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Wirtschaft der Türkei - Türkiye Ekonomisi - Economy of Turkey

Erstellt von Popeye, 24.12.2007, 03:46 Uhr · 2.981 Antworten · 252.404 Aufrufe

  1. #1521

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    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    Das Thema wurde hier schon vor Wochen abgefrühstückt
    oh sorry habs dann wohl verpasst

  2. #1522
    Avatar von hippokrates

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    Drama in der Türkei: Mutter begeht Selbstmord, weil sie ihre Kinder nicht mehr ernähren kann

    Emine Akçay war verzweifelt. Die zweifache Mutter aus der süd-türkischen Provinz Adana konnte ihren Kindern nichts mehr zu Essen kaufen. Auch Kohle, um sie vor der Kälte zu schützen, war nicht drin. Ihr letzter Ausweg: Sie erhängte sich.


    Der dramatische Selbstmord aus Armut trug sich laut türkischen Medienberichten am vergangenen Donnerstagabend in der Umgebung von Aydınlar im Distrikt Seyhan zu. Die verzweifelte Frau, die einen sechsjährigen Sohn und eine erst sieben Monate alte Tochter hinterlässt, wusste offenbar nicht mehr ein und aus, nachdem ihr Ehemann seine Arbeitsstelle verloren hatte.

    Erst vor zwei Monaten hatte Hüseyin Akçay einen Job auf einer Baustelle in der Provinz Osmaniye gefunden. Doch das Geld, das er mit seiner Anstellung nach Hause brachte, reichte hinten und vorne nicht. Das Paar hatte, so berichten Nachbarn, hohe Schulden (Kinderarmut ist laut Daniel Schraad-Tischler, Projektmanager für Evidenzbasierte Politikstrategien in der Bertelsmann-Stiftung, auch heute noch ein großes Problem in der Türkei – mehr hier).

    Drama in der Türkei: Mutter begeht Selbstmord, weil sie ihre Kinder nicht mehr ernähren kann | DEUTSCH TÜRKISCHE NACHRICHTEN



    Hippokrates

  3. #1523
    Avatar von Dikefalos

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    Zitat Zitat von hippokrates Beitrag anzeigen
    Drama in der Türkei: Mutter begeht Selbstmord, weil sie ihre Kinder nicht mehr ernähren kann

    Emine Akçay war verzweifelt. Die zweifache Mutter aus der süd-türkischen Provinz Adana konnte ihren Kindern nichts mehr zu Essen kaufen. Auch Kohle, um sie vor der Kälte zu schützen, war nicht drin. Ihr letzter Ausweg: Sie erhängte sich.


    Der dramatische Selbstmord aus Armut trug sich laut türkischen Medienberichten am vergangenen Donnerstagabend in der Umgebung von Aydınlar im Distrikt Seyhan zu. Die verzweifelte Frau, die einen sechsjährigen Sohn und eine erst sieben Monate alte Tochter hinterlässt, wusste offenbar nicht mehr ein und aus, nachdem ihr Ehemann seine Arbeitsstelle verloren hatte.

    Erst vor zwei Monaten hatte Hüseyin Akçay einen Job auf einer Baustelle in der Provinz Osmaniye gefunden. Doch das Geld, das er mit seiner Anstellung nach Hause brachte, reichte hinten und vorne nicht. Das Paar hatte, so berichten Nachbarn, hohe Schulden (Kinderarmut ist laut Daniel Schraad-Tischler, Projektmanager für Evidenzbasierte Politikstrategien in der Bertelsmann-Stiftung, auch heute noch ein großes Problem in der Türkei – mehr hier).

    Drama in der Türkei: Mutter begeht Selbstmord, weil sie ihre Kinder nicht mehr ernähren kann | DEUTSCH TÜRKISCHE NACHRICHTEN



    Hippokrates
    Extra für last haiwan tuaf.....ousttttttttt malaka.


    Statistik: Jeder dritte Türke gilt als “arm”

    34,9% der Türken leben knapp an der Armutsgrenze oder sogar darunter. Das zeigen die aktuellen Zahlen zum Durchschnittsverdienst des Statistikinstitut der Türkei (TÜKİK). Einem wohlhabenden Haushalt steht demnach acht Mal mehr Geld zu Verfügung als einem armen.





