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Wirtschaft Griechenlands - Οικονομία της Ελλάδας - Economy of Greece

Erstellt von Dikefalos, 07.06.2011, 15:51 Uhr · 6.080 Antworten · 320.156 Aufrufe

  1. #1541
    Avatar von Alexandros

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    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Worum gehts denn?
    Es geht um zukünftige Gold- und Kupferminen in Nordgriechenland... vor allem in Thrakien und in der Chalkidiki.

  2. #1542
    Avatar von Dikefalos

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    Otan leo ego......o theos kai h kolofardia mas kratai syntrofia


    Die Geopolitik rettet Griechenland

    30.08.2012, 16:52 Uhr
    An den Finanzmärkten wird spekuliert, wann Griechenland aus dem Euro fällt. Die Politik jedoch hat diese Diskussion abgehakt. Denn für die EU wäre ein destabilisiertes Griechenland ein geopolitisches Horrorszenario.




    "Griechenland befindet sich in einer so exponierten Lage, dass es nicht destabilisiert werden sollte" Quelle: dpa

    Kommt er im September? Im Oktober? Oder gar erst im November? Alle Welt rätselt, wann die Griechenland-Troika endlich ihren neuen Bericht vorlegt. Die politische Führung der Europäischen Währungsunion macht ein großes Geheimnis daraus. Zugleich wird so getan, als ob das Schicksal Griechenlands einzig und allein von der neuen Troika-Analyse abhänge.





    So bauscht man einen von Beamten angefertigten Bericht zum Politikum auf, das selbst jenseits des Atlantiks für erhebliche Unruhe sorgt. US-Präsident Barack Obama hat bestimmt kein Interesse daran, dass der Troika-Bericht mitten in die heiße Phase des US-Wahlkampfs hineinplatzt und Turbulenzen an den Finanzmärkten auslöst. Vielleicht hat man der Troika auch deshalb zu verstehen gegeben, dass sie sich ganz viel Zeit lassen darf mit ihrem Bericht.

    Handelsblatt-Umfrage Klare Mehrheit fordert harten Kurs gegenüber Athen

    Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung fordert einen harten Kurs gegenüber Griechenland.



    Eigentlich mag man kaum glauben, dass drei Spitzenbeamte das Wohl und Wehe eines ganzen Landes in der Hand haben. Die drei Experten vom Internationalen Währungsfonds (IWF), von der EU-Kommission und von der Europäischen Zentralbank (EZB) können doch nur beziffern, was genau die von der neuen griechischen Regierung beschlossenen Sparmaßnahmen im Einzelnen einbringen und welche Haushaltslücke unter dem Strich trotzdem noch offen bleibt. Natürlich wird die Troika auch dieses Mal wieder konstatieren, dass diverse Milliarden Euro im griechischen Staatsbudget fehlen.

    Griechenlands Hausaufgaben


    • BEREITS ABGEHAKT

      Mit dem Sparpaket im Februar wurde der Mindestlohn von 751 auf 586 Euro gesenkt. Auch das Arbeitslosengeld wurde gekürzt, von 461,50 auf 322,34 Euro. Zugleich wurden die Lohnzuschüsse abgeschafft und die Löhne der Staatsbediensteten eingefroren. Lohnverhandlungen werden nicht mehr auf Branchen-, sondern auf Betriebsebene geführt. Renten wurden um rund ein Fünftel gekürzt.
      Im Kampf gegen die überbordende Bürokratie wurde die Anwaltspflicht bei Hauskäufen abgeschafft. Auch die Anwaltsgebühren wurden gesenkt. Alle Rentenkassen wurden zwangsvereinigt, Kostenobergrenzen für Verwaltung und Personal eingeführt.
    • INS STOCKEN GERATEN
    • ERSTE POSITIVE ERGEBNISSE


    Eine Rückkehr zur Drachme müssen die Griechen trotzdem nicht befürchten. In Wahrheit ist der Troika-Bericht nämlich nur einer von vielen Faktoren in der politischen Entscheidungsfindung über die Zukunft von Hellas. Der Verbleib des Landes in der Währungsunion ist beileibe nicht nur eine Frage des Geldes. Es geht auch um geopolitische Interessen der Europäischen Union im östlichen Mittelmeerraum und im Nahen Osten.

