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Meinung zur Globalisierung

Erstellt von Usta, 23.09.2012, 14:23 Uhr · 38 Antworten · 4.104 Aufrufe

  1. #31
    Yunan
    Zitat Zitat von John Wayne Beitrag anzeigen
    sobald globalisierungsgegner dazu aufgefordert werden ihr eigenes konsumverhalten zu hinterfragen werden sie ziemlich dünnhäutig
    Da muss ich dir ausnahmsweise mal recht geben.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Ihr seht ausschließlich das Schlechte daran. Dass ihr erst durch die Globalisierung heute eine reiche Auswahl im Supermarkt, alle notwendigen Medikamente oder die Möglichkeit habt, im Ernstfall binnen weniger Stunden zu Hause auf dem Balkan zu sein, das alles nehmt ihr nicht wahr - oder wollt es nicht.

    Wer Angst vor der G. hat, hat Angst vor dem eigenen Versagen, oder ökonomisch ausgedrückt: Angst vor den eigenen Wettbewerbsdefiziten. Dabei gab es diesen Wettkampf schon immer in der Menschheitsgeschichte. Manchmal in Form von Kriegen, manchmal in Form der Wirtschaftsleistung. Globalisierung kann nicht abgestellt werden, sondern nur verlangsamt. Es ist ein natürlicher Prozess, der seit Menschengedenken vonstatten geht.

    G. vereinheitlicht die Welt - das stimmt. Was vergessen wird: dadurch werden den Menschen rund um den Erdball auch die gleichen Chancen geschaffen. Ist doch fair.
    Ah ja, und wer sagt uns dass wir solche Medikamente brauchen? Oder 100 verschiedene Brotsorten? Wer sagt, dass er Orangen jeden Tag im Supermarkt haben muss? Ihr seid es, die diesen Scheiß kaufen und damit die Welt sozial, ökologisch und ökonomisch aus dem Gleichgewicht bringen. Ich brauche keine 2.000 verschiedene Handymodelle oder Kleidung zum Spottpreis. Ich bezahle lieber mehr wenn ich weiß, dass diese Kleidung nicht unter schlimmsten Bedingungen produziert wurde.

    Die Globalisierung ist Ausdruck eines unglaublichen Mitläufertums, dass eine große Mehrheit der wohlhabenden Welt erfasst hat. Jeden Tag hämmern Werbe-Slogans auf uns ein und geben uns den Eindruck, dass wir irgendetwas von diesem Müll bräuchten.
    Die Wahrheit ist, dass in der Welt eine dermaßen hohe Überproduktion herrscht, dass mehr als 14 Milliarden Menschen mit Lebensmitteln und Textilien versorgt werden könnten. Stattdessen wird ein Großteil davon vernichtet weil es nicht "rentabel" ist, die übrige Welt, die an Hunger- und Seucheepidemien leidet damit zu versorgen. Stattdessen werfen wir unsere Klamotten in die Altkleider-Sammlung, die dann wieder vor Ort weiterverkauft werden und denken, dass wir jetzt etwas gutes getan haben. Diese Werbemaschinerie verfolgt den Zweck, diese Überschuss-Produktion auf einem Markt voller dummer Käufer abzusetzen und die seid ihr. Ihr lasst euch verdummen und freut euch noch darüber dass es so etwas tolles wie die Globalisierung gibt. Na klar, solange ihr mit euren iPhones und eurem "Style" durch die Straße laufen könnt um euch zu präsentieren und die Welt mit ihren verkackten Facebook-Kommentaren belästigt, fühlt ihr das noch nicht. Aber fliegt mal zwei oder drei Stunden aus dem Zentrum Europas hinaus und seht wie viel die Leute da auf eure Scheiße geben, durch die ihr euch definiert. Die werden euch ins Gesicht spucken und euer Existenz dadurch vernichten dass sie eure Touch-Screen Handy auf dem Boden zertrampeln. Die Barbaren, nicht wahr?

    Am Ende des Tages braucht niemand diese Produkte, am Ende zählt nur wer das meiste Geld gemacht habt und ihr, meine lieben Freunde, werden niemals dazugehören! Keiner von uns solange wir uns selbst gegenseitig ficken anstatt es mit denen zu tun, die für den ganzen Mist verantwortlich sind.

