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Russische wirtschaftsnews

Erstellt von dragonfire, 01.02.2011, 20:36 Uhr · 2.486 Antworten · 356.874 Aufrufe

  1. #2141
    Avatar von GOJIM

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    Zitat Zitat von Lorne Malvo Beitrag anzeigen
    Habe die Studie von Grant Thornton gerade überflogen. Dass der Anteil in den höchsten Spitzenpositionen auch sehr niedrig ist wird dort auch erwähnt. In den mittleren Führungspositionen sind Frauen so zahlreich vertreten, weil Gleichberechtigung quasi kommunistisches Erbe ist, und außerdem gibt es 20% mehr Frauen in Russland, als Männer.
    Hey immerhin ist lilith chefin der russischen propaganda abteilung hier im bf.

  2. #2142
    Avatar von Toruko-jin

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Nein, kann ich nicht. In meiner Gesellschaft jedoch vorherrscht jedoch das Gefühl von Isolation und Bedrängtsein. Ob nun gerechtfertigt oder durch gewissen Paranoia und/oder Propaganda geschürt. Leider nicht die beste Ausgangssituation dafür, sich in eine wirklich freie Gesellschaft zu wandeln.
    Die politische Landschaft ist ein raues Pflaster. Wir können vom Westen nicht erwarten, dass er uns an der Hand hält. Wir müssen das aus eigener Kraft schaffen. Wir müssen erkennen, dass sie uns überlegen sind und auch verstehen, warum sie das sind. Anschließend ist man in der Lage dieser Ausgangssituation entgegenzuwirken.

    Mit bedauern muss ich sagen, (das meine ich ernst) dass sich in RU nichts bewegt hat. Vor allem verstehe ich eure Konstanten nicht. In der russischen Akademie der Wissenschaften könnte man wahrscheinlich 30 Mal das Wissen für eine fundierte Industrie finden. Rohstoffe habt ihr Loch und Löcher. Warum klappt es nicht?

  3. #2143
    Avatar von Lilith

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    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Die politische Landschaft ist ein raues Pflaster. Wir können vom Westen nicht erwarten, dass er uns an der Hand hält. Wir müssen das aus eigener Kraft schaffen. Wir müssen erkennen, dass sie uns überlegen sind und auch verstehen, warum sie das sind. Anschließend ist man in der Lage dieser Ausgangssituation entgegenzuwirken.

    Mit bedauern muss ich sagen, (das meine ich ernst) dass sich in RU nichts bewegt hat. Vor allem verstehe ich eure Konstanten nicht. In der russischen Akademie der Wissenschaften könnte man wahrscheinlich 30 Mal das Wissen für eine fundierte Industrie finden. Rohstoffe habt ihr Loch und Löcher. Warum klappt es nicht?
    Ich hatte eine Antwort versprochen und mir deshalb erlaubt, deinen Post zu kopieren. Hm. Ich schreibe natürlich als Laie, müsste nichtdestotrotz etwas ausholen.

