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Wirtschaft Griechenlands - Οικονομία της Ελλάδας - Economy of Greece

Erstellt von Dikefalos, 07.06.2011, 15:51 Uhr · 5.521 Antworten · 296.908 Aufrufe

  1. #2251
    Avatar von Toruko-jin

    Registriert seit
    22.04.2012
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    16.722
    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Warum denkst Du so umständlich? Yunan, warum? Manchmal verstehe ich dich nicht. Gr. ist aber nicht so weit wie die Deutschen. Was spricht dagegen, an deren Know-How zu partizipieren? So haben es doch die Chinesen geschafft.
    Ich habe ihn mal gefragt, wie denn seine Lösungsansatze ausschauten und er entgegnete, dass er keine konkreten Lösungsansätze hätte aber... und dann nannte er einige Probleme in Griechenland, die durch den Westen entstanden. Er hat diffuse aber manchmal auch verrückt einleuchtende Denkansätze.

    @topic Die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Länder divergierten in den letzen 50-Jahren mit einer unglaublichen Tragweite. Was Yunan durch den Kopf geht, ist schlicht und einfach nicht umsetzbar, denn das würde einfach zu viel Zeit und zu viel Ressourcen verbrauchen. Griechenland hat einfach nicht die Mittel um das zu bewerkstelligen, kein Land auf dieser Welt hat solche Mittel.

    Das einzige, was Griechenland noch machen kann, ist langfristig konkurrenzfähiger werden. Der Lebensstandard wird abnehmen, da kann man nichts mehr machen.

  2. #2252
    Yunan
    Zitat Zitat von hippokrates Beitrag anzeigen
    Eine solche Investition wäre doch zu begrüßen. Im Moment brauchen wir frische Zaster/Moneten/Euronen aus dem Ausland, damit auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Deine Idee versteh ich durchaus, aber das ist der einzige Weg um schnell wieder auf die Beine zu kommen.



    Hippokrates
    Es stellt sich die Frage, weshalb man schnell aber mit Hilfe von Leuten und Ländern auf die Beine kommen sollte, die nicht das beste für unser Land wollen. Ich denke, dass wir unser eigenes Tempo vorgeben können und wir müssen nicht alles schnell herrichten nur um "den Märkten" zu gefallen. Genug Griechen haben in den letzten 30 Jahren enorm profitiert, nicht nur die Superreichen sondern auch einige Teiles des Wahlvolkes. Sie haben die griechische Gesellschaft angegriffen und über Jahrzehnte soziale Institutionen ausgehöhlt. Wenn wir Geld brauchen, dann holen wir es von ihnen und wenn sie nichts mehr haben, dann holen wir es uns besser von den Russen. Die hatten ja schon mehrmals zinslose Kredite angeboten aber unsere Westen-freundliche Politiker haben dies ja abgelehnt.

    Und in dieser Zeit der Reformierung, sollte eben das gemacht werden, was ich vorgeschlagen hatte. Der Aufbau eines eigenen Forschungssektors sollte vorallem die ausländische Konkurrenz vertreiben, die sich billig in Griechenland einkaufen will und dabei natürlich auch nur den eigenen Profit im Sinn hat.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Oh_Mann Beitrag anzeigen
    Wie soll ein kleines Land wie Griechenland zum Selbstversorger in allen Bereichen werden? Es wäre eine gute Investition und als Pilotprojekt zu gebrauchen um das gr. Know-How auf diesem Bereich zu erweitern und irgendwann könntet ihr vllt so ein Projekt weitmöglichst alleine realisieren.
    Es geht nicht darum, Selbstversorger zu werden aber eben das auszunutzen, was uns unser Land bietet ohne ihm dabei zu schaden. Von Sonne haben wir genug, wir könnten unsere gesamte Stromversorgung umstellen und in der Energie unabhängig von anderen Ländern sein. Aber komplette Autarkie ist nicht erstrebenswert und hat im Laufe der Geschichte schon oft Expansionskriege provoziert(2. WK etc.). In den Bereichen, in denen man auf äußere Hilfe angewiesen ist, sollte man z.B. auch regionale, supranationale Projekte und Kooperationen ins Leben gerufen werden. So ist beispielsweise auch ein einheitlicher Wirtschaftsblock auf dem Balkan denkbar, der auch als Gegengewicht zur EU wirken könnte.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Warum denkst Du so umständlich? Yunan, warum? Manchmal verstehe ich dich nicht. Gr. ist aber nicht so weit wie die Deutschen. Was spricht dagegen, an deren Know-How zu partizipieren? So haben es doch die Chinesen geschafft.
    Ich versuche, nachhaltig und versuche vorausschauend zu handeln, das tun die Chinesen nicht. Ein anderer Weg kann und und darf nie beschritten werden wenn man nicht in wenigen Jahren oder Jahrzehnten vor den selben Problemen stehen will.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Ich habe ihn mal gefragt, wie denn seine Lösungsansatze ausschauten und er entgegnete, dass er keine konkreten Lösungsansätze hätte aber... und dann nannte er einige Probleme in Griechenland, die durch den Westen entstanden. Er hat diffuse aber manchmal auch verrückt einleuchtende Denkansätze.

