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Warum Nationalsozialismus Sozialismus war und warum Sozialismus totalitär ist

Erstellt von Sebastian, 06.01.2016, 04:44 Uhr · 80 Antworten · 4.986 Aufrufe

  1. #61
    Avatar von GLOBAL-NETWORK

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    Was für ein Schwachmat. facepalm.gif

  2. #62

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    Was für ein Argument.^^

  3. #63
    Avatar von Lorne Malvo

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    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    Das ist doch schwachsinnig was du hier vom Stapel lässt. Bürgerrechte dies das, beschäftige dich mal mit der Klassenjustiz. Und was ist mit den Flüchtlingen, die in die Länder der "Superbürgerrechte" kommen, die haben doch keine Rechte. Wenn du mir erzählen willst, dass Flüchtlinge in Deutschland Rechte hätten lach ich mir en Ast ab. Desweiteren wird die Souveränität bekanntlich am Hinduksh verteidigt. Haben die jeweiligen Regierungen verschiedenster Staaten in der Vergangenheit soe gegewärtlich die Bürger der Staaten gefragt, ob sie im Namen der Bürger andere Länder, andere "Bürger" bombardieren dürfen?
    Die Bürgerrechte in YU waren fortschrittlich, YU hat keine imperialistischen Ziele verfolgt und keine Kriege geführt, autoritäre Strukturen wurden abgebaut.
    Du hast es doch anhand des Beispiels für Deutschland auf dem Schirm, was mit einem aufstrebenden kapitalistischen Land wie Deutschland 1933 passieren kann oder? Und heute? Argumente aus dem Fundus von Rechtspopulisten, Nazis und "Betroffenen Bürgern" formulieren in ihrem Kern immer wieder das Selbe aus, sie wollen für sich alle Rechte beanspruchen und den "Anderen" alle Rechte verwehren. Kapitalisten in einem autoritären Staat freuen sich in Krisenzeiten über den Kadavergehorsam von dummen Scheuklappenzombies, wie sie auch hier im BF zu finden sind. Deine Rechte und deine Privilegien die du besitzt, die hast du nicht den Kapitalisten zu verdanken, die hast du einer weltweiten sozialistisch und kommunistischen Bewegung zu verdanken, die den Faschismus im großen Krieg besiegt hat, die für die Rechte der Arbeiterinnen gekämpft hat und die die Kapitalisten in ihre Schranken gewiesen hat. Und der Kampf ist noch nicht vorbei.
    Tu nich so als ob die Zeit stehen geblieben wäre und als ob es keine Krisen, Kriege und keine Ausbeutung mehr geben würde.

    Was für pathetisches Geschwätz. Fakt ist, Sozialismus herrschte überall dort, wo die Leute ungebildet und besitzlos waren und es in Folge dessen keine echte Bürgergesellschaft gab (Jugoslawien eingeschlossen), und sobald diese dann im Laufe der Zeit entstanden ist, haben diese Gesellschaften ihrer sozialistischen Zwangsbeglücker abgeschafft.

  4. #64
    Avatar von Domoljub

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    Okeey interessanter Thread. Ohne zu tief in die Materie gehen kann man sagen, dass der Nationalsozialismus ( er heißt ja nicht umsonst Sozialismus) sowohl Faschistische als auch Sozialistische enthielt. Zu einem natürlich die Rassische Komponente, Volksreinheit,.... diese ganzen Begriffe sind natürlich Faschistisch, jedoch war die NSDAP durchaus antikapitalistisch eingestellt. Politische Systeme basieren immer auf einem Wirtschaftssysteme und eben besonders Diktaturen, da hier extreme ausgeübt werden. Hitler als einen Kapitalisten anzusehen ist einfach Unsinn. Er war Gegner das "Zionistischen Weltjudentums", dieser Mythos ist sehr stark mit dem Kapitalismus verbunden. Die NSDAP war eine Arbeiter Partei und richtete sich auch an Arbeiter. Die Zielgruppe von Faschisten war hingegen oft das bürgerliche Milieu und zeichnete sich viel eher durch Kirchennähe aus, während die NSDAP keine einheitliche Religiösität vertrat. Natürlich gab es unterschiedliche Flügel innerhalb der NSDAP, es gab verschiedene Richtungen. Was natürlich hinzukommt ist der Führerkult, welcher vielen Leuten als Ersatz für Religion diente. Lest euch das 25 Punkte Programm der NSDAP durch, dort sind durchaus sozialistische Standpunkte vertreten. Das Eingreifen in die Wirtschaft, staatliche Regulierung, sprich keine freie Marktwirtschaft, das alles ist aus der wirtschaftlichen Perspektive durchaus sozialistisch.