    Rekapitalisierung Griechische Banken müssen weiter bangen

    Faulen Kredite der griechischen Banken steigen. Auch die Rekapitalisierung wird teurer.



    Dass die griechische Frage nicht nur eine finanzielle, sondern auch eine strategische Bedeutung haben könnte, ist erkannt. Ausgerechnet der auf Finanzpolitik spezialisierte CDU/CSU-Fraktionsvize Michael Meister wuchs über sein Fachgebiet hinaus. Man müsse sich fragen, welche Folgen ein instabiles Griechenland für die östliche Mittelmeerregion habe, gab er zu bedenken.
    Ähnlich äußerte sich der nordrhein-westfälische CDU-Vorsitzende Armin Laschet. Auch der außenpolitische Experte der SPD-Fraktion, Rolf Mützenich, verwies auf die Nähe Griechenlands zur Türkei und zur arabischen Welt: "Ein Euro-Austritt Griechenlands würde zusätzliche Unruhe in die Region bringen."

  3. #1543

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    302
    Zitat Zitat von Greekleon Beitrag anzeigen
    Finde man sollte alle themen was wirtschaft angeht.....hier einfügen.
    News.
    Griecheland und china beschließen einen 2 milliarden deal
    Ελληνοκινεζικό ντιλ 2 δισ. ευρώ

    Natürlich ist das positiv zu bewerten, gar keine Frage! Das Paradoxon, warum Griechenland - trotz dieser beachtlichen Erfolge - nicht aus dem Schuldensumpf rauskommt, sollte aber auch erklärt werden:

    Nach der Einschätzung der volkswirtschaftlichen Abteilung der Commerzbank betrug die Kapitalflucht von August 2011 bis August 2012 50% des Bruttoinlandsprodukts. Also jeder zweite Euro, der in Griechenland erwirtschaftet wurde, landete in der Schweiz, in Liechtenstein, auf den Cayman Islands, in Honkong, Singapur oder sonstwo. Nur nicht dort, wo das Geld wirklich gebraucht wird, nämlich in Griechenland. Griechenland hat also keineswegs nur ein Problem des Staatshaushalts, sondern ein strukturelles. Und so lange das nicht gelöst wird, kommt das Land auch nicht wieder auf die Beine.

    Es liegt an der politischen Führung, ob weiterhin in diesem Umfang Kapital- und Steuerflucht stattfinden, die Reichen ihr Geld in Sicherheit bringen, und die Rentner und Malocher mit immer höheren Steuern und Abgaben sowie Kürzungen kaputtgemacht werden. Die soziale Schieflage im Land ist eindeutig politisch begründet. Nea Demokratia und Pasok lassen die Reichen weiterhin machen, was sie wollen und plündern die "kleinen Leute" aus. Darüber muß auch geredet werden!

  4. #1544

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    6.317
    Zitat Zitat von Haganrix Beitrag anzeigen
    Natürlich ist das positiv zu bewerten, gar keine Frage! Das Paradoxon, warum Griechenland - trotz dieser beachtlichen Erfolge - nicht aus dem Schuldensumpf rauskommt, sollte aber auch erklärt werden:

    Nach der Einschätzung der volkswirtschaftlichen Abteilung der Commerzbank betrug die Kapitalflucht von August 2011 bis August 2012 50% des Bruttoinlandsprodukts. Also jeder zweite Euro, der in Griechenland erwirtschaftet wurde, landete in der Schweiz, in Liechtenstein, auf den Cayman Islands, in Honkong, Singapur oder sonstwo. Nur nicht dort, wo das Geld wirklich gebraucht wird, nämlich in Griechenland. Griechenland hat also keineswegs nur ein Problem des Staatshaushalts, sondern ein strukturelles. Und so lange das nicht gelöst wird, kommt das Land auch nicht wieder auf die Beine.

    Es liegt an der politischen Führung, ob weiterhin in diesem Umfang Kapital- und Steuerflucht stattfinden, die Reichen ihr Geld in Sicherheit bringen, und die Rentner und Malocher mit immer höheren Steuern und Abgaben sowie Kürzungen kaputtgemacht werden. Die soziale Schieflage im Land ist eindeutig politisch begründet. Nea Demokratia und Pasok lassen die Reichen weiterhin machen, was sie wollen und plündern die "kleinen Leute" aus. Darüber muß auch geredet werden!
    Ja, aber ohne nen Beweis wird dir das keiner Glauben
    Aber wenn man den Beweis hat, wird das Volk das Parlament stürmen - so sollte es doch sein
    Und dann muss das noch unter die kritische Masse in Griechenland gebracht werden

    Erst dann bringts was

  5. #1545
    Avatar von Alexandros

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    Es ist ein offenes Geheimnis, dass Griechenland geopolitisch eines der wichtigsten Länder Der Welt ist.

