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Wirtschaft Griechenlands - Οικονομία της Ελλάδας - Economy of Greece

Erstellt von Dikefalos, 07.06.2011, 15:51 Uhr · 6.080 Antworten · 319.893 Aufrufe

  1. #3021
    Avatar von Dikefalos

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    Zitat Zitat von ZX 7R Beitrag anzeigen
    @ali ....... Musst Zoranomunopanovic fragen welcher Zuhälter im täglich wegen 20 Groschen auf die Fresse haut.
    Seine heimat ist das eldorado für griechische rentner wenn sie ein gangbang machen wollen.Vielleicht mischt die transe zoran auch mit.

  2. #3022
    Avatar von ZX 7R

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    Zitat Zitat von Dikefalos Beitrag anzeigen
    Seine heimat ist das eldorado für griechische rentner wenn sie ein gangbang machen wollen.Vielleicht mischt die transe zoran auch mit.
    Vielleicht?

  3. #3023
    Avatar von Dikefalos

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    Zitat Zitat von ZX 7R Beitrag anzeigen
    Vielleicht?
    Diesen vollpfosten traue ich alles zu.
    Ich finde es immer wieder lustig....wenn so ein yugoslave versucht Griechenland zu beleidigen in dem er über die krise beiträge hier postet.Ich würde es verstehen wenn seine heimat finanziell so stark wäre wie Deutschland......aber ich kann mich noch erinnern wie Hippokrates mal einen beitrag postete in dem die kliniken in fyrom voller Ratten waren.....und von der Hygiene brauchen wir hier kaum noch reden.Alles im allem.....ein bordell das versucht an europa der 70 jahre anzukommen.
    Die zweitbesten hier.......sind einige türken .Sie stehen vor einer herausforderung ,die in meinen augen viel schlimmer ist als unsere finanzkrise,aber gleichzeitig wollen sie uns vermitteln das ihr weg der richtige ist.
    Das ihr Ayatohal ......sie mittlerweile in einer finanziele und innerpolitische krise geführt hat,die auch in enormer gewalt ausbrechen kann,,,,,,,ignorieren sie genial.
    Malakes halt....wie wir sie seit jahren kennen

  4. #3024
    Avatar von ZX 7R

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    Zitat Zitat von Dikefalos Beitrag anzeigen
    Diesen vollpfosten traue ich alles zu.
    Ich finde es immer wieder lustig....wenn so ein yugoslave versucht Griechenland zu beleidigen in dem er über die krise beiträge hier postet.Ich würde es verstehen wenn seine heimat finanziell so stark wäre wie Deutschland......aber ich kann mich noch erinnern wie Hippokrates mal einen beitrag postete in dem die kliniken in fyrom voller Ratten waren.....und von der Hygiene brauchen wir hier kaum noch reden.Alles im allem.....ein bordell das versucht an europa der 70 jahre anzukommen.
    Die zweitbesten hier.......sind einige türken .Sie stehen vor einer herausforderung ,die in meinen augen viel schlimmer ist als unsere finanzkrise,aber gleichzeitig wollen sie uns vermitteln das ihr weg der richtige ist.
    Das ihr Ayatohal ......sie mittlerweile in einer finanziele und innerpolitische krise geführt hat,die auch in enormer gewalt ausbrechen kann,,,,,,,ignorieren sie genial.
    Malakes halt....wie wir sie seit jahren kennen
    Du meinst das mit den FYROM Krankenhäusern wo die Matratzen usw gespendet bekommen haben?

    ja und Erdbeerwahn siehst ja, lenkt es ins außenpolitische .... So quasi Bedrohung von außen. Das zieht egal in welchem Land immer, besonders bei den Analphabeten. Davon gibt's ja reichlich.

    DuAff ist so ein gutes Beispiel.