    Ich denke, man kann sagen, dass die SU endgültig nach dem Großen Vaterländischen Krieg sich festigte und als Imperium etablierte. Toruko, ich weiß nicht, ob du dir eine wirkliche Vorstellung machst, wie viele menschlichen und materiellen Verluste und Zerstörungen er gebracht hatte. So etwas hat natürlich Auswirkungen auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen. Und dann natürlich sozialistische Wirtschaftssystem, was natürlich auch nicht die Möglichkeiten von Krediten, auch Börsenspekulationen, Aktiengewinnen etc. gab. Dann kam in der NachkriegsSU noch etwas dazu: Auch wenn es blöd klingen mag, (ich bin nun wirklich kein Stalinfan): Vertreter älterer Generationen in meiner Familie ist es so in Erinnerung, dass Stalin etwa Regierungsbildung durch "Technokraten", Experten bevorzugte. Unter Chruschtschow ist ihnen in Erinnerung, dass auch für Positionen in der "großen Wirtschaft" in der SU mehr das Parteibuch als Fachwissen und -können zählte. Wie auch immer, unter diesen Bedingungen wollte die SU mit dem Block an westlichen Industriestaaten mithalten, konnte es nicht, pumpte alles Geld ins Militär, ließ sich totrüsten.
    Unter den Bedingungen einer zerfallenen SU mit vielerorts natürlich rückständiger Industrie kamen die 90er. Da wurde alles zerstört, und ja, ich sage auch mit Wollen des Westens, an dessen Tropf wir hingen. Alles an Produktion, Landwirtschaft wurde zerstört, Infrastruktur zerfiel. Es gab Zeiten, da hatten manche Regionen praktisch keine Steuereinnahmen. Und dann bezahl davon mal Bildung, Hochschulen etc. Es trat in den 90ern auch ein unglaublicher (ebenso gewollter) Braindrain ein. Natürlich bleibt so was auch nicht folgenlos! Bis heute wirkt das nach, natürlich. Und was soll dann an Entwicklung zu erwarten sein? Die besten Köpfe weg, die Menschen verarmt. Woher soll dann auch Kapital kommen, dass sich etwa kleine und mittelständische Betriebe entwickeln konnten? Woher bei dem Braindrain jene Menschen mit entsprechenden Ideen, Visionen? Zumal der russische Mensch weder gesellschaftlich noch wirtschaftlich auf Dinge wie Selbstverantwortung, Eigeninitiative etc. vorbereitet war. In keiner Gesellschaft, die uns seit 1000 Jahren prägt, waren die Menschen bei uns (in der Masse) auf so etwas sozialisiert. Das soll man auch bedenken.

    In den 90ern fielen auch viele Zölle weg, die die irgendwie noch verbliebenen Produzenten irgendwie hätten schützen können. Und natürlich waren dann russische Waren auch verschrien. Natürlich könnte ja der eigene Quark nichts taugen, es musste unbedingt Danone sein....

    Jetzt hat man Skolkowo ins Leben gerufen. Man mag es als "Wessi" belächeln, aber es ist zumindest ein Zeichen des Versuchs, in Russland Forschung und Entwicklung wieder voran zu treiben. Die Landwirtschaft wird wieder gefördert, was auch durch die Sanktionen, Gegensanktionen befördert wird. Es wird nicht so schnell gehen wie erhofft und sicher auch Rückschritte, aber die Tendenz ist (Gott sei dank!) wieder da. Ebenso wie bei anderen Bereichen von Produktion, Industrie etc.

    Gewisse erste Gedanken dazu.

  4. #2144
    Avatar von Jezersko

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    Könnte man sagen, dass der Kommunismus grandios gescheitert ist und die ganzen militärisch aufgegeilten Hurra-Patrioten hier einem nie vorhandenem Traum nachhängen?

    Krieg und Zerstörung sind einmal keine Ausrede. Es gab in mittlerer Vergangenheit mehrere Kriegsverlierer, die heute die absolute Wirtschaftsspitze darstellen (dabei sind Rohstoffvorkommen noch gar nicht berücksichtigt) und umgekehrt - was wurde aus den Kriegsgewinnern? Nein, so pervers es klingen mag: Zerstörung kann auch Motivation für Neues sein.

    Einen Punkt hast Du völlig richtig erwähnt: "Totrüsten". Das ist der entscheidende politische Fehler, an dem JEDES Land scheitern wird, egal wie groß es ist. Rußland, Türkei, Griechenland,... in gewisser Hinsicht auch die USA. Obwohl natürlich gemessen an der Wirtschaftskraft die vorher genannten Länder viel höher gerüstet sind.

    Ich verstehe bis heute keinen Türken und keinen Russen, der Stolz auf die hochgerüstete Armee seines Landes ist, wenn dies auf Kosten seiner Lebensqualität geht (und natürlich von jedem Einzelnen teuer bezahlt wird). Und dann kommt so ein Arschloch-Präsident daher und setzt die Armee noch gegen das eigene Volk ein. Gratuliere.

