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Wäre Staatsbankrott die Rettung für Griechenland?

Erstellt von RaidoDiecry, 29.06.2013, 13:06 Uhr · 21 Antworten · 1.822 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von RaidoDiecry

    Registriert seit
    27.06.2013
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    44

    Beitrag Wäre Staatsbankrott die Rettung für Griechenland?

    Habe vorhin ein Interessantes Video zu Griechenland gesehen.
    In einem Interview behauptete der Finanzexperte Andreas Popp das ein kontrollierter Staatsbankrott
    die Staatsschulden zurücksetzen würde und nur die Banken alles Verlieren würden.

    Wie denkt ihr darüber, haltet ihr das für eine Möglichkeit Griechenlands Schuldenproblem für eine gewisse Zeit zu lösen?


  2. #2
    Yunan
    Das beste wäre es, die Lösung des Problems dem griechischen Volk zu überlassen und nicht irgendwelchen "Börsenexperten", EU-Kommissaren, US-Präsidenten, der CIA oder dem IWF. Wenn sich nicht ständig die halbe Welt in Griechenland einmischen würde, denn eigentlich werden ja die ausländischen Geschäftemacher in Griechenland gerettet und nicht Griechenland (mit seinen realen Problem), dann hätte es vielleicht schon eine Systemlösung gegeben.

  3. #3
    Mulinho
    Banken verlieren haha der war geil

  4. #4

    Registriert seit
    28.09.2008
    Beiträge
    23.630
    Zitat Zitat von RaidoDiecry Beitrag anzeigen
    Habe vorhin ein Interessantes Video zu Griechenland gesehen.
    In einem Interview behauptete der Finanzexperte Andreas Popp das ein kontrollierter Staatsbankrott
    die Staatsschulden zurücksetzen würde und nur die Banken alles Verlieren würden.

    Wie denkt ihr darüber, haltet ihr das für eine Möglichkeit Griechenlands Schuldenproblem für eine gewisse Zeit zu lösen?

    Könnte es dafür nicht zu spät sein?
    Es ist bekannt, daß alles gen Hellas fließende Geld zu mind. 80% in die Taschen der Menschen floß, die regelmäßig einen Igel in der eigenen Tasche haben, aber mit dem Geld Dritter um sich werfen können.

  5. #5
    Avatar von Pholiko

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    Beiträge
    2.551
    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Das beste wäre es, die Lösung des Problems dem griechischen Volk zu überlassen und nicht irgendwelchen "Börsenexperten", EU-Kommissaren, US-Präsidenten, der CIA oder dem IWF. Wenn sich nicht ständig die halbe Welt in Griechenland einmischen würde, denn eigentlich werden ja die ausländischen Geschäftemacher in Griechenland gerettet und nicht Griechenland (mit seinen realen Problem), dann hätte es vielleicht schon eine Systemlösung gegeben.
    Naja, so einfach ist das nicht. Wer ist denn schon Griechenland (oder Spanien/Irland/Zypern) um sich gegen die IWF zu stellen? Man ist von verschiedenen Institutionen abhängig (und wird mit der Zeit nur abhängiger (!), entgegen aller Meldungen á la "Schuldenabbau..."), die einen förmlich erpressen. Aber du hast natürlich Recht, das griechische (portugiesische/spanische/irische/...) Volk haftet für Spekulanten aus den reichen Ländern, natürlich nicht weil man gutherzig ist, aber wie eben schon gesagt, zu diesem Schritt gezwungen wird. Das traurige an der Sache ist, dass sich jede Partei feiern kann, die Deutschen denken sie würden Griechenland helfen, und anders herum denken die Griechen, sie würden die Solidarität Europas stärken, eben weil man für Schulden haftet und somit eine Kettenreaktion unterbindet. Politics at its best.

