15.04.09
„Auf dem internationalen energetischen Gipfel, welcher in der Hauptstadt Bulgariens am 24. und 25. April stattfinden wird, werden einzelne Abkommen zwischen dem russischen strategischen Partner „Gazprom“ und der nationalen Unternehmen der Staaten, durch welche die Gaspipeline Südlauf verlaufen wird, unterzeichnet“, hat bei einer Pressekonferenz zur „Energetischen Zukunft des Balkans“ der Minister für Energetik und Bergbau Petar Skundric erklärt. Ein Bericht von Jelena Milenkovic.
Beim Gipfel in Sofia wird unter den hohen Offiziellen auch der Regierungschef Russlands Vladimir Putin anwesend sein und die meisten Präsidenten und Regierungschefs, die für den Bau des Südlaufs interessiert sind, so auch Serbiens. Die endgültigen Abkommen werden erst dann unterzeichnet, wenn jedes Land eine Fertigkeitsstudie ausgearbeitet hat. Serbien sollte diese Studie bis September fertig haben und laut Skundrics Worten wird die Studie für das gesamte Projekt bis Ende Juni 2010 fertig sein.
Minister Skundric sagte bei der Eröffnung der Konferenz über die „Energetische Zukunft des Balkans“, die stabile Stromversorgung der Verbraucher mit allen Energieträgern, die Erhöhung der energetischen Kapazitäten, sowie die Nutzung erneuerbarer Energiequellen seien von entscheidender Bedeutung. In der kommenden Zeit stehe der serbischen Elektrowirtschaft die Integration in die EU bevor, was die Annahme des europäischen Geschäfttätigkeitssystems und der Vorschriften bedeute. Die beste Antwort des energetischen Sektors auf die Weltkrise sei die Veröffentlichung einer Ausschreibung der EPS für den Bau neuer Kapazitäten in den Heizkraftwerken Kolubara B und Nikola Tesla B, mit Investitionen strategischer Partner. Der Wert dieser Investitionen beträgt etwa 1,6 Milliarden Euro. Dem Plan zufolge sollten die Arbeiten bis Ende 2014 beendet werden und sie werden eine größere Produktion von Stromenergie nach europäischen Standards ermöglichen.
Die Elektrowirtschaft Serbiens (EPS) hat ebenfalls ein Abkommen mit der russischen Firma „Silowi Maschini“ über gemeinsame Investitionen in die Revitalisierung des Wasserkraftwerks Djerdap 1 unterzeichnet. Der Wert dieser Arbeiten sei 168 Mio. Dollar, und 28 Mio. werde Serbien investieren, betonte Minister Skundric. Die Arbeiten sollten bis Ende 2015 fertig sein. Und in diesem Jahr werde der Bau der Gasheizkraftwerke in Novi Sad und Neubelgrad beginnen, so Skundric.