  5. #2145
    Avatar von Damien

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    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Mit bedauern muss ich sagen, (das meine ich ernst) dass sich in RU nichts bewegt hat. Vor allem verstehe ich eure Konstanten nicht. In der russischen Akademie der Wissenschaften könnte man wahrscheinlich 30 Mal das Wissen für eine fundierte Industrie finden. Rohstoffe habt ihr Loch und Löcher. Warum klappt es nicht?
    Ja echt schlimm bewegt sich auch überhaupt nichts.





    - - - Aktualisiert - - -

    http://sdelanounas.ru/blogs/?page=0

  6. #2146
    Avatar von Lilith

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    Jezersko, die Deutschen und Deutschsprachigen haben in vier Jahren alles, ich meine wirklich alles zerstört. Und über 25 Millionen Tote. Bei einer damaligen Gesamtbevölkerung von ca 200 Millionen. Ob du es gern hörst oder nicht. Aber der Vernichtungskrieg war in seinen Zerstörungen, Toten und dementsprechenden Folgen zweifelsohne beispiellos.

    Und was die Armee betrifft: Wir wollen keine über 25 Millionen Tote mehr. Nie wieder. Und hätte es damals nicht unsere Soldaten gegeben, würde es jemanden wie mich wahrscheinlich gar nicht geben. Von daher...


    Und P.S. Ich glaube zumindest nicht an die tollen Segnungen des Neoliberalismus.

  7. #2147
    Avatar von Toruko-jin

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Ich hatte eine Antwort versprochen und mir deshalb erlaubt, deinen Post zu kopieren. Hm. Ich schreibe natürlich als Laie, müsste nichtdestotrotz etwas ausholen.

    Ich denke, man kann sagen, dass die SU endgültig nach dem Großen Vaterländischen Krieg sich festigte und als Imperium etablierte. Toruko, ich weiß nicht, ob du dir eine wirkliche Vorstellung machst, wie viele menschlichen und materiellen Verluste und Zerstörungen er gebracht hatte. So etwas hat natürlich Auswirkungen auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen. Und dann natürlich sozialistische Wirtschaftssystem, was natürlich auch nicht die Möglichkeiten von Krediten, auch Börsenspekulationen, Aktiengewinnen etc. gab. Dann kam in der NachkriegsSU noch etwas dazu: Auch wenn es blöd klingen mag, (ich bin nun wirklich kein Stalinfan): Vertreter älterer Generationen in meiner Familie ist es so in Erinnerung, dass Stalin etwa Regierungsbildung durch "Technokraten", Experten bevorzugte. Unter Chruschtschow ist ihnen in Erinnerung, dass auch für Positionen in der "großen Wirtschaft" in der SU mehr das Parteibuch als Fachwissen und -können zählte. Wie auch immer, unter diesen Bedingungen wollte die SU mit dem Block an westlichen Industriestaaten mithalten, konnte es nicht, pumpte alles Geld ins Militär, ließ sich totrüsten.
    Unter den Bedingungen einer zerfallenen SU mit vielerorts natürlich rückständiger Industrie kamen die 90er. Da wurde alles zerstört, und ja, ich sage auch mit Wollen des Westens, an dessen Tropf wir hingen. Alles an Produktion, Landwirtschaft wurde zerstört, Infrastruktur zerfiel. Es gab Zeiten, da hatten manche Regionen praktisch keine Steuereinnahmen. Und dann bezahl davon mal Bildung, Hochschulen etc. Es trat in den 90ern auch ein unglaublicher (ebenso gewollter) Braindrain ein. Natürlich bleibt so was auch nicht folgenlos! Bis heute wirkt das nach, natürlich. Und was soll dann an Entwicklung zu erwarten sein? Die besten Köpfe weg, die Menschen verarmt. Woher soll dann auch Kapital kommen, dass sich etwa kleine und mittelständische Betriebe entwickeln konnten? Woher bei dem Braindrain jene Menschen mit entsprechenden Ideen, Visionen? Zumal der russische Mensch weder gesellschaftlich noch wirtschaftlich auf Dinge wie Selbstverantwortung, Eigeninitiative etc. vorbereitet war. In keiner Gesellschaft, die uns seit 1000 Jahren prägt, waren die Menschen bei uns (in der Masse) auf so etwas sozialisiert. Das soll man auch bedenken.

