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Wirtschaft Serbiens - Privreda Srbije - Economy of Serbia

Erstellt von TigerS, 15.02.2012, 07:56 Uhr · 208 Antworten · 35.051 Aufrufe

  1. #171
    Avatar von Dissention

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    Zitat Zitat von Singidunum Beitrag anzeigen
    Immerhin ist Dinkic schon mal weg, schlechter kann es nicht mehr werden. Die SPS hat im Wahlkampf noch große Töne gespuckt, von wegen "Njet" zur IWF und so weiter, man sieht jetzt wer den Kürzeren zieht.
    Die sind ja auch Junior-Partner, ich denke nicht, dass man erwarten kann, dass die viel aus ihrem Regierungsprogramm durchsetzen. Das wäre das Selbe, als wenn die FDP alles durchdrücken könnte (Gott bewahre ^^).
    Was die Europa-Politik angeht, muss man dann doch zugeben, dass die SPS das besser macht, während Vucic eher in der anderen Himmelsrichtung aktiv ist.

  2. #172
    Avatar von Singidun

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    Zitat Zitat von Dissention Beitrag anzeigen
    Die sind ja auch Junior-Partner, ich denke nicht, dass man erwarten kann, dass die viel aus ihrem Regierungsprogramm durchsetzen. Das wäre das Selbe, als wenn die FDP alles durchdrücken könnte (Gott bewahre ^^).
    Was die Europa-Politik angeht, muss man dann doch zugeben, dass die SPS das besser macht, während Vucic eher in der anderen Himmelsrichtung aktiv ist.
    Kann man nicht mit der FDP vergleichen, da bei uns die Konstellation eine völlig andere ist und noch dazu kommt, dass die SPS den Premierminister stellt, der gleichzeitig Innenminister ist. Naja, wenn man den Worten von Aleksandar Vucic jetzt glauben darf, ist er genauso ein Verfechter des europäischen Wegs, ohne ihn würde doch nichts gehen, den er ist de facto der wichtigste Mann der Regierung, das weiß jeder.

  3. #173
    Avatar von Dissention

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    Zitat Zitat von Singidunum Beitrag anzeigen
    Kann man nicht mit der FDP vergleichen, da bei uns die Konstellation eine völlig andere ist und noch dazu kommt, dass die SPS den Premierminister stellt, der gleichzeitig Innenminister ist. Naja, wenn man den Worten von Aleksandar Vucic jetzt glauben darf, ist er genauso ein Verfechter des europäischen Wegs, ohne ihn würde doch nichts gehen, den er ist de facto der wichtigste Mann der Regierung, das weiß jeder.
    Ja diese Konstellation mit Dacic ist recht einzigartig ... damals hat sie hat Sinn gemacht, zum Einen weil niemand wusste, dass die SNS die Schiene fährt, die sie fährt und zum anderen um Sicherzustellen, dass Nikolic nicht allzu viel Macht erhält. Ich denke nach der nächsten Wahl werden wir wieder eine normale Regierungskoalition erleben.

    Vucic ist selbstverständlich der mächtigste Mann im Staat und trotzdem bin ich froh, dass wir keine Einparteienregierung haben - die mag ich persönlich nicht ^^

  4. #174
    Avatar von TigerS

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    Ex-IWF-Chef: Strauss-Kahn wird Finanzberater von Serbien

    Nach den Skandalen tritt Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn vor allem als Wirtschaftsberater auf. Neben Aufträgen für russische Unternehmen soll der Franzose jetzt Serbien helfen, seine Schulden loszuwerden.


    Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn: Künftig wird er Serbien beraten
    Belgrad - Der frühere IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn berät künftig die serbische Regierung in Finanzfragen. Strauss-Kahn werde Serbien helfen, seine Schulden abzubauen, sagte Serbiens Vize-Regierungschef Aleksandar Vucic am Freitag. Der 64-jährige Finanzexperte werde in den kommenden Tagen in Belgrad erwartet.