    @topic Die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Länder divergierten in den letzen 50-Jahren mit einer unglaublichen Tragweite. Was Yunan durch den Kopf geht, ist schlicht und einfach nicht umsetzbar, denn das würde einfach zu viel Zeit und zu viel Ressourcen verbrauchen. Griechenland hat einfach nicht die Mittel um das zu bewerkstelligen, kein Land auf dieser Welt hat solche Mittel.

    Das einzige, was Griechenland noch machen kann, ist langfristig konkurrenzfähiger werden. Der Lebensstandard wird abnehmen, da kann man nichts mehr machen.
    Mein Fokus lag nicht darin, den bösen Westen für alles verantwortlich zu machen. Wäre es so einfach, bräuchte Griechenland nur austreten und die Probleme unseres Landes wären gelöst. Wenn Griechenland austritt, wird aber auch klar werden, dass die Probleme eben nicht automatisch gelöst sein werden. Es ist zwar richtig, dass die Verstrickungen des Westens in Griechenland und auf dem Balkan zweifelhaft sind und kolonisatorische Ausmaße annehmen, aber trotzdem gehören auch immer zwei Seiten dazu. Die, die einem schaden wollen und diejenigen, die sich schaden lassen.

    Daher sage ich auch, dass bzgl. der Wirtschaft der erste Schritt in die richtige Richtung der wäre, die Dinge, die bisher immer ausgelagert und vor sich hergeschoben wurden(wie z.B. die Energie- und Infrastrukturpolitik), selbst anzugehen. So können die Verstrickungen des Westens auch minimiert und aufgelöst werden. Wieso sollten wir einem Deutschen das Feld über Sonnenenergie in unserem Land überlassen? Wieso sollen wir Siemens den Bau von U-Bahn-Linien in Athen überlassen, mit der wir sowieso nur über's Ohr gehauen wurden. Wieso sollten die Franzosen griechische Betriebe zum Ramschwert aufkaufen und nach ihren Vorstellungen das produzieren, dass sie den Griechen hinterher wieder für den dreifachen Preis verkaufen? Wieso sollten Leute ins Land gelassen werden, denen es nur darum geht ihre Macht und ihren Profit auszubauen und die dabei keine Rücksicht und nicht den nötigen Respekt vor unserer Kultur, Religion und Sprache haben, alles unter dem Vorwand der sogenannten Globalisierung? Wieso sollte sich das überhaupt jemand gefallen lassen(solltet ihr euch als Türken fragen).

    Es gibt keine Anwort, wieso so etwas geschehen sollte, denn der Preis der Kultur ist unbezahlbar und es gibt nichts auf dieser Welt, dass es wert ist, seine Identität aufzugeben um dem Westen zu gefallen und Teil eines Finanzsystems zu sein, dass nicht "vom Markt" kontrolliert wird sondern immer noch von einigen wenigen Personen. Wer so etwas tut, macht sich zu einer Hure des Westens und wird zu ihrem Lakaien. So kann staatliche Souveränität nicht erreicht werden und so kann auch Frieden in der Region nicht gewährleistet werden. Der Frieden kann nur durch Dialog und Kooperation gefestigt werden. Dieser Dialog wird seit 60 Jahren gezielt verhindert durch die Streuung immer neuer Konflikte. Wirtschaftliche und wissenschaftliche Eigeninitiative wären der erste Schritt in die richtige Richtung.