    In den 90ern fielen auch viele Zölle weg, die die irgendwie noch verbliebenen Produzenten irgendwie hätten schützen können. Und natürlich waren dann russische Waren auch verschrien. Natürlich könnte ja der eigene Quark nichts taugen, es musste unbedingt Danone sein....

    Jetzt hat man Skolkowo ins Leben gerufen. Man mag es als "Wessi" belächeln, aber es ist zumindest ein Zeichen des Versuchs, in Russland Forschung und Entwicklung wieder voran zu treiben. Die Landwirtschaft wird wieder gefördert, was auch durch die Sanktionen, Gegensanktionen befördert wird. Es wird nicht so schnell gehen wie erhofft und sicher auch Rückschritte, aber die Tendenz ist (Gott sei dank!) wieder da. Ebenso wie bei anderen Bereichen von Produktion, Industrie etc.

    Gewisse erste Gedanken dazu.
    Dein Argumentationsstrang ist auch als Laie nachvollziehbar. Ähnliche, wenn auch nicht so folgenschwere Schicksalsschläge, hatten wir auch zu verzeichnen, allerdings hast du die 20 Jahre mit Putin außen vor gelassen. Vor allem die wirtschaftliche Entwicklung nach der Rede von Putin im Bundestag bis zu den Sanktionen hatte RU m.M.n. die Möglichkeit mit westlicher Hilfe und aus eigener Kraft, eine vielversprechende Industrie aufzubauen, zumindest einen Kern, worauf man aufbauen kann. Ich weiß nicht, was den Russen fehlt, um wenigstens für den Eigenbedarf produzieren zu können. Institutionen wie die russische Akademie der Wissenschaft scheint es ja zu geben, dass es an Humankapital fehlt, kann ich mir nicht vorstellen, obwohl russische Unis international nicht so einen guten Ruf haben im Bereich F&E, von Ressourcen ganz zu schweigen. Als einziges Land der Welt hat Russland die Möglichkeit, ein völlig autarkes Wirtschaftssystem aufzubauen. Ich habe auch nicht das Wissen, um wirklich analysieren zu können aber mir scheint, dass ihr die Meister darin seid, euch selber ein Bein zu stellen.

  8. #2148
    Avatar von Damien

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Jezersko, die Deutschen und Deutschsprachigen haben in vier Jahren alles, ich meine wirklich alles zerstört. Und über 25 Millionen Tote. Bei einer damaligen Gesamtbevölkerung von ca 200 Millionen. Ob du es gern hörst oder nicht. Aber der Vernichtungskrieg war in seinen Zerstörungen, Toten und dementsprechenden Folgen zweifelsohne beispiellos.

    Und was die Armee betrifft: Wir wollen keine über 25 Millionen Tote mehr. Nie wieder. Und hätte es damals nicht unsere Soldaten gegeben, würde es jemanden wie mich wahrscheinlich gar nicht geben. Von daher...


    Und P.S. Ich glaube zumindest nicht an die tollen Segnungen des Neoliberalismus.
    Würde Deutschland die kriegsschulden bezahlen die sie verursacht haben würden sie sich noch heute dumm zahlen.
    Und wären nicht mal zur hälfte da wo sie heute sind.

    Deutschland kann sehr froh sein das sie nie für den zweiten weltkrieg im vollen und ganzen finaziell haftbar gemacht wurden.

    Die USA legten damals schützend ihre Hand über Deutschland.
    Nur so konnte nach dem zweiten welkrieg Deutschland auch überhaupt zu einer wirtschaftsmacht aufsteigen.

    Das ganze natürlich nicht ohne sich von den USA Wirtschaftlich abhängig zu machen.

    Russland hat nach dem zerfall der Sowjetunion und der zeit zwischen 1990-2000 sehr viel eingebüst.
    Zumahl musten sehr vielle staatsfirmen die damals verkauft und aufgelöst wurden erst mal wieder aufgebaut werden.
    Was unsere experten hier nicht im geringsten begreifen noch einschätzen können.