    Mit Strauss-Kahn sei eine grundsätzliche Übereinkunft über eine Zusammenarbeit getroffen worden, es müssten nur noch einige Details geklärt werden, sagte Vucic weiter. "Er war nicht besonders zufrieden, als er den Zustand unserer Finanzen gesehen hat, aber er hat schon Lösungen vorgeschlagen." Noch vor wenigen Wochen hatte Strauss-Kahns Büro einen Zeitungsbericht über eine mögliche Zusammenarbeit mit der serbischen Regierung als "Witz" bezeichnet. Strauss-Kahn war im Mai 2011 als IWF-Chef zurückgetreten, nachdem er in New York wegen Vergewaltigungsvorwürfen festgenommen worden war. Ein Strafprozess wurde später wegen mangelnder Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers eingestellt. In Frankreich steht Strauss-Kahn wegen Sex-Partys mit Prostituierten ein Prozess wegen "schwerer gemeinschaftlicher Zuhälterei" bevor.
    "Ich habe meinen Freund, den Scheich, gefragt"
    Kurz bevor Strauss-Kahn den Job antreten soll, machte Serbien noch einen eigenen Vorstoß: Das Land will einen Milliardenkredit bei den Arabischen Emiraten aufnehmen. "Ich habe kürzlich (...) meinen Freund, Scheich bin Sajid, nach zwei bis drei Milliarden Dollar gefragt, zu niedrigsten Zinsen, für 20 bis 30 Jahre", sagte der serbische Vize-Ministerpräsident Aleksandar Vucic. Die Gelder würden verwendet, um Schulden zurückzuzahlen.
    Strauss-Kahn, einst französischer Finanzminister und möglicher Präsidentschaftskandidat der Sozialisten, hat inzwischen nach eigenem Bekunden alle politischen Ambitionen aufgegeben und will stattdessen als Wirtschaftsberater arbeiten. Zuletzt hatte er Posten in den Aufsichtsräten von zwei russischen Finanzinstitutionen übernommen.





    Strauss-Kahn wird Finanzberater von Serbien - SPIEGEL ONLINE
    gruß

    - - - Aktualisiert - - -

    Siemens" verdoppelt Mitarbeiteranzahl und sucht nach Zulieferern in Serbien - Produktionsstandort für Windkraftanlagen in Subotica feiert 10. Jahrestag Donnerstag, 12. 09. 2013.|16:41 | Quelle: eKapija


    "Siemens" will bis Ende Spetember 90 Mitarbeiter in Subotica beschäftigen und die Mitarbeiteranzahl in den folgenden fünf Jahren verdoppeln. Die Produktionsstätte in Subotica verspricht die Verdoppelung der Produktion bis 2016 sowie die Aufnahme der Zusammenarbeit mit einheimischen Zulieferern für 80 Komponenten, die bisher eingeführt wurden.
    "Siemens" beschäftigt insgesamt 700 Mitarbeiter in Serbien, davon 86 Ingenieure, gab Tihomir Rajlić, Generaldirektor, an der gestrigen Feier anlässlich des zehten Jahrestags des Produktionsstandortes in Subotica bekannt.
    - Uns ist in diesen zehn Jahren gelungen, dass "Siemens" als Synonim für die erfolgreiche Produktion im Bereich der erneuerbaren Energien in Serbien erkannt wird. Wir starteten mit 10 Mitarbeitern. Unser Team wurde ab dem Anfang 2013 um 230 neue Arbeiter erweitert und zählt momentan 700 Mitarbeiter, qualifiziert für die Anwendung der modernen Technologien. Wir haben vor, die Mitarbeiteranzahl in den folgenden fünf Jahren zu verdoppeln. Wir werden eine neue Produktionsanlage eröffnen, in welcher Elektromotoren für Schienenfahrzeuge zu erzeugen sind. Es handelt sich um eine völlig andere Technologie, die völlig andere Kenntnisse verlangt - so Rajlić.
    Sie starteten die Herstellung von den modernsten Technologien für erneuerbare Energien in einem Raum von 150 m2, und die Anlagen nehmen heute eine Fläche von 30.000 m2 ein. Mehr als 23 Mio. Euro wurden bisher in die Entwicklung der Produktion investiert.