    Es ist richtig: Die Lösung gibt es nicht. Aber das ist auch kein Problem, solange man die Probleme pragmatisch angeht und auf ein grob formuliertes Ziel zusteuert (z.B. mehr soziale Gerechtigkeit, was das Kapital automatisch ausschließen würde, mehr Zusammenarbeit und Brüderlichkeit unter den Balkannationen usw.).

  3. #2253
    Avatar von Toruko-jin

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    @ Yunan

    Ich versuche deine Fragen mal zu beantworten, vielleicht können wir uns so besser verstehen

    Wieso sollten wir einem Deutschen das Feld über Sonnenenergie in unserem Land überlassen?
    Weil euch für ein Alleingang das Kapital fehlt, ihr das Know-How nicht habt um notwendige Solarzellen zu produzieren und weil es für beide Seiten rentabel ist.

    Wobei das mit dem Know-How quasi wegfällt, man müsste Solarzellen ja nur kaufen, Sau teuer die Dinger.

    Wieso sollen wir Siemens den Bau von U-Bahn-Linien in Athen überlassen, mit der wir sowieso nur über's Ohr gehauen wurden.
    Nun, solche Arrangements müssen richtig ausgehandelt werden. Das ist einfach das Versagen eurer Politiker. Wenn ihr das nötige Kleingeld hättet und das Know-How, würde sich die Frage garnet stellen.

    Wieso sollten die Franzosen griechische Betriebe zum Ramschwert aufkaufen und nach ihren Vorstellungen das produzieren, dass sie den Griechen hinterher wieder für den dreifachen Preis verkaufen?
    Weil ihr die Schulden abbezahlen müsst, weil diese Betriebe nicht effizient genug produzieren, weil andernfalls gar net produziert wird.

    Wieso sollten Leute ins Land gelassen werden, denen es nur darum geht ihre Macht und ihren Profit auszubauen und die dabei keine Rücksicht und nicht den nötigen Respekt vor unserer Kultur, Religion und Sprache haben, alles unter dem Vorwand der sogenannten Globalisierung?
    Was sollen sonst die Beweggründe sein? Natürlich geht es in erster Linie um Profitmaximierung. Es ist ticaret, verstehst du? Du schaffst die Rahmenbedingungen und wenn es ihnen passt, investieren sie.

    Das mit der Kultur verstehe ich net.

    Nochmal, das Problem ist, dass es Länder gibt, die viel weiter als Griechenland sind und dass Griechenland nicht die Mittel hat seine Ressourcen zu nutzen. Die Griechen haben einen sehr langen Winterschlaf gehalten. Du hast Recht viele Griechen können einfach nichts dafür aber es hilft auch nicht zu suchen, wer denn Schuld sei, jetzt ist es an der Zeit zu retten, was zu retten ist.

  4. #2254
    economicos
    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    @ Yunan

    Ich versuche deine Fragen mal zu beantworten, vielleicht können wir uns so besser verstehen



    Weil euch für ein Alleingang das Kapital fehlt, ihr das Know-How nicht habt um notwendige Solarzellen zu produzieren und weil es für beide Seiten rentabel ist.

    Wobei das mit dem Know-How quasi wegfällt, man müsste Solarzellen ja nur kaufen, Sau teuer die Dinger.
    Gut, dass du es selber erkannt hast. Man braucht in dieser Branche nicht wirklich viel "Know-how". Es liegt eher am Kapital und leider auch an der schlechten Bürokratie.

    Hier eine aktuelle fertige Anlage, die von einer griechischen Firma erbaut wurde. Die Anlage wurde vor paar Monaten fertiggestellt

