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Wettbewerbsfähigkeit: Schlecht, schlechter, Balkan

Erstellt von Kejo, 04.07.2012, 04:14 Uhr · 46 Antworten · 4.716 Aufrufe

  1. #1
    Kejo

    Wettbewerbsfähigkeit: Schlecht, schlechter, Balkan

    Die Balkanstaaten haben mich in diesen Tage aufgeregt. Die WEF (World Economic Forum) gibt alljährlich ein weltweites Ranking der Wettbewerbsfähigkeit heraus. Natürlich werden die Balkanstaaten ebenfalls aufgeführt, aber seht selbst.

    Ratet mal, wann taucht der erste Balkanstaat in der Liste auf? Top 10? Top 20? ... Top 50? Korrekt!


    The Global Competitiveness Index 2011-2012 rankings (Globaler Wettbewerbsfähigkeits-Index)

    Country/Economy
    GCI 2011-2012 | Rank GCI 2010-2011 | Rank Change
    ... ... ... ...
    Hungary 48 52 + 4
    Slovenia
    57
    45 - 12
    Turkey 59 61 + 2
    Montenegro 60 49 - 11
    Bulgaria 74 71 - 3
    Croatia 76 77 + 1
    Romania 77 67 - 10
    Albania
    78 88 + 10
    Macedonia, FYR 79 79 0
    Greece 90 83 - 7
    Serbia 95 96 + 1
    Bosnia and Herzegovina 100 102 + 2




    Das sind die Balkanstaaten und ihre Rankings. Die Gruppe wird von Ungarn angeführt. Bosnien bildet das Schlusslicht. 6 Staaten haben ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessert, 5 hingegen haben an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt. Kein Balkanstaat ist wirklich gut in diesem Ranking, sie entwickeln sich teilweise völlig conträr.

    Mazedonien hat seine Position als einziger Staat des Balkan bewahrt. Die Niedrig-Steuer-Politik der Regierung dürfte hierzu beigetragen haben.

    Griechenland ist das wettbewerbsschwächste Mitglied der EU. Die Wirtschaft schrumpft seit mehreren Jahren in Folge. Die Infrastruktur ist für einen EU-Staat miserabel, die bürokratischen Mühlen mahlen besonders langsam. Das Land hat allerdings ehrgeizige Reformen vor sich. Wenn diese umgesetzt werden, wird es auch hier wieder bergauf gehen.

    Slowenien ist regelrecht abgestürzt. Gemeinsam mit Jamaika ist es der Staat, der um 12 Plätze zurückfiel. Nur Ägypten ist mit 13 Plätzen tiefer gefallen - und nein, in Slowenien gibt es keine Revolution. (klick)

    Kroatien tritt der EU zwar erst 2013 bei, ist aber nach Ungarn besser gerankt als andere Balkanstaaten, die bereits EU-Mitglied sind. Die Eurokrise ist auch in diesem Land zu spüren. Die Wirtschaft steckt in einer Rezession. Der Beitritt zur EU wird in der kroatischen Wirtschaft nicht von allen so positiv aufgenommen. Im Gegenteil, die kroatische Industrie könnte als Verlierer ausgehen. Griechenland lässt grüßen. (klick)

    Montenegro geht es wirtschaftlich nicht sehr gut. Auch die großen Ratingagenturen haben die Aussicht des Landes auf Negativ herabgestuft. Das ist bitter, weil das Land mit der Note BB langfristig den spekulativen Bereich eigentlich verlassen wollte, also Ramschniveau.

    Bosnien wurde von der Eurokrise hart getroffen und konnte sich trotzdem leicht um 2 Plätze verbessern - bleibt aber dennoch das Schlusslicht des Balkan.

