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Türkei: Einfluss am Balkan wächst wieder (Serbien äußert Unbehagen)

Erstellt von Emir, 16.08.2010, 15:38 Uhr · 340 Antworten · 30.876 Aufrufe

  1. #321
    Avatar von Pholiko

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    Zitat Zitat von Bambi Beitrag anzeigen
    Wären die Beziehungen zu den Kroaten und Serben gut, wäre das gar kein Problem, kein Thema, aber wenn ich sehe, wie die Bosniaken in Mostar ausrasten, weil die Türken gegen Kroatien gewonnen haben beim Fußball, dann macht mich das verdammt traurig.
    Mal ganz ernsthaft, wieso genau sollten Bosniaken Kroatien unterstützen? Wieso bitte? Sehen wir Franzosen (unsere Nachbar) als Brüder, nur weil sie wir eine Grenze teilen und historisch schon lange miteinander verbunden sind?

    Hätte man vor Jahren alle Völker gleich behandelt, hätten es diese auch nicht in Erwägung gezogen, sich zu trennen, punkt. Jahre lang ging seitens der "Brüder" gar nichts, und nach dem Krieg aufeinmal brothahood oder was?

    Glaub mir, genetische Brüder/Schwester sind manchmal nicht die Guten, sondern die Bösen, und es gibt manchmal bessere Freunde die man nach einer Zeit als Brüder ansieht. Es ist wohl euer Problem, wenn ihr die Bosniaken dazu mehr oder weniger gezwungen habt, sich nach einem anderen Volk zu suchen, was mehr zu ihnen passt oder aus dem sie mehr Anerkennung bekommen.

    Aber ernsthaft, ich möchte jetzt nicht wieder zu Krieg kommen etc.

  2. #322
    Avatar von Fitnesstrainer NRW

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    Habe gerad vesehentlich das Album gelöscht, daher poste ich die Bilder hier nochmal:

    (anklicken)

    Türkische Besucher-Delegation aus dem Jahre 2008 vor der mit türkischem Kapital finanzierten "International School" (Medunarodna Osnovna Skola) in Sarajevo.

    (von rechts nach links: Ertekin Okumus, Mohamed (Organisationsleiter), Turgay, Salih und sein Bruder)




    Bilder der Gruppe beim Aufenhalt in Mostar (auch dort gibt es so eine Schule)

  3. #323
    Avatar von Fitnesstrainer NRW

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    Zitat Zitat von Pholiko Beitrag anzeigen
    Mal ganz ernsthaft, wieso genau sollten Bosniaken Kroatien unterstützen? Wieso bitte? Sehen wir Franzosen (unsere Nachbar) als Brüder, nur weil sie wir eine Grenze teilen und historisch schon lange miteinander verbunden sind?

    Hätte man vor Jahren alle Völker gleich behandelt, hätten es diese auch nicht in Erwägung gezogen, sich zu trennen, punkt. Jahre lang ging seitens der "Brüder" gar nichts, und nach dem Krieg aufeinmal brothahood oder was?

    Glaub mir, genetische Brüder/Schwester sind manchmal nicht die Guten, sondern die Bösen, und es gibt manchmal bessere Freunde die man nach einer Zeit als Brüder ansieht. Es ist wohl euer Problem, wenn ihr die Bosniaken dazu mehr oder weniger gezwungen habt, sich nach einem anderen Volk zu suchen, was mehr zu ihnen passt oder aus dem sie mehr Anerkennung bekommen.

    Aber ernsthaft, ich möchte jetzt nicht wieder zu Krieg kommen etc.
    Bambi ging es nicht darum das die Bosniaken Kroatien im Fussball unterstützen müssten, sondern darum, dass man als Bosniake die Kroaten in Mostar in BiH nicht sinnlos, nach einem türkischen Fussballsieg gegen Kroatien, mit schwingenden türkischen Fahnen provozieren muss.

    Das ist nämlich für eine konstruktive Vertrauensbildung unter den Völkern in BiH nicht gerade zuträglich, und gerade eine konstruktive Vertrauensbildung ist nötig....will man denn zusammen leben.

  4. #324
    Avatar von Bambi

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    Beiträge
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    Zitat Zitat von Fitnesstrainer NRW Beitrag anzeigen
    Bambi ging es nicht darum das die Bosniaken Kroatien im Fussball unterstützen müssten, sondern darum, dass man als Bosniake die Kroaten in Mostar in BiH nicht sinnlos, nach einem türkischen Fussballsieg gegen Kroatien, mit schwingenden türkischen Fahnen provozieren muss.

