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Verschwörungstherie zur Finanzkrise

Erstellt von Reaktionär, 20.11.2008, 14:02 Uhr · 32 Antworten · 1.648 Aufrufe

  1. #31

    Registriert seit
    18.03.2008
    Beiträge
    20.935
    Zitat Zitat von CoolinBan Beitrag anzeigen
    der "kapitalismus" hat seine krisen in zeitlich großen abständen, ohne vollkommen zusammenzubrechen. was der kommunismus immer tut.

    aber natürlich gehört der kapitalismus eingedämmt, ich hoffe auch, dass die usa das gelernt hat. überall muss es grenzen geben.
    Was ist mit Kuba?
    Zusammengebrochen?
    Wo?

  2. #32
    Avatar von CoolinBan

    Registriert seit
    16.05.2006
    Beiträge
    3.526
    Zitat Zitat von Mastakilla Beitrag anzeigen
    Was ist mit Kuba?
    Zusammengebrochen?
    Wo?

    oder total am boden...
    durchschnittseinkommen der kubaner im monat? 20$?

    rede bitte nicht weiter...

  3. #33
    Bloody
    die mafia hat auch sehr viel einfluss auf die banken !

    [h1]„Banken werden von der Mafia durchdrungen“[/h1]


    19. November 2008 Nach der Finanzkrise drohen Banken noch mehr als bisher von Kriminellen missbraucht zu werden. Die Ermittlungsbehörden verstärken aber auch ihre Kapazitäten im Kampf gegen Geldwäsche und Wirtschaftskriminalität, die sie zuvor auf die Fahndung nach Terroristen umgelenkt hatten. Dies ist die einhellige Einschätzung führender Polizeiexperten aus internationalen Organisationen, wie am Mittwoch eine Tagung im Rahmen der „Euro Finance Week“ in Frankfurt zeigte.


    Besonders drastisch ging Antonio Maria Costa, Exekutivdirektor einer Organisation der Vereinten Nationen zur Verbrechensbekämpfung, mit der Kreditwirtschaft ins Gericht. „Die Banken werden jetzt noch stärker von der Mafia durchdrungen werden, weil diese die nötigen Geldmittel übrigbehalten hat“, sagte Costa voraus. „Die Finanzwirtschaft benutzt das Verbrechen – und nicht andersherum.“ Bankgeheimnis und Steueroasen dürften daher kein Hindernis für die Strafverfolger bleiben. Für Costa bedeutet es keinen großen Unterschied mehr, ob jemand „mit der Kalaschnikow, der Computertastatur oder toxischen Wertpapieren“ Straftaten begehe.


    Auch den Einrichtungen der EU drohen Gefahren


    Khoo Boon Hui, neuer Präsident der weltweiten Polizeiorganisation Interpol, wies auf seine Erfahrungen als Polizeichef von Singapur hin. Korruption und Finanzkriminalität gebe es nicht nur in Europa, sondern auch in Asien. So habe er mit Schrecken festgestellt, wie viele Geschäftsleute dort auf einen Betrügerring hereingefallen seien. Dieser hatte durch Telefonanrufe Erpressungsgelder eingesammelt, indem die Täter behaupteten, sie seien Polizisten und hätten Schwarzgeld auf den Konten der Angerufenen entdeckt. Kreditkartenfälscher gingen mittlerweile so organisiert vor, dass sie nach einem Franchise-System arbeiteten und ihre „Vertriebsleute“ in Online-Seminaren schulten.



    Franz-Josef Brüner, Generaldirektor der EU-Betrugsbekämpfungseinheit „Olaf“, warnte vor den Gefahren, die den Einrichtungen der Europäischen Union durch international agierende Wirtschaftsverbrecher drohten. Zu deren Verfolgung müssten die Behörden die Kriminellen durch Abschöpfung der Verbrechensgewinne treffen, wo es am meisten weh tut, sagte Max-Peter Ratzel von der Europäischen Polizeibehörde Europol – nämlich an der Brieftasche und den Bankkonten.
    Die Kreditinstitute hätten zwar große Investitionen in die Bekämpfung der Geldwäsche getätigt, räumte er ein. Versäumnisse gebe es aber noch bei „politisch exponierten Personen“, bei denen ein besonderes Risiko von Bestechlichkeit und Geldwäsche bestehe. Ratzel rechnet mit einer stärkeren Zusammenarbeit von Europol, Bundeskriminalamt und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), weil die Turbulenzen auf den Finanzmärkten zu einer stärkeren Regulierung führten. Seine Forderung: Gegen Bankmanager und Entscheidungsträger müsse künftig leichter vorgegangen werden können, um Anhaltspunkte für weitere Ermittlungen zu finden. Denn Europol rechne damit, dass es zunehmend zu aggressiven Übernahmen von Finanzinstituten und privatisierten Staatsbetrieben durch Strohleute kommen werde. Am Ende würden Kriminelle in manchen Wirtschaftszweigen mit ihrem Kapital und ihren Preisvorteilen den Wettbewerb ausschalten, warnte Ratzel.