  5. #3025

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    Zitat Zitat von Ali der Große Beitrag anzeigen
    "Die Aussage steht: unabhängig davon, wie die Verteilung stattfand, konsumiert ihr mehr als ihr produziert. Das ist bei uns nicht anders. Wir waren oder sind nur attraktiv genug, um von Fremdmitteln die laufenden Kosten zu decken. Dadurch, dass die Kosten gestiegen sind (Lohnkosten etc.) sind auch die Preise gestiegen, womit ihr euch vom Markt ausgeschlossen habt."
    Zum einen: die Lohnkosten der tatsaechlich arbeitenden Bevoelkerung (freie Wirtschaft/Produktion) waren vor der Kriese auch schon extrem niedrig, und sind mit EU Beitritt kaum gestiegen. An zu hohen Loehnen lag es nicht, dass die gr. Firmen kaum Konkurrenzfaehig waren.

    Dass mehr konsumiert, als produziert wird, ist auch eine seltsame Aussage: Wenn die Preise (Inflt.) schneller ansteigen, als die Wirtschaft waechst, dann verteuert das den Import/ "vergroessert" es den Wert des Importvolumens (in Euro/Dollar), auch bei gleichbleibendem Import.
    Zudem ist auch beim "Import" immernoch nicht klar, WER da verstaerkt/verteuert kauft - oder was importiert wird (so benoetigt z.B. die Tourismusbranche, oder das Transportwesen Dinge/Waren, die man einfach nicht alle in GR herstellen kann - und obwohl auch durch Tourismus/das Transportwesen die Einnahmen steigen, steigt nicht der Export).


    Die Formulierung "ueber den eigenen Verhaeltnissen leben" impliziert ja, dass irgendwer das Geld rausgehauen hat, um sich etwas davon zu leisten.
    Auch ist zwischen "der Standort ist nicht konkurrenzfaehig" und "die hier produzierenden ausl. Firmen/Unternehmen zahlen statt der Steuern lieber Schmiergelder" doch ein nicht unerheblicher Unterschied...
    Ebenso sinnlos finde ich, dass man dann von "den Griechen" spricht - wenn nur 0.1%-5% der Leute etwas davon hatten.
    Wenn du mich in deinem Unternehmen zum Manager befoerderst und ich 105% der Einnahmen einstecke, verschleudere, oder bewusst Fehlinvestiere (und regelmaessig Schulden machen plus die Bilanz faelsche, damit keiner was merkt), und 5% der Einnahmen an die Mitarbeiter verteile (Lohn) wird man hinterher nicht sagen "die Mitarbeiter des Unternehmens lebten ueber ihren Verhaeltnissen ".
    Das waere doch reichlich unpraezise. Auch die Schlussfolgerung "das Unternehmen war aufgrund zu hoher Loehne nicht lebensfaehig" trifft den Kern des Problems nicht.
    Solange der Manager (ich) nicht entlassen wird, ist es egal, wie niedrig die Loehne sind, oder wieviel Gewinn das Unternehmen abwirft. Es geht immer weiter den Bach runter.
    Das Problem liegt, also nicht beim dem Lohn/Leistungsverhaeltniss des Personals (also der zu Grunde liegenden prod. effizienz des Unternehmens), und auch nicht am Standort, sondern erstmal beim Management.
    Warum die Spitzfindigkeit meinerseits? Weil die "Loesungsvorschlaege", die ich von Springerverlagsopfern hier in der Gegend (und aus gr-Politiker/dt.Medien-Mund) so hoere, leider allesamt fuer den Hintern sind.

    Und genau das haben wir in GR beobachten koennen : Trotz 50%-80% effektiver Kaufkraft und fast vollstaendiger Leistungskuerzung, stiegen die Schulden nahezu konstant (unter G Papandreou, schneller als vorher, unter dem ND-fuzi in etwa (je nach Situation) gleichschnell/etwas langsamer) an.


    "Natürlich war die Lohnspirale und die quasi nicht vorhandene Fiskalpolitik nicht der einzige Grund für diese wirtschaftliche und soziale Katastrophe, da hast du Recht. Man kann die Lohnpolitik aber versinnbildlichen."
    So kann ich das unterschreiben .

