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Österreich und Albanien ,Wirtschaftsbeziehung intensivieren

Erstellt von Albanesi2, 05.05.2006, 19:49 Uhr · 1 Antwort · 670 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    07.05.2005
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    4.214

    Österreich und Albanien ,Wirtschaftsbeziehung intensivieren

    http://derstandard.at/?url=/?id=2436352

    Albanien lockt heimische Investoren
    Österreich-Exporte nach Albanien stiegen 2005 um 64 Prozent, jetzt werden Kooperations­möglichkeiten bei Infrastruktur, Umwelt- und Energiebereich sowie Tourismus geprüft

    Wien - Österreich und Albanien wollen ihre Wirtschaftsbeziehungen intensivieren. Kooperationsmöglichkeiten gebe es vor allem beim Ausbau der Infrastruktur, im Energie- und Umweltbereich sowie im Tourismus, sagte der Vizepräsident der Wirtschaftskammer (WKÖ), Richard Schenz, am Freitag anlässlich eines Besuchs einer hochrangigen albanischen Wirtschaftsdelegation in der WKÖ.

    Investitionsbedarf

    In den Ausbau von Straßen- und Eisenbahnnetzen und von See- und Flughäfen in Albanien bestehe hoher Investitionsbedarf, dabei seien vor allem Finanzierungen internationaler Entwicklungsbanken wie der Weltbank und der EBRD wichtig, so Schenz. Im Energiesektor würden sich österreichische Firmen für die Modernisierung von Wasserkraft- und Umspannwerken interessieren.

    Internationale Mittel gehen laut Schenz zunehmend auch in den noch unterentwickelten Nordteil Albaniens, wo auch die Austrian Development Agency (ADA) tätig ist. Noch sei Land an der Nordküste Albaniens relativ günstig erhältlich, jedoch seien die Eigentumsverhältnisse nicht immer ganz eindeutig. Der Straßen- und Eisenbahnbau im hügeligen Norden sei jedoch nur unter schweren Bedingungen möglich und damit entsprechend teuer.

    Schattenwirtschaft blüht

    Die albanische Wirtschaft ist seit 1998 jährlich um rund sechs Prozent gewachsen, die Inflation liegt derzeit unter drei Prozent. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von 2.140 Euro pro Kopf im Jahr 2005 ist Albanien jedoch weiterhin eines der ärmsten Länder Europas. Probleme bereiten die hohe Arbeitslosenrate, die große Verbreitung der Schattenwirtschaft und das Außenhandelsbilanzdefizit.

    "Die österreichische Wirtschaft hat ihre Beziehungen mit Albanien intensiviert, das Land bietet aber noch viel mehr Potenzial", betonte Schenz. "Österreich gilt in Albanien als ein seriöser Partner, der Beitrag österreichischer Firmen im Energiesektor, bei der Wasserversorgung und im Tourismusbereich wird sehr geschätzt", bemerkte die albanische Parlamentspräsidentin Jozefina Coba-Topalli. Durch den Einstieg von Raiffeisen in Albanien werde "der gesamte Bankensektor weiterentwickelt".

    Österreich drittwichtigster Investor

    Österreich exportierte 2005 Waren im Wert von 40 Millionen Euro (plus 64 Prozent) nach Albanien, Hauptexportprodukte sind Maschinen, Straßenfahrzeuge, Getränke und Tabak, chemische Erzeugnisse, Nahrungsmittel sowie bearbeitete Waren (Metallwaren, Waren aus mineralischen Stoffen und Papier). Aus Albanien bezogen wurden in Österreich 2005 Waren um 3,8 Millionen Euro, vor allem bearbeitete Produkte wie Textilien, Rohstoffe und Stahl. Österreich ist der drittwichtigste Investor in Albanien und hat zuletzt ein Marketingbüro der Außenwirtschaft Österreich (AWO) in Tirana eröffnet.

    Rogner International betreibt ein Hotel in Tirana. Die OMV ist bei der Erdölexploration tätig. Mit den direkten Flugverbindungen der AUA nach Tirana und der Repräsentanz der Rechtsanwaltskanzlei Wolf Theiss in Tirana sind laut Schenz wesentliche Voraussetzungen für ein verstärktes Engagement österreichischer Unternehmen in Albanien geschaffen. Den Standortvorteil Österreich für Südosteuropa nutzt auch die Weltbanktochter MIGA, welche von Wien aus Werbung für mehr Investitionen in Albanien betreibt. (APA)

  2. #2

    Registriert seit
    07.05.2005
    Beiträge
    4.214
    http://portal.wko.at/portal.wk?Conte...gID=1&SBID=376

    Albanien: Chancen bei Infrastruktur, Energie und im Tourismus

    Austro-Exporte legten um 64% zu - Seminar für potentielle

    Wien (OTS) - "Die österreichische Wirtschaft hat ihre Beziehungen
    mit Albanien intensiviert, das Land bietet aber noch viel mehr
    Potential", meinte Richard Schenz, WKÖ-Vizepräsident, anlässlich des
    Besuchs einer hochrangigen albanischen Wirtschaftsdelegation in der
    Wirtschaftskammer. Die WKÖ trägt dem steigenden österreichischen
    Firmeninteresse an Albanien Rechnung und hat ein Marketingbüro der
    Außenwirtschaft Österreich (AWO) in Tirana eröffnet.

