Einfach bloß: sie sollen sich an Regeln halten?


    Bitte führe mehr aus...es interessiert mich wirklich!

    Wäre zumindest sinnvoller als Griechenbushing zu betreiben...
    Griechenland ist momentan wieder in einer Bankenkrise. Dafür braucht es pragmatische Hilfe. Ich finde es nicht wirklich gerechtfertigt, dass nicht die Griechen zuerst dafür zahlen sollten, und zwar indem sie Ausgaben kürzen, falls sie nicht mehr in der Lage sind Schulden aufzunehmen.

    In den Polarisationstheorien geht es in der Tat darum Aufwärtsspiralen zu erzeugen. Allerdings bringen Wachstumsimpulse nichts, wenn die Wirtschafts langfristig von selbst kein Wachstum erzeugen kann. Wachstum kommt aus Investitionen und Innovationen. Innovationen zu fördern ist schwierig, und auch nicht unbedingt Griechenlands größte Sorge. Investitionen allerdings anlocken ist nicht so schwierig. Man muss einfach wettbewerbsfähig sein. In einer globalisierten Welt bedeutet das v.a. Lohnkosten drücken. Ich verstehe auch den Begriff neoliberal in diesem Kontext nicht. Was ist denn daran neoliberal, dass die Türkei inzwischen als sicheres Land gilt, und viele Touristen jetzt dorthin reisen, statt nach Griechenland? Etc...

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