BELGRAD. Dem serbischen Bankenmarkt wird großes Wachstum vorausgesagt. Österreichs Banken sind beim Engagement in Serbien führend.

Noch ist die Nachfrage nach Finanzdienstleistungen in Serbien sehr überschaubar. Die Bilanzsumme der Banken in Serbien beträgt derzeit nur 6,5 Milliarden Euro. Das entspricht gerade einmal der Hälfte der Raiffeisen Landesbank Oberösterreich AG.

Aber in den nächsten fünf Jahren steht den Banken dieser Region ein deutliches Ertragswachstum bevor. Die BA-CA sieht Südosteuropa als Wachstumssieger. Mit einem realen Wachstum von 23 Prozent in den vergangenen vier Jahren konnte die Region deutlich zulegen. Das bringt schon jetzt Bewegung in die Eigentümerstruktur der Banken.

Vorige Woche hat die Erste Bank grünes Licht für die Übernahme der staatlichen Novosadska banka erhalten, die slowenische Ljubljanska banka darf die Continental banka schlucken.

Österreich mischt in Serbien kräftig mit. Während die Erste die Nummer 12 auf dem Markt übernimmt, ist Raiffeisen International als Hauptaktionär der Raiffeisenbank Jugoslavija mit einem Marktanteil von 13,6 Prozent Marktführer.

Die Bank Austria Creditanstalt liegt mit der HVB banka Srbija und einem Marktanteil von 5,6 Prozent auf Platz 5. Sie könnte aber Raiffeisen nahe kommen, wenn sie bei der Privatisierung der Vojvodanska banka zum Zug kommt. Die Serben wollen das Privatisierungsverfahren im September starten. Die BA-CA hat Interesse bekundet.

43 Banken zählt Serbien. Viele sind zu klein, um länger zu überleben. Es dürfte also weitere Fusionen und Übernahmen geben.

Auch die Hypo Alpe Adria ist in Belgrad stark vertreten.