  5. #65

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    Zitat Zitat von Lorne Malvo Beitrag anzeigen
    Was für pathetisches Geschwätz. Fakt ist, Sozialismus herrschte überall dort, wo die Leute ungebildet und besitzlos waren und es in Folge dessen keine echte Bürgergesellschaft gab (Jugoslawien eingeschlossen), und sobald diese dann im Laufe der Zeit entstanden ist, haben diese Gesellschaften ihrer sozialistischen Zwangsbeglücker abgeschafft.
    Ne is klar , es lebe die bürgerliche Gesellschaft. Man merkt halt das du einfach nicht weißt wovon du da redest. Hättest du dir mal die sozialistischen Länder, besonders die Blockfreien, die ihre eigenen Modelle des Sozialismus vertraten , wie zB. Syrien, Lybien, Chile, Kuba, Nicaragua, Republik Indonesien 1957 (Gründungsmitglied der Blockfreien Staaten) Jugoslawien etc. in ihrer jeweiligen Entwicklung mal genauer angeschaut, würdest du nich so eine du....e Ka...e von dir geben.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Domoljub Beitrag anzeigen
    Okeey interessanter Thread. Ohne zu tief in die Materie gehen kann man sagen, dass der Nationalsozialismus ( er heißt ja nicht umsonst Sozialismus) sowohl Faschistische als auch Sozialistische enthielt. Zu einem natürlich die Rassische Komponente, Volksreinheit,.... diese ganzen Begriffe sind natürlich Faschistisch, jedoch war die NSDAP durchaus antikapitalistisch eingestellt. Politische Systeme basieren immer auf einem Wirtschaftssysteme und eben besonders Diktaturen, da hier extreme ausgeübt werden. Hitler als einen Kapitalisten anzusehen ist einfach Unsinn. Er war Gegner das "Zionistischen Weltjudentums", dieser Mythos ist sehr stark mit dem Kapitalismus verbunden. Die NSDAP war eine Arbeiter Partei und richtete sich auch an Arbeiter. Die Zielgruppe von Faschisten war hingegen oft das bürgerliche Milieu und zeichnete sich viel eher durch Kirchennähe aus, während die NSDAP keine einheitliche Religiösität vertrat. Natürlich gab es unterschiedliche Flügel innerhalb der NSDAP, es gab verschiedene Richtungen. Was natürlich hinzukommt ist der Führerkult, welcher vielen Leuten als Ersatz für Religion diente. Lest euch das 25 Punkte Programm der NSDAP durch, dort sind durchaus sozialistische Standpunkte vertreten. Das Eingreifen in die Wirtschaft, staatliche Regulierung, sprich keine freie Marktwirtschaft, das alles ist aus der wirtschaftlichen Perspektive durchaus sozialistisch.
    Alter ich würd noch mal ein paar Bücher aufschlagen. Das was du von dir gibst ist ja mal so daneben. Der Nationalsozialismus hat einfach mal überhaupt nix mit Sozialismus zu tun. Da diese Faschisten es nunmal geschafft haben eine überwiegende Mehrheit der Arbeiter mit diesem "Scheinsozialismus" anzulocken, bekamen die Faschisten dann auch die Macht. Zusätzlich zur Hilfestellung der SPD und der Kapitalisten im Land und mit hilfe der Bürgerlichen Klasse natürlich.
    Kirche , Blut und Bodenideologie, völkischer nationalismus und Rassimus und okkulte spirituelle Scheisse bei den SS-Führern gehörte dazu, klar. Es gab auch genug Priester mit der ausgestreckten Hand. Der Faschismus ist der übelste Auswuchs des Kapitalismus. Zu dieser Zeit historisch einfach mal belegt und klargestellt. Dieser Faschismus hat niemanden neben sich geduldet. Andere Länder wurden Besetzt, okkupiert , ausgeraubt , verbrannt, Menschen wurden vernichtet und zwar industriell. Was hat das mit Sozialismus zutun du Arschloch!