    Auf die Frage des Wirtschaftsportals "eKapija", wie man die angekündigten 10 Mio. Euro in den folgenden drei Jahren investieren wird, antwortete der Direktor von "Siemens", dass diese Summe für eine neue Produktionsstätte, für die Erweiterung der Halle für die Impregnierung sowie in die technische Verbesserung der bestehenden Fertigungslinien vorgesehen ist.
    Im Produktionsstandort in Subotica wurden in den ersten zehn Jahren bzw. bis Ende 2012, 15.065 Generatoren für Windkraftanlagen erzeugt. Jede vierte Windkratanlage in Europa hat einen in Subotica hergestellten Generator.
    Seit der Eröffnung des Produktionsstandortes in Subotica nahmen die Exporte von Jahr zu Jahr zu. Mit einem Exportergebnis von 1,28 Mio. Euro 2003 war "Siemens" der 308. Exporteur in Serbien. Das Unternehmen gehört jetzt zu 10 größten Exporteuren in Serbien. Seine Exporte sollten in diesem Jahr, Ankündigungen zufolge, den Wert von 156 Mio. Euro erreichen.
    - Eine Hälfte der Generatoren, die wir in Serbien herstellen, führen wir in die Europäische Union und den Rest in die USA aus. Wir haben vor, die Exporte 2016 zu verdoppeln bzw. auf fast 300 Mio. Euro zu erhöhen - kündigt der erste Mann von "Siemens" in Serbien an.



    "Siemens" sucht nach 80 Zulieferern in Serbien
    "Siemens" will Ende Oktober eine Messe für potenzielle Zulieferer veranstalten und einheimischen Unternehmen die Herstellung von bisher eingeführten Komponenenten für Windgeneratoren bieten.
    - An der Messe in Subotica werden wir die Vorteile und Bedingungen für die Zusammenarbeit mit "Siemens" präsentieren sowie Treffen mit künftigen, potenziellen Partnern aus Serbien veranstalten. Wir werden Klein- und Mittelstandsunternehmen beten, 80 Komponenten für unsere Fabrik in Subotica herzustellen - sagte Rajlić und fügte hinzu, dass es um Lieferungen im Gesamtwert von fast einer Mrd. Dinar jährlich geht.
    "Siemens" hat bisher mit folgenden Herstellern von Werkzeugen und Maschinen zusammengearbeitet: "Linde viljuškari", "Alatplast", "Lindemann", "Rotel", SZR "Su-met", "Sualati", "Tehnoserv", SZR "Kaltes".
    Im Produktionsstandort in Subotica konstruieren Ingenieure selbst Werkzeuge und Maschinen für die Produktion, was dem Unternehmen in den letzten zehn Jahren die Einsparungen von 2,383 Mio. Euro ermöglichte. Es ist zwar nicht Teil des Businessplans, aber dieses Segment wurde bisher so perfektioniert, dass diese Maschinen für andere "Siemens"-Werke in Deutschland und China ausgeführt werden.

    (Gäste aus dem Ministerium und der Stadt in der Fabrik in Subotica)
    Staats- und Gemeindeverwaltung unterstützen "Siemens" in Subotica
    Die Ministerin für Energiewirtschaft, Entwicklung und Umweltschutz wohnte der Jubiläumsfeier von "Siemens" in Subotica bei.
    - Ich gratuliere zum zehnten Jahrestag von "Siemens" in Subotica. Sehr wichtig für uns und beneidenswert für andere Unternehmen ist die Tatsache, dass dieses Unternehmen jüngere Menschen beschäfigt. Das Durschnittsalter der Beschäftigten beträgt 31. Ich weiß, dass die letzten zehn Jahren überhaupt nicht leicht waren, es gab viele Herausforderungen. Die Beharrlichkeit dieses Investors stellt ein gutes Beispiel für alle künftigen Investoren, aber auch eine Warnung für uns als Regierung dar, uns um die Verbesserung des Geschäftsumfelds für neue Investoren mehr zu bemühen - sagte Mihajlović.
    Auf unsere Frage, wann die erste Windkraftanlage in Serbien in Betrieb genommen wird, antwortete der Direktor von "Siemens", dass das ausschließlich von Investoren abhängt. "Siemens" ist als Hersteller für die Zusammenarbeit bereit. Die Ministerin war viel optimistischer und sagte, dass die erste Windkraftlage in Serbien aus dem Werk in Subotica stammen wird.

    http://www.ekapija.com/website/sr/page/785532_de

    gruß

  5. #175
    Avatar von Aviator

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    Zitat Zitat von Dissention Beitrag anzeigen
    Der Süden ist leider noch weit entfernt von dem Wort "immer stärker", ich mein, die schaffen es noch nichtmal den Flughafen in Nis ein wenig an den internationalen Flugverkehr anzubinden, dabei wäre durchaus Potential da ...
    Du hast vollkommen Recht mein Freund...darum betonte ich ja ausschliesslich die Entwicklung der Landwirtschaft

  6. #176
    Avatar von TigerS

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    Strauss-Kahn soll Serbien retten

    Der frühere Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, will die vom Bankrott bedrohte Wirtschaft Serbiens retten.
    Zwar habe er keinen Zauberstab für das verarmte Balkanland, „aber ich glaube, dass es möglich ist, die Probleme zu lösen und Erfolg zu haben“, sagte der 64-Jährige am Dienstag vor der Presse in Belgrad. Zuvor war er mit den für Wirtschaft und Finanzen zuständigen serbischen Ministern zusammengetroffen.