    Von Griechenland kann man den halben Balkan kontrollieren und auch wirtschaftlich versorgen bzw. abschneiden.
    Die Inseln vor der türkischen Küste sind eine Art schwimmende Flugzeugträger mit der man die Türkei notfalls versorgen oder auch bedrohen kann.
    Hinzu kommt noch, dass zwar die Türkei in erster Linie den Schwarzmeerhandel kontrolliert ( Dardanellen und Bosporus), allerdings müssen alle Schiffe zwangsläufig durch die mehrheitlich griechische Ägäis schippern um offenes Meer zu erreichen. Es liegt nicht im Interesse der internationalen Gemeinschaft, dass ein instabiles Griechenland den Schwarzmeerhandel gefährdet. Darüberhinaus befinden sich auf den griechischen Inseln Skyros und Limnos riesige Luftwaffenstützpunkte mit denen man die Dardanellen und auch in gewissen Umständen Istanbul kontrollieren Kann. Nicht umsonst wird die griechische Insel Limnos als das Eingangstor zu den Dardanellen bezeichnet.
    Nicht zuletzt liegt Griechenland wie eine lange Mole Richtung Afrika. Von Kreta aus kann man halb Nordafrika kontrollieren.
    Auch könnte Griechenland als wichtiger Umschlageplatz asiatischer waren nach Europa fungieren. Ich sehe Piräus und Thessaloniki als Sonderwirtschaftszonen ( chinesisches Vorbild), die ganz Osteuropa mit Waren beliefern.
    Schließlich liegt an das Schicksal Griechenlands gebunden auch das äußerst strategisch gelegene Zypern. Von Zypern kann man den ganzen Nahen Osten, die Türkei und den Suezkanal kontrollieren...
    Ganz zu schweigen von den vermuteten großen Erdölreserven, die über Griechenland und Zypern nach Europa transportiert werden könnten...

    Alles noch Zukunftsmusik? Träume? Vielleicht, aber realisierbare.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zwar etwas älter, aber immer noch brisant.

    Der Waffenhandel floriert

    Griechenland Die Kritik an der Heuchelei Deutschlands wird lauter. Auch wenn es der griechische Haushalt nicht hergibt, liefert die Bundesrepublik weiter massiv Rüstungsgüter an Athen
    Ein paar Monate, bevor U-Boote in Athen zum Stadtgespräch wurden, saß der Chef des griechischen Gewerkschaftsverbands (GSEE), Yiannis Panagopoulos, bei einem Treffen, zu dem die deutsche Kanzlerin europäische Gewerkschaftsführer nach Berlin geladen hatte, am Tisch von Angela Merkel. Als die Reihe an ihm war, die Regierungschefin anzusprechen, stellte er ihr instinktiv die Frage, die viele Griechen ihr gern gestellt hätten: „Ist es richtig, dass unsere Regierung Deutschland so viele Waffen abkauft, obwohl sie offensichtlich überhaupt kein Geld für solche Geschäfte hat und deshalb Löhne und Renten kürzt?“ Merkel zögerte keine Sekunde und erwiderte umgehend: „Wir haben Sie nicht darum gebeten, einen so großen Teil Ihres BIP für die Verteidigung auszugeben.“ Dann kam sie auf ausstehenden Zahlungen für U-Boote zu sprechen, auf die Deutschland schon über zehn Jahre warte.
    Viertgrößter Importeur weltweit