    Google-Ergebnis für http://www.sma.de/uploads/pics/athen2.jpg

    - - - Aktualisiert - - -

    Athener Airport nimmt weltgrößtes Flughafen-Solarprojekt in Betrieb

    Im September 2011 weihte der Athener Airport seinen Fotovoltaikpark ein. Mit einer Leistung von 8,05 Megawatt kann dieser schätzungsweise elf Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen und damit ein Fünftel des jährlichen Energiebedarfs am Flughafen abdecken.
    Die Flughafengesellschaft verfolgt seit Eröffnung des Neubaus 2001 konsequent eine Umweltstrategie, die auf erneuerbaren Energien basiert. CEO Dr. Yiannis Paraschis berichtete bei der Einweihung der Anlage, dass der Airport seit 2003 den Stromverbrauch deshalb um ein Viertel senken konnte.
    Der Großflughafen, der zirka 20 Kilometer östlich des Athener Zentrums liegt, verfügt über erhebliche Landreserven, die sich für die Platzierung von Solarzellen hervorragend eignen. Kleinere Pilotprojekte hatte die Airport-Gesellschaft schon zuvor zu Testzwecken entwickelt. So produziert eine Solaranlage am Flughafenbahnhof seit 2004 zuverlässig 7.500 Kilowattstunden Strom im Jahr. Der neue Fotovoltaikpark ist nun fast 1.500 Mal größer und erstreckt sich auf einer Fläche von 160.000 Quadratmetern. Dafür wurden insgesamt zirka 20 Millionen Euro investiert.

    Der Flughafen hat auch die ACI-Initiative Airport Carbon Accreditation mit ins Leben gerufen. Hierbei investieren inzwischen mehr als 30 Flughäfen in Europa freiwillig in ressourcenschonende Technik. In Athen werde man demnächst Geothermie und Möglichkeiten der Kraft-Wärme-Kopplung prüfen, um noch energieeffizienter zu sein und den CO2-Ausstoß weiter zu senken, kündigte Paraschis an. Für beide Ziele stellt der neue Solarpark einen wichtigen Schritt dar: 10.000 Tonnen Kohlendioxid kann der Flughafen durch ihn in den kommenden 25 Jahren sparen – so viel wie eineinhalb Millionen Bäume in zwölf Monaten absorbieren würden.

  5. #2255
    Avatar von Toruko-jin

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    Zitat Zitat von economicos Beitrag anzeigen
    Gut, dass du es selber erkannt hast. Man braucht in dieser Branche nicht wirklich viel "Know-how". Es liegt eher am Kapital und leider auch an der schlechten Bürokratie.

    Hier eine aktuelle fertige Anlage, die von einer griechischen Firma erbaut wurde. Die Anlage wurde vor paar Monaten fertiggestellt

    Google-Ergebnis für http://www.sma.de/uploads/pics/athen2.jpg

    - - - Aktualisiert - - -

    Athener Airport nimmt weltgrößtes Flughafen-Solarprojekt in Betrieb

    Im September 2011 weihte der Athener Airport seinen Fotovoltaikpark ein. Mit einer Leistung von 8,05 Megawatt kann dieser schätzungsweise elf Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen und damit ein Fünftel des jährlichen Energiebedarfs am Flughafen abdecken.
    Die Flughafengesellschaft verfolgt seit Eröffnung des Neubaus 2001 konsequent eine Umweltstrategie, die auf erneuerbaren Energien basiert. CEO Dr. Yiannis Paraschis berichtete bei der Einweihung der Anlage, dass der Airport seit 2003 den Stromverbrauch deshalb um ein Viertel senken konnte.
    Der Großflughafen, der zirka 20 Kilometer östlich des Athener Zentrums liegt, verfügt über erhebliche Landreserven, die sich für die Platzierung von Solarzellen hervorragend eignen. Kleinere Pilotprojekte hatte die Airport-Gesellschaft schon zuvor zu Testzwecken entwickelt. So produziert eine Solaranlage am Flughafenbahnhof seit 2004 zuverlässig 7.500 Kilowattstunden Strom im Jahr. Der neue Fotovoltaikpark ist nun fast 1.500 Mal größer und erstreckt sich auf einer Fläche von 160.000 Quadratmetern. Dafür wurden insgesamt zirka 20 Millionen Euro investiert.

    Der Flughafen hat auch die ACI-Initiative Airport Carbon Accreditation mit ins Leben gerufen. Hierbei investieren inzwischen mehr als 30 Flughäfen in Europa freiwillig in ressourcenschonende Technik. In Athen werde man demnächst Geothermie und Möglichkeiten der Kraft-Wärme-Kopplung prüfen, um noch energieeffizienter zu sein und den CO2-Ausstoß weiter zu senken, kündigte Paraschis an. Für beide Ziele stellt der neue Solarpark einen wichtigen Schritt dar: 10.000 Tonnen Kohlendioxid kann der Flughafen durch ihn in den kommenden 25 Jahren sparen – so viel wie eineinhalb Millionen Bäume in zwölf Monaten absorbieren würden.
    Das Problem mit diesen Solarzellen ist, dass diese Technologie noch nicht ausgereift ist. Zu hohe Produktionskosten und somit auch Erwerbskosten bei wenig Nutzen.