    Scheiß Neoliberalismus, der sollte verboten und alle Anhänger eingekerkert werden bis sie gemerkt haben dass sie sich einer Idee gewidmet haben die vom Egoismus des Individuums lebt. Die Chicago-Boys wären stolz auf ihre Kreation gewesen... Was haben sie doch für eine Rasse an tauben und blinden Konsumenten herangezüchtet, die sogar noch für sie kämpfen während sie von ihnen abgezockt werden. Ich geh kotzen!

  2. #32
    Avatar von kiko

    Registriert seit
    28.07.2008
    Beiträge
    10.647
    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Da muss ich dir ausnahmsweise mal recht geben.

    - - - Aktualisiert - - -



    Ah ja, und wer sagt uns dass wir solche Medikamente brauchen? Oder 100 verschiedene Brotsorten? Wer sagt, dass er Orangen jeden Tag im Supermarkt haben muss? Ihr seid es, die diesen Scheiß kaufen und damit die Welt sozial, ökologisch und ökonomisch aus dem Gleichgewicht bringen. Ich brauche keine 2.000 verschiedene Handymodelle oder Kleidung zum Spottpreis. Ich bezahle lieber mehr wenn ich weiß, dass diese Kleidung nicht unter schlimmsten Bedingungen produziert wurde.

    Die Globalisierung ist Ausdruck eines unglaublichen Mitläufertums, dass eine große Mehrheit der wohlhabenden Welt erfasst hat. Jeden Tag hämmern Werbe-Slogans auf uns ein und geben uns den Eindruck, dass wir irgendetwas von diesem Müll bräuchten.
    Die Wahrheit ist, dass in der Welt eine dermaßen hohe Überproduktion herrscht, dass mehr als 14 Milliarden Menschen mit Lebensmitteln und Textilien versorgt werden könnten. Stattdessen wird ein Großteil davon vernichtet weil es nicht "rentabel" ist, die übrige Welt, die an Hunger- und Seucheepidemien leidet damit zu versorgen. Stattdessen werfen wir unsere Klamotten in die Altkleider-Sammlung, die dann wieder vor Ort weiterverkauft werden und denken, dass wir jetzt etwas gutes getan haben. Diese Werbemaschinerie verfolgt den Zweck, diese Überschuss-Produktion auf einem Markt voller dummer Käufer abzusetzen und die seid ihr. Ihr lasst euch verdummen und freut euch noch darüber dass es so etwas tolles wie die Globalisierung gibt. Na klar, solange ihr mit euren iPhones und eurem "Style" durch die Straße laufen könnt um euch zu präsentieren und die Welt mit ihren verkackten Facebook-Kommentaren belästigt, fühlt ihr das noch nicht. Aber fliegt mal zwei oder drei Stunden aus dem Zentrum Europas hinaus und seht wie viel die Leute da auf eure Scheiße geben, durch die ihr euch definiert. Die werden euch ins Gesicht spucken und euer Existenz dadurch vernichten dass sie eure Touch-Screen Handy auf dem Boden zertrampeln. Die Barbaren, nicht wahr?

    Am Ende des Tages braucht niemand diese Produkte, am Ende zählt nur wer das meiste Geld gemacht habt und ihr, meine lieben Freunde, werden niemals dazugehören! Keiner von uns solange wir uns selbst gegenseitig ficken anstatt es mit denen zu tun, die für den ganzen Mist verantwortlich sind.

    Scheiß Neoliberalismus, der sollte verboten und alle Anhänger eingekerkert werden bis sie gemerkt haben dass sie sich einer Idee gewidmet haben die vom Egoismus des Individuums lebt. Die Chicago-Boys wären stolz auf ihre Kreation gewesen... Was haben sie doch für eine Rasse an tauben und blinden Konsumenten herangezüchtet, die sogar noch für sie kämpfen während sie von ihnen abgezockt werden. Ich geh kotzen!
    Respekt!!!!!
    Ich stimme dir zu 100% zu.