    Auch musten wir dafür sorgen das einer unserer wichtigsten einnahmen das Öl überhaupt wieder in staatlichen besitz übergeht und nicht das Außland mehr daran verdient als wir selbst.
    Wo unsere experten auch überhaupt keine ahnung davon zu haben scheinen.

    Damit befindet sich Russland so zu sagen erst seit 16 jahren überhaupt wieder richtig im Aufbau.

    Außerdem scheinen unsere experten hier wohl zu glauben das es reichen würde ein unternehmen zu gründen und schön würde man so dir nichts einfach Marktanteile innerhalb von ein paar Jahren Gewinnen.
    Nein so was geht über jahrzehnte meine freunde. Noch dazu hat die konkurenz also der Westen über jahre Gewinne in Mrd höhe gemacht und diese haben sie natürlich dann in forschung gesteckt.

    Also kannst du als kleiner neuer unternehmer in der high tech branche erst mal dich mit dem heimischen Markt begnügen. Oder an länder wie Indien exportieren. Da deine ware im Westen überhaupt nicht gefragt ist.
    Außer du produzierst günstiger. Aber wie gesagt wie soll Russland Unternehmen wie Intel, VW usw einhollen?

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Dein Argumentationsstrang ist auch als Laie nachvollziehbar. Ähnliche, wenn auch nicht so folgenschwere Schicksalsschläge, hatten wir auch zu verzeichnen, allerdings hast du die 20 Jahre mit Putin außen vor gelassen. Vor allem die wirtschaftliche Entwicklung nach der Rede von Putin im Bundestag bis zu den Sanktionen hatte RU m.M.n. die Möglichkeit mit westlicher Hilfe und aus eigener Kraft, eine vielversprechende Industrie aufzubauen, zumindest einen Kern, worauf man aufbauen kann. Ich weiß nicht, was den Russen fehlt, um wenigstens für den Eigenbedarf produzieren zu können. Institutionen wie die russische Akademie der Wissenschaft scheint es ja zu geben, dass es an Humankapital fehlt, kann ich mir nicht vorstellen, obwohl russische Unis international nicht so einen guten Ruf haben im Bereich F&E, von Ressourcen ganz zu schweigen. Als einziges Land der Welt hat Russland die Möglichkeit, ein völlig autarkes Wirtschaftssystem aufzubauen. Ich habe auch nicht das Wissen, um wirklich analysieren zu können aber mir scheint, dass ihr die Meister darin seid, euch selber ein Bein zu stellen.
    Lass mal den westen weg danke der hat uns in den 90er versucht zu ruinieren und auszubeuten. Auf die Hilfe kann man verzichten.
    Die Westlichen firmen die uns helfen bauen ihre betriebe bei uns auf. Und Investieren bei uns.

    Was Produzieren wir den nicht für den eigenbedarf?

    Überhaupt einen schimmer wie viel in Infrastruktur in den letzten 16 Jahren Investiert wurde?
    Wohl kaum.

  9. #2149
    Avatar von Damien

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    Historische Mission: Großbauprojekt Krim-Brücke geht voran

    Der Brückenbau über die Straße von Kertsch ist in seiner Größenordnung, seinem Schwierigkeitsgrad sowie seiner Errichtungsfrist ein einzigartiges Projekt. Die Großbaustelle ist in acht Abschnitte unterteilt, Bauarbeiten verlaufen in allen Abschnitten gleichzeitig.



    Krim-Brücke mit ihrer geplanten Länge von 19 Kilometern gilt als eine der schwierigsten Bauprojekte der Ingenieur-Praxis Russlands. Sie soll eine Direktverbindung zwischen dem russischen Festland und der Schwarzmeer-Halbinsel schaffen. Über die Brücke soll neben dem Auto- auch der Eisenbahnverkehr verlaufen. Die Fertigstellung ist für 2019 geplant. Bei seinem jüngsten Besuch auf der Krim hat Russlands Präsident Wladimir Putin die Baustelle besucht und die Fortschritte von einem Hubschrauber aus betrachtet.

    „Unsere Vorfahren erkannten bereits die Bedeutung dieser Brücke zwischen der Krim und dem Kaukasus und strebten die Realisierung des Projekts an. Hoffentlich werden wir diese historische Mission schaffen“, so Putin.