    Man mag den Auslöser für die Schuldenkrise in der griechischen Verschwendungssucht suchen. Wenn es aber einen Haushaltsposten gibt, bei dem man in Berlin die griechische Großzügigkeit weit weniger streng verurteilt, dann ist es die extravagante Waffenliebe. Hinter regelmäßig wiederkehrenden Ermahnungen, Griechenland müsse seine Ausgaben drastisch zurückführen, es habe „über seine Verhältnisse“ gelebt – Vorwürfe, die am lautesten von Merkel und ihrem Finanzminister Schäuble kommen – , hat die Geschichte noch einen anderen Aspekt. Wenn Abgeordneten, Militärexperten, Ökonomen und Wissenschaftler ihn geltend machen, steht Deutschland weit weniger gut da. „Wenn ein Land von den immensen Summen profitiert hat, die Griechenland für seine Verteidigung ausgibt, dann ist es Deutschland“, sagt Papadimoulis, der für die Koalition der radikalen Linken im griechischen Abgeordnetenhaus sitzt. „Knapp 15 Prozent der deutschen Waffenexporte gehen nach Griechenland, seinem größten Markt in Europa“, so Papadimoulis weiter. Im Parlamentsbüro seiner Partei sitzend, spult er Zahlen herunter: „Griechenland hat über zwei Milliarden Euro für fehlerhafte U-Boote bezahlt, die es überhaupt nicht braucht. Allein aus diesem Geschäft resultieren eine Milliarde Euro Schulden – das Dreifache der Summe, um die Athen die Renten zusätzlich kürzen musste, um das vorerst letzte Hilfspaket der EU zu erhalten.“
    Nach Angaben des Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) liegt Paris nur knapp hinter Berlin. Etwa zehn Prozent der französischen Waffenexporte gehen an Griechenland. Von 2002 bis 2006 war der NATO-Staat viertgrößter Importeur konventioneller Waffen weltweit. Und auch heute liegt Griechenland immerhin noch auf Platz zehn. „Im Verhältnis zu seiner Wirtschaftsleistung, wie sie sich im BIP ausdrückt, gibt das Land doppelt so viel für seine Verteidigung aus wie jedes andere EU-Mitglied“, so Papadimoulis, der früher auch schon im Europaparlament saß. „Noch lange nach Beginn der Wirtschaftskrise, zu einem Zeitpunkt also, da wir auf anderen Gebieten wie dem Gesundheitssektor zu tiefen Einschnitten gedrängt wurden, haben Deutschland und Frankreich noch versucht, lukrative Waffengeschäfte mit uns abzuschließen.“
    Im Rahmen des jüngsten Rettungsprogramms von EU und IWF, das die kurz vor dem Zusammenbruch stehende griechische Wirtschaft bis 2015 mit Notfallkrediten von 130 Milliarden Euro stützt, hat Athen eine Kürzung seiner Verteidigungsausgaben um 400 Millionen vereinbart. Sein Militärbudget beläuft sich dann jedoch immer noch auf nahezu vier Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes. Im EU-Durchschnitt sind es zwei Prozent. Zur Begründung für den Kauf von Hightech-U-Booten, Hunderten von Leopard-Panzern, Mirage- und F16-Jets von Deutschland, Frankreich und den USA führt Athen die gefühlte Bedrohung durch die Türkei an.
    Es wird darüber spekuliert, dass die Zahlung internationaler Hilfsgelder an die Aufrechterhaltung der Verträge mit deutschen und französischen Rüstungsfirmen geknüpft wurde. „Seit der türkischen Invasion auf Zypern im Jahr 1974 hat Griechenland schätzungsweise 216 Milliarden Euro für Waffen ausgegeben. Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass die Militärausgaben in Wahrheit noch viel höher liegen als die offiziellen Zahlen besagen, da es so genannte geheime Kassen gibt, auf die der Staat zugreifen kann“, erläutert die in Brüssel ansässige Sicherheitsexpertin Katerina Tsoukala. „Das Problem besteht darin, dass die Waffenbeschaffung in Griechenland – im Unterschied etwa zu Großbritannien – nie transparent und demokratisch vonstatten ging. Stattdessen läuft alles geheim ab und Leute wie ich müssen sich ans Sipri in Stockholm wenden, um an Informationen zu gelangen, die in anderen Ländern ohne Umstände zugänglich wären.