    Außerdem:
    Prof. Dr. Joseph E. Stiglitz (über Youtube kann man sich seinen Vortrag anschauen)

    Als die Öffentlichkeit vor etwa 20 Jahren begann, sich mit dem Phänomen der Globalisierung zu beschäftigen, erhoffte man sich mehr Wohlstand für alle. Heute dominieren jedoch der Markt, die Interessen der Finanzbranche und multinationale Konzerne den Globalisierungsprozess. Das Gefälle zwischen Arm und Reich wird immer größer. In den reichen Ländern geht - bei steigender Wirtschaftsleistung - das Durchschnittseinkommen der Bürger zurück. Profitiert haben vor allem das Großkapital und die kleine Gruppe der Top-Verdiener.
    In seinem Vortrag zeigt Professor Dr. Joseph E. Stiglitz, der zu den Ikonen der Globalisierungskritik gehört, welche Veränderungen die Weltwirtschaftsordnung erlebt hat, und entwitft eine andere, faire Form der Globalisierung. Joseph E. Stiglitz lehrt Volkswirtschaft an der Columbia University in New York. Im Jahr 2001 wurde er mit dem Nobelpreis für Wirtschaft ausgezeichnet.



  3. #33
    Avatar von Karoliner

    Registriert seit
    16.07.2010
    Beiträge
    4.079
    IPhone...

    Nach gewalttätigen Unruhen unter seinen Arbeitern hat der weltgrößte Elektronik-Auftragsfertiger Foxconn am Montag eines seiner großen Werke in China schließen müssen. In der Fabrik in Taiyuan in der Provinz Shanxi seien am Sonntagabend handgreifliche Auseinandersetzungen unter Arbeitern ausgebrochen, berichtete die Polizei.

    An den Auseinandersetzungen sollen mehr als 2000 Arbeiter beteiligt gewesen sein; Auslöser war nach bislang unbestätigten Berichten, dass Sicherheitsmitarbeiter einen Arbeiter schlugen. Mehr als zehn Personen seien verletzt worden. Polizeikräfte seien ausgerückt, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Inzwischen sei die Ordnung wieder hergestellt. Die Ursache des Streits werde untersucht, teilte die Polizei ferner mit.
    Foxconn fertigt für große Computerfirmen wie Apple, Dell, Hewlett-Packard, Sony und andere; der Konzern beschäftigt in dem Werk in Taiyuan, das auch Teil der Produktionskette für das neue iPhone 5 ist, 79.000 Mitarbeiter. Foxconn war in letzter Zeit immer wieder wegen der Arbeitsbedingungen in seinen Werken unter Beschuss geraten, besonders die Bedingungen der iPhone-Produktion wurden unter die Lupe genommen. Zuletzt hatte es geheißen, in der ostchinesischen Provinz Jiangsu würden Studenten gezwungen, ihr Studium zu unterbrechen und in einer dortigen Foxconn-Fertigungsstätte das iPhone 5 zusammenzubauen.
    Ein erster Bericht der Fair Labor Association (FLA) vom August hatte aber zumindest erste grundlegende Verbesserungen der Arbeitsbedingungen bei Foxconn festgestellt; zumindest in einem Werk musste der Konzern zudem die Löhne erhöhen, da er Schwierigkeiten hatte, genügend Arbeitskräfte zu finden. (mit Material von dpa) / (jk)

    Quelle: Foxconn-Werk nach Unruhen unter Arbeitern geschlossen | c't

  4. #34
    Avatar von Duušer

    Registriert seit
    20.05.2009
    Beiträge
    4.820
    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Die Lösung: Mehr Globalisierung. Mehr Kapitalismus. Mehr Wettbewerb.
    Ich geb nen Fick auf dieses System. Habe grad nen Schock bekommen als ich aus dem Kühlschrank ne Tafel Milka rausgeholt hab und jetzt ist da nur noch 80 gramm drin für den gleichen Preis, WTF!???!?

  5. #35
    Mulinho
    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Globalisierung in ihrer herkömmlichen Form ist wie ein Krebsgeschwür. Sie wird zugunsten großer Konzerne und weniger Beteiligter betrieben auf Kosten aller.

    Globalisierung als Form des freundschaftlichen Zusammenwachsens der Menschen ohne Zerstörung der Kulturen und lediglich mit wirtschaftlichen Nebeneffekt, ist eine gute Form der Globalisierung.

    So wie sie jetzt stattfindet - ein klares Nein.
    Kann ich nur unterschreiben. Allerdings ist sie in meinen Augen in jetziger Form immer noch besser, als in gar keiner Form. Dennoch: Grosses Verbesserungspotential.

    Man bedenke, dass die Globalisierung Frieden bringt. Weltfrieden wäre theoretisch möglich.