  6. #66
    Avatar von Domoljub

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    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    Alter ich würd noch mal ein paar Bücher aufschlagen. Das was du von dir gibst ist ja mal so daneben. Der Nationalsozialismus hat einfach mal überhaupt nix mit Sozialismus zu tun. Da diese Faschisten es nunmal geschafft haben eine überwiegende Mehrheit der Arbeiter mit diesem "Scheinsozialismus" anzulocken, bekamen die Faschisten dann auch die Macht. Zusätzlich zur Hilfestellung der SPD und der Kapitalisten im Land und mit hilfe der Bürgerlichen Klasse natürlich.
    Kirche , Blut und Bodenideologie, völkischer nationalismus und Rassimus und okkulte spirituelle Scheisse bei den SS-Führern gehörte dazu, klar. Es gab auch genug Priester mit der ausgestreckten Hand. Der Faschismus ist der übelste Auswuchs des Kapitalismus. Zu dieser Zeit historisch einfach mal belegt und klargestellt. Dieser Faschismus hat niemanden neben sich geduldet. Andere Länder wurden Besetzt, okkupiert , ausgeraubt , verbrannt, Menschen wurden vernichtet und zwar industriell. Was hat das mit Sozialismus zutun du Arschloch!
    Danke dafür, du beweist wirklich Niveau! Anscheinend ein weiterer Punkt den ich irgendwie getroffen habe. Unter Historikern, wird der Nationalsozialismus aus Wirtschaftlicher Sicht sozialistisches System gewertet. Ich habe keine Ahnung, inwiefern du dich wirtschaftlich auskennst, dennoch kann man nicht leugnen, dass während des NS Zeit ganze Wirtschaftssektoren eine Verstaatlichung erfolgte und somit eines der Anfangsziele der Nationalsozialisten war. Wenn das NS Regime Kapitalistisch orientiert gewesen wäre, dann hätte es eine Bandbreite an Privatisierungen von Unternehmen gegeben. Natürlich gibt es hier auch andere Stimmen, aber das sind politisch Motivierte Historiker, diese nehme ich nicht in allen Fällen ganz ernst, da diese oft zu Wertungen neigen. Die Aufgabe dieser wissenschaftlichen Disziplin ist jedoch keine Wertung! Es geht um Fakten, durch dieses Werteschema, in welches wir Menschen automatisch verfallen, verfälschen wir Geschichte. Die SPÖ in Österreich z.B. warb in der Nachkriegszeit genauso für Ex Nazi Politiker und Kollaborateure für ihre Partei. Die Gesetze zur Lockerung des Arbeits- und Wahlverbots wurden unter SPÖ und ÖVP mit großer Mehrheit gelockert. Von Potenziellen Wählerstimmen von Ex Nazis will ich garnicht anfangen. Natürlich warben alle Parteien um diese, aber das eben selbst Sozialistische Parteien für Nazis warb, sollte doch irgendwie seltsam sein oder? Deine Auflistung zum Ende ist so theorethisches Gefasel. Das ist genauso wie wenn ich die Gegenfrage stellen würde - Was hat es denn mit Faschismus zu tun? Der Faschismus sieht in der Theorie einen Nationalstaat vor und sieht die Entwicklung des Staates nur in einer möglichst Homogenen Gesellschaft. Sprich eine Nation und andere Nationen können sich nur durch möglich homogene Gesellschaftsstrukturen bestmöglichst entwickeln. Tja ganz schön dumm diese Theoretische Part von politischen Systemen. Wie letzten Endes gehandelt wurde, hat man beim Faschismus gesehen, genauso wie unter dem Kommunismus. Extremen sind immer für die Tonne, egal in welche Richtung und genau das ist das einzige worum es mir eigentlich geht. Alle Extremistischen Ausmaße sind schlecht! Du bist immer wieder gerne unobjektiv bleibst und die Faschistische Systeme als Übel des Kapitalismus darstellst, während der Sozialismus und Kommunismus ihre Hände in Unschuld waschen. Dem ist leider nicht so. Bitte verabschiede dich von dieser gut/böse Weltansicht, denn die bringt einen am wenigsten weiter. Alles und jeder hat Dreck am Stecken und besonder mächtige Institutionen, man muss nur tief genug graben.

