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RWE BUHLT UM KOSOVAS KOHLE-SCHATZ...

Erstellt von skenderbegi, 22.02.2008, 03:27 Uhr · 10 Antworten · 2.209 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von skenderbegi

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    Beitrag RWE BUHLT UM KOSOVAS KOHLE-SCHATZ...

    2.02.2008 Europas jüngster Staat vergibt bald Schürfrecht und den Auftrag für ein Kraftwerk
    RWE buhlt um Kosovos Kohle-Schatz

    Es ist ein bisschen wie zu Zeiten der Goldgräber. Ein großer Claim prallvoll mit Bodenschätzen ist zu besetzen. Jetzt geht es darum, wer das Schürfrecht bekommt: Der neue Staat Kosovo hat das fünftgrößte Braunkohlevorkommen der Welt.

    Die Qualität gilt als sehr gut, die Reserven reichen für Jahrzehnte. Nach der erklärten Unabhängigkeit kann die Regierung in Pristina endlich versuchen, diesen Schatz heben zu lassen.
    Der deutsche RWE-Konzern buhlt intensiv um die auf 3,5 Milliarden Euro taxierte Ausschreibung eines neuen Kraftwerks mitsamt Braunkohleabbau. Bei den Feiern der Unabhängigkeit am Wochenende zeigte sich im Stadtbild der Hauptstadt Pristina, wo eines der größten Probleme des Kosovo liegt: Auf den großen Boulevards steht vor jedem Café und jedem Geschäft ein Notstromaggregat. Häufig kommt es mehrmals am Tag zu Stromausfällen, weil die bestehenden Kraftwerke vollkommen veraltet sind. Nur die ratternden Dieselmotoren halten Beleuchtung und Kassen in den Läden am Laufen.
    Auch Stefan Hotz und John Jowett kennen den Strom-Mangel. Sie leiten das Büro von RWE in Pristina. In einer Seitenstraße gegenüber vom Regierungssitz hat sich der Weltmarktführer beim Braunkohleabbau in ein Bürogebäude eingemietet. Zumindest damit ist RWE seinen Konkurrenten einen Schritt voraus.
    Insgesamt befinden sich noch vier Bewerber im Topf für die Ausschreibung des geplanten Kraftwerks Kosovo C, darunter Konsortien um den deutschen EnBW-Konzern, den tschechischen Versorger CEZ und den italienischen Konzern Enel. Aber eben nur RWE hat eine eigene Präsenz in Pristina.
    «Wir haben den Vorteil, dass wir sowohl Kraftwerksbau als auch Braunkohleabbau leisten können» , sagt Hotz. Ob es trotzdem für den Auftrag reicht, ist allerdings offen. Mit der Unabhängigkeit gibt es für die Konzerne immerhin einen Status, auf dessen Grundlage Verträge geschlossen werden können. Bisher war die rechtliche Situation unsicher.
    Das Braunkohlegeschäft verspricht zu einer Erfolgsgeschichte zu werden: Auf den Sieger des Bieterverfahrens wartet nicht nur ein hochwertiger Rohstoff. Das Kraftwerk Kosovo C könnte zudem die Nachbarländer beliefern und dauerhaft gut ausgelastet werden. Weil mehr als die Hälfte der Kosovaren arbeitslos ist, winken langfristig günstige und motivierte Arbeitskräfte.
    Für Hotz und Jowett, die beiden RWE-Abgesandten, beginnen nun spannende Wochen mit vielen Gesprächen. Die Kosovo-Regierung muss ihren Landsleuten eine Perspektive bieten.
    Von Ralf Isermann


    RWE buhlt um Kosovos Kohle-Schatz

    Sehr gute nachrichten....

    was anzumerken gilt das hätte serbien wirklich etwas an den bürgern kosovas gelegen sprich die regierung eine alternative geboten hätte gleich nach 99 und sich mehr und intensiver darum bemüht würde es beiden seiten evtl. besser gehen.
    von wegen serbien hat geld gepumt in den kosova wenn alles veraltet ist.!!!

    wie auch immer es ist jetzt nun so.

    nun liegt es an den bürgern und den politikern kosovas daraus auch kapital zu schlagen sprich aufbau der infrastruktur und der schaffung von arbeitsplätzen.