    Themen: Einkommen, TÜKIK
    Wie das Statistikinstitut der Türkei (TÜKİK) mitteilt, liegt der durchschnittliche Pro-Kopf-Verdienst eines Haushalts in der Türkei bei 22.630 Lira, also knapp 9.000 Euro pro Jahr. Außerdem, so ein weiteres Ergebnis der „Untersuchgen zum Einkommen und den Lebensbedingungen 2010” verdienen die Reichsten im Land acht Mal so viel wie die Ärmsten. Ein Jahr zuvor lag der Unterschied etwas höher bei 8,5 Prozent.
    Den Erhebungen zufolge leben 16,9 Prozent der Bevölkerung knapp an der Armutsgrenze, 18 Prozent hingegen ständig darunter. Das Statistikinstitut teilt mit, dass 43,7 Prozent des Durchschnittseinkommens das Gehalt ausmacht, 20,5 Prozent sind Sozialleistungen und 20.2 Prozent aus selbstständigen Einnahmen.
    Der größte Teil der Sozialleistungen wiederrum sind mit 91 Prozent Rente und Hinterbliebenen- oder Waisengeld.
    Im Vergleich dazu beträgt das Durchschnittseinkommen in Deutschland pro Haushalt rund 2.700 Euro im Monat, teilt das Bundesamt für Statistik mit. Das sind über 32.000 Euro im Jahr. Das ist das Netto-Durchschnittseinkommen nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben. Davon bleiben rund 1.350 Euro zur freien Verfügung. Das höchste Durchschnittseinkommen erreichen Beamtenhaushalte, das niedrigste Studenten nach Arbeitslosen und Rentner.
    Im europäischen Ländervergleich wird in Luxemburg am meisten verdient. Deutschland liegt unter den wichtigsten Industriestaaten auf Platz 15.

  4. #1524
    Avatar von hippokrates

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    Türkische Familien im Schuldensumpf: Gut zwei Millionen droht eine Eintreibung

    Die Haushaltslage vieler türkischer Familien ist desolat. In den vergangenen neun Jahren sind ihre Verbindlichkeiten um das 18-fache angestiegen. Ihr Gehalt hat sich im gleichen Zeitraum allerdings nur verdoppelt. Darauf hat jetzt ein Abgeordneter der türkischen Opposition hingewiesen.





    Viele türkische Familien sind in einen Teufelskreis aus immer neuen Schulden geraten. (Foto: Peter Gerdes/flickr)

    Millionen türkische Haushalte droht die Eintreibung ihrer Schulden, warnt Sinan Aygun, ein Abgeordneter der türkischen Oppositionspartei CHP. Sinan Aygun, der auch etliche Jahre Leiter der Handelskammer in Ankara war, hat dazu nun eine entsprechende Untersuchung vorgelegt, wie die italienische Nachrichtenagentur ANSAmed berichtet.

    „Die Entwicklungen der vergangenen zehn Jahre zeigen, dass die Schulden der türkischen Familien wie ein Schneeball anwachsen”, so Aygun in einer Stellungnahme. Von einer niedrigeren Schuldenrate als sie etwa in einigen anderen europäischen Ländern herrsche, solle man sich jedoch nicht täuschen lassen. Die Türkei nähere sich hier Europa an. So habe die Verschuldung der türkischen Familien mittlerweile 50 Prozent des den Familien zur Verfügung stehenden Einkommens überstiegen und 45 Prozent der finanziellen Vermögenswerte.

    Problem made in Turkey: Schulden mit Schulden tilgen

    Das Problem liegt für den CHP-Abgeordneten auf der Hand: Türkische Bürgerinnen und Bürger würden ihren Konsum über Schulden finanzieren (die Zahl der ungedeckten Schecks wächst derzeit dramatisch – mehr hier). Anschließend versuchten diese Schulden dann über neue Schulden tilgen. Gleichzeitig sinkt Ihr reales Einkommen jedoch. „Mehr als zwei Millionen laufen derzeit Gefahr, dass die Schuldeneintreiber aufgrund ihrer Schulden bei den Banken, tätig werden”, so Aygun weiter (dabei tun auch die türkischen Banken ihr Übriges, um ihre Kunden in die Schuldenfalle zu locken – mehr hier).
    Wie das Türkische Statistik Insitut (TÜKİK) bereits Mitte Dezember vergangenen Jahres mitteilte, liege der durchschnittliche Pro-Kopf-Verdienst eines türkischen Haushalts bei 22.630 Lira, also etwa knapp 9.000 Euro pro Jahr. Immerhin: jeder dritte Türke gilt als “arm”. Den Erhebungen zufolge leben 16,9 Prozent der Bevölkerung knapp an der Armutsgrenze, 18 Prozent hingegen ständig darunter. Außerdem, so ein weiteres Ergebnis der „Untersuchungen zum Einkommen und den Lebensbedingungen 2010” verdienen die Reichsten im Land acht Mal so viel wie die Ärmsten. Ein Jahr zuvor lag der Unterschied noch etwas höher bei 8,5 Prozent (34,9 Prozent der Türken leben knapp an der Armutsgrenze oder sogar darunter – mehr hier).