    Er werde die ersten drei Monate kostenlos für die Regierung arbeiten und dann konkrete Maßnahmen zur Gesundung Serbiens vorschlagen, kündigte Strauss-Kahn an. Fragen, ob er ein Abkommen Serbiens mit dem IWF befürworte oder eine Politik des Sparens oder des Konsums verfolge, ließ der einstige französische Politiker der Sozialisten unbeantwortet. Serbien leidet an einer ausufernden Staatsverschuldung, extrem hoher Arbeitslosigkeit, dem Zusammenbruch seiner Industrie und unfinanzierbaren Sozialsystemen.


    Konjunktur: Strauss-Kahn soll Serbien retten - Wirtschaftsticker - FOCUS Online - Nachrichten


    gruß

  7. #177
    Avatar von Dissention

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    Serbian prime minister visits New Orleans looking to strengthen economic ties

    Prime Minister of Serbia Ivica Dacic, on a visit to New Orleans.JPG
    Serbian Prime Minister Ivica Dacic is visiting New Orleans in September 2013, meeting with business and political leaders and visiting the Port of New Orleans and National World War II Museum as he encourages greater economic and cultural ties between Serbia and New Orleans. (Mark Waller, NOLA.com | The Times-Picayune)

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    Mark Waller, NOLA.com | The Times-Picayune By Mark Waller, NOLA.com | The Times-Picayune
    Email the author | Follow on Twitter
    on September 16, 2013 at 3:26 PM

    The prime minister of Serbia, Ivica Dacic, is in New Orleans, drawn by the city's energy industry, port, mining operations and technology businesses and seeking to encourage investment in Serbia. He's meeting local politicians and business leaders and visiting the Port of New Orleans and National World War II Museum.
    "New Orleans has certain similarities, especially with our capital city," said Dacic, speaking through a translator, about Belgrade, which is a tourism and entertainment hub. The country has a variety of brass band that plays folk music led by trumpet players. Belgrade also is a river city at the confluence of the Danube and Sava but needs to revive its port, making the active port in New Orleans an attraction for the prime minister.
    "Our river port is not sufficiently developed," he said. "They have fallen into disuse."
    His itinerary Monday and Tuesday includes meeting executives of the Freeport McMoRan Copper & Gold mining company, formerly based in New Orleans but now maintaining its headquarters in Phoenix with a continued presence in New Orleans. He said the company is conducting mining exploration in Serbia.
    Dacic also planned to meet with executives of the California-based Chevron oil company, which has a regional office in Covington. And his agenda included meetings with New Orleans Mayor Mitch Landrieu and Police Chief Ronal Serpas.




    Greg Rusovich discusses visit by Serbian prime minister Greg Rusovich, the New Orleans honorary consul general for Serbia, discusses a September 2013 visit to the city by Serbian Prime Minister Ivica Dacic to promote cultural and economic ties.


    "We did come to New Orleans to present Serbia, to talk about possibilities of investing in Serbia," Dacic said, touting his country's trade agreements and what he described as business-friendly tax policies and incentives. "We think we can increase the level of foreign exchange with the U.S.A.," Dacic said, saying trade between the two countries amounts to about $350 million annually. Serbia exports Fiat cars to the United States and ammunition.
    New Orleans is one of few cities in the United States with a Serbian honorary consul general. The post belongs to businessman Greg Rusovich, who is chief executive officer of Transoceanic Trading and Development Co., LLC, chairman of the Greater New Orleans Inc. economic development group and spokesman for the Forward New Orleans civic activist group. GNO Inc. is hosting the prime minister's visit.
    Rusovich took the honorary consul position in 2008, eight years after the first democratically elected government emerged in Serbia following the violent period in the region in the 1990s.
    Rusovich has Serbian heritage. His grandfather served as New Orleans consul general for the royal government in exile from Serbia in the 1950s. His father maintained Serbian cultural ties.
    Serbia and the United States have a poignant connection from World War II, both Dacic and Rusovich said, when Serbians helped rescue American airmen downed in German-occupied territories during what was called the Halyard Mission in 1944. That episode led Dacic to place the World War II Museum on his itinerary.
    Rusovich said it is a sign of the economic significance of New Orleans that the prime minister chose to make this trip. And he said the connection with Serbia could have indirect benefits for New Orleans.
    "If a Louisiana company has a good investment overseas, that helps the Louisiana company," Rusovich said.
    Bin mal gespannt ob es was bringt