    Historische Mission: Großbauprojekt Krim-Brücke geht voran - VIDEO

    - - - Aktualisiert - - -

    Sankt Petersburg

    Megaprojekt.













    http://www.skyscrapercity.com/showth...31398&page=105

    - - - Aktualisiert - - -

    Lakhta Center das neueste höhste Hochaus Europas 462M im Bau.





    http://www.skyscrapercity.com/showth...38788&page=172

  10. #2150
    Avatar von Jezersko

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Jezersko, die Deutschen und Deutschsprachigen haben in vier Jahren alles, ich meine wirklich alles zerstört. Und über 25 Millionen Tote. Bei einer damaligen Gesamtbevölkerung von ca 200 Millionen. Ob du es gern hörst oder nicht. Aber der Vernichtungskrieg war in seinen Zerstörungen, Toten und dementsprechenden Folgen zweifelsohne beispiellos.

    Und was die Armee betrifft: Wir wollen keine über 25 Millionen Tote mehr. Nie wieder. Und hätte es damals nicht unsere Soldaten gegeben, würde es jemanden wie mich wahrscheinlich gar nicht geben. Von daher...


    Und P.S. Ich glaube zumindest nicht an die tollen Segnungen des Neoliberalismus.
    Ich bin kein Mensch, der Millionen Tote gegeneinander aufwiegt. Ich verabscheu Jeden, der in aggressiver Kriegshandlung auch nur einen einzigen Toten verschuldet. Die Frage der begleichung von Kriegsschulden ist eine rhetorische. Ich kenne kein Land der Welt, welches jemals die Schäden von Kriegsführung bezahlt hat. Überleg nur, wo Russland schon seine Bomben hingeworfen hat. Zuletzt völlig unmotiviert in der Ukraine und in Syrien. Wozu der Scheiß?

    Hitlerdeutschland hat in Russland alles zerstört. Nur - endete Russland an der Linie Ural/Wolga, welche gerade einmal an ein paar Punkten erreicht wurde? Ist da nicht ein kleiner Flecken Land dahinter der unbehelligt blieb? (Du brauchst aber gar nicht damit zu beginnen, was im 2. WK passiert ist. Es interessiert mich nicht.) Moskau und der ganze asiatische Teil wurde jedenfalls nie erreicht und deshalb eher nicht "wirklich alles Zerstört".

    Welche "tollen Segnungen des Neoliberalismus" meinst Du denn? Wo grenzt Du überhaupt Neoliberalismus ab? Verwechselst Du da nicht etwas mit "Thatcherismus"?

    Ursprünglich verstand man unter "Neoliberalismus" einen Mittelweg zwischen Kapitalismus und Sozialismus. Die Wortschöpfung entstand zwischen 1930 und 1940 und sollte den Kontrast zum Liberalismus des 19. Jahrhunderts verdeutlichen. Beim Liberalismus vertraute man allein auf die Kräfte des Marktes und verzichtete auf staatliche Eingriffe in die Wirtschaftssteuerung.
    In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts erkannte man aber, dass der Liberalismus, also ein völlig freier Markt ohne staatliche Einmischung, zwangsläufig zur Monopolisierung führen muss, wobei dann von einer Marktwirtschaft kaum noch die Rede sein kann.

    Es stimmt schon - die Definition des Wortes Neoliberalismus hat sich im Laufe der Zeit umgekehrt. Das ist nun einmal zu akzeptieren. Die ursprünglich positive Ausrichtung des Neoliberalismus, nämlich den unmenschlichen Wirtschaftsliberalismus des 19. Jahrhunderts zu entschärfen, ist nicht mehr gegeben. Heute versteht man den Neoliberalismus als Rückbesinnung auf den alten Liberalismus (Raubtierkapitalismus). Neo-Neoliberalismus so zu sagen Neoliberal steht etwa seit 1980 für Abwendung von der sozialen Marktwirtschaft. Der Staat gibt dem Kapital wieder die Zügel in die Hand, er betreibt und propagiert Lohn- und Sozialabbau. Das ist in der Tat ein Problem.

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