    Monatliche Ausgaben in der Türkei sind gestiegen

    Und noch eine weitere, in diesem Zusammenhang stehende Entwicklung wurde dieser Tage bekannt: Die monatlichen Ausgaben in der Türkei sind 2011 auf durchschnittlich knapp 1.000 Euro gestiegen, während diese im Jahr 2010 noch 850 Euro betrugen. Auch das geht aus aktuellen Zahlen des TÜKİK hervor. Und das, obwohl die Ausgaben in den meisten Bereichen gesunken sind. Vor allem, um die Mobilitätskosten zu decken, mussten die Türken allerdings in diesem Jahr tiefer in die Tasche greifen (In den Städten liegen die Lebenshaltungskosten mit 1.100 Euro leicht über dem Durchschnitt – mehr hier).

    Türkische Familien im Schuldensumpf: Gut zwei Millionen droht eine Eintreibung | DEUTSCH TÜRKISCHE NACHRICHTEN



    Hippokrates

  5. #1525
    Avatar von hirndominanz

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    Zitat Zitat von hippokrates Beitrag anzeigen
    Türkische Familien im Schuldensumpf: Gut zwei Millionen droht eine Eintreibung

    Die Haushaltslage vieler türkischer Familien ist desolat. In den vergangenen neun Jahren sind ihre Verbindlichkeiten um das 18-fache angestiegen. Ihr Gehalt hat sich im gleichen Zeitraum allerdings nur verdoppelt. Darauf hat jetzt ein Abgeordneter der türkischen Opposition hingewiesen.





    Viele türkische Familien sind in einen Teufelskreis aus immer neuen Schulden geraten. (Foto: Peter Gerdes/flickr)

    Millionen türkische Haushalte droht die Eintreibung ihrer Schulden, warnt Sinan Aygun, ein Abgeordneter der türkischen Oppositionspartei CHP. Sinan Aygun, der auch etliche Jahre Leiter der Handelskammer in Ankara war, hat dazu nun eine entsprechende Untersuchung vorgelegt, wie die italienische Nachrichtenagentur ANSAmed berichtet.

    „Die Entwicklungen der vergangenen zehn Jahre zeigen, dass die Schulden der türkischen Familien wie ein Schneeball anwachsen”, so Aygun in einer Stellungnahme. Von einer niedrigeren Schuldenrate als sie etwa in einigen anderen europäischen Ländern herrsche, solle man sich jedoch nicht täuschen lassen. Die Türkei nähere sich hier Europa an. So habe die Verschuldung der türkischen Familien mittlerweile 50 Prozent des den Familien zur Verfügung stehenden Einkommens überstiegen und 45 Prozent der finanziellen Vermögenswerte.

    Problem made in Turkey: Schulden mit Schulden tilgen

    Das Problem liegt für den CHP-Abgeordneten auf der Hand: Türkische Bürgerinnen und Bürger würden ihren Konsum über Schulden finanzieren (die Zahl der ungedeckten Schecks wächst derzeit dramatisch – mehr hier). Anschließend versuchten diese Schulden dann über neue Schulden tilgen. Gleichzeitig sinkt Ihr reales Einkommen jedoch. „Mehr als zwei Millionen laufen derzeit Gefahr, dass die Schuldeneintreiber aufgrund ihrer Schulden bei den Banken, tätig werden”, so Aygun weiter (dabei tun auch die türkischen Banken ihr Übriges, um ihre Kunden in die Schuldenfalle zu locken – mehr hier).
    Wie das Türkische Statistik Insitut (TÜKİK) bereits Mitte Dezember vergangenen Jahres mitteilte, liege der durchschnittliche Pro-Kopf-Verdienst eines türkischen Haushalts bei 22.630 Lira, also etwa knapp 9.000 Euro pro Jahr. Immerhin: jeder dritte Türke gilt als “arm”. Den Erhebungen zufolge leben 16,9 Prozent der Bevölkerung knapp an der Armutsgrenze, 18 Prozent hingegen ständig darunter. Außerdem, so ein weiteres Ergebnis der „Untersuchungen zum Einkommen und den Lebensbedingungen 2010” verdienen die Reichsten im Land acht Mal so viel wie die Ärmsten. Ein Jahr zuvor lag der Unterschied noch etwas höher bei 8,5 Prozent (34,9 Prozent der Türken leben knapp an der Armutsgrenze oder sogar darunter – mehr hier).

    Monatliche Ausgaben in der Türkei sind gestiegen

    Und noch eine weitere, in diesem Zusammenhang stehende Entwicklung wurde dieser Tage bekannt: Die monatlichen Ausgaben in der Türkei sind 2011 auf durchschnittlich knapp 1.000 Euro gestiegen, während diese im Jahr 2010 noch 850 Euro betrugen. Auch das geht aus aktuellen Zahlen des TÜKİK hervor. Und das, obwohl die Ausgaben in den meisten Bereichen gesunken sind. Vor allem, um die Mobilitätskosten zu decken, mussten die Türken allerdings in diesem Jahr tiefer in die Tasche greifen (In den Städten liegen die Lebenshaltungskosten mit 1.100 Euro leicht über dem Durchschnitt – mehr hier).