    "Die Militärausgaben sind für ein Volk mit 11 Millionen ebenfalls sehr hoch aber teilweise verständlich."
    Wofuer braucht das Land 1000 Kampfpanzer? Oder 5000 gep. Fahrzeuge? Die Grenze zur Tuerkei besteht aus ueber 90% Meer und 9.99% Gebirge.
    Flugzeuge (insbesondere Jaeger/Mirage)? Klar!, Flotte, natuerlich (schon wegen der titanische Handelsflotte ein Muss), Luftabwehr/Radar na sicher!, Hubschrauber - in Ordnung, kurz-mittelstreckenraketen, meinetwegen,
    schwere gepanzerte Fahrzeuge (hmphmhmhpfff) ein paar- gerade genug fuer eine Speerspitze, - aber Fokus auf (extrem teure, wohlgemerkt) Kampfpanzer???? Wozu?


    "Ja, die unsinnigen Bauprojekte, die ohne jeglichen Mehrwert hingesetzt wurden, haben die Wirtschaft natürlich zusätzlich belastet."
    Auch die Projekte mit (wirt.) Mehrwert (die Autobahn), waren ( fast alle) etwa 5-30 mal teurer als sie normalerweise haetten sein duerfen.

    Und wenn die schuldenfinaziert sind (wenns EU-Schulden sind, steht es sogar oft noch dran...), uebersteigen die Zinsen der Schulden natuerlich die daraus resultierenden Einnahmen.


    "die Tourismus-Branche ist auch keine Branche, worauf man eine Wirtschaft aufbauen kann. Sie dient vielmehr dafür, sich ein Zubrot zu verdienen."
    Kann man so nicht sagen. Es gibt genug Staaten die sich wesentlich (und erfolgreich) darueber finanzieren.
    Allerdings muss der Staat sich dafuer aktiv damit (insbesondere mit den Fluegen) befassen. Ist nicht geschehen.
    Dass ist natuerlich kein Grund die Werften dichtzumachen und der verarbeitenden Industrie Geld fuer die Abreise zu bieten... (wer macht sowas???).
    Oder die Bauern fuer Nichtproduktion mit Subventionen zu belohnen, und die fuer Produktion mit Extrasteuern zu bestrafen.
    Und wenn man von Siemens und co., und den Pharmafirmen lieber Schmiergeld als Steuergelder will, reissen es auch die Investoren nicht mehr rum.
    Und wenn man schon Lebensmittel preiswert und unverarbeitet verkauft, um dann die gleichen Lebensmittel in Dosen aus dem Ausland teuer wieder zu importieren, sollte man sich wenigstens die Muehe machen ueber ein funktionierendes Kartellamt die Preisabsprachen der Supermaerkte zu verhindern.
    Ist natuerlich nicht passiert.
    Das griechische Kartellamt, ist quasi das Amt, an das sich Kartelle (gegen ein kleines Entgelt/Begruessungsgeschenk, versteht sich) wenden koennen...


    " Das ist bei uns nicht anders. Wir waren oder sind nur attraktiv genug, um von Fremdmitteln die laufenden Kosten zu decken."
    Ja, stimmt die Lohnkosten der Tuerkei sind, verglichen mit denen von attraktiveren, boomenden Standorten wie Deutschland, Schweiz (...), viel zu hoch^^.
    Scherz beiseite - die Arbeitsbedingungen koennten bei euch nicht schlechter sein, und die Lohnkosten sind auf dem Kriesenniveau Griechenlands.
    Wenn die tuerkischen Firmen "effizienter"/konkurrenzfaehiger werden sollen, dann nicht durch Senkung der ohnehin schon niedrigen Lohnkosten, sonder durch vermehrte staatlich finanziell unterstuetzte Forschung, sofortigen Abbruch der latent hirnrissigen Privatisierung, der Landwirtschaft (warum macht man so einen Scheiss?), und Roundhousearschtritte in die Hintern einiger "Investoren" und der allermeisten Banken. Die zusaetzlichen Ausgaben finanziert sich problemlos ueber eine Kuerzung des (aberwitzig grossen) Militaeretats.