  8. #178
    Avatar von TigerS

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    Serbien: 83.000 Tonnen Himbeeren sind nicht genug

    Himbeeren sind Serbiens Exportschlager. 83.000 Tonnen Himbeeren werden jährlich produziert. Nicht genug, sagen die Verantwortlichen und wollen den Produktionswert von 120 Millionen $ vervierfachen.

    Belgrad. Das „rote Gold" werden Himbeeren in Serbien genannt. Kein Wunder, denn Serbien ist nach Russland und Polen der drittgrößte Himbeeren-Exporteur der Welt. Doch zufrieden ist man lange nicht damit. Die Vereinigung der Himbeerproduzenten forderte vergangene Woche, dass die Beere zu einem „strategischen Produkt" Serbiens erklärt, der Export zentralisiert und ein Exportpreis festgelegt werde. Damit, und den geforderten strengeren Kontrollen der Behörden, sollen Dumpingpreise der Kühlhäuser verhindert werden, so die Vereinigung „Serbische Himbeere".
    Die serbischen Himbeerbauern drohten zu Beginn der Erntesaison im späten Frühjahr mit Streiks wegen des zu niedrigen Kilopreises, dieses Szenario wiederholt sich in Serbien jährlich. Im Oktober will nun der Landwirtschaftsausschuss des Parlaments eine öffentliche Sitzung einberufen. Das Potenzial der Früchte für die serbische Landwirtschaft bewerten Experten als enorm. Die serbischen Himbeerproduzenten könnten zwischen 400 und 500 Millionen US-Dollar (299 bis 374 Millionen €) verdienen, schätzte Vojislav Stankovic, Landwirtschaftsberater der serbischen Wirtschaftskammer noch im Sommer.
    Links zum Thema:
    Geiz ist alles andere als geil
    Tiefkühlbeeren verbreiten Hepatitis
    Lebensmittel: Lücken in der Kontrolle
    Doch die jetzige Produktion hält bei einem Wert von etwa 120 Millionen Dollar. Serbien produziert jährlich 83.000 Tonnen Himbeeren im Schnitt. Himbeeren sind Hauptträger des serbischen Obstexports, teilt das Landwirtschaftsministerium auf Anfrage mit. Doch der Anteil ist in den vergangenen Jahren gesunken - von 62 Prozent im Jahr 2008 auf knapp 37 Prozent im Vorjahr. Etwa 50.000 Menschen haben mit der Himbeerproduktion zu tun, überwiegend im Norden des Landes. Warum der Ertrag niedriger bleibt, als potenziell möglich, liege in den Produktionsbedingungen.
    Einerseits dominiert in Serbien zu 87 Prozent die Sorte Vilamet, dabei gäbe es viel produktivere Sorten. Andererseits seien die Anlagen kaum bewässert, die Ernte und die Verpackung finde unter unhygienischen Bedingungen statt, weswegen es die Früchte nicht in die höchste Klasse schaffen, was den Preis drücke, sagte Stankovic zur serbischen Nachrichtenagentur Tanjug.
    2012 wurde Serbien bei der Himbeerproduktion von Polen überholt - dort wurden 127.000 Tonnen geerntet. Im Schnitt hatten die Polen bisher 50.000 Tonnen jährlich produziert. Den Unterschied machte die Umstellung auf eine andere Sorte, die innerhalb weniger Monate Früchte trägt, mehr Ernten waren möglich.
    Beeren-Skandal in Italien
    Vom Skandal in Italien mit tiefgekühlten Beeren war Serbien bisher nicht betroffen. Das Landwirtschaftsministerium bekräftigt, dass regelmäßige Qualitäts- und Sicherheitskontrollen sowie Weiterbildungsmaßnahmen durch die zuständigen Behörden stattfinden. Das Testen der Früchte auf Noroviren sei Voraussetzung für den Export. Gezielte Qualitätskontrollen verstärkt das Ministerium nach eigenen Angaben in der Zeit des Verkaufs.