    Das ist nämlich für eine konstruktive Vertrauensbildung unter den Völkern in BiH nicht gerade zuträglich, und gerade eine konstruktive Vertrauensbildung ist nötig....will man denn zusammen leben.
    danke für deine Mühe, aber diese "aber die haben das und das gemacht, also tun wir nun dies und das"-Ethnien-Diskussionen geb ich mir echt nicht mehr. Und tschüss.

  5. #325
    Ohrid-Albaner
    Zitat Zitat von Emir Beitrag anzeigen
    16.08.2010


    500 Jahre war die Türkei eine Großmacht am Balkan. Im 20. Jahrhundert verschwand der Einfluss. Nun wächst er spürbar an. Türkische Firmen bauen Autobahnen in Albanien und im Kosovo und investieren im ehemaligen Jugoslawien. Wegen großer Investitionen in private Schulen und Universitäten steigt auch der geistige Einfluss der Türkei.


    [h3]Türkei finanziert private Schulen in Sarajewo[/h3]
    In Sarajewo ist das osmanische Erbe bis heute prägender Teil der Altstadt. Erhalten geblieben ist das Erbe in vielen Bäckereien des ehemaligen Jugoslawien, in der Sprache, der Volksmusik und in der Tracht, obwohl die Türkei in Bosnien und Herzegowina eine Sonderrolle spielt. So sehen viele Bosnjaken in der Türkei eine Schutzmacht und auch Türkisch wird populärer. Angeboten wird Türkisch etwa an der Internationalen Universität und an der Burch-Universität in Sarajewo, die auch eine Mittelschule betreibt. Vor allem private Geldgeber aus der Türkei haben diese Bildungsstätten finanziert. An der Internationalen Universität kommt die Mehrheit der 1.200 Studenten aus der Türkei, wobei Türkinnen in Sarajewo problemlos ihr Kopftuch tragen können.
    [h3]Stipendien steigern das Interesse[/h3]
    Zweitgrößte Gruppe sind Studenten aus Bosnien, während sie in der Burch-Mittelschule bereits die größte Gruppe stellen. Dank moderner Ausstattung und großzügiger Stipendien steigt das Interesse in Bosnien stetig an, erläutert der Leiter von Burch in Sarajewo, Fatih Gursoj: "Bei der Aufnahmeprüfung in diesem Jahr haben sich für die Mittelschule 14.000 Kinder beworben. Doch wir konnten nur 250 von ihnen aufnehmen."
    [h3]Lehrfach Türkisch wird attraktiver[/h3]
    Erste Unterrichtssprache in diesen Bildungsstätten Englisch. Zur Rolle des Türkischen sagt Fatih Gursoj: "Bedenkt man, dass ein Flug von Istanbul nach Sarajewo nur 90 Minuten dauert, so steigt auch in Bosnien und Herzegowina die Zahl derer, die Türkisch sprechen. Ganz gleich ob das Studenten oder Geschäftsleute sind, die hier investieren. Das alles macht Türkisch immer attraktiver als Lehrfach. Dieser Tendenz sind wir uns bewusst, und das gibt uns als Bildungseinrichtung eine besondere Qualität, weil wir Türkisch anbieten."
    [h3]Einfluss der Türkei wächst[/h3]
    Auch politisch und wirtschaftlich wächst der Einfluss der Türkei nicht nur in Bosnien. In Albanien und im Kosovo baut ein türkisch-amerikanisches Konsortium die Autobahnen. Die Autobahn durch die serbische Region Sandzak soll die Türkei bauen. Politisch trug die Türkei im Sandzak wesentlich zur Befriedung zweier verfeindeter bosnjakischer Parteien bei. Die Beziehungen zwischen Belgrad und Ankara sind so gut wie seit Jahrzehnten nicht mehr.
    [h3]Serbiens Außenminister äußert Unbehagen[/h3]
    Trotzdem sieht Serbiens Außenminister Vuk Jeremic die Rolle der Türkei mit einem gewissen Unbehagen: "Ohne Zweifel wird die Türkei am Balkan immer aktiver. Je langsamer die EU-Integration des Balkan vor sich geht, desto größer wird die Präsenz der Türkei am Balkan werden. Damit verbunden ist auch die Frage, was passiert mit dem Balkan nach dem EU-Beitritt Kroatiens. Sollte Europa den Fehler begehen und nach Kroatien sagen, jetzt muss eine Pause sein, stellt sich die logische Frage, ob - wie zur Zeit des Ottomanischen Reichs – die Donau die Grenze Europas sein wird."
    [h3]Für Türkei "fruchtbringender"[/h3]
    Weniger historisch sieht der türkische Botschafter in Sarajewo, Vefahan Ocak, die außenpolitische Strategie seines Landes. Er sieht die Balkan-Politik Ankaras in Zusammenhang mit den EU-Ambitionen der Türkei. Vefahan Ocak: "Selbst wenn wir annehmen, dass die Türkei noch nicht Mitglied der EU zu einem Zeitpunkt sein sollte, zu dem es alle Westbalkan-Staaten bereits sind, so bedeutet das, dass der Westen und Nordwesten der Türkei es mit Staaten zu tun haben wird, die EU-Mitglieder sind. Der Umgang mit diesem Gebiet wird dann viel einfacher und fruchtbringender für uns sein."