    Serbien hat zwar viel Potenzial, aber die unfähigen Politiker dieses Landes ruinieren es. Nach den letzten Wahlen haben die Serben eine pro-europäische Regierung an die Macht erneut gehievt, aber mit Nikolic an der Spitze des Staates gleichzeitig einen Bremsklotz ernannt. Eine Regierung konnte erst vor wenigen Tagen gebildet werden. In der Zwischenzeit sind die Staatsfinanzen außer Kontrolle geraten. Die Staatschulden steigen rasant. Die 50-Prozent-Marke wurde neuerdings überschritten (klick). Dennoch, das Land hat sich um 2 Plätze verbessert, dank der innenpolitischen Lage ist es ungewiss, ob dieser Trend anhält.

    Albanien ist zwar im Mittelfeld unter den Balkanstaaten, hat aber Vorbildcharakter. Mit + 10 Plätzen hat kein Staat der Balkanregion dermaßen an Wettbewerbsfähigkeit zugelegt. Die Bezeichnung "Armenhaus des Balkan" ist mittlerweile zu kurz gegriffen. Beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf in Kaufkraftstandards des EU27-Durchschnitts hat Albanien Bosnien überholt und liegt nur unweit hinter Serbien. Der zuletzt starke Ausbau der Infrastruktur spielt hier sicherlich auch eine Rolle.

    Türkei, die Wirtschaft brummt (klick), die Exporte haben wesentlich stärker zugelegt als die Importe. In die Infrastruktur fließen Millarden. Langfristig muss sie aber die negative Außenhandelsbilanz "besiegen". Erste Erfolge hat sie bereits erzielt, bis zum Ziel ist es noch ein sehr langer Weg. Ihre größte Aufgabe. Die Türkei hat sich um 2 Plätze verbessert.

    Auffällig: Mit Ausnahme Ungarns haben alle Balkanstaaten mit der EU-Mitgliedschaft in ihrer Wettbewerbsfähigkeit Abzüge erlitten, alle anderen konnten sich verbessern, Mazedonien behielt sein Ranking.

  2. #2
    Kejo
    Hier das komplette Ranking als PDF: http://www3.weforum.org/docs/WEF_GCR...ng_2011-12.pdf

  3. #3

    Registriert seit
    04.03.2010
    Beiträge
    18.841
    *serbien nur 95ter heftige kacke,naja wenn sie weiterhin auf die politische schiene schauen bei sowas dann wird das net viel ändern denk ich

  4. #4
    Kejo
    Zitat Zitat von Alekks Beitrag anzeigen
    *serbien nur 95ter heftige kacke,naja wenn sie weiterhin auf die politische schiene schauen bei sowas dann wird das net viel ändern denk ich
    Nein, die Kriterien sind m.W. nicht politisch. Infrastruktur, Makroökonomie, Bildung, Gesundheit, Institutionen usw. sind Hauptmerkmale. Aber die Politik ist es ja, die die Wirtschaft erst zum Erfolg führt und damit sich selbst. 2008 - 2009 war Serbien noch auf Platz 85. Viele Balkanstaaten sind seit dem 'abgekackt'. Kroatien war damals auf Platz 61. Zum Vergleich: Albanien war damals auf Platz 108.

    Die Comments sind von mir, nicht falsch verstehen. Man kann auch gerne anderer Meinung sein.

  5. #5

    Registriert seit
    04.03.2010
    Beiträge
    18.841
    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Nein, die Kriterien sind m.W. nicht politisch. Infrastruktur, Makroökonomie, Bildung, Gesundheit, Institutionen usw. sind Hauptmerkmale. Aber die Politik ist es ja, die die Wirtschaft erst zum Erfolg führt und damit sich selbst. 2008 - 2009 war Serbien noch auf Platz 85. Viele Balkanstaaten sind seit dem 'abgekackt'. Kroatien war damals auf Platz 61. Zum Vergleich: Albanien war damals auf Platz 108.

    Die Comments sind von mir, nicht falsch verstehen. Man kann auch gerne anderer Meinung sein.

