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Wirtschaft Griechenlands - Οικονομία της Ελλάδας - Economy of Greece

Erstellt von Dikefalos, 07.06.2011, 15:51 Uhr · 7.113 Antworten · 484.507 Aufrufe

  1. #5431
    Avatar von Nikos

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    Zitat Zitat von Afroasiatis Beitrag anzeigen
    [...]
    Ob man den Etat von 2 auf 1 % kürzt würde bezogen auf die Krise nicht viel ändern, aber dem Militär empfindlich schaden.
    Da gibt es wichtigere Sachen, bei denen man einsparen könnte.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Gebt mir irgendein Schwellenland und je nach Größe mache ich daraus entwder ein Inselparadies oder ich führe sie in 15 Jahren in die G8.
    Glaub ich dir, aber daran liegt es nicht. Bei Demokratien geht es darum, dass die Wähler in der Lage sind die richtigen Leute ans Steuer zu setzen.
    Das ist in Griechenland seit der Krise nicht gelungen. Nehmen wir an du seist der Beste. Da musst du die Wähler aber erstmal von überzeugen und
    da kommt ein demagogischer Tsipras einfach besser rüber. Das ist auch eines der Hauptprobleme der Demokratie.
    Churchill (ein Demokrat) sagte einmal: Das beste Argument gegen Demokratie ist ein 5-minütiges Gespräch mit einem Durchschnittswähler.

  2. #5432

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    Zitat Zitat von Nikos Beitrag anzeigen
    Ob man den Etat von 2 auf 1 % kürzt würde bezogen auf die Krise nicht viel ändern, aber dem Militär empfindlich schaden.
    Da gibt es wichtigere Sachen, bei denen man einsparen könnte.
    Ich glaube nicht, dass dieser Schaden des Militärs für Griechenland gefährlich wäre. Wenn man das gesparte Geld z.B. für Forschung und Entwicklung verwenden würde, würde davon Griechenland eher profitieren.

    Wie aber schon gesagt, das Problem mit der griechischen Wirtschaft sind nicht die hohen Militärausgaben, die sowieso in den letzten Jahren sehr gekürzt wurden. Das Geld, das man da noch sparen kann, ist nicht so viel, um die Situation drastisch zu ändern, da hast du schon Recht. Man braucht viel radikalere Veränderungen.

  3. #5433
    Avatar von Poliorketes

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    Zitat Zitat von Hellenic-Pride Beitrag anzeigen
    Du hast mich falsch verstanden. Ich glaube meine Meinung bzgl. der Griechenland-Krise kennst du; hatten ja vor Jahren alle darüber gequatscht. Sparmaßnahmen sind auch in Griechenland notwendig wie bspw. bei den Staatsbediensteten. Es kann ja nicht sein dass ein kleines Griechenland mit ca. 11 Millionen Einwohnern knapp über 1 Million Beamte besitzt, während ein wirtschaftlich extrem reiches Land wie Deutschland mit 80 Millionen Einwohnern ca. 1,5 Millionen Bedienstete beherbergt. Alleine bei diesem Vergleich sollte doch klar sein, dass da etwas nicht stimmt. Aber eine Rettung Griechenlands oder Griechenland wirtschaftlich zu fördern ist nicht primär Sparmaßnahmen im sozialen Sektor umzusetzen, sondern das Land für Investoren attraktiv zu gestalten und das funktioniert bei dieser Bürokratie, welche in Griechenland existiert, einfach nicht. Man hätte bspw. diese primären "Steine" mit Reformen wegräumen können, doch da wurde bis jetzt nichts gemacht. Wieso? Weil unfähige Politiker es nicht auf die Reihe bekommen einfach mal einen Schlussstrich zu ziehen um im Land oder das System im Land zu ändern.
    Die direkten vergleiche mit Deutschland sind höchst unqualifizierter Müll. Ausserdem stimmt das gar nicht was du da schreibst. Griechenland 9% der erwerbstätigen im öffentlichen Sektor (der durchschnitt weltweit liegt bei 16%) Deutschland 11% und Norwegen, Dänemark 30%


    https://www.welt.de/wirtschaft/artic...n-Denkste.html
    Denn in Deutschland arbeitete knapp elf Prozent der Erwerbspersonen im öffentlichen Sektor.
    ........
    Auffällig ist, dass in Skandinavien der Staat als Arbeitgeber eine wesentliche größere Rolle spielt. In Norwegen und Dänemark 30 Prozent aller Berufstätigen für den Staat gearbeitet fast doppelt so viel wie der OECD-Schnitt von 16 Prozent. In Schweden waren es 26 Prozent. Dagegen beschäftigt der öffentliche Dienst in Korea, Japan, Griechenland und Mexiko jeweils nur neun Prozent oder weniger der Berufstätigen.