  7. #67

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    Zitat Zitat von Domoljub Beitrag anzeigen
    Danke dafür, du beweist wirklich Niveau! Anscheinend ein weiterer Punkt den ich irgendwie getroffen habe. Unter Historikern, wird der Nationalsozialismus aus Wirtschaftlicher Sicht sozialistisches System gewertet. Ich habe keine Ahnung, inwiefern du dich wirtschaftlich auskennst, dennoch kann man nicht leugnen, dass während des NS Zeit ganze Wirtschaftssektoren eine Verstaatlichung erfolgte und somit eines der Anfangsziele der Nationalsozialisten war. Wenn das NS Regime Kapitalistisch orientiert gewesen wäre, dann hätte es eine Bandbreite an Privatisierungen von Unternehmen gegeben. Natürlich gibt es hier auch andere Stimmen, aber das sind politisch Motivierte Historiker, diese nehme ich nicht in allen Fällen ganz ernst, da diese oft zu Wertungen neigen. Die Aufgabe dieser wissenschaftlichen Disziplin ist jedoch keine Wertung! Es geht um Fakten, durch dieses Werteschema, in welches wir Menschen automatisch verfallen, verfälschen wir Geschichte. Die SPÖ in Österreich z.B. warb in der Nachkriegszeit genauso für Ex Nazi Politiker und Kollaborateure für ihre Partei. Die Gesetze zur Lockerung des Arbeits- und Wahlverbots wurden unter SPÖ und ÖVP mit großer Mehrheit gelockert. Von Potenziellen Wählerstimmen von Ex Nazis will ich garnicht anfangen. Natürlich warben alle Parteien um diese, aber das eben selbst Sozialistische Parteien für Nazis warb, sollte doch irgendwie seltsam sein oder? Deine Auflistung zum Ende ist so theorethisches Gefasel. Das ist genauso wie wenn ich die Gegenfrage stellen würde - Was hat es denn mit Faschismus zu tun? Der Faschismus sieht in der Theorie einen Nationalstaat vor und sieht die Entwicklung des Staates nur in einer möglichst Homogenen Gesellschaft. Sprich eine Nation und andere Nationen können sich nur durch möglich homogene Gesellschaftsstrukturen bestmöglichst entwickeln. Tja ganz schön dumm diese Theoretische Part von politischen Systemen. Wie letzten Endes gehandelt wurde, hat man beim Faschismus gesehen, genauso wie unter dem Kommunismus. Extremen sind immer für die Tonne, egal in welche Richtung und genau das ist das einzige worum es mir eigentlich geht. Alle Extremistischen Ausmaße sind schlecht! Du bist immer wieder gerne unobjektiv bleibst und die Faschistische Systeme als Übel des Kapitalismus darstellst, während der Sozialismus und Kommunismus ihre Hände in Unschuld waschen. Dem ist leider nicht so. Bitte verabschiede dich von dieser gut/böse Weltansicht, denn die bringt einen am wenigsten weiter. Alles und jeder hat Dreck am Stecken und besonder mächtige Institutionen, man muss nur tief genug graben.
    Jetzt beißt du dich ersma wieder an meine letzten beiden Worte fest und willst überhaupt nicht verstehen, dass man jemanden als Arschloch bezeichnen kann, wenn er es sich auch selbst verdient hat, als ein Arschloch benannt zu werden. Und komm mir nicht mit solchen kruden Vergleichen und irgendwelchen "extremistischen Ausmaßen" , wenn ich das schon höre, das ist doch dummes Geschwätz. Du begründest doch nix.
    Aber ich denke, ich weiß was dich bewegt. Dann helfe ich dir mal über die Sprünge.