    *hab mich schon gewundert bei dem satz die unfähigen politiker aber das rumänien und bulgarien vor serbien und kroatien is isn witz,schau dir mal da die wirtschaft und alles an viel schlimmer naja

  6. #6
    Kejo
    Zitat Zitat von Alekks Beitrag anzeigen
    *hab mich schon gewundert bei dem satz die unfähigen politiker aber das rumänien und bulgarien vor serbien und kroatien is isn witz,schau dir mal da die wirtschaft und alles an viel schlimmer naja
    Sie sind auch wirtschaftspolitisch 'ne Null. Das Potenzial, das Serbien durch seine Lage und Freihandelsabkommen hat, vernichten sie durch innenpolitische Machtkämpfe. Leer geht wie immer der serbische Bürger aus.

  7. #7
    Avatar von Dolls

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    4.903
    ohhh was machen wir jetzt?

    Is schon recht so, hauptsache die Ethnogenese studieren und dabei verhungern und unter einer Brücke elendig verrecken. Aber es sind eh alle anderen Schuld - EU der Teufel in Blau usw. ...


    ovo je Balkan Balkan

  8. #8
    Avatar von Pitbull

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    3.213
    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Die Balkanstaaten haben mich in diesen Tage aufgeregt. Die WEF (World Economic Forum) gibt alljährlich ein weltweites Ranking der Wettbewerbsfähigkeit heraus. Natürlich werden die Balkanstaaten ebenfalls aufgeführt, aber seht selbst.

    Ratet mal, wann taucht der erste Balkanstaat in der Liste auf? Top 10? Top 20? ... Top 50? Korrekt!


    The Global Competitiveness Index 2011-2012 rankings (Globaler Wettbewerbsfähigkeits-Index)

    Country/Economy
    GCI 2011-2012 | Rank GCI 2010-2011 | Rank Change
    ... ... ... ...
    Hungary 48 52 + 4
    Slovenia
    57
    45 - 12
    Turkey 59 61 + 2
    Montenegro 60 49 - 11
    Bulgaria 74 71 - 3
    Croatia 76 77 + 1
    Romania 77 67 - 10
    Albania
    78 88 + 10
    Macedonia, FYR 79 79 0
    Greece 90 83 - 7
    Serbia 95 96 + 1
    Bosnia and Herzegovina 100 102 + 2




    Das sind die Balkanstaaten und ihre Rankings. Die Gruppe wird von Ungarn angeführt. Bosnien bildet das Schlusslicht. 6 Staaten haben ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessert, 5 hingegen haben an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt. Kein Balkanstaat ist wirklich gut in diesem Ranking, sie entwickeln sich teilweise völlig conträr.

    Mazedonien hat seine Position als einziger Staat des Balkan bewahrt. Die Niedrig-Steuer-Politik der Regierung dürfte hierzu beigetragen haben.

    Griechenland ist das wettbewerbsschwächste Mitglied der EU. Die Wirtschaft schrumpft seit mehreren Jahren in Folge. Die Infrastruktur ist für einen EU-Staat miserabel, die bürokratischen Mühlen mahlen besonders langsam. Das Land hat allerdings ehrgeizige Reformen vor sich. Wenn diese umgesetzt werden, wird es auch hier wieder bergauf gehen.

    Slowenien ist regelrecht abgestürzt. Gemeinsam mit Jamaika ist es der Staat, der um 12 Plätze zurückfiel. Nur Ägypten ist mit 13 Plätzen tiefer gefallen - und nein, in Slowenien gibt es keine Revolution. (klick)

    Kroatien tritt der EU zwar erst 2013 bei, ist aber nach Ungarn besser gerankt als andere Balkanstaaten, die bereits EU-Mitglied sind. Die Eurokrise ist auch in diesem Land zu spüren. Die Wirtschaft steckt in einer Rezession. Der Beitritt zur EU wird in der kroatischen Wirtschaft nicht von allen so positiv aufgenommen. Im Gegenteil, die kroatische Industrie könnte als Verlierer ausgehen. Griechenland lässt grüßen. (klick)

    Montenegro geht es wirtschaftlich nicht sehr gut. Auch die großen Ratingagenturen haben die Aussicht des Landes auf Negativ herabgestuft. Das ist bitter, weil das Land mit der Note BB langfristig den spekulativen Bereich eigentlich verlassen wollte, also Ramschniveau.