    Türkische Familien im Schuldensumpf: Gut zwei Millionen droht eine Eintreibung | DEUTSCH TÜRKISCHE NACHRICHTEN



    Hippokrates
    Scheiß was drauf, laut Tu-eufelchen, Hauptsache man kann Hubschrauber bauen.

  6. #1526

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    die letzte bilder aus der Türkei wegen des harmlosen Mohamed Videos die in der ganze Welt ausgestrallt wurde über den Islamismus und den hass gegenüber andersgläubigen wird Türkei sicher ein Urlaubsziel für die westliche Welt sein.
    Die Bombenanschläge die Tag täglich durch terroristen verübt werden sind ein herzlichst wilkommen für Touristen, und dass sterben auf öffenlichen Strassen aufgrund mangelder ernährung runden dass negative Bild der Türkei auf.
    Statt dessen sind einige verblendete türkische User hier und wollen uns vom Osterhasen erzählen.

    man man man diesse Mehmets




    Willkommenm in Türkye

  7. #1527
    Avatar von Dikefalos

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    Blödmann tuaf wäre besser beraten,wenn er sich weniger um griechenland kümmern würde....sonder mehr um die hauseigenen probleme.

    "Kinderarmut ist noch ein großes Problem in der Türkei"

    Daniel Schraad-Tischler, Projektmanager für Evidenzbasierte Politikstrategien in der Bertelsmann-Stiftung, erläutert die Hauptergebnisse der aktuellen Studie über soziale Gerechtigkeit in den OECD-Staaten mit dem speziellen Fokus auf Deutschland und die Türkei, die in der Untersuchung auf dem letzten Platz rangiert.





    Themen: Armutsvermeidung, Bertelsmann-Stiftung, Chancengleichheit, Daniel Schraad-Tischler, Generationengerechtigkeit, Gerechtigkeitsindex, Inklusion in den Arbeitsmarkt, Kinderarmut, Migrationshintergrund, OECD-Staaten, Soziale Kohäsion, Studie über soziale Gerechtigkeit, Teilhabegerechtigkeit, Türkei, Verwirklichungschancen, Zugang zu Bildung
    Kinderarmut, ist nach den Zahlen der OECD noch ein großes Problem in der Türkei (Foto: GunnarInIstanbul)

    Deutsche-Türkische-Nachrichten: Was kann man sich unter einem Gerechtigkeitsindex vorstellen? Wie wird Gerechtigkeit gemessen?
    Daniel Schraad-Tischler: Es wird wohl immer umstritten bleiben, was eine sozial gerechte Gesellschaft ausmacht und zu welchem Grad Gerechtigkeit überhaupt erstrebenswert ist. Wir haben unserem Index das Konzept der „Teilhabegerechtigkeit“ zugrunde gelegt, das wir für zukunftsfähig und konsensfähig halten. Wir messen, inwieweit es den 31 Ländern gelingt, gleiche Verwirklichungschancen für alle Individuen zu ermöglichen. Es geht dabei weder um eine lediglich formale Chancengleichheit, die nur auf dem Papier steht, noch um Gleichmacherei. Der Index besteht aus den fünf Dimensionen Armutsvermeidung, Zugang zu Bildung, Inklusion in den Arbeitsmarkt, Soziale Kohäsion und Gleichheit sowie Generationengerechtigkeit.
    Jede dieser Dimensionen setzt sich wiederum aus einer Reihe von quantitativen und qualitativen Indikatoren zusammen. Die ersten drei Dimensionen werden aufgrund ihrer herausragenden Bedeutung stärker gewichtet.
    Können Sie sich vorstellen, wieso gerade die Türkei so schlecht abschneidet? Im Vergleich mit 31 OECD-Staaten liegt sie auf dem letzten Platz.
    Die Türkei hat in den vergangenen Jahren klare Fortschritte sowohl im wirtschaftlichen Bereich als auch mit Blick auf Demokratie und Rechtsstaatlichkeit gemacht. In unserem Ranking spielen dagegen in erster Linie sozialpolitische Indikatoren eine Rolle. Für die Türkei zeigen sich auf dieser Vergleichsgrundlage in einigen Bereichen noch größere Defizite.
    Um nur einige Beispiele zu nennen: Kinderarmut ist nach den Zahlen der OECD noch ein großes Problem in der Türkei. Öffentliche Investitionen in frühkindliche Bildung, einem