    Diese Produktionsleistung ist makroökonomisch natürlich unbedeutend aber ein gutes Beispiel wie es vorangehen könnte. 5 - 10 % des Bedarfs mit erneuerbaren Energien decken, wäre optimal.

  6. #2256
    Avatar von Dikefalos

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    11.404
    Ich gehe davon aus das wir 2013 und 2014 einige pleiten in der solarbrance erleben werden.Höchstwahrscheinlich werden 30-40% der unternehmen konkurs melden.Der Markt ist überflutet und die konkurenz ist enorm.Überleben werden unternehmen die bei der weiterentwicklung schneller vorankommen.


    Preisentwicklung für Photovoltaikanlagen

    Die Photovoltaik Preise waren in der Vergangenheit immer öfter Diskussionsthema, da die Preisentwicklung bei Solarmodulen in den letzten Jahren rasanten Veränderungen unterworfen war. Für zukünftige Betreiber ist die Photovoltaik Preisentwicklung interessant, da sich oft die Frage stellt, ob man mit der Investition angesichts sinkender Preise noch warten sollte.
    Preisentwicklung der letzen Jahre


    Aktuelle Photovoltaik Preise pro kWp fürAufdachanlagen bis 100 kWp (ohne USt.)€ prokWp
    20062007200820092010201120121.0002.0003.0004.0005. 000Quelle: BSW-Solar/EuPD Research







    In den letzten Jahren kannten die Photovoltaik Preise nur den Weg nach unten. Betrachtet man die Preisentwicklung pro kWp, so musste man Anfang 2006 für 1 kWp noch ca. 5.000 Euro bezahlen. 2011 lag der Durchschnittspreis dagegen bei rund 2.200 Euro pro kWp. Das macht also eine durchschnittliche Preissenkung von mehr als 50 Prozent in den letzten 5 Jahren aus.
    Faktoren

    Diese enormen Preisminderungen lassen sich auf wenige Faktoren zurückführen. Zunächst sind die sogenannten Skaleneffekte zu nennen. Durch zunehmende Verbreitung von Photovoltaikanlagen und die damit einhergehende Großserienproduktion konnte der Fertigungspreis deutlich sinken. Weiterhin wurde die Fertigung der Solarmodule in den letzten Jahren immer weiter automatisiert. Die fortschreitende technische Entwicklung der Module wird immer besser, sodass für 1 kWp immer weniger Rohstoffe benötigt werden. Zudem hat die Wettbewerbsentwicklung zu fallenden Preisen beigetragen. Außerdem ist die Konkurrenz in den letzten Jahren auf dem deutschen Markt durch asiatische Anbieter größer geworden. Weiterhin mussten die Photovoltaik Hersteller auf die sinkende Einspeisevergütung reagieren.
    Entwicklung der Photovoltaik Preise in 2012

    Ein Blick in die Zukunft ist natürlich nicht möglich. Die meisten Fachleute gehen dennoch von weiter fallenden Preisen aus und sehen eine Fortsetzung der Photovoltaik Preisentwicklung der letzten Jahre. Dies wird vermutlich mindestens so lange andauern, bis die sogenannte Netzparität erreicht ist. Laut einer Studie des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme könnte dies bereits im Jahr 2013 der Fall sein.
    Zeitpunkt

    Wer angesichts fallender Photovoltaik Preise mit der Anschaffung einer Photovoltaikanlage noch warten möchte, sollte die ebenso fallende Einspeisevergütung nicht übersehen. Zudem hat sich gerade der Markt für Solarsilicium in der Vergangenheit oft anders entwickelt als von Analysten vorausgesagt.

  7. #2257
    economicos
    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Das Problem mit diesen Solarzellen ist, dass diese Technologie noch nicht ausgereift ist. Zu hohe Produktionskosten und somit auch Erwerbskosten bei wenig Nutzen.