    KOSOVA EIN NEUER STAAT IN EUROPA.

    BAC , U KRY

  2. #2
    Avatar von skenderbegi

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    Daumen hoch

    und da kommen auch schon stimmen die meine ansichten nicht als falsch erachten....

    „Die Albaner sind Häuselbauer“ Der Kosovo-Berichterstatter der Fraktion der Europäischen Volkspartei (EVP) im Europa-Parlament, Bernd Posselt, unterstützt die Unabhängigkeit des Kosovo.

    OON: Sie sind Befürworter der Unabhängigkeit. Warum?


    Posselt: Es gibt ganz wenige Regionen in Europa, die so massiv unter Unterdrückung gelitten haben wie der Kosovo. Er wurde 1912 gewaltsam von den Serben erobert. Seitdem hat es dort Unterdrückung gegeben. Es ist höchste Zeit, dass die Menschen dort frei atmen und leben können.


    OON: Entsteht da nicht ein neuer Kleinstaat, der auf unabsehbare Zeit am Tropf von wem auch immer hängt?


    Posselt: Ich finde dieses Argument unehrlich. Einerseits wird gesagt, der Kosovo dürfe sich nicht Albanien anschließen, weil sonst ein „Groß-Albanien“ entstehen würde. Abgesehen davon dass dieses „Groß-Albanien“ ein Drittel von Bayern wäre, will es dort auch niemand, weil Kosovo und Albanien sich sehr weit auseinanderentwickelt haben. Und dann sagt man: Der Kosovo ist wirtschaftlich nicht lebensfähig. In den fast 100 Jahren unter serbischer Herrschaft wurde das Land ausgebeutet und systematisch in einem Zustand der Unterentwicklung belassen.Von der Zugehörigkeit zu Serbien haben die Kosovaren nie profitiert. Ich bin optimistisch, weil die Albaner klassische Häuselbauer sind. Sie bauen überall was auf.
    OON: Wie gut kann die serbische Minderheit im Kosovo geschützt werden?
    Posselt: Das EU-Parlament hat sich schon vor fast zwei Jahren für die Unabhängigkeit des Kosovo auf der Basis des Ahtisaari-Plans der UNO, der dann leider am russischen Veto gescheitert ist, ausgesprochen. Er beinhaltet den weitestgehenden Minderheitenschutz der Welt. Der geht sogar weiter als das Südtiroler Autonomiestatut, denn er beinhaltet auch eine eigene Gemeindepolizei für die serbischen Gemeinden. (rm)


    vom 22.02.2008

  3. #3

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    Das ist auch der Grund wieso sich gewisse Länder so stark für die Unabhängigkeit einsetzten, es geht um Rohstoffe.

  4. #4
    Avatar von skenderbegi

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    Zitat Zitat von Turcin-Ipo Beitrag anzeigen
    Das ist auch der Grund wieso sich gewisse Länder so stark für die Unabhängigkeit einsetzten, es geht um Rohstoffe.
    aha ein ganz aufgeweckter bist du....

    es hat auch niemand bestritten das einer bezw. dir staaten aus nächstenliebe helfen.

    das andere ist das milos-regiem hat jegliche untersuchungen betreffend bodenschätze stehts für sich behalten sprich lieber den albaner nichts gönnen bezw, nichts mit diesen teilen....

    keine investitionen, infastruktur , schulen und keine spitäler nix hat man davon gehab
    t....!


    ich habe absolut kein problem wenn sich ausländische firmen eine rendite davon versprechen solange diese gerechte löhne und gute arbeitsbedienungen schaffen.

    dazu kommt noch das diese auch steuern bezahlen müssen.

    so gesehen sind für kosova die bodenschätze ein segen .
    an welchem das volk sicher teilhaben wird.

    und im vergleich zu serbischen unternehmen welche zu damping-preisen an russen vergeben werden ist dies kein schlechter preis.

  5. #5

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    Zitat Zitat von Turcin-Ipo Beitrag anzeigen
    Das ist auch der Grund wieso sich gewisse Länder so stark für die Unabhängigkeit einsetzten, es geht um Rohstoffe.