    oe1.ORF.at Politik
    Genau so! Ohne die Türkei wären wir am A*sch... Welches andere Land hat schon Lust, in unsere elende Gegend zu investieren?! Keins!

  6. #326
    Kelebek
    Babacan in Sarajewo
    Um an den Arbeitsforum teilzunehmen reiste Staatsminister Ali Babacan gestern nach Sarajewo. In einer Pressekonferenz im Rahmen des Arbeitsforums wies Babacan darauf hin, dass die türkische Eximbank bereit ist die infrastrukturellen Projekte in Bosnien und Herzegowina zu finanzieren.
    Der Mitglied des Staatspräsidiums von Bosnien und Herzegowina Bakir Izzetbegovic und ehemaliger Mitglied des Staatspräsidiums von Bosnien und Herzegowina Haris Silajdžić haben auch an der Konferenz teilgenommen. Bezüglich Bosnien und Herzegowina sagte Babacan: „Wir glauben daran, dass dieses Land noch stärker wird.“


    Türkische Presse Türkei

  7. #327

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    Zitat Zitat von Ohrid-Albaner Beitrag anzeigen
    Genau so! Ohne die Türkei wären wir am A*sch... Welches andere Land hat schon Lust, in unsere elende Gegend zu investieren?! Keins!
    Das glaubst du doch wohl selbst nicht, dass sie euch helfen wollen. Sie tun nur ganz nett und dann schlagen sie zu und erobern den Balkan.
    Mach dich drauf schon mal gefasst.

  8. #328

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    333
    Zitat Zitat von Link Beitrag anzeigen
    Das glaubst du doch wohl selbst nicht, dass sie euch helfen wollen. Sie tun nur ganz nett und dann schlagen sie zu und erobern den Balkan.
    Mach dich drauf schon mal gefasst.
    und wen sie erobern..was dann? erobern im sinne von?unterwefung machtübernahme :wir sind im jahre 2011 da verschmilzt eh alles zusammen kulturen rasen etc.die welt wäschst zusammen das ist nicht aufzuhalten

  9. #329

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    Zitat Zitat von Bosniak_Eki Beitrag anzeigen
    und wen sie erobern..was dann? erobern im sinne von?unterwefung machtübernahme :wir sind im jahre 2011 da verschmilzt eh alles zusammen kulturen rasen etc.die welt wäschst zusammen das ist nicht aufzuhalten
    Aber stell dir vor die haben immer mehr Einfluss am Balkan, irgendwann wollen sie dann extra Steuern, Kriegsunterstützung, jeder muss zwangsweise Türkisch lernen und am Ende kann man sagen, dass die Balkaner praktisch die Sklaven der Türken sind. Deshalb sollten die Länder sich mehr ihren balkanischen Nachbarn zuwenden und nicht den Türken.

  10. #330

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    .. jeder muss zwangsweise Türkisch lernen und am Ende kann man sagen, dass die Balkaner praktisch die Sklaven der Türken sind. Deshalb sollten die Länder sich mehr ihren balkanischen Nachbarn zuwenden und nicht den Türken.
    Die haben uns weder vor 500 Jahren noch würden sie uns heute ihre Sprache aufzwingen.

    Und welchen Nachbarn den bitte?

    Gibt doch kaum Völker die nicht mal im Krieg miteinander waren.

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