    Die Strasser-Fraktion der NSDAP

    "Die Sozialisten verlassen die NSDAP"

    Die Frage, ob die Nazis Sozialisten gewesen wären, taucht hin und wieder in Diskussionen auf. Herr Marzahn hat zu diesem Thema einige besonders absurde Behauptungen produziert, und auch Erik von Kuehnelt-Leddihn hat sich in einem Zeitschriftenartikel an diesem Thema versucht.
    Hier soll begründet werden, warum die Frage, ob die Nazis Sozialisten waren, aufgrund des verfügbaren historischen Materials mit "nein" beantwortet werden muss.
    Über den Sozialismus, seine Geschichte, seine theoretische und seine "real existierende" Seite sowie über die vielen verschiedenen Strömungen in der sozialistischen Bewegung sind unzählige Bücher geschrieben worden, die hier natürlich nicht in aller Ausführlichkeit gewürdigt werden können.
    Ich greife der Einfachheit halber auf die Definition des Begriffs "Sozialismus" in Meyers Großes Taschenlexikon, Ausgabe 1983, zurück. Dort heißt es:
    Sozialismus [lat.], eine als Gegenmodell zum Kapitalismus entwickelte polit. Lehre, die bestehende gesellschaftl. Verhältnisse mit dem Ziel sozialer Gleichheit und Gerechtigkeit verändern will, eine nach diesen Prinzipien organisierte Gesellschaftsordnung sowie eine polit. Bewegung, die diese Gesellschaftsordnung anstrebt; im Marxismus das Übergangsstadium von der kapitalist. zur kommunistischen Gesellschaftsformation (...)

    Ein zentraler Faktor beim Übergang von der kapitalistischen zur kommunistischen Gesellschaft ist die Aufhebung der kapitalistischen Produktionsweise, sprich die Vergesellschaftung der Produktionsmittel. Dieser Aspekt wurde im "Wissenschaftlichen Sozialismus" von Marx und Engels noch deutlicher herausgearbeitet und von August Bebel folgendermaßen formuliert:
    Alle soziale Abhängigkeit und Unterdrückung wurzelt in der ökonomischen Abhängigkeit des Unterdrückten vom Unterdrücker.
    Bebel, Die Frau und der Sozialismus

    Die Aufhebung dieser ökonomischen Abhängigkeit, die sich aus der kapitalistischen Produktionsweise ergibt, ist trotz aller Unterschiede und Richtungskämpfe zwischen verschiedenen Schulen ein zentrales Anliegen aller Sozialisten. Man darf daraus den Umkehrschluss ziehen: Wer diesen Aspekt in seinem Denken und Handeln nicht berücksichtigt, ist kein Sozialist.
    Wie hat das nun bei den Nazis ausgesehen?