    [h2]Wie die Mafia von der Finanzkrise profitiert[/h2]

    Die Mafia korrumpiert, investiert und expandiert: Mit einem Gesamtumsatz von 130 Milliarden Euro ist sie eines der Top-Unternehmen in Italien. Selbst die Finanzkrise kann den Paten nichts anhaben - im Gegenteil. Sie verdienen sogar daran.

    Hamburg - Die Bilanz des organisierten Verbrechens kann sich sehen lassen: Rund 70 Milliarden Euro Gewinn häufen Camorra und Cosa Nostra, die kalabrische 'Ndrangheta und die apulische Sacra Corona Unita jedes Jahr an. Und der ökonomische Siegeszug der kriminellen "Holding" hält an.

    "Die Finanzkrise macht die Mafia noch gefährlicher", warnte jetzt der Präsident des Händlerverbandes Confesercenti, Marco Venturi, anlässlich der Veröffentlichung des Berichts "SOS Impresa" (SOS Unternehmen), dem diese Angaben entnommen sind. Der Rapport legt detailliert die aktuellen Aktivitäten der Mafia offen - und sorgt damit für beträchtliche Unruhe.

    Denn: Wo die Banken angesichts der Finanzkrise versagen, stoßen nun Mitglieder der "Familie" in die Lücke und verleihen großzügig Geld an Kleinunternehmer und andere von der Kreditknappheit betroffenen Bürger. Die nehmen das Angebot offenbar dankend an: Etwa 180.000 Händler sollen dem Bericht zufolge Schulden bei ihrem örtlichen Paten gemacht haben und jährlich mehr als zwölf Milliarden Euro Zinsen zahlen. Gleichzeitig nutzen die "Padroni" gerade jetzt ihre beträchtlichen Bargeldreserven, um Immobilien und in Bedrängnis geratene Firmen zu Niedrigstpreisen zu kaufen.


    Vorbei die Zeiten, in denen sich die verschiedenen Gruppierungen ausschließlich in der Schattenwelt der Illegalität tummelten. Zwar gehören die "Kernsparten" Drogen-, Waffen-, und Menschenhandel sowie Schutzgelderpressung noch immer zum Geschäft. Wie Innenminister Roberto Maroni unlängst erklärte, setzt allein die den Drogenhandel dominierende kalabresische 'Ndrangheta im Jahr 45 Milliarden Euro um - das entspricht fast drei Prozent des italienischen Bruttoinlandsproduktes.


    Doch die "Mafia AG" setzt auf Diversifizierung der Geschäftsbereiche: In Handel, Tourismus, Baugewerbe, Sport und Gesundheitswesen lässt es sich nach Herzenslust investieren, Subventionen kassieren und Geld waschen. Der Müllskandal in Neapel hat der ganzen Welt gezeigt, welch übel riechende Blüten ein Engagement des organisierten Verbrechens in der freien Wirtschaft treiben kann.




    Die Bilanz der "Mafia-AG" (in Milliarden Euro)AKTIVA

    PASSIVA

    Illegaler Handel
    66,30Gehälter
    1,76Drogenhandel59,00
    Clan-Chefs0,60
    Menschenhandel0,30
    Mitglieder1,00
    Waffen und andere5,80
    Inhaftierte0,03
    Schmuggel1,20
    Flüchtige0,13
    "Mafia-Steuern"
    21,60Logistik
    0,45Schutzgelderpressung9,00
    Verstecke0,10
    Wucher12,60
    Netzwerke0,10
    Einkünfte aus Raub
    1,00Waffen0,25
    Diebstahl, Raub, Betrug1,00
    Bestechung
    3,80Unternehmerische Aktivitäten
    24,70Bestechungsgelder1,95
    Auftragsvergabe und Lieferverträge6,50
    Berater und Spezialisten0,05
    Landwirtschafts-Mafia7,50
    Unterstützer1,80
    Wetten und Spiele2,40
    Ausgaben für Gerichtsverfahren0,700,70Fälschungen6,30
    Investitionen30,0026,00Widerrechtliche Zugriffe2,00
    Geldwäsche22,5019,50Öko-Mafia16,0018,50Rückstellung7,506,50Prostitution0,600,60