    Serbien: 83.000 Tonnen Himbeeren sind nicht genug « WirtschaftsBlatt.at


    gruß

  9. #179
    Avatar von TigerS

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    Berater Gusenbauer und Strauss-Kahn: Verstärkung für Serbien

    Analyse | Andrej Ivanji aus Belgrad, 20. September 2013, 15:24

    • foto: apa/gindl
      Alfred Gusenbauer - hier noch beim Forum Alpbach - wird nun neben dem kasachischen Präsidenten auch die serbische Regierung beraten.




    Ehemaliger IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn und Österreichs Exkanzler Alfred Gusenbauer sind neue Berater der serbischen Regierung

    Richtig stolz schien der starke Mann Serbiens Aleksandar Vucic zu sein, als er am Freitag im Regierungsgebäude in Belgrad mit Alfred Gusenbauer vor die Kameras trat. Noch vor einem Jahr hätte der ehemalige Ultranationalist nicht einmal davon träumen können, eines Tages einen Exkanzler Österreichs als Berater zu haben. Doch die Europäische Union steht heute auf der politischen Agenda des serbischen Vizepremiers und Chefs des Serbischen Fortschrittspartei (SNS). Und dabei soll ihm Gusenbauer mit Rat und Tat zur Seite stehen.


    "Sein Job wird sein Serbien auf dem Weg in die EU mit seinen Bekanntschaften und seinem Ansehen zu unterstützen", sagte Vucic und lobte Gusenbauer als einen "sehr gewidmeten und fleißigen" Menschen.
    Der Österreicher erwiderte die Komplimente. Er sei geehrt wegen dem Angebot, viele seiner Kollegen aus der europäischen Politik wüssten sich an seiner Stelle glücklich zu schätzen. Er hoffe, über seine Kontakte in der Geschäftswelt Investitionen nach Serbien bringen zu können und sei optimistisch gestimmt bezüglich des gemeinsamen Projektes, denn er erkenne die "positive Energie" in Serbien, den Weg zur EU trotz aller Schwierigkeiten zu meistern.
    Strauss-Kahn als Experte für wirtschaftliche Misere

    "Gemeinsam werde man ein neues Bild Serbiens schaffen", sagte Gusenbauer, "eines Landes, das gegen die Korruption kämpft, seine Institutionen ausbaut, Investoren anzieht und sich reformiert, um eine besseres Leben für seine Bürger zu ermöglichen und die Wirtschaft anzukurbeln."
    Während man in Belgrad von Gusenbauer erwartet den EU-Integrationsprozess zu beschleunigen, soll ein anderer "ausländischer Experte" Serbien aus der finanziellen und sozialen Misere heraushelfen: Dominique Strauss-Kahn, ehemaliger Chef des Internationalen Währungsfonds IWF und fast-Präsidentsschaftskandidat der französischen Sozialisten.
    Die Begründung der serbischen Regierung, die beiden ins serbische Boot zu holen, klang plausibel: Serbien steht das Wasser wirtschaftlich bis zum Halse; es kann aus eigener Kraft die angehäuften Probleme nicht meistern; Serbien hat nicht ausreichend Fachleute, und deshalb werde man sich nach Experten im Ausland umschauen.
    Keine Vorträge über Ethik

    Dass gegen Strauss-Kahn in Frankreich wegen Sexaffären ermittelt wird, und Gusenbauer in Österreich unter Spionageverdacht steht, weil er während seines früheren Beraterjobs geheime Dokumente an die Regierung Kasachstans weitergegeben haben soll, scheint in Serbien niemanden zu stören: serbische Politiker haben schon ganz andere Affären unversehrt überlebt. Es gibt kaum einen, der nicht der Veruntreuung, des Amtsmissbrauchs, oder der Zusammenarbeit mit der Mafia, der Kriegshetzerei, der Verantwortung für Kriegsverbrechen usw. bezichtigt wurde. Serbien ist ein Land der Affären, ohne gerichtliche Epiloge. Da fallen Strauss-Kahn und Gusenbauer nicht auf.
    Image aufbessern