    Gregor Strasser

    Wenn man die frühen Äußerungen von Nationalsozialisten untersucht, findet man Zitate, die durchaus so klingen, als hätten da Sozialisten gesprochen. Hier und dort (etwa in den Goebbels-Tagebüchern am 17. März 1931) tauchen sogar Bemerkungen auf wie die, ein bestimmtes Verhalten eines politischen Gegners sei ein "glatter Verrat am Sozialismus" gewesen.
    Herausragende Vertreter des sozialistischen Flügels der NSDAP waren die Brüder Otto und Gregor Strasser. Doch war der Konflikt mit Hitler, der keineswegs ein sozialistisches System errichten wollte, bereits von Anfang an vorprogrammiert, denn die Strassergruppe
    (...) machte sich jene revisionistischen Forderungen zu eigen, die in "Mein Kampf" als "politischer Unsinn" verurteilt worden waren. Während Hitler Sowjetrussland als Objekt ausgreifender Eroberungspläne betrachtete und Rosenberg es als "jüdische Henkerkolonie" beschrieb, äußerte sich Goebbels voller Hochachtung über den russischen Willen zur Utopie, oder plädierte Strasser selbst für ein Bündnis mit Moskau, "gegen den Militarismus Frankreichs, gegen den Imperialismus Englands, gegen den Kapitalismus der Wallstreet".
    Fest, Hitler, S. 330f

    So kam es am 21. und 22. Mai 1930 in Berlin zur Konfrontation zwischen Hitler und den Strasserianern. Bei dieser Begegnung warf Hitler seinem damals wichtigsten Kontrahenten Otto Strasser vor, die Idee höher zu setzen als den Führer. Hitler erteilte allen Bestrebungen, innerhalb der Partei demokratische Prinzipien zu verwirklichen, eine klare Absage. Führer und Idee seien eins, und jeder Parteigenosse hätte das zu tun, was der Führer befahl. Hitler hat durch diese Betonung des Führerprinzips deutlich gemacht, dass er die NSDAP als faschistische und nicht als sozialistische Organisation verstanden wissen wollte.
    Als Strasser ihm nach bewegter Diskussion die Kardinalfrage stellte, ob im Falle einer Machtübernahme die Produktionsverhältnisse unverändert blieben, antwortete Hitler: "Aber selbstverständlich. Glauben Sie denn, ich bin wahnsinnig, die Wirtschaft zu zerstören? Nur wenn die Leute nicht im Interesse der Nation handeln würden, dann würde der Staat eingreifen. Dazu bedarf es aber keiner Enteignung und keines Mitbestimmungsrechtes."
    Fest, Hitler, S. 392

    Anfang Juli 1930 kam es dann endgültig zum Buch, als die Gruppe um Otto Strasser den Aufruf "Die Sozialisten verlassen die NSDAP" veröffentlichte und die Partei verließ. 1933 emigrierte Otto Strasser nach Wien, später ging er in die Schweiz, nach Portual und nach Kanada. Sein Bruder Gregor Strasser blieb vorerst in der Partei; er wurde jedoch am 30. Juni 1934 während des so genannten Röhm-Putsches in Berlin erschossen.
    Hitler hat zwar gelegentlich von sich selbst behauptet, er wäre Sozialist, doch hatte er mit sozialistischen Ideen nichts im Sinn. Das scheinbare Bekenntnis zu sozialistischen Ideen war, wie der Historiker Fest erklärt, nichts weiter als ein taktisches Manöver:
    Das linke Etikett trug diese Ideologie vor allem aus machttaktischen Erwägungen
    (...)
    im Jahre 1930 war die NSDAP nach der Vorstellung Hitlers "sozialistisch", um sich den Stimmungswert einer populären Vokabel zunutze zu machen
    (...)
    Wie das Bekenntnis zur Tradition, zu konservativen Wertvorstellungen oder zum Christentum gehörten die sozialistischen Parolen ins manipulationsfähige Vorfeld, das der Tarnung, der Verwirrung diente und nach Opportunitätsmotiven mit wechselnden Schlagwörtern bestückt war. Wie zynisch zumindest an der Spitze die Programmgrundsätze mißachtet wurden, erfuhr einer der jungen enthusiastischen Überläufer zur Partei im Gespräch mit Goebbels; auf die Bemerkung, daß Feders Brechung der Zinsknechtschaft doch ein Element des Sozialismus enthalte, bekam er zur Antwort, brechen müsse höchstens der, der diesen Unsinn anhöre.
    Fest, Hitler, S. 393

