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Wettbewerbsfähigkeit: Schlecht, schlechter, Balkan

Erstellt von Kejo, 04.07.2012, 04:14 Uhr · 46 Antworten · 4.711 Aufrufe

  1. #31
    Mulinho
    Das Problem in Kroatien ist, dass sie ihre Wirtschaft zu abhängig vom Schiffsbau machen. Um Arbeitsplätze zu halten, versorgt man eine kranke Industrie mit reichlich Geld

    Durch den EU-Beitritt erhofft sich HR wohl mehr Investitionen in den Bergbau, wo das Land doch relativ reich an Bodenschätzen ist. Es stimmt wie MaxMne sagt, dass vor allem DE Interesse daran hat, HR auszubauen um am Balkan präsenter zu sein.

  2. #32
    Avatar von Karoliner

    Registriert seit
    16.07.2010
    Beiträge
    4.079
    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    Man muss aber auch dazu sagen, dass Steuern mit höchster Dreistigkeit und geringster Zurückhaltung hinterzogen werden
    Kann ich nur bedingt einschätzen, in Cafes/Restaurants kriegt man überall ungefragt den Kassenbon hingelegt. Das ist in anderen Club-Med-Ländern nicht unbedingt so.

    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Kroatien wurde vor wenigen Wochen von Moody's sogar herabgestuft auf Baa3 negativ von zuvor stabil [Moody's changes outlook on Croatia's Baa3 rating to negative from stable].
    au, hatte ich gar nicht gelesen.

    Und was macht die kroatische Regierung?
    Anstatt auf Reformen zu setzen, würgt sie ihren Bügern eine Steuer- und Gebührenerhöhung nach der anderen rein.
    Was für Reformen müssten sie den machen? Sehe jetzt in den Artikeln nur nebulös "Reformen". Die Schiffsbausubventionen "von" Mulinho? War da nicht was mit den Veteranen und ihren Vergünstigungen? So überspitzt gesagt, 5 Mio Einwohner aber 7 Mio Veteranen.

    Zitat Zitat von Mulinho Beitrag anzeigen
    Das Problem in Kroatien ist, dass sie ihre Wirtschaft zu abhängig vom Schiffsbau machen. Um Arbeitsplätze zu halten, versorgt man eine kranke Industrie mit reichlich Geld
    Ja stimmt, hatte ich zumindest auch mal gehört.

    Durch den EU-Beitritt erhofft sich HR wohl mehr Investitionen in den Bergbau, wo das Land doch relativ reich an Bodenschätzen ist. Es stimmt wie MaxMne sagt, dass vor allem DE Interesse daran hat, HR auszubauen um am Balkan präsenter zu sein.
    Denke schon, dass die EU und insbesondere DE ein Interesse haben dass sich HR stabilisert. Das Interesse ist deutlich überprortional, nicht in den Medien aber in den Regierungen. Man will mit Sicherheit ein Leuchtturm-Projekt für die anderen Ex-YU Länder haben. Absicht der EU ist es ja, dass Serbien die Mitgliedschaft in der EU als so wichtig ansieht, dass sie freiwillig das Kosovo aufgeben. Gleiche für BiH, um die Blockade innerhalb BiH aufzubrechen. Da ist es dann zwingend erforderlich, dass man auf Kroatien als Erfolgsmodell verweisen kann.

  3. #33
    Kejo
    Das "Leuchtturmprojekt" ist oder war eigentlich Slowenien, nicht Kroatien.

  4. #34
    Avatar von Karoliner

    Registriert seit
    16.07.2010
    Beiträge
    4.079
    Ja / nein.
    Die waren halt schon immer wesentlich reicher. Das reicht zurueck bis in KuK. Slowenien gehoerte zum oestereichischen Teil und alles dahinter zu Ungarn. Serbien wird schon eher Kroatien als Massstab sehen und nicht SLO. Interpretiere ich jetzt mal rein...