  6. #36
    Yunan
    Theoretisch, aber vermutlich genauso utopisch wie der Urkommunismus oder die absolute freie Marktwirtschaft. Die Globalisierung sollte Frieden und Völkerverständigung nicht als Neben- sondern als Haupteffekt generieren.

    Erst kommen die Menschen, dann die Unternehmen.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Die Lösung: Mehr Globalisierung. Mehr Kapitalismus. Mehr Wettbewerb.
    Du bist doch einfach nur ein kranker Junge ohne Überblick. Du schwimmst in der Masse der Informationen und kannst sie nicht zuordnen und das ist das Ergebnis.

  7. #37
    Avatar von Tetovar

    Registriert seit
    19.06.2011
    Beiträge
    851
    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Wie haben die Menschen nur früher ohne gelebt?^^

    Man erzieht die Menschen zu Konsum und Konsum. Und natürlich MUSS jedes Jahr auch ein neues Modell auf den Markt kommen usw. Und wer macht sich Gedanken um Produktionsbedingungen, auch woher die Rohstoffe, u.a. seltene Metalle, dafür kommen usw.? Vielleicht wäre es nicht verkehrt, wenn es in DE vielleicht auch in kleinerer Stückzahl, aber zu fairen Gehältern (allseits^^) produziert würde. Und warum dann nicht mal 2000 Euro, ergo als gewisses "Luxusgut"?!

    Das ist eben der Unterschied zw. heute und früher. Früher haben meine Eltern auf einen neuen Fernseher Geld zur Seite gelegt. Der wurde dann gekauft, hat auch ein Schweinegeld gekostet, aber es war Made in Germany. Das Teil hat dann eben 20 Jahre und mehr gehalten. Das war eben ein Luxusgut. Handy's hatten wir auch nicht damals, erstaunlicherweise haben wir es geschafft uns trotzdem mit der Familie in Kontakt zu halten.
    Ich bin gerne bereit, für ein Produkt mehr zu zahlen, wenn ich dadurch weiss, dass es in DE hergestellt wurde.

    Das viele heutzutage nur auf den Preis schauen, liegt einfach daran das die Löhne und Gehälter immer weiter gedrückt werden. Weniger Geld im Monat = Preisdruck.

    Gab es früher Zeitarbeiter, Leihfirmen? Vor 15 Jahren absolut nicht vorhanden. Während früher ein Fließbandmitarbeiter noch soviel verdient hat, dass er eine 4 köpfige Familie ernäheren konnte, 2 mal in den Urlaub fahren konnte müssen heute beide Eheleute arbeiten, damit man ein einigermaßen normales Leben führen kann.

    Heute läuft es so, in China billig produzieren und in Europa billig verkaufen. Da die Leute eh wenig Geld haben, kaufen die es eben (gezwungenermaßen).

    Sowas kotzt mich persönlich an, die Globalisierung ist der Untergang der Menschheit, früher oder später.

  8. #38
    Avatar von skorpion

    Registriert seit
    25.10.2009
    Beiträge
    3.739
    Ich tu mich schwer damit, einfach pro oder contra zu sein. Die Art und Weise, wie Globalisierung stattfindet, lehne ich ab. Andererseits ist sie aber auch irgendwie unvermeidbar.

    Man sollte in Europa dazu übergehen, die Dinge regionaler anzupacken. Nach außen hin, gegenüber Partnern/ Konkurrenten wie USA, Rußland, China, Indien usw. sind die einzelnen europäischen Staaten zu klein, um auf die Dauer mitzuhalten, hier muß Europa sich viel stärker einen. Nach innen hin muß man die Nationen überwinden und in regionalen Dimensionen denken und handeln, ggf. auch über die aktuellen Staatsgrenzen hinweg. Ziel sollte meiner Meinung nach ein europäischer Bundesstaat mit einem föderalen Aufbau aus starken Regionen sein.


  9. #39
    Avatar von De_La_GreCo

    Registriert seit
    17.08.2008
    Beiträge
    23.781
    Diese ganze Finanzkrise die es heute gibt (GR) und sonstwo ist doch dank der Globalisierung. An sich ist die Idee von G. nicht schlecht. Allerdings wird sie in ihrer jetzigen Form stark missbraucht. Das selbe auch mit den Kommunismus

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