    Von den Strasserianern auf die Widersprüchlichkeit seiner Position hingewiesen, machte Hitler kurzen Prozess: Er befahl die Entmachtung des sozialistischen Flügels der Partei.
    Am 4. Juli [1930/JL] verkündeten daraufhin Otto Strassers Zeitungen: "Die Sozialisten verlassen die NSDAP!" Aber kaum jemand folgte ihm, die Partei besaß, so stellte sich heraus, fast keine Sozialisten und überhaupt kaum Menschen, die ihr politisches Verhalten theoretisch gedeutet wissen wollten.
    (...)
    Das Ausscheiden Otto Strassers beendete nicht nur ein für allemal den sozialistischen Grundsatzstreit in der NSDAP, es bedeutete auch einen erheblichen Machtverlust für Gregor Strasser, der seither keine Hausmacht und keine Zeitung mehr besaß.
    Fest, Hitler, S. 394f

    1930 hat Hitler durch die Entmachtung der Strasserianer verdeutlicht, dass er keineswegs die Absicht hatte, nach der Machtergreifung sozialistische Politik zu verwirklichen. Hitler war weder antikapitalistisch noch sozialistisch eingestellt, und da Hitler in der Partei das faschistische Führerprinzip durchgesetzt hatte, galt diese politische Positionsbestimmung auch für die NSDAP. Die Absage an den Sozialismus hatte Hitler schon zwei Jahre vorher festschreiben lassen.
    Um dies über jeden Zweifel klarzustellen, wurde 1928 dem "unabänderlichen" Parteiprogramm die Erklärung Hitlers angefügt, nach der "gegenüber den verlogenen Auslegungen von seiten unserer Gegner ... die NSDAP auf dem Boden des Privateigentums steht."
    (...)
    Noch deutlicher wurde Hitler im Gespräch mit dem Redakteur der Leipziger Neuesten Nachrichten: "Es kommt einzig und allein darauf an, dass der Grundgedanke im Wirtschaftsprogramm meiner Partei klar herausgestellt wird, und das ist der Autoritätsgedanke. Ich will die Autorität, ich will die Persönlichkeit, ich will, dass jeder den Besitz, den er sich erworben hat, behalten soll, nach dem Grundsatz: Gemeinnnutz geht vor Eigennutz. Nur soll der Staat die Kontrolle behalten, und jeder Besitzende soll sich als vom Staat Beauftragter fühlen. Er hat die Pflicht, seinen Besitz nicht zum Missbrauch gegen die Interessen seiner Volksgenossen zu verwenden ..."
    A. Barkai, Das Wirtschaftssystem, S. 32f

    Natürlich war Hitler kein Befürworter einer liberalen Marktwirtschaft, wie wir sie heute kennen; er war ein faschistischer Diktator, dessen Vorstellungen sich auch die Wirtschaft unterzuordnen hatte.
    Was aber unter "Gemeinnutz geht vor Eigennutz" und den "Interessen der Volksgenossen" wirklich zu verstehen war, das sollte sich in den dreißiger Jahren im Rahmen der sogenannten "Arisierung" der Wirtschaft zeigen.
    In dieser Phase wurden Juden enteignet, weil sie Juden waren und nicht etwa, weil die NSDAP die Kapitalisten entmachten und die Produktionsverhältnisse verändern wollte. Es wäre in dieser Zeit, als die Hitler-Diktatur gefestigt war, kein Problem gewesen, die enteigneten Betriebe zu verstaatlichen.
    Doch ist dies nicht geschehen. Die enteigneten Betriebe, die vorher Juden gehört hatten, wurden zu Spottpreisen an "arische" Unternehmer übergeben. Hitler hat keineswegs durch Enteignung und Verstaatlichung sozialistische Ideen umgesetzt, sondern er hat lediglich den "arischen" Unternehmern geholfen, ihre jüdische Konkurrenz auszuschalten.
    Vor diesem Hintergrund kann nicht die Rede davon sein, dass die Nazis Sozialisten gewesen wären.