  4. #5434
    Avatar von Nikos

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    Das Problem ist nicht, dass es viele Staatsbedienstete gibt, sondern viele Staatsbedienstete nicht arbeiten und nur ihren Lohn kriegen,
    damit sie ihr Kreuz an der richtigen Stelle machen.

  5. #5435
    Avatar von ZX 7R

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    Im Beamtenstatus oder als angestellter in Deutschland?......ist mir nicht ganz klar

  6. #5436
    Avatar von Poliorketes

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    Zitat Zitat von Nikos Beitrag anzeigen
    Das Problem ist nicht, dass es viele Staatsbedienstete gibt, sondern viele Staatsbedienstete nicht arbeiten und nur ihren Lohn kriegen,
    damit sie ihr Kreuz an der richtigen Stelle machen.
    Zum teil sind Leute da angestellt die völlig unqualifiziert sind (mono kai mono epidis echoun meson) und Leute die wirklich was können gehen ins Ausland weil sie keine Arbeit finden.

  7. #5437
    Avatar von Toruko-jin

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    Das Problem ist meines Erachtens nicht ein Aspekt, was eigentlich in Südeuropa durchsticht, sondern die Vielen im Zusammenspiel. Es sind so viele Kleinigkeiten angefangen damit, dass die Menschen sich Schade für niedere arbeiten sind, dann folgen Korruption (Gift für die Wirtschaft) funktionierende Institutionen, ein langfristiger Plan für die Zukunft.

    Auch in der Türkei leben die Menschen in den Tag hinein. Schneidet meine 3. Heimatstädte Burdur, Antalya und Isparta aus, so dass kein Zugang mit der Außenwelt stattfinden kann, geht nach 1000 Jahren wieder hin und ihr würdet sehen, dass sich rein gar nichts verändert hat. So ist es mit euch Griechen auch. Das macht mich echt wahnsinnig sauer!

  8. #5438
    Avatar von Nikos

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    Zitat Zitat von Poliorketes Beitrag anzeigen
    Zum teil sind Leute da angestellt die völlig unqualifiziert sind (mono kai mono epidis echoun meson) und Leute die wirklich was können gehen ins Ausland weil sie keine Arbeit finden.
    Genau so ist das. Bei der Sache mit den Staatsbediensteten müsste man eine große Prüfung durchführen, um die 'argomisti'
    ausfindig zu machen. Ich habe oft die Zahlen 30 - 40% 'argomisti' gehört/gelesen. Jedenfalls müsste man diese dann einfach
    kündigen. Sprich, die Staatsbediensteten auf wenige, aber qualifizierte und effiziente Arbeiter reduzieren. Das wäre eine echte
    Reform. Ein solches Programm zum ausfindig machen der 'argomisti' hat Vassilis Leventis mal präsentiert. Es stammte aus
    einer britischen Universität.
    Was glaubt ihr wie sehr die Regierung daran interessiert gewesen ist? Richtig, gar nicht, weil diese 'argomisti' ihr Häkchen an
    der richtigen Stelle machen.

  9. #5439
    Gast3013
    Zitat Zitat von Afroasiatis Beitrag anzeigen
    Also, ich habe dagegen kein Problem mit Sparmaßnahmen im Militär, schon aber mit diesen in Bildung, Gesundheit und Infrastruktur. Diese werden Griechenland viel mehr und viel nachhaltiger schaden, als die Kürzung der Militäretats.
    Ich als griechischer Staatsbürger habe aber ein Problem damit, denn würde man radikale Sparmaßnahmen im Militär umsetzen (die letzten Kürzungen seit Beginn der Krise waren schon zu viel) würden die Konflikte mit der Türkei einen anderen Ton wiedergeben - erst recht bei diesen bärtigen Bastarden von Erdogan & Co. ... Klar, die Kürzungen im Bildungs-, Gesundheitswesen bspw. sind meiner Meinung nach ein Verbrechen. Die Kürzungen der "kleinen" Renten ebenfalls ... und das meinte ich ja auch in meinem vorherigen Beitrag, dass nicht im sozialen Sektor radikal gekürzt werden sollte, sondern eben radikal in die wirtschaftliche Attraktivität Griechenlands investiert werden müsse; Marshall-Plan mäßig eben. Funktioniert aber nicht solange wichtige Einnahmequellen zu Spottpreisen verpachtet oder verkauft werden und die Bürokratie, welche sogar für Investoren und Unternehmen, so kompliziert und aufhaltend ist, so dass man 24x drüber stolpert bis man an sein Ziel erreicht ... Korruption gleich inbegriffen.

