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USA: Das Kredit-Kartenhaus wackelt

Erstellt von Yutaka, 16.07.2007, 16:43 Uhr · 11 Antworten · 692 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Yutaka

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    4.998

    USA: Das Kredit-Kartenhaus wackelt

    Wird immer wieder gern vergessen wie die aktuelle Situation in den USA aussieht


    Das Kredit-Kartenhaus wackelt

    von Patrik Etschmayer / Montag, 16. Juli 2007

    Wenn von den grossen Gefahren für die Weltwirtschaft die Rede ist, wird die Schuldenkrise in den USA meist nur nebenbei erwähnt. Dabei geht es nicht um die extreme Staatsverschuldung oder das Aussenhandelsdefizit der Staaten, sondern im Speziellen um die Verschuldung der Bevölkerung durch Kreditkarten. Diese Schulden betragen in den USA pro Haushalt ca. 10'000 Dollar, und Häufen sich im gesamten auf die beängstigende Summe von 880 Milliarden Dollar auf. Dabei handelt es sich nicht nur um hedonistische Konsumausgaben. Seit in den USA der Sozialabbau betrieben wird, um die Staatsverschuldung zu limitieren (während die Militärausgaben ständig steigen), müssen immer mehr US-Bürger zum Beispiel ihre medizinische Versorgung durch Verschuldung finanzieren. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, das 40 Prozent der US-Bürger jedes Jahr mehr ausgeben als sie verdienen.
    Die Zahlen sind eindeutig, doch die Bankenindustrie hat noch lange nicht genug. Wer je in den USA war und einen Briefkasten leerte, sah sich garantiert schon mit fertig ausgefüllten Kreditkarten konfrontiert, mit denen man eigentlich sofort einkaufen gehen könnte. Was hier vor einigen Monaten fast einen Skandal verursachte, ist in den USA tägliche Praxis. Pro Jahr werden in den Staaten etwa vier Milliarden Kreditkarten-Angebote versendet... ca. 12 Stück für jeden Bewohner der USA vom Säugling bis zum Greis... illegale Einwanderer mit eingeschlossen.
    Es ist klar, dass hier eine riesige Zeitbombe tickt, welche die US-Wirtschaft und damit zusammen die Weltwirtschaft in den Abgrund reissen könnte. Genau so, wie bereits die Immobilien-Krise einige Banken fast ins Verderben riss. Es fragt sich also: Wo bleibt die Politik, welche hier endlich einen Riegel schiebt, hier endlich die Banken in die Schranken weist?
    Dass von Präsident Bush nichts zu erwarten war und ist, sollte jedem klar sein. In der Tat hat die US-Regierung 2005 ein neues Konkurs-Gesetz erlassen, dass eigentlich nur dafür gemacht wurde, um die Banken vor ihren eigenen fahrlässigen Kreditpraktiken zu schützen, indem selbst nach eingereichtem Konkurs die meisten Kreditkarten-Schulden noch abgezahlt werden müssen.
    Dieses von allen Konsumentenorganisationen hart bekämpfte Gesetz wurde von Bush seit 2001 gefördert. Ob es wohl ein Zufall war, dass damals Bushs grösster Wahlkampfspender der Kreditkartenriese MBNA gewesen ist? Wohl kaum. Denn wer den Wahlkampf finanziert, der bestimmt auch die Politik jener mit, die ihre Kampagne finanziert bekommen haben.
    Und es soll niemand sagen, dass sich die Banken nicht den Zeiten anpassen können. Nachdem George W. Bush sein Möglichstes getan hat, um als schlechtester Präsident aller Zeiten in die Geschichte einzugehen und die Republikaner ziemlich übel da stehen, glänzen nun die Demokraten mit Spendenrekorden.
    Dabei handelt es sich nicht nur um die Spenden des berühmten kleinen Mannes, sondern vor allem auch um Banken und Grossunternehmen, die ihren Einfluss auch unter einem demokratischen Präsidenten oder einer solchen Präsidentin sichern wollen.
    So ist es denn kein Zufall, dass die Wahlkampfkassen sowohl von Hillary Clinton, als auch ihrem grossen Gegner Barack Obama üppig mit Geldern aus dem Finanzsektor unterfüttert sind. Die Resultate aus diesem selektiven Sponsoring sind vor allem NICHT sichtbar. Weder bei der einstigen Kreditgesetz-Kritikerin Clinton noch bei Obama, der auf soziales Gewissen macht, finden sich irgendwelche grosse Punkte zum Thema Kreditkarten-Schulden und der ganzen damit einhergehenden Problematik.
    Die Deregulierung des Kreditgeschäftes ist drauf und dran, die grösste Volkswirtschaft der Welt zu gefährden und die Verursacher dieser Krise, die nur darauf warten, über die Welt herein zu brechen, sichern die Weiterführung ihrer unethischen Geschäfte mit grosszügigen Spenden aus den Erträgen derselben ab. Das Argument, dass der Markt sich schon selbst regulieren werde, zieht hier schon lange nicht mehr – viel eher sieht das ganze wie ein Pyramidenspiel aus, das nur durch noch mehr Kunden, die leer gesogen werden können, zu finanzieren ist.
    Es ist zu hoffen, dass die Finanzkonzerne es nicht schaffen werden, die Kreditgesetze in Europa ähnlich zu unterhöhlen... es wird nämlich schon schlimm genug sein, wenn das amerikanische Kredit-Kartenhaus dereinst krachend zusammen fällt.