    - - - Aktualisiert - - -



    Die Zuhaelter kommen aber nicht aus dem Ausland, oder?
    Wenn du nicht richtig zitieren lernst, werde ich dir nicht mehr antworten.

  6. #3026
    Avatar von Dikefalos

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    Zitat Zitat von ZX 7R Beitrag anzeigen
    Du meinst das mit den FYROM Krankenhäusern wo die Matratzen usw gespendet bekommen haben?

    ja und Erdbeerwahn siehst ja, lenkt es ins außenpolitische .... So quasi Bedrohung von außen. Das zieht egal in welchem Land immer, besonders bei den Analphabeten. Davon gibt's ja reichlich.

    DuAff ist so ein gutes Beispiel.
    Genau........ich sags immer wieder.Es kommen immer die leute zu wort hier......die in ihrer heimat es noch beschießener geht,als bei uns.
    Einerseits....kannst du froh sein,das Sie von dummheit reichlich gesegnet sind

  7. #3027
    Avatar von ZX 7R

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    Zitat Zitat von Dikefalos Beitrag anzeigen
    Genau........ich sags immer wieder.Es kommen immer die leute zu wort hier......die in ihrer heimat es noch beschießener geht,als bei uns.
    Einerseits....kannst du froh sein,das Sie von dummheit reichlich gesegnet sind
    Mit Froh wär ich vorsichtig. Es gibt nämlich welche, wenns den schlecht geht bleiben die net so geschmeidig wie wir.

  8. #3028
    Avatar von Dikefalos

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    Griechenland trumpft wieder auf




    • Von SIMON NIXON

    Die Eurokrise hat in Griechenland begonnen und sie wird nicht vorbei sein, ehe die letzten Zweifel an Griechenlands Perspektiven beseitigt sind.
    Dass es bis dahin noch eine Weile dauern wird, ist seit der jüngsten Überprüfung des Rettungsplans für Griechenland klar, die so lang und aufreibend war wie keine zuvor. Nach siebenmonatigem Geschacher einigte sich die Troika institutioneller Geldgeber – bestehend aus Europäischer Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds – vergangene Woche auf ein Paket, das die Finanzminister der EU kommende Woche formal beschließen sollen. Es ebnet den Weg für die Freigabe von 8 Milliarden Euro, die Griechenland braucht, um auslaufende Anleihen zurückzuzahlen.
    Bild vergrößern





    Agence France-Presse/Getty Images Die Akropolis in Athen: In Griechenland geht es bergauf.



    Das wirklich Spannende an der Einigung war das Ausmaß, in dem sich Griechenland bei entscheidenden Fragen hinsichtlich Haushalt, Bankenrekapitalisierung und strukturellen Reformen durchsetzen konnte. Es verdeutlicht, wie eine sich erholende Wirtschaft, beschwingte Märkte und das wachsende Vertrauen in Ministerpräsident Antonis Samaras die Gewichte verschoben haben.
    Der sich aufhellende Wirtschaftsausblick hat Samaras bei den Verhandlungen über den Haushaltsplan eindeutig die Oberhand gegeben. Zu Beginn der Überprüfung des Rettungsplans hatte der IWF auf seiner Prognose bestanden, nach der Griechenland 2013 ein substanzielles Defizit werde schultern müsse, und daher weitere Einsparungen gefordert. Athen jedoch hielt an seiner optimistischeren Schätzung fest und lehnte zusätzliche Maßnahmen ab, die die Depression verlängern würden. Diese Entscheidung erfuhr ihre Rechtfertigung, als die griechische Regierung für 2013 einen Haushaltsüberschuss von – vor Zinszahlungen – 1,1 Prozent vorlegte.
    Mehr zu Griechenland