    Diese Produktionsleistung ist makroökonomisch natürlich unbedeutend aber ein gutes Beispiel wie es vorangehen könnte. 5 - 10 % des Bedarfs mit erneuerbaren Energien decken, wäre optimal.
    Richtig, nur kommt jetzt nicht vom Thema ab.^^

  8. #2258
    Avatar von Toruko-jin

    Registriert seit
    22.04.2012
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    16.722
    Zitat Zitat von economicos Beitrag anzeigen
    Richtig, nur kommt jetzt nicht vom Thema ab.^^
    Nee, tun wa nicht! ^^

    Yunan, der Gute, hält ja offensichtlich sehr viel von Sonnenenergie, ich weiß nicht, ob ihm klar ist, dass die Refinanzierung sehr lange dauert.

  9. #2259
    economicos
    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Nee, tun wa nicht! ^^

    Yunan, der Gute, hält ja offensichtlich sehr viel von Sonnenenergie, ich weiß nicht, ob ihm klar ist, dass die Refinanzierung sehr lange dauert.
    Ich bin mir sicher, dass auch Yunan weiß, dass die Armotisationszeit in dieser Branche sehr lang ist. Dafür meidet man aber teure Opportunitätskosten und langfristig gesehn ist sowas vorteilhaft für die Kasse und die Umwelt =)

  10. #2260
    Yunan
    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Weil euch für ein Alleingang das Kapital fehlt, ihr das Know-How nicht habt um notwendige Solarzellen zu produzieren und weil es für beide Seiten rentabel ist.

    Wobei das mit dem Know-How quasi wegfällt, man müsste Solarzellen ja nur kaufen, Sau teuer die Dinger.
    Ein guter Anlass, dass Know-How zu entwickeln. An Fachkräften mangelt es in Griechenland nicht, die Bildungsstand ist sehr hoch. Durch die Umstrukturierung des Staatshaushaltes und die Streichung von überflüssigen Ministerien kann genug Geld eingespart werden, um Forschung auf diesem Gebiet voranzutreiben. Kooperationen mit rohstoffreichen Ländern auf dem Gebiet der Grundlagenforschung kann geschehen, weil diese Länder ein Problem mit der Entwicklung nachhaltiger Energiewirtschaft im eigenen Land haben. Kooperationen der sonnenreichen Balkanregion und mit den arabischen Nachbarn, zu den es traditionell gute Beziehungen gibt, sind ebenfalls möglich.

    Möglichkeiten gibt es genug, es ist eine Frage des Willens. Wenn du sagst, dass es Know-How fehlt und das ganze zu teuer ist, dann sage ich: Gut, jetzt erst recht.

    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Nun, solche Arrangements müssen richtig ausgehandelt werden. Das ist einfach das Versagen eurer Politiker. Wenn ihr das nötige Kleingeld hättet und das Know-How, würde sich die Frage garnet stellen.
    Ich habe dir schon mal gesagt, dass die Menschen nicht für das Versagen der Politik verantwortlich ist. Es gehören die Politiker im eigenen Land dazu und auch Firmen, die aus dem Ausland kommen und im Inland bescheißen. Natürlich kann jetzt gesagt werden, dass die Unternehmen sowieso bescheissen werden, nur eben in anderen Ländern. Darauf kann ich nur entgegnen: Vielleicht ist dann das Wirtschaftssystem und der Liberalismus einfach die falsche Idee und Herangehensweise. Es kann kein Argument sein, dass nur ein Land schuld an seiner Misere ist, aus welchen Gründen auch immer. Es gehören immer zwei dazu. Wir kennen beide Schuldige und beide kommen ungeschoren davon. Es kann nicht sein, dass Unternehmen mit Kompetenzen und Finanzen eines Kleinstaates ausgestattet sind. Die Wirtschaft muss an die kurze Leine gelegt werden und dem Volk dienen. So und nicht anders.

    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Weil ihr die Schulden abbezahlen müsst, weil diese Betriebe nicht effizient genug produzieren, weil andernfalls gar net produziert wird.
    Was ist denn das für ein Satz? Du wirfst alles in einen Topf, vermischt alles und lässt entscheidende Unterscheidungsmerkmale der Problematik außer acht. Es ist eine Sache, ob ein Staatsbetrieb ineffizient arbeitet, es ist eine andere Sache ob er privatisiert wird und es ist nochmal etwas anderes, herauszufinden weshalb ein Staatsbetrieb ineffizient arbeitet. So wie du es darstellst, ist die Ineffizienz der staatlichen Betriebe gottgegeben, angeboren und auch nie veränderbar. Dazu müsstest du im Fall Griechenlands aber wissen, dass die Ineffizienz der Betriebe gezielt herbeigeführt wurde und es auch kein Interesse seitens der mit neoliberalen Ideen liebäugelnden Politik gab, diese Ineffizienz zu beseitigen und das Überleben des Staates zu gewährleisten. So kann und konnte die Privatisierung eines Landes gerechtfertigt werden.