    Schwarzgeld im Spiel

    Dieser Umstand hat dafür gesorgt, dass die griechischen Waffengeschäfte mit den Jahren immer stärker mit Betrug und Korruption auf höchsten staatlichen Ebenen in Verbindung gebracht wurden. In der vergangenen Woche kam der frühere Verteidigungsminister Akis Tsochadzopoulos wegen des Vorwurfs in Untersuchungshaft, er habe von Ferrostaal Schmiergelder in Höhe von acht Millionen Euro genommen. Das deutsche Unternehmen war bereits vor zwölf Jahren mit dem skandalträchtigen Verkauf von vier Klasse-214-U-Booten in Erscheinung getreten, von denen Griechenland aufgrund technischer Mängel bis heute erst eines erhalten hat.
    Tsochadzopoulos ist bislang der ranghöchste Funktionär, gegen den gerichtlich wegen Korruptionsvorwürfen vorgegangen wird. Ihm wird vorgeworfen, er habe mit Geld von Schweizerischen Konten über Offshore-Unternehmen zwei Anwesen in Athen gekauft, unter anderem eine Luxus-Wohnung auf dem teuersten Boulevard der Hauptstadt. Auch seine Frau und seine Tochter mussten vor Gericht erscheinen, bestritten die Vorwürfe aber ebenso wie der altgediente Sozialdemokrat selbst. Im Zuge der zweijährigen Untersuchungen durch die Staatsanwaltschaft in München, sind bei Ferrostaal mehrere Manager, einschließlich des Geschäftsführers zurückgetreten. Der nahm seinen Hut, nachdem er zugeben musste, dass als Gegenleistung für die Zusicherung des U-Boot-Deals mit Griechenland und Portugal Geld geflossen war. Im Vorjahr entschuldigte sich Ferrstaal öffentlich und erklärte sich zur Zahlung einer Strafe von 140 Millionen Euro bereit.
    In einem vergleichbaren Fall erreichte Siemens vor kurzem eine außergerichtliche Einigung mit dem griechischen Staat, nachdem Vorwürfe erhoben worden waren, das Unternehmen habe Kabinettsminister und andere Funktionäre bestochen, um sich vor den Olympischen Spiele von 2004 Verträge zu sichern. Der ehemalige sozialdemokratische Verkehrsminister Tassos Mandelis räumte ein, 1998 100.000 Euro von Siemens erhalten zu haben. Die Einigung hat den Gebern einen Weg geebnet, um sich in Griechenland wieder auf öffentlich ausgeschriebene Aufträge zu bewerben, zugleich aber auch ein Schlaglicht auf die unsauberen Geschäftspraktiken führender deutscher Unternehmen geworfen. „Die Heuchelei, mit der wir es hier zu tun haben, ist kaum zu übersehen“, meint Papadimoulis. „In Griechenland wird die Korruption immer wieder als Ursache der Verschwendung herausgestellt, gleichzeitig sind aber Unternehmen wie Ferrostaal und Siemens Pioniere bei diesen Praktiken. Bei einem Großteil der Verteidigungsausgaben sind Korruption und Schwarzgeld mit im Spiel. Die politische Klasse lässt sich auf diese Weise finanzieren. Sie sind damit noch immer durchgekommen, weil sie es stets verstanden, mit den Ängsten der Leute zu spielen.“
    Vor dem Hintegrund der wirtschaftlichen Lage des Landes – die sich in der Weigerung der IWF-Chefin Christine Lagarde zeigt, einen Bankrott Griechenlands völlig auszuschließen – stellen immer mehr Griechen die Verteidigungsausgaben ihres Landes infrage. Vizepremier Theodore Pangalos erklärte öffentlich, er bereue es, dass Athen so viel Geld für Waffen ausgibt, und rief bei einem Besuch des türkischen Premiers, Recep Tayyip Erdogan, Griechenland werde „gezwungen, Waffen zu kaufen, die wir überhaupt nicht brauchen“.
    Hört auf!