    Nach Schätzungen der Alpha Bank dürfte die griechische Wirtschaft in diesem Jahr um 1,1 Prozent wachsen. Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe liegt auf expansivem Niveau und auch das Verbrauchervertrauen hat sich ins Positive gewendet. Die Autoverkäufe ziehen an, die Baugenehmigungen liegen im Vergleich zum Vorjahr 70 Prozent höher und die Tourismusbranche scheint auf ein weiteres Rekordjahr zuzusteuern.
    Auch das internationale Kapital findet auf der Suche nach überdurchschnittlichen Renditen wieder seinen Weg nach Griechenland: Im vergangenen Jahr stieg der Leitindex der Athener Börse um 35 Prozent und auch in diesem Jahr gehört er zu den besten weltweit. Die Rendite zehnjähriger griechischer Staatsanleihen ist auf nur noch 6,84 Prozent zurückgekommen und in der vergangenen Woche gelang der Piräus Bank TPEIR.AT +120,52% die Ausgabe von dreijährigen, nicht-besicherten Anleihen im Volumen von 500 Millionen Euro – zu einer Rendite von gerade einmal 4,5 Prozent.
    Auch die für 2014 erwartete Finanzierungslücke von 4 Milliarden Euro – die vor allem dadurch entstanden ist, dass die Eurozone, anders als versprochen, die Gewinne aus dem EZB-Bestand an Griechenland-Anleihen nicht weitergereicht hat – schrumpft schnell, weil die Banken ihre Staatshilfen zurückzahlen. Athen denkt nun sogar darüber nach, eine Anleihe auszugeben. Damit steht plötzlich die Möglichkeit im Raum, dass Griechenland gar kein drittes Hilfspaket mehr benötigt.



    Dieser verbesserte Ausblick verändert auch die Verhandlungen mit der Troika über die Summe, die für die Rekapitalisierung der Banken benötigt wird. Die Bank of Greece TELL.AT +22,53% kam bei einem Stresstest, bei dem sie von Blackrock und Rothschild unterstützt wurde, zu dem Ergebnis, dass die größten Banken des Landes 6,4 Milliarden Euro zusätzliches Kapital brauchen werden, um die erwarteten Verluste auszugleichen. Die Troika hält das für zu wenig, besonders der IWF drängt auf eine höhere Summe.
    Wie der IWF zu seinen Zahlen gekommen ist, bleibt für die griechische Regierung, die Zentralbank und die Berater ein Rätsel. Doch sie haben sich darauf geeinigt, die Zahlen der Zentralbank als Grundlage zu nehmen. Falls Geld aus dem Rettungspaket, das für die Rekapitalisierung der Banken vorgesehen ist, übrig bleibt, soll es bereitgestellt werden, wenn die EZB bei ihren eigenen Stresstest Lücken entdeckt – dazu hat die Regierung im Gegenzug zugestimmt.
    Doch die Marktteilnehmer scheinen dem Ergebnis der griechischen Zentralbank zu vertrauen. Die Alpha Bank und Piraeus haben angekündigt, 1,2 Milliarden bzw. 1,75 Milliarden Euro einzusammeln. Das ist mehr als nach dem Stresstest verlangt wird. Banker sagen, dass die Geldinstitute mit ihren Plänen bei Investoren auf großes Interesse stoßen.
    Auf dem Bankensystem lasten faule Kredite in Höhe von 70 Milliarden Euro