    Erzähl doch mal den Deutschen, sie sollten ihre Staatsbetriebe verkaufen um ihre Schulden abzubauen, die exponenziell steigen. Oder sag ihnen, sie sollen Ostdeutschland an Polen verkaufen um ihre Schulden zu tilgen. Was denkst du was hier los wäre?

    Es ist grundsätzlich inakzeptabel, dass ein Staat um seine Schulden zu tilgen, die ja im Falle Griechenlands durch die Aufnahme von Krediten aus dem Westen zum Kauf von westlichen Produkten entstanden ist, auch nur eine Drachme zur Schuldentilgung verwendet.

    Erst einmal muss die Schuldenhöhe festgestellt werden, die Schuldenzusammensetzung(denn vor der Öffentlichkeit wird das verheimlicht), und die grundsätzliche Legitimität der Schulden. Dann werden auch die Schulden gestrichen, die illegitim sind.



    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Was sollen sonst die Beweggründe sein? Natürlich geht es in erster Linie um Profitmaximierung. Es ist ticaret, verstehst du? Du schaffst die Rahmenbedingungen und wenn es ihnen passt, investieren sie.

    Das mit der Kultur verstehe ich net.

    Nochmal, das Problem ist, dass es Länder gibt, die viel weiter als Griechenland sind und dass Griechenland nicht die Mittel hat seine Ressourcen zu nutzen. Die Griechen haben einen sehr langen Winterschlaf gehalten. Du hast Recht viele Griechen können einfach nichts dafür aber es hilft auch nicht zu suchen, wer denn Schuld sei, jetzt ist es an der Zeit zu retten, was zu retten ist.
    Das mag deine Auffassung sein aber sie ist läuft auf freiwillige Selbstunterwerfung vor dem Globalen Kapital und der neoliberalen Mentalität, die in der westlichen Wirtschaft herrscht, hinaus. "Wenn es ihnen passt, investieren sie"? So läuft das nicht. Wenn es den Griechen passt, dürfen sie gnädigsterweise ins Land und zu den Bedingungen des Volkes produzieren. Wer sind wir denn, dass wir uns von irgendwelchen Unternehmern herumkommandieren lassen und uns selbst aufgeben um diesen Fuzzies zu gefallen? Wenn sie nicht investieren wollen, dann investieren sie eben nicht. Für uns ist das in Ordnung, ja sogar erwünscht. Wenn westliche Produkte in Griechenland nicht produziert und verkauft werden, minimiert das den Kontakt in diese Region der Welt, die uns vor nicht allzu langer Zeit noch feindlich gesinnt gegenüber stand und sich heute versteckt hinter dem Gewand der "Globalisierung".

    Ein waiser Freiheitskämpfer von 1821, Kolokotronis, sagte einst: Την Ελλἀδα θέλομεν, και ας τρώγωμεν πέτρες - Wir wollen Griechenland, und wenn wir Steine essen müssen.

    Damals waren die Türken unsere Feinde, denkst du also wir werfen uns auf den Boden vor irgendwelche Anzugträgern aus den Finanzzentren der westlichen Welt?

    Es wird gerettet was zu retten ist, aber nicht nach den Bedingungen der Troika.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Das Problem mit diesen Solarzellen ist, dass diese Technologie noch nicht ausgereift ist. Zu hohe Produktionskosten und somit auch Erwerbskosten bei wenig Nutzen.

    Diese Produktionsleistung ist makroökonomisch natürlich unbedeutend aber ein gutes Beispiel wie es vorangehen könnte. 5 - 10 % des Bedarfs mit erneuerbaren Energien decken, wäre optimal.
    Ich rede nicht nur von Solaranlagen sondern auch von Sonnenkraftwerken.

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    Tatsächliche Nachhaltigkeit beginnt dort und mit der Symptombekämpfung eines maroden Wirtschaftssystems.

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