    Die Geschäftsbeziehung Gusenbauers zum kasachischen Präsidenten Nasarbajew zeigt aus serbischer Sicht nur, wie loyal er gegenüber seinen Arbeitgebern ist. Strauss-Kahn soll in Serbien nicht Vorträge über Ethik halten, heißt es, sondern helfen frisches Geld in das verschuldete Land mit der leeren Staatskasse heranzuschaffen, in dem die Arbeitslosigkeit bei rund 30 Prozent liegt, und Haushaltsdefizit und Staatsverschuldung unaufhaltsam steigen. Notwendige Reformen in der Wirtschaft und dem aufgeblasenen Staatssektor werden ohne ein Übereinkommen mit dem IWF und der Weltbank nicht zu meistern sein. Und da erhofft man sich, dass Strauss-Kahn den Weg für Serbien ebnet. Trotz seines angeschlagenen moralischen Rufs, stellt seine Fachkenntnisse niemand in Frage.
    Die wenigen Kritiker in Serbien meinen allerdings, dass zwei ausländische Berater, so prominent sie auch sein mögen, gegen die zu Hause ermittelt wird, nicht gerade das Image Serbiens im Westen verbessern würden. Doch es sind vereinsamte Stimmen, die fordern, dass moralische Fragen nicht außer Acht gelassen werden dürfen, selbst wenn Existenzfragen gelöst werden müssen. Bei den meisten Serben kommt das Anwerben von Strauss-Kahn und Gusenbauer hingegen sehr gut an, nach dem Motto: Schaut was für tolle Kerle wir sind, wenn sogar der ehemalige IWF-Chef und ein österreichischer Exkanzler für uns arbeiten wollen. (Andrej Ivanji, derStandard.at, 20.9.2013)



    Berater Gusenbauer und Strauss-Kahn: Verstärkung für Serbien - Serbien - derStandard.at

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  10. #180
    Avatar von TigerS

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    Serbien will Autobahnbau nur an Chinesen vergeben

    Belgrad plant den Bau, die Nutzung und Aufrechterhaltung eines 152 Kilometer langen Autobahnteils am Korridor 11. Zum Zug sollen nur chinesische Firmen kommen. Der Auftrag mit Alpine wurde im August gekündigt.

    Serbien will die Konzession für eine 151,7 Kilometer lange Autobahn-Teilstrecke am Korridor 11, der Belgrad mit Montenegro verbindet, nur ausschließlich an chinesische Firmen erteilen. Der Staatssekretär im serbischen Bauministerium Miodrag Jocic hat dies am heutigen Montag gegenüber der staatlichen Presseagentur Tanjug bestätigt.

    Auftrag mit Porr und Alpine 2008 aufgelöst
    Das österreichische Konsortium von Porr und Alpine hatte 2007 den Auftrag für den Autobahnbau von Horgos in der Vojvodina nach Pozega im Südwestserbien erhalten. Die Konzession für den Betrieb und die Erhaltung der 322 Kilometer langen Autobahn wurde für 25 Jahre vergeben. Der Vertrag wurde im Dezember 2008 aufgelöst.
    Der Alpine wurde zuletzt im August 2013 ein Großauftrag beim Autobahnbau am Korridor 10 gekündigt. Mehr dazu hier.
    Chinesen bauen schon

    An der genannten Strecke sind zwischen Obrenovac und Preljina (103 Kilometer) die Autobahn-Bauarbeiten derzeit dank einem aserbaidschanischen und chinesischen Kredit bereits im Gange.

    Zwei weitere Teilstrecken zwischen Surcin und Obrenovac bei Belgrad und Preljina und Pozega im Südwestserbien sollen von dem nun gesuchten chinesischen Konzessionär errichtet werden.

    Neue Angebote bis 25. Oktober
    Chinesische Firmen wurden aufgefordert, ihre Angebote für den Bau, Nutzung und Aufrechterhaltung der Autobahn-Teilstrecke bis zum 25. Oktober zuzustellen. Zur Teilnahme an der Ausschreibung sind Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens zwei Milliarden Euro jährlich in den letzten drei Jahren berechtigt. Auch sollten sie mindestens 150 Kilometer Autobahn in den letzten fünf Jahren errichtet haben, berichtete Tanjug. (apa/pm)


    Autobahnbau: Serbien will Autobahnbau nur an Chinesen vergeben « SOLID - Wirtschaft und Technik am Bau. Österreichs Magazin für Baugewerbe, Bauindustrie und Immobilien.


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