    Dazu eine -wie eigentlich praktisch immer- extrem gelungene Dokumentation, die selbst Laien wie mir einige logische Aspekte aufzeigt. Auf jeden Fall sehenswert wenn man in dem Thema (bisher) nicht ganz durchgeblickt hat (und sich weiter informieren möchte):

    Staatsgeheimnis Bankenrettung | ARTE

  6. #6
    Avatar von De_La_GreCo

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    Zitat Zitat von Mulinho Beitrag anzeigen
    Banken verlieren haha der war geil

    Da die Banken indirekt regieren, wird das sowieso niemals geschehen. Wäre aber echt das beste wenn GR bankrott geht

  7. #7
    economicos
    Zitat Zitat von De_La_GreCo Beitrag anzeigen
    Da die Banken indirekt regieren, wird das sowieso niemals geschehen. Wäre aber echt das beste wenn GR bankrott geht
    Wäre das beste gewesen, Betonung auf gewesen.

  8. #8
    Avatar von De_La_GreCo

    Registriert seit
    17.08.2008
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    23.746
    Zitat Zitat von Pholiko Beitrag anzeigen
    Naja, so einfach ist das nicht. Wer ist denn schon Griechenland (oder Spanien/Irland/Zypern) um sich gegen die IWF zu stellen? Man ist von verschiedenen Institutionen abhängig (und wird mit der Zeit nur abhängiger (!), entgegen aller Meldungen á la "Schuldenabbau..."), die einen förmlich erpressen. Aber du hast natürlich Recht, das griechische (portugiesische/spanische/irische/...) Volk haftet für Spekulanten aus den reichen Ländern, natürlich nicht weil man gutherzig ist, aber wie eben schon gesagt, zu diesem Schritt gezwungen wird. Das traurige an der Sache ist, dass sich jede Partei feiern kann, die Deutschen denken sie würden Griechenland helfen, und anders herum denken die Griechen, sie würden die Solidarität Europas stärken, eben weil man für Schulden haftet und somit eine Kettenreaktion unterbindet. Politics at its best.

    Dazu eine -wie eigentlich praktisch immer- extrem gelungene Dokumentation, die selbst Laien wie mir einige logische Aspekte aufzeigt. Auf jeden Fall sehenswert wenn man in dem Thema (bisher) nicht ganz durchgeblickt hat (und sich weiter informieren möchte):

    Staatsgeheimnis Bankenrettung | ARTE

    Von Jahr zu Jahr wird die Situation schlimmer. Griechenland drifet immer mehr in die Katastrophe und wird immer abhängiger von dritten Staaten die immer mehr das sagen über GR haben. Griechenland verliert langsam aber sicher seine Unabhängigkeit

  9. #9
    Avatar von Pholiko

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    2.551
    Zitat Zitat von De_La_GreCo Beitrag anzeigen
    Von Jahr zu Jahr wird die Situation schlimmer. Griechenland drifet immer mehr in die Katastrophe und wird immer abhängiger von dritten Staaten die immer mehr das sagen über GR haben. Griechenland verliert langsam aber sicher seine Unabhängigkeit
    Genau. Und glaub mir: es wird so lange weitergehen, bis Griechenland bankrott geht. Das Land blutet zur Zeit aus, aber dadurch gewinnen andere Zeit um ihr Geld abzuziehen. Aber so oder so MUSS es zur Staatspleite kommen, weil (gut an der Stelle weiß ich nicht wie es genau in Griechenland aussieht, aber in Irland schon) man die Schulden einfach nicht stemmen kann. Geht nicht. Das ist jedem, der eine "höhere" Position im Bankenwesen des jew. Landes besetzt, bekannt. Die Frage ist an der Stelle: wie lange muss das Land noch ausbluten? 1 Jahr oder 15? Praktisch wäre natürlich so wenig wie möglich, da man sich zurück entwickelt und die positive Bilanz der letzten Jahre überdeckt. Die Steuerzahler sind im Endeffekt die, in Griechenland wie in Deutschland, die die Arschkarte ziehen werden.
    Das lustige an der Geschichte ist jedoch, dass wenn es ein Schuldenschnitt geben würde, beide Seiten profitieren würden. Aber die Erklärung der IWF Mitarbeiter lautet "Man darf das Vertrauen in die Eurozone nicht verlieren und das wäre mit dem Schuldenschnitt der Fall". Dafür dass so viele Menschen hungern, arbeitslos und obdachlos sind steht also nur das Argumment Vertrauen auf der anderen Seite. Da sieht man, wie pervers das ganze System ist. Die Bank ist eine kriminelle Institution, ob in den unteren oder oberen Etagen! Das sieht man an der Stelle auch in Spanien, aber ich drifte zu weit ab. Das alles ist lange schon nicht mehr feierlich.