    Kein anderer Posten hat in dem Maße zum Schuldenberg des Landes beigetragen wie der Militärhaushalt. Hätte Athen im Laufe der vergangenen zehn Jahre seine Verteidigungsausgaben auf das Niveau anderer EU-Länder reduziert, hätte es ungefähr 150 Milliarden gespart – mehr als das jüngste Rettungspaket. Stattdessen gibt das Land auch heute noch über sieben Milliarden im Jahr für Waffen und anderes militärisches Gerät aus – 2009 waren es noch zehn Milliarden.
    Der führende griechische Verteidigungsexperte, Thanos Dokos, sagt, die mutmaßliche Bedrohung durch die Türkei und die Angst vieler Politiker, als unpatriotisch gebrandmarkt zu werden, habe eine rationale Debatte über die militärische Extravaganz Griechenlands unmöglich gemacht. „Man könnte argumentieren, Griechenland habe mit 1.300 Panzern – der doppelten Menge Großbritanniens – mehr, als es braucht. Aber niemand hat es gezwungen, so viel für Waffen auszugeben. Dies geschah aufgrund der gefühlten Bedrohung durch die Türkei und dem Bedürfnis, militärisch mit dieser gleich zu ziehen.“ Die Kritik aus Frankreich und Deutschland habe etwas Heuchlerisches, meint Dokos. „Wenn man die wirtschaftliche Lage des Landes und das ganze Gerede kennt, Griechenland habe 20 Jahre lang über seine Verhältnisse gelebt, dann hat man Lust, den Kritikern ins Wort zu fallen und zu rufen: „Hört auf! Es ist heuchlerisch, über die Tatsache hinweg zu sehen, dass eine beträchtliche Summe für den Kauf von Waffensystemen aus Deutschland und Frankreich ausgegeben wurde.“

  6. #1546
    Avatar von BlackJack

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    Griechenland ist von Gangstern umgeben

  7. #1547
    Avatar von hirndominanz

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    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    Griechenland ist von Gangstern umgeben
    Thats right, babe

  8. #1548
    economicos
    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    Griechenland ist von Gangstern umgeben
    Der ganze Balkan und viele weitere Teile von Europa ist von Gangstern umgeben.

  9. #1549
    Avatar von Alexandros

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    Vielleicht interessant das grobe Familieneinkommen in Griechenland nach region zu sehen. Obwohl, meines Erachtens die Grafik nicht ganz richtig ist. Kozani ist niemals reicher als Ioannina oder Chania...
    Aber wir sind ja die Meister in Statitiken...



    ΝΟΜΟΣ ΜΕΣΟ
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    ΗΜΑΘΙΑΣ 15448
    ΣΕΡΡΩΝ 15427
    ΠΕΛΛΗΣ 15026

  10. #1550
    Avatar von Dikefalos

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    Die norwegische gesellschaft pgs.....wird wahrscheinlich die seismische messungen am ionischen meer und südlich von kreta durchführen.
    Η Νορβηγική PGS ανάδοχος για τις πρώτες σεισμικές έρευνες σε Ιόνιο και Κρήτη

    H μεγάλη ελπίδα της χώρας για μεγάλα έσοδα παίρνει σάρκα και οστά
    05/09/2012 - 13:25

    Η νορβηγική Petroleum Geo-Services (PGS) επιλέχθηκε για τη διενέργεια σεισμικών ερευνών σε Ιόνιο και νότια της Κρήτης, με απώτερο στόχο να προκηρυχτεί γύρος παραχωρήσεων στις περιοχές αυτές στα μέσα του 2014, ανακοίνωσε η κυβέρνηση την Τετάρτη.

    Σκάφος της PGS θα συλλέξει στοιχεία έως τα τέλη του έτους, είπε ο υπουργός Ενέργειας Ευάγγελος Λιβιεράτος, μιλώντας σε επιτροπή της Βουλής. Η αξία της σύμβασης δεν ανακοινώθηκε.

    Βάσει των αποτελεσμάτων των ερευνών, η κυβέρνηση σκοπεύει να προκηρύξει γύρο παραχωρήσεων για έρευνα και εξόρυξη πετρελαίου και φυσικού αερίου στις περιοχές αυτές στα μέσα του 2014.

    «Υπάρχει αρκετά σοβαρή προοπτική» δήλωσε ο υπουργός. Οι έρευνες θα διενεργηθούν σε μια θαλάσσια ζώνη πλάτους 100-400 χιλιομέτρων, συμπλήρωσε.

    Η Ελλάδα εισάγει σχεδόν όλο το πετρέλαιο και φυσικό αέριο που καταναλώνει, δαπανώντας ετησίως περίπου 5% του ΑΕΠ. Έχει ήδη προκηρυχθεί γύρος παραχωρήσεων για τρεις περιοχές στα δυτικά της χώρας και οι ανάδοχοι θα ανακοινωθούν το επόμενο διάστημα. Η εισηγμένη στο Χρηματιστήριο του Όσλου PGS διεξήγαγε ήδη ανάλογες έρευνες στην Κύπρο.

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