    Im Gespräch mit Schenz erörterte die albanische
    Parlamentpräsidentin Jozefina Coba-Topalli den Status Quo der
    österreichisch-albanischen Wirtschaftsbeziehungen. "Österreich gilt
    in Albanien als ein seriöser Partner", so Topalli "und der Beitrag
    österreichischer Firmen im Energiesektor, bei der Wasserversorgung
    und im Tourismusbereich wird sehr geschätzt". Froh ist Topalli über
    den erfolgten Einstieg von Raiffeisen in Albanien, "wodurch der
    gesamte Bankensektor weiterentwickelt wird". Bei einem
    Außenhandelsvolumen von 43 Mio. Euro sei das Potential aber bei
    weitem noch nicht genutzt, stimmen beide überein.

    Kooperationsmöglichkeiten mit Albanien sieht Schenz vor allem beim
    Ausbau der Infrastruktur, im Energie- und Umweltbereich sowie im
    Tourismus. In den Ausbau von Straßen- und Eisenbahnnetzen und von
    See- und Flughäfen wird noch viel investiert werden müssen. Dabei
    sind vor allem die Finanzierungen internationaler Entwicklungsbanken
    wie der Weltbank und der EBRD wichtig. Im Energiesektor
    interessieren sich österreichische Firmen für die Modernisierung von
    Wasserkraft- und Umspannwerken. Internationale Mittel gehen zunehmend
    auch in den noch unterentwickelten Nordteil Albaniens. In dieser
    Region ist auch die Austrian Development Agency (ADA) tätig. Noch ist
    Land an der Nordküste Albaniens relativ günstig erhältlich, jedoch
    sind die Eigentumsverhältnisse nicht immer ganz eindeutig. Der
    Straßen- und Eisenbahnbau im hügeligen Norden ist jedoch nur unter
    schweren Bedingungen möglich und damit entsprechend teuer.

    Österreich exportierte im Jahr 2005 Waren im Wert von 40 Mio. Euro
    (+64% gegenüber 2004) nach Albanien. Hauptexportprodukte sind
    Maschinen, Straßenfahrzeuge, Getränke und Tabak, chemische
    Erzeugnisse, Nahrungsmittel sowie bearbeitete Waren (Metallwaren,
    Waren aus mineralischen Stoffen und Papier). Bezogen wurden im Jahr
    2005 Waren um 3,8 Mio. Euro, vor allem bearbeitete Produkte wie
    Textilien, Rohstoffe und Stahl. Österreich ist der drittwichtigste
    Investor in Albanien. Rogner International betreibt ein Hotel in
    Tirana. Die OMV ist bei der Erdölexploration tätig. Mit den direkten
    Flugverbindungen der Austrian nach Tirana und der Repräsentanz der
    Rechtsanwaltskanzlei Wolf Theiss in Tirana sind wesentliche
    Voraussetzungen für ein verstärktes Engagement österreichischer
    Unternehmen in Albanien geschaffen. Den Standortvorteil Österreich
    für Südosteuropa nutzt auch die Weltbanktochter MIGA, welche von Wien
    aus Werbung für mehr Investitionen in Albanien betreibt.

    Albanien habe bei der Transformation seines Wirtschaftssystems
    beträchtliche Fortschritte erzielt, sagte Topalli. Die Wirtschaft ist
    seit 1998 jährlich um je ca. 6% gewachsen. Die Inflation beträgt
    derzeit weniger als 3%. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von 2.140 Euro
    pro Kopf im Jahr 2005 ist Albanien jedoch weiterhin eines der ärmsten
    Länder Europas. Probleme bereiten die hohe Arbeitslosenrate, die
    große Verbreitung der Schattenwirtschaft und das
    Außenhandelsbilanzdefizit. Die Regierung Albaniens hat Änderungen des
    Gesetzes für Auslandsinvestitionen angekündigt, welches den
    Investitionsstandort Albanien attraktiver machen soll. Dazu gehört
    u.a. Senkung oder gänzliches Streichung der Körperschaftssteuer in
    den Anfangsjahren einer Auslandsinvestition und die Schaffung von
    Industrieparks mit einer gesicherten Energieversorgung. Am 22. Mai
    2006 präsentiert die albanische Investitionsförderagentur ALBINVEST
    die Standortvorteile Albaniens in der WKÖ in Wien und steht für
    Einzelgespräche zur Verfügung. (BS)

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