    Ich hoffe für das griechische Volk, das sie sich ein Beispiel an Irland nehmen, die dieselben Erfahrungen schon 2008/2009 gemacht haben. Lasst Banken pleite gehen, ist ja nicht "eure" Schuld wenn sie schlecht spekulieren! Aber wir wissen alle, dass wer am längeren Hebel sitzt. Geld regiert wohl wirklich die Welt.

  10. #10
    Avatar von De_La_GreCo

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    Zitat Zitat von Pholiko Beitrag anzeigen
    Genau. Und glaub mir: es wird so lange weitergehen, bis Griechenland bankrott geht. Das Land blutet zur Zeit aus, aber dadurch gewinnen andere Zeit um ihr Geld abzuziehen. Aber so oder so MUSS es zur Staatspleite kommen, weil (gut an der Stelle weiß ich nicht wie es genau in Griechenland aussieht, aber in Irland schon) man die Schulden einfach nicht stemmen kann. Geht nicht. Das ist jedem, der eine "höhere" Position im Bankenwesen des jew. Landes besetzt, bekannt. Die Frage ist an der Stelle: wie lange muss das Land noch ausbluten? 1 Jahr oder 15? Praktisch wäre natürlich so wenig wie möglich, da man sich zurück entwickelt und die positive Bilanz der letzten Jahre überdeckt. Die Steuerzahler sind im Endeffekt die, in Griechenland wie in Deutschland, die die Arschkarte ziehen werden.
    Das lustige an der Geschichte ist jedoch, dass wenn es ein Schuldenschnitt geben würde, beide Seiten profitieren würden. Aber die Erklärung der IWF Mitarbeiter lautet "Man darf das Vertrauen in die Eurozone nicht verlieren und das wäre mit dem Schuldenschnitt der Fall". Dafür dass so viele Menschen hungern, arbeitslos und obdachlos sind steht also nur das Argumment Vertrauen auf der anderen Seite. Da sieht man, wie pervers das ganze System ist. Die Bank ist eine kriminelle Institution, ob in den unteren oder oberen Etagen! Das sieht man an der Stelle auch in Spanien, aber ich drifte zu weit ab. Das alles ist lange schon nicht mehr feierlich.

    Ich hoffe für das griechische Volk, das sie sich ein Beispiel an Irland nehmen, die dieselben Erfahrungen schon 2008/2009 gemacht haben. Lasst Banken pleite gehen, ist ja nicht "eure" Schuld wenn sie schlecht spekulieren! Aber wir wissen alle, dass wer am längeren Hebel sitzt. Geld regiert wohl wirklich die Welt.
    Wird niemals passieren, da die gesamte griechische Politik Handlanger des Westens sind (will mit diesen Begriff einfach mal alle Zusammenfassen die da ihre Finger im Spiel haben) Das was Griechenland braucht ist eine Revolution, die das gesamte System den Krieg erklärt. Dann könnte man einen Neuanfang wagen. Wer aber immernoch denkt, dass da alles mit rechten Dingen abläuft und es im Hintergrund keine Leute oder Institutionen gibt die die Fäden ziehen, der ist einfach nur dumm und naiv.

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