Im Kampf gegen die Produktpiraterie haben die USA China vor der Welthandelsorganisation verklagt. Dabei geht es Washington vor allem darum, die Herstellung und Verbreitung chinesischer Raubkopien von Filmen, Büchern oder Software-Produkten aus den USA zu stoppen.

Die amerikanische Handelsbeauftragte Susan Schwab erklärte, bilaterale Gespräche mit der chinesischen Führung hätten bislang keine Fortschritte gebracht. Außerdem würden Chinesen durch zahlreiche Beschränkungen daran gehindert, offizielle Versionen von Unterhaltungsprodukten zu kaufen. Viele Hersteller hätten zudem Schwierigkeiten, auf den chinesischen Markt zu kommen.

Produktpiraten aus China verursachten 2006 einen wirtschaftlichen Schaden von 1,7 Milliarden Euro. Auch Russland kommt auf eine ähnlich hohe Summe, 1,6 Milliarden Euro. Wegen ihrer Nähe zu den USA, der größten Volkswirtschaft der Welt, folgen auf der Liste der Fälscher Mexiko (800 Millionen Euro) und Kanada (400 Millionen Euro) auf den Rängen drei und vier.

Unterdessen warnte die chinesische Regierung Washington vor einer weiteren Verschärfung des Handelskonflikts zwischen den beiden Staaten. In einer Stellungnahme äußerte Peking "großes Bedauern und starke Unzufriedenheit" über die Initiative der US-Regierung.