    Andere Einnahmen0,750,75


    Summe Aktiva130,00
    Summe Passiva60,0060,00


    Reingewinn70,00
    Quelle: "SOS Impresa", Confesercenti 2008Auch auf dem Lebensmittelmarkt mischen die Herren aus dem Süden laut Confesercenti inzwischen kräftig mit: Sie fälschen Haltbarkeitsdaten, verkaufen Gammelfleisch und gründen illegale Bäckereien - mit katastrophalen Folgen für die Volksgesundheit. Überhaupt, die Fälschungen: Der von der Mafia verfolgte Autor Roberto Saviano hat gezeigt, wie mit illegalen Kopien, zum Beispiel von Designer-Mode, Geld gemacht wird - der Händlerverband spricht von immerhin 6,3 Milliarden Euro im Jahr."Eine echte Investition in die Zukunft" sei der Einfluss der "Padroni" auf den Märkten, schreiben die Autoren des Berichts. Die sogenannte Agro-Mafia habe schon jetzt Zugriff auf sämtliche Glieder der Nahrungsmittelkette: von der landwirtschaftlichen Produktion bis zur Ankunft der Lebensmittel im Hafen, vom Einzel- bis zum Großhandel, von der Verpackung bis zur Vermarktung. "Sie beeinflusst den Wettkampf, die Preisentwicklung, die Qualität der Nahrungsmittel und den Arbeitsmarkt", so das alarmierende Fazit.

    Was der Mafioso im Monat verdient


    Manager, Finanzexperten, Top-Juristen und Experten helfen den Clans bei allen Fragen des kriminellen Alltags: Auch wenn die archaischen Riten bleiben - die ehrenwerten Gesellschaften sind längst im 21. Jahrhundert angekommen. Die heutigen "Familienmitglieder" sind teils Franchisenehmer, teils abhängig Beschäftigte mit einem stabilen Monatsgehalt, das bisweilen durch Sonderzahlungen aufgebessert wird.
    Die "Confesercenti" nennen in ihrem Bericht die ungefähre Höhe der Zuwendungen: So verdient ein Clan-Chef in seiner Funktion als "Geschäftsführer" von zehntausend bis 40.000 Euro im Monat, der ihm unterstehende Gebietsleiter bis zu zehntausend Euro. Ein minderjähriger Straßendealer (Pusher) muss mit rund tausend Euro auskommen, ein Geldeintreiber kann es auf 2000 bringen. Besser verdienen kann man im Bereich "Attentate und Morde". Hier werden bis zu 25.000 Euro monatlich an die Täter ausgeschüttet.

    Schutzgelderpressung rund um die Uhr


    Auch zum Umfang der Schutzgeldzahlungen lässt der Bericht keine Fragen offen. Das "Racket" sei fester Bestandteil des italienischen Alltagslebens, heißt es. Rund 160.000 Ladenbesitzer in Italien zahlen dem Bericht zufolge den „pizzo“ – rund neun Milliarden Euro im Jahr.
    "Schutzgelderpressung und Wucher sind gerade in den Herkunftsregionen der Mafia weit verbreitet. Sie dienen dazu, auf eigenem Territorium Geld aufzutreiben und gleichzeitig den Herrschaftsbereich zu kontrollieren", sagte Präfekt Giosuè Marino, der im italienischen Innenministerium die Maßnahmen zur Bekämpfung von Erpressungsdelikten koordiniert, SPIEGEL ONLINE.
    Nicht nur Restaurants, Geschäfte und Betriebe werden zur Kasse gebeten - auch Banken, Verwaltungsgesellschaften, Schulen und sogar Kirchen entgehen den langen Armen des "Kraken" nicht. So wurde im sizilianischen Gela unlängst ein Erpresser festgenommen, der Schutzgeld von einem Priester verlangt hatte.
    Die Höhe der Zahlungen variiert nach geographischer Lage und zuständigem Clan. So zahlt ein Supermarkt im sizilianischen Palermo etwa 5000 Euro im Monat, ein vergleichbarer Laden in Neapel rund 3000 Euro. Ein Marktstand-Betreiber kommt mit ein bis zehn Euro davon, Besitzer eines eleganten Geschäftes im Stadtzentrum sind mit 750 bis tausend Euro dabei.