    Wer zu faul ist es zu lesen hier die Audioversion




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  2. #2
    Crane
    Naja, selbst wenn die Zahlen stimmen hört sich das extrem nach Panikmache an.

    Die ganzen USA Gegner prophezeien diesem Staat schon seid über hundert Jahren seinen Untergang.

    Naja... mehr als abwarten kann man nicht.

  3. #3

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    16.107
    Zitat Zitat von Troy Beitrag anzeigen
    Naja, selbst wenn die Zahlen stimmen hört sich das extrem nach Panikmache an.

    Die ganzen USA Gegner prophezeien diesem Staat schon seid über hundert Jahren seinen Untergang.

    Naja... mehr als abwarten kann man nicht.

    sollte nur klar sein , wenn die untergehen , reißen die uns alle mit runter.
    Sind zu abhängig von den Amis.

  4. #4
    Avatar von Yutaka

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    4.998
    Krise am Immobilienmarkt

    Dunkle Wolken in den USA

    VON MARIO MÜLLER


    Es geht munter aufwärts. Das älteste Börsenbarometer der Welt, der Dow-Jones-Index, kletterte gerade auf den höchsten Stand seiner Geschichte. Beobachter der asiatischen Aktienmärkte berichten von einem Kaufrausch. Und auch der Dax hat gestern Vormittag eine neue Rekordmarke mit 8151 Punkten erreicht.

    Fragt sich nur, wie lange die Schönwetterlage über den Finanzplätzen noch anhält. Denn am Horizont dräuen schwarze Wolken. An Warnungen vor einem Umschwung herrscht kein Mangel. Er habe Sorge, dass die Talfahrt der Häuserpreise zu einer "Rezession in den USA mit weltweiten Auswirkungen" führt, meint Robert Shiller. Der Wirtschaftswissenschaftler aus Yale hatte einst das Platzen der Spekulationsblase im Jahr 2000 vorausgesagt.


    Wenn dir Robert Shiller ein Begriff ist, dann wird da klar ersichtlich das er ein Experte mit so Voraussagen ist.

  5. #5
    Crane
    Zitat Zitat von Perun Beitrag anzeigen
    sollte nur klar sein , wenn die untergehen , reißen die uns alle mit runter.
    Sind zu abhängig von den Amis.
    Mach dir mal keine Sorgen mein kleiner Perun

  6. #6

    Registriert seit
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    16.107
    Zitat Zitat von Troy Beitrag anzeigen
    Mach dir mal keine Sorgen mein kleiner Perun

    Danke mein Großer.

  7. #7
    Crane
    Zitat Zitat von T1TT0L4R0CC4 Beitrag anzeigen
    Krise am Immobilienmarkt

    Dunkle Wolken in den USA

    VON MARIO MÜLLER


    Es geht munter aufwärts. Das älteste Börsenbarometer der Welt, der Dow-Jones-Index, kletterte gerade auf den höchsten Stand seiner Geschichte. Beobachter der asiatischen Aktienmärkte berichten von einem Kaufrausch. Und auch der Dax hat gestern Vormittag eine neue Rekordmarke mit 8151 Punkten erreicht.

    Fragt sich nur, wie lange die Schönwetterlage über den Finanzplätzen noch anhält. Denn am Horizont dräuen schwarze Wolken. An Warnungen vor einem Umschwung herrscht kein Mangel. Er habe Sorge, dass die Talfahrt der Häuserpreise zu einer "Rezession in den USA mit weltweiten Auswirkungen" führt, meint Robert Shiller. Der Wirtschaftswissenschaftler aus Yale hatte einst das Platzen der Spekulationsblase im Jahr 2000 vorausgesagt.


    Wenn dir Robert Shiller ein Begriff ist, dann wird da klar ersichtlich das er ein Experte mit so Voraussagen ist.
    Dieser Typ ist ein Versager und Trottel... Das sog. Platzen der Blase im Jahre 2000 fand im Grunde garnicht statt. Dort gab es leichte Gewinnmitnahmen. Bereits im Jahre 2001 waren fast alle Kurs wieder auf Rekordniveau und erst die Attentate haben zu der Wirtschaftskrise geführt, die heute tatsächlich nach nur 6 Jahren mehr als überstanden ist. (So schnell hat man sich nie erholt nach so einer Katastrophe).

    Der Typ verschweigt doch völlig´die wirkliche Lage auf dem Immobilienmarkt. Die Preise dort sind seit Jahren ins unermessliche gestiegen aufgrund von Spekulanten. Jetzt wäre es doch ganz normal wenn die Preise zugunsten der Personen, wie wirklich eine Wohnung brauchen wieder fallen.

    Und ganz nebenbei... wenn die Immobilienpreise auf Null fallen sollten von heute auf morgen. Dann bedeutet das absolut garnichts, sowas ist im Kapitalismus völlig normal. Das System bleibt absolut ungefährdet.

  8. #8

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    Bremsen zu Hohe Immobilienpreise,dann nicht wieder die Wirtschaft.

  9. #9
    Avatar von lupo-de-mare

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    Zitat Zitat von Troy Beitrag anzeigen
    Naja, selbst wenn die Zahlen stimmen hört sich das extrem nach Panikmache an.

    Die ganzen USA Gegner prophezeien diesem Staat schon seid über hundert Jahren seinen Untergang.

    Naja... mehr als abwarten kann man nicht.
    Dann gibt es noch die Immobilien Blase in den USA, weil jeder Schrott finanziert wurde, auch für Sozial HIlfe Empfänger usw..

  10. #10

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    und wir wissen alle was beim Blasen Passiert.

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