    Natürlich ist es riskant, derzeit Aktien einer griechischen Bank zu kaufen. Auf dem Bankensystem lasten faule Kredite in Höhe von 70 Milliarden Euro. Das entspricht etwa 30 Prozent der Wirtschaftsleistung. Besonders unsicher sieht es bei Hypotheken auf Wohnhäuser aus: Der Immobilienmarkt hat während der Krise kaum funktioniert, Zwangsversteigerungen bleiben verboten, die Immobiliensteuern sind undurchsichtig und die Banken halten sich mit der Kreditvergabe zurück. Wenn sie nicht genügend Kapital einsammeln können, wird der Wirtschaft weiterhin zu wenig Geld zur Verfügung stehen.
    Doch angesichts der sich erholenden Wirtschaftslage wetten einige Anleger wieder darauf, dass die Rückstände geringer werden, sich die Qualität der Vermögenswerte verbessert und die Gefahr großer Verluste zurückgeht. Die Finanzierungskosten sinken schnell, die Kreditaufnahme bei der EZB hat sich halbiert und die Banken spüren die Auswirkungen der Konsolidierung und können ihre Gewinnmargen steigern.
    Wie stark sich die Wirtschaft erholt, wird auch davon abhängen, wie gut Griechenland mit den Strukturreformen vorankommt. Streitigkeiten über die Geschwindigkeit der Reformen haben das Rettungsprogramm von Beginn an begleitet. Immer wieder gab es Kritik daran, dass die Regierung sich scheut, sich mit den verschiedenen Interessensgruppen anzulegen.
    Bild vergrößern





    REUTERS Das Vertrauen in den griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras wächst.



    Im vergangenen Jahr machte die OECD 329 verschiedene Maßnahmen aus, die ihr zufolge die Wirtschaftsleistung um 2,5 Prozent steigern könnten. Dabei ging es um die Branchen Einzelhandel, Immobilien, Tourismus und Lebensmittel. Die Troika wollte, dass die Regierung zusagt, die kompletten Maßnahmen umzusetzen. Athen forderte aber angesichts der knappen parlamentarischen Mehrheit und der im Mai anstehenden Europawahlen Flexibilität bei der zeitlichen Umsetzung.
    Vor noch nicht allzu langer Zeit dürfte Samaras' Bitte um Nachsicht auf taube Ohren gestoßen sein. Und selbst jetzt werfen ihm einige Troika-Vertreter Erpressung vor. Doch er glaubt, dass er Lob dafür verdient, das Land zusammengehalten zu haben, während schneller als in jedem anderen OECD-Land Reformen umgesetzt wurden.
    Zudem liegt die linksradikale Syriza-Partei in Umfragen nur einen Prozentpunkt vor seiner Partei Nea Dimokratia und hat mit Streitigkeiten in den eigenen Rängen zu kämpfen. Parteilose Abgeordnete könnten bei solch knappen Verhältnissen eher bereit sein, die Regierung zu unterstützen, um vorzeitige Wahlen zu verhindern.
    Es sieht so aus, als sei Samaras immer noch der beste Kandidat, um dem zu begegnen, was die Staats- und Regierungschefs sowie Marktteilnehmer als größte Gefahr für die Erholung der Wirtschaft und das Ende der Krise sehen: erneute politische Instabilität. Da ist es nicht verwunderlich, dass sie sich auf seine Seite schlagen.

  9. #3029
    Avatar von Allih der Große

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    Zitat Zitat von Dikefalos Beitrag anzeigen
    Genau........ich sags immer wieder.Es kommen immer die leute zu wort hier......die in ihrer heimat es noch beschießener geht,als bei uns.
    Einerseits....kannst du froh sein,das Sie von dummheit reichlich gesegnet sind
    Waer der Balkan nicht mit geistiger Unbeweglichkeit geschlagen, ginge es der kompletten Region besser. Darueberhinaus gibt es keinen Grund sich drueber zu freuen, wenn der Nachbar arm ist - das verringert das eigene Wachstum/den eigenen Wohlstand langfristig.

    @Dikefalos: Wahlkampfschuetzenhilfe. Wenn Samaras wieder gewaehlt werden sollte, geht es ungebremst weiter - insbesondere Privatisierungen duerften noch einige anstehen.

  10. #3030
    Avatar von Metho

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    Zitat Zitat von ZX 7R Beitrag anzeigen
    Ich wurde für weniger aus FYROM Nachrichten gebannt.

    Ich bin wegen nichts bei Nachrichten aus Griechenland gebannt worden

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