    In Griechenland muss als erstes die politische Elite, welche diese Krise hauptsächlich zu verantworten hat, eiskalt ins Exil geschickt oder vor Gericht gestellt werden. Die Lagarde-Liste komplett aufgearbeitet werden - komplett!! Erst dann, sobald optimistisch gesehen richtige Leute das Ruder übernehmen, das ganze, faule System neu reformieren um wirtschaftlich nicht nur ein oder zwei Schritte zu machen, sondern fünf oder zehn, denn ... Potenzial ist zu 120% vorhanden.

    Zitat Zitat von Afroasiatis
    Ich persönlich glaube nicht, dass die griechische Armee als Abschreckung wirklich der Hauptgrund ist, warum die Türkei Griechenland noch nicht angegriffen ist. Auch mit einer 10 mal schwächere Armee würde die Türkei nicht viel mehr machen, als was sie jetzt macht. In Zypern z.B., wo das Gleichgewicht viel mehr zugunsten von ihr liegt, gibt es keinen Vorstoß der türkischen Armee. Es sind andere Gründe, die mehr wiegen.
    Stichwort: EU & NATO. Das ist der eigentliche Hauptgrund, weshalb die Türkei nur bellt und nicht zubeißt. Wendet sich die Türkei von der EU & NATO ab (ersteres ist ja schon abgeschlossene Sache) würde die Sache, mit einem schwachen griech. Militär, für Griechenland aber auch für Zypern anders aussehen. Ich behaupte auch nicht dass die Türkei Griechenland überrennen könnte, auch wenn Sesselfurzende Wehrdienstverweigerer türkischer Abstammung anderer Meinung sind, - denn die Türkei würde einen tatsächlichen Angriff gegen die EU bspw. nicht "überleben" - aber die Gefahr besteht (auch wegen der Sackgasse in der Erdogan politisch sitzt) dass es zu einem Konflikt kommen könnte. Und um diese Gefahr zu minimieren, ist ein defensiv stark ausgerüstetes Militär einfach nötig, was ja auch der Fall ist ...

  10. #5440
    Avatar von Toruko-jin

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    Zitat Zitat von Hellenic-Pride Beitrag anzeigen
    Ich als griechischer Staatsbürger habe aber ein Problem damit, denn würde man radikale Sparmaßnahmen im Militär umsetzen (die letzten Kürzungen seit Beginn der Krise waren schon zu viel) würden die Konflikte mit der Türkei einen anderen Ton wiedergeben - erst recht bei diesen bärtigen Bastarden von Erdogan & Co. ... Klar, die Kürzungen im Bildungs-, Gesundheitswesen bspw. sind meiner Meinung nach ein Verbrechen. Die Kürzungen der "kleinen" Renten ebenfalls ... und das meinte ich ja auch in meinem vorherigen Beitrag, dass nicht im sozialen Sektor radikal gekürzt werden sollte, sondern eben radikal in die wirtschaftliche Attraktivität Griechenlands investiert werden müsse; Marshall-Plan mäßig eben. Funktioniert aber nicht solange wichtige Einnahmequellen zu Spottpreisen verpachtet oder verkauft werden und die Bürokratie, welche sogar für Investoren und Unternehmen, so kompliziert und aufhaltend ist, so dass man 24x drüber stolpert bis man an sein Ziel erreicht ... Korruption gleich inbegriffen.

    In Griechenland muss als erstes die politische Elite, welche diese Krise hauptsächlich zu verantworten hat, eiskalt ins Exil geschickt oder vor Gericht gestellt werden. Die Lagarde-Liste komplett aufgearbeitet werden - komplett!! Erst dann, sobald optimistisch gesehen richtige Leute das Ruder übernehmen, das ganze, faule System neu reformieren um wirtschaftlich nicht nur ein oder zwei Schritte zu machen, sondern fünf oder zehn, denn ... Potenzial ist zu 120% vorhanden.



    Stichwort: EU & NATO. Das ist der eigentliche Hauptgrund, weshalb die Türkei nur bellt und nicht zubeißt. Wendet sich die Türkei von der EU & NATO ab (ersteres ist ja schon abgeschlossene Sache) würde die Sache, mit einem schwachen griech. Militär, für Griechenland aber auch für Zypern anders aussehen. Ich behaupte auch nicht dass die Türkei Griechenland überrennen könnte, auch wenn Sesselfurzende Wehrdienstverweigerer türkischer Abstammung anderer Meinung sind, - denn die Türkei würde einen tatsächlichen Angriff gegen die EU bspw. nicht "überleben" - aber die Gefahr besteht (auch wegen der Sackgasse in der Erdogan politisch sitzt) dass es zu einem Konflikt kommen könnte. Und um diese Gefahr zu minimieren, ist ein defensiv stark ausgerüstetes Militär einfach nötig, was ja auch der Fall ist ...
    Mit deiner Haltung kann sich rein gar nichts in Zukunft bessern.

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