    Bosnien wurde von der Eurokrise hart getroffen und konnte sich trotzdem leicht um 2 Plätze verbessern - bleibt aber dennoch das Schlusslicht des Balkan.

    Serbien hat zwar viel Potenzial, aber die unfähigen Politiker dieses Landes ruinieren es. Nach den letzten Wahlen haben die Serben eine pro-europäische Regierung an die Macht erneut gehievt, aber mit Milosevic an der Spitze des Staates gleichzeitig einen Bremsklotz ernannt. Eine Regierung konnte erst vor wenigen Tagen gebildet werden. In der Zwischenzeit sind die Staatsfinanzen außer Kontrolle geraten. Die Staatschulden steigen rasant. Die 50-Prozent-Marke wurde neuerdings überschritten (klick). Dennoch, das Land hat sich um 2 Plätze verbessert, dank der innenpolitischen Lage ist es ungewiss, ob dieser Trend anhält.

    Albanien ist zwar im Mittelfeld unter den Balkanstaaten, hat aber Vorbildcharakter. Mit + 10 Plätzen hat kein Staat der Balkanregion dermaßen an Wettbewerbsfähigkeit zugelegt. Die Bezeichnung "Armenhaus des Balkan" ist mittlerweile zu kurz gegriffen. Beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf in Kaufkraftstandards des EU27-Durchschnitts hat Albanien Bosnien überholt und liegt nur unweit hinter Serbien. Der zuletzt starke Ausbau der Infrastruktur spielt hier sicherlich auch eine Rolle.

    Türkei, die Wirtschaft brummt (klick), die Exporte haben wesentlich stärker zugelegt als die Importe. In die Infrastruktur fließen Millarden. Langfristig muss sie aber die negative Außenhandelsbilanz "besiegen". Erste Erfolge hat sie bereits erzielt, bis zum Ziel ist es noch ein sehr langer Weg. Ihre größte Aufgabe. Die Türkei hat sich um 2 Plätze verbessert.

    Auffällig: Mit Ausnahme Ungarns haben alle Balkanstaaten mit der EU-Mitgliedschaft in ihrer Wettbewerbsfähigkeit Abzüge erlitten, alle anderen konnten sich verbessern, Mazedonien behielt sein Ranking.
    wie alt isn der sajz

  9. #9
    Kejo
    Zitat Zitat von Pitbull Beitrag anzeigen
    wie alt isn der sajz
    Ganz neu, siehste doch, da steht 2011-2012.
    Global Competitiveness | World Economic Forum - Global Competitiveness

  10. #10
    Avatar von Pitbull

    Registriert seit
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    Beiträge
    3.213
    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Ne ich mein wegen dem hier






    Serbien hat zwar viel Potenzial, aber die unfähigen Politiker dieses Landes ruinieren es. Nach den letzten Wahlen haben die Serben eine pro-europäische Regierung an die Macht erneut gehievt, aber mit Milosevic an der Spitze des Staates gleichzeitig einen Bremsklotz ernannt. Eine Regierung konnte erst vor wenigen Tagen gebildet werden. In der Zwischenzeit sind die Staatsfinanzen außer Kontrolle geraten. Die Staatschulden steigen rasant. Die 50-Prozent-Marke wurde neuerdings überschritten (klick). Dennoch, das Land hat sich um 2 Plätze verbessert, dank der innenpolitischen Lage ist es ungewiss, ob dieser Trend anhält.

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