    Kosovo ist ein reiches land da gibts nicht nur kohle sondern auch rohstoffe,für die autombombem herstellung, deswegen kämpft serbien um kosovo,warum haben die nicht so ein teather wo montonegro unabhängig wurde weilda nichts zu hollen gab.Und in albanischen meer haben die amerikanischen wiesenschaftler eine grosse ÖL quele endeckt,wie mann vorsieht werden die kosovaren bald mit goldene besteck essen.

  6. #6

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    Ihr seid pro forma unabhängig, aber de facto abhängig von der NATO

    Glaubst du dass die Rohstoffe zu Marktpreisen verkauft werden? Die Befreier wollen Spezialpreise und ihr habt keine Wahl denn ein wirklich unabhängiger Staat seid ihr nicht.

    Trotzdem ist das Angebot der NATO um Längen besser als die Gebote aus Serbien

  7. #7
    Avatar von skenderbegi

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    Zitat Zitat von Turcin-Ipo Beitrag anzeigen
    Ihr seid pro forma unabhängig, aber de facto abhängig von der NATO

    Glaubst du dass die Rohstoffe zu Marktpreisen verkauft werden? Die Befreier wollen Spezialpreise und ihr habt keine Wahl denn ein wirklich unabhängiger Staat seid ihr nicht.

    Trotzdem ist das Angebot der NATO um Längen besser als die Gebote aus Serbien

    bei einem solchen nachbaren und deren politik welche einige herrren betreiben ist man froh als junger und kleiner staat auf eine solche hilfe angeweisen zu sein.

    solange die institutionen im aufbau sind.

  8. #8

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    Die NATO wird sich Zeit lassen, denn man braucht auch Gründe um present zu sein, denn die Ausgaben für den Kosovo-Krieg müssen wieder reinkommen. Wer denkt dass die NATO (und ihr Anführer USA) aus Nächstenliebe Milliarden in Krieg und Wiederaufbau investiert ist naiv. Die USA sind schliesslich ein Imperium welches nur dann Krieg führt wenn es macht-politisch sinnvoll ist, und Kontrolle über Rohstoffe bedeutet nicht nur Macht sondern auch Geld.


    Kosovo ist von imenser strategischer Bedeutung, da es über grosse Vorkommen von Wolfram und Chrom (Chrom ist für die Rüstungsindustrie wichtig wie Öl)...

    Der Wert dieser Bodenschätze wird auf über Zehntausend Milliarden $ berechnet
    Kosova-Aktuell - DIE BODENSCHÄTZE KOSOVAS
    Ein gewaltiger Schatz ist im Kosovo begraben, nur glaube ich nicht dass die Kosovaren etwas davon sehen werden, ausser Bestechungsgeldern für Politiker und etwas "Allmosen" für die Bevölkerung, das grosse Geld werden NATO-Firmen und Staaten abkassieren.

    Die NATO hat zwar die Kosovaren vor der Ethnischen Säuberung bewahrt, trotzdem sollte man sich nichts über die wahren Motive vormachen.


    P.S. Die Seite Kosova-Aktuell hat meine Ansicht nicht beeinflusst, sondern lediglich diese bestätigt.

  9. #9
    busta
    Turcin-Ipo hat in einigen Aussagen schon recht muss ich zugeben.
    Allerdings muss man schon sagen dass es von Anfang an klar war, dass die USA und die EU ihre Beziehungen mit Ländern "schädigen" um die Unabhängigkeit zu ermöglichen, und zwar nicht umsonst. Meinerseits war das von Beginn an klar.
    Aber man sollte es vielleicht von der Sichtweise sehen, dass wir ÜBERHAUPT was bekommen. Nehmen wir an der Kosovo wäre eine Autonomie, dann wäre alles an Bodenschätze vergeudet gewesen und niemand hätte versucht zu investieren.
    Wie Skender schon gesagt hat, erklärt dich kein Land aus nächstenliebe für Unabhängig.
    Jedoch wird es Arbeit schaffen, eine regulierte Stromversorgung und Export in Nachbarländer, was wieder dazu führt dass sich die Beziehungen zu Albanien, Mazedonien, Montenegro usw verbessern werden. Der Handel wird verstärkt und die Wirtschaft wird angekurbelt. Der Kosova wird sich wirtschaftlich aus der schlimmen Lage rausholen und selbst Investieren können.