  5. #35
    Kejo
    Zitat Zitat von Karoliner Beitrag anzeigen
    Ja / nein.
    Die waren halt schon immer wesentlich reicher. Das reicht zurueck bis in KuK. Slowenien gehoerte zum oestereichischen Teil und alles dahinter zu Ungarn. Serbien wird schon eher Kroatien als Massstab sehen und nicht SLO. Interpretiere ich jetzt mal rein...
    Das ist mir bewusst, aber Slowenien ist der Maßstab für die anderen Ex-Jugo-Staaten. Hier ein Artikel, der etwas älter ist und einen anderen Schwerpunkt als die wirtschaftliche Entwicklung hat, aber er zeigt, dass die Slowenen selber sich über ihre "Vorbildfunktion" im Klaren sind, was sie auch nicht verstecken, im Gegenteil, sie sprechen es deutlich aus. "Können Vorbild für Westbalkan sein" - Wiener Zeitung Online

    Nicht nur hier, das habe ich auch mehrfach woanders gelesen. Es ist halt der erste Ex-Jugo-Staat, der es in die EU schaffte, verhältnismäßig kleinen Zoff mit den Nachbarn hat (mittlerweile hatte) usw. Slowenien mag durch seine Vergangenheit begünstigt gewesen sein, es stand jedoch jedem Ex-Jugo-Staat offen, die Kriterien schnellstmöglich zu erfüllen (von der speziellen Situation Mazedoniens mal abgesehen).

  6. #36
    Avatar von Karoliner

    Registriert seit
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    4.079
    Bisschen eingebildet der Slowene

    Den Streit um ein paar Quadratmeter Strand (ohne Bewohner) mit der Komplexitaet des Kosovos zu vergleichen bzw die Einigung als Modell anzubieten... Puh. Ich haette das nicht gemacht.

    Richtig, das Kroatien sich selbst im Weg stand und Tudjman erst verdauen musste. Slowenien ist halt kein korrupter Balkan

  7. #37
    Kejo
    Zitat Zitat von Karoliner Beitrag anzeigen
    Bisschen eingebildet der Slowene

    Den Streit um ein paar Quadratmeter Strand (ohne Bewohner) mit der Komplexitaet des Kosovos zu vergleichen bzw die Einigung als Modell anzubieten... Puh. Ich haette das nicht gemacht.

    Richtig, das Kroatien sich selbst im Weg stand und Tudjman erst verdauen musste. Slowenien ist halt kein korrupter Balkan
    Es stimmt zwar, dass sich Kroatien um zwei Plätze verbessert hat, vor Jahren war Kroatien aber deutlich besser positioniert. Die Wettbewerbsfähigkeit scheint tatsächlich ein Problem zu sein: Wenn in Kroatien der Hahn kräht - NZZ.ch, 03.12.2011

  8. #38
    Avatar von Karoliner

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    4.079
    Koennte an der harten Kuna liegen

    Edit: ach ja im Artikel steht es ja

  9. #39
    Avatar von Max Monte

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    414
    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Nein, ist er nicht. Kroatien hat rein gar nichts davon, dass es einen uneingeschränkten Zugang zum riesigen EU-Binnenmarkt erhält, wenn seine (Agrar)Produkte aber hauptsächlich von Balkanstaaten importiert werden, die CEFTA- und eben nicht EU-Mitglied sind.
    Wollen wir mal abwarten wieviel Kroatien bald in die EU exportiert.

    Manche Dinge kann man jetzt noch nicht genau voraussagen. Vor 10 Jahren hätte auch keiner gedacht, dass das slowenische Mercator irgendwann Gefahr laufen würde, vom kroatischen Agrocor für nen Appel und n Ei gekauft zu werden. Letzten Endes ist es nur nicht passiert weil Slowenien es als einen Ehrverlust ansehen würde (man verkauft höchstens Produkte an die Balkanesen, aber doch keine Firmen).

  10. #40
    Mulinho
    Natürlich ist Slowenien eine Vorbildsfunktion für ganz Ex-Yu. Aber bei allem Respekt, genauso kann man sich auch A,D oder CH als Vorbild nehmen. Slowenien hat praktisch nichts vom Zerfall im wahrsten Sinne des Wortes mitbekommen und kennt die Probleme der rest Balkanländer nicht.

    Ich sehe Kroatien eher als Vergleichsobjekt an.

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