    So lieber Domoljub, ich hoffe ich konnte dir hiermit behilflich sein.
    Falls du tiefer in die Materie eintauchen möchtest, sag bescheid, ich helfe dir gern.
    dein Lubenica

    - - - Aktualisiert - - -



    haha der Focus^^


    http://www.focus.de/politik/videos/nazionalsozialisten-waren-sozialisten-die-duemmsten-nazi-vergleiche-von-spitzenpolitikern_id_4297560.html

  8. #68

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    Fortschritt im Namen des Kapitalismus



    und zum Teufel mit Nationalsozialismus und andere hervorgebrachte Begriffe, die den Menschen von Nächsten spalten.... besser ist Schimpansenismus Freundschaften zwischen Schimpansen basieren auf Vertrauen

  9. #69
    Avatar von BlackJack

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    Zitat Zitat von Frieden Beitrag anzeigen
    Fortschritt im Namen des Kapitalismus
    ...
    und zum Teufel mit Nationalsozialismus und andere hervorgebrachte Begriffe, die den Menschen von Nächsten spalten.... besser ist Schimpansenismus Freundschaften zwischen Schimpansen basieren auf Vertrauen
    Das ist schon lustig das ausgerechnet du die "Spaltung vom Nächsten" anprangerst, hälst du doch hier bei jeder sich bietenden Gelegenheit den Christen vor wie scheiße falsch sie liegen

  10. #70
    Avatar von Lorne Malvo

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    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    Ne is klar , es lebe die bürgerliche Gesellschaft. Man merkt halt das du einfach nicht weißt wovon du da redest. Hättest du dir mal die sozialistischen Länder, besonders die Blockfreien, die ihre eigenen Modelle des Sozialismus vertraten , wie zB. Syrien, Lybien, Chile, Kuba, Nicaragua, Republik Indonesien 1957 (Gründungsmitglied der Blockfreien Staaten) Jugoslawien etc. in ihrer jeweiligen Entwicklung mal genauer angeschaut, würdest du nich so eine du....e Ka...e von dir geben.

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    Alter ich würd noch mal ein paar Bücher aufschlagen. Das was du von dir gibst ist ja mal so daneben. Der Nationalsozialismus hat einfach mal überhaupt nix mit Sozialismus zu tun. Da diese Faschisten es nunmal geschafft haben eine überwiegende Mehrheit der Arbeiter mit diesem "Scheinsozialismus" anzulocken, bekamen die Faschisten dann auch die Macht. Zusätzlich zur Hilfestellung der SPD und der Kapitalisten im Land und mit hilfe der Bürgerlichen Klasse natürlich.
    Kirche , Blut und Bodenideologie, völkischer nationalismus und Rassimus und okkulte spirituelle Scheisse bei den SS-Führern gehörte dazu, klar. Es gab auch genug Priester mit der ausgestreckten Hand. Der Faschismus ist der übelste Auswuchs des Kapitalismus. Zu dieser Zeit historisch einfach mal belegt und klargestellt. Dieser Faschismus hat niemanden neben sich geduldet. Andere Länder wurden Besetzt, okkupiert , ausgeraubt , verbrannt, Menschen wurden vernichtet und zwar industriell. Was hat das mit Sozialismus zutun du Arschloch!
    Alle diese Länder waren ungebildete Bauernvölker. Im Königreich Jugoslawien war die Analphabetenquote bei über 50%, in Bosnien, Kosovo und Mazedonien sogar über 80%. Dreiviertel der Bevölkerung waren selbstversorgende Bauern. Und du willst mir was von "entwickelten Bürgergesellschaften" erzählen, haha.

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