    Ich bin mir zu 99% sicher, dass es "spezielle Preise" geben wird, allerdings ist es mir das Wert wenn ich mir überlege dass wir ohne diese Länder eine Autonomie oder einen ungeregelten Status hätten, und somit nichts erreicht hätten. Jetzt wird es zwar zu speziellen Preisen verkauft, jedoch geht überhaupt was voran und das ist wichtig. Weiters wird eine Investition Sicherheit schaffen, und zwar in dem Sinn, dass sich andere Investoren umschauen und merken dass man im Kosova investieren kann. Und das führt wieder zu den pos. Auswirkungen die ich schon genannt habe. Natürlich wird das nicht alles so leicht aussehen wie es in meinen Worten beschrieben ist, aber ich denke man kann positiv auf eine Zukunft des Kosova hinblicken.

    PS: Habe gehört dass der Kosova so blad wie möglich sein eigenes Militär bekommen soll. Aufgrund der unsicheren Lage soll das ermöglicht werden! Seit Wochen ist davon die Rede, jetzt wird ernst gemacht.

  10. #10
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von busta Beitrag anzeigen
    Turcin-Ipo hat in einigen Aussagen schon recht muss ich zugeben.
    Allerdings muss man schon sagen dass es von Anfang an klar war, dass die USA und die EU ihre Beziehungen mit Ländern "schädigen" um die Unabhängigkeit zu ermöglichen, und zwar nicht umsonst. Meinerseits war das von Beginn an klar.
    Aber man sollte es vielleicht von der Sichtweise sehen, dass wir ÜBERHAUPT was bekommen. Nehmen wir an der Kosovo wäre eine Autonomie, dann wäre alles an Bodenschätze vergeudet gewesen und niemand hätte versucht zu investieren.
    Wie Skender schon gesagt hat, erklärt dich kein Land aus nächstenliebe für Unabhängig.
    Jedoch wird es Arbeit schaffen, eine regulierte Stromversorgung und Export in Nachbarländer, was wieder dazu führt dass sich die Beziehungen zu Albanien, Mazedonien, Montenegro usw verbessern werden. Der Handel wird verstärkt und die Wirtschaft wird angekurbelt. Der Kosova wird sich wirtschaftlich aus der schlimmen Lage rausholen und selbst Investieren können.

    Ich bin mir zu 99% sicher, dass es "spezielle Preise" geben wird, allerdings ist es mir das Wert wenn ich mir überlege dass wir ohne diese Länder eine Autonomie oder einen ungeregelten Status hätten, und somit nichts erreicht hätten. Jetzt wird es zwar zu speziellen Preisen verkauft, jedoch geht überhaupt was voran und das ist wichtig. Weiters wird eine Investition Sicherheit schaffen, und zwar in dem Sinn, dass sich andere Investoren umschauen und merken dass man im Kosova investieren kann. Und das führt wieder zu den pos. Auswirkungen die ich schon genannt habe. Natürlich wird das nicht alles so leicht aussehen wie es in meinen Worten beschrieben ist, aber ich denke man kann positiv auf eine Zukunft des Kosova hinblicken.

    PS: Habe gehört dass der Kosova so blad wie möglich sein eigenes Militär bekommen soll. Aufgrund der unsicheren Lage soll das ermöglicht werden! Seit Wochen ist davon die Rede, jetzt wird ernst gemacht.

    sehr gute analyse deinerseits....

    was nicht vergessen gehen darf ist das es serbien nicht um die menschen in kosova im speziellen um die albaner geht sprich für diese voraussetzungen schaffen will welche eine entwicklung in bildung,wirtschaft und kultur interessiert ist.

    serbien ist und war seit 99 nicht daran von sich aus etwas zu verändern an dem status bezw. um die integration der albaner im serbischen staat.

    ein wichtiger schritt wäre vorallem gewesen die milos-politik zu verurteilen .

    das zeigen auch die demos jetzt und der schulterschluss von nikolic und kustu beim auftreten in der öffentlichkeit.
    da wird nur der anspruch auf kosova erhoben.

    auch das referndum hat dies ganz klar bestätigt , weil man kann keine gesetze ändern ohne beteiligung aller bürger eines landes.
    und wir wissen wie knapp das ergebnis war und dafür sogar 2 abstimmungstage durchgeführt wurden.

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