    Mehr Verhaftungen, weniger Anzeigen


    Laut "Confesercenti" werden die Forderungen der Mafiosi umso nachdrücklicher, je häufiger die Sicherheitsorgane gegen kriminelle Gruppierungen vorgehen. Der Grund ist offensichtlich: Inhaftierte Mafiosi müssen auch während eines Gefängnisaufenthaltes weiter finanziell unterstützt werden - für ihre Loyalität und Verschwiegenheit, den Lohnausfall und die mittellos daheim sitzenden Angehörigen.
    [h4]ZUM THEMA AUF SPIEGEL ONLINE[/h4]



    [h4]SPIEGEL-DOSSIERS[/h4]




    Doch trotz zahlreicher Razzien und Verhaftungen namhafter Clan-Chefs in den vergangenen Jahren scheint das Vertrauen ins Gesetz gering: So sinkt die Anzeigebereitschaft bei Erpressungen kontinuierlich, und zwar nicht nur in den Kern-Mafia-Regionen Kalabrien, Sizilien, Kampanien und Apulien, sondern im ganzen Land."Anti-Racket"-Kommissar Giosuè Marino will darin gleichwohl nicht den totalen Vertrauensverlust der Italiener in ihr Rechtssystem entdecken. "Immerhin wird im Vergleich zu früher überhaupt angezeigt", so der Präfekt. "Der Staat ist präsent und hilft den Opfern solcher Verbrechen."
    Tatsächlich zahlte der dem Innenministerium zugeordnete "Solidaritätsfonds" ("Fondo di Solidarietà") eigenen Angaben zufolge allein im laufenden Jahr 23 Millionen Euro Entschädigungen an Unternehmer, die wegen Schutzgelderpressung Anzeige erstattet hatten. "Diese Form der finanziellen Wiedergutmachung hat nicht nur konkrete Bedeutung, sondern auch symbolische. Man lässt die Opfer nicht allein. Das ist ein wichtiges Signal", so Marino.
    Viele Betroffene seien bereits in Verbänden organisiert, die Polizei stehe jenen, die Anzeige erstatten, schützend zur Seite. Man habe ein "dichtes und vielschichtiges System mit exzellenten Ergebnissen" geschaffen, so Marino. Zahlreiche Unternehmer hätten dank dieses Systems den Weg zurück in die legale Wirtschaft gefunden. Mitte Oktober habe der italienische Ministerrat zudem ein Paket verabschiedet, dass dem Staat in Zukunft erlaubt, die Banken in größerem Maße zu kontrollieren, sie im Notfall sogar unter Sonderverwaltung stellen zu lassen.

    Die leidige Doppelmoral der Unternehmer


    Der Händlerverband kritisiert gleichwohl die "Doppelmoral einiger Unternehmer", die nur solange die Regeln des Staates und des Marktes beachteten, wie sie sich in Mittel- oder Norditalien befänden. "Sobald sie jedoch Interessen in Süditalien zu vertreten haben, halten sie sich an die Regeln der Mafia." Damit würden sie den territorialen Hoheitsanspruch der Mafia anerkennen.
    Die Autoren des Berichtes fordern "eine große Offensive für die Legalität", nämlich eine konzertierte Aktion von Staat und Gesellschaft, eine parteiübergreifende Zusammenarbeit im Kampf gegen das organisierte Verbrechen. Die Banken sollten verstärkt den kleinen und mittleren Unternehmen Kredite gewähren und verdächtige Transaktionen den Behörden melden.
    [h4]MEHR ÜBER...[/h4]
    Mafia Finanzkrise Italien Berlusconi Giosuè Marinizu SPIEGEL WISSEN


    Steuervergünstigungen sollen jene Unternehmer belohnen, die sich weigern, Schutzgelder zu zahlen. Tatsächlich allerdings denke man in der Regierung über die Möglichkeit nach, Händler, die Erpressungsversuche nicht anzeigen, mit Sanktionen zu belegen, berichtet Kommissar Marino SPIEGEL ONLINE.Die Mafia-Bosse werden solche Maßnahmen begrüßen - und weiter bei den Händler abkassieren: Geschätzte 250 Millionen Euro am Tag, zehn Millionen Euro in der Stunde, 160.000 Euro in der in der Minute.
    DIE ZEHN GEBOTE DER MAFIA

    1. "Man stellt sich unseren Freunden nicht allein vor - dies geht nur über die Vermittlung eines Dritten."
    2. "Lass die Finger von den Ehefrauen unserer Freunde."
    3. "Wir machen keine Geschäfte mit den Bullen."
    4. "Wir besuchen weder Tavernen noch Klubs."
    5. "Es ist Pflicht, der Cosa Nostra jederzeit zur Verfügung zu stehen. Auch wenn die Frau kurz vor der Entbindung steht."
    6. "Verabredungen werden kategorisch eingehalten."
    7. "Die Ehefrau muss respektiert werden."
    8. "Wenn man nach etwas gefragt wird, was man weiß, muss man die Wahrheit sagen."
    9. Es ist verboten, sich Gelder anzueignen, die anderen oder anderen Familien gehören.
    10. Wer nicht der Cosa Nostra angehören kann:
    - Wer einen engen Angehörigen bei den Sicherheitskräften hat
    - Wer Fälle von Untreue in der Familie hat
    - Wer sich schlecht verhält - und sich nicht an moralische Werte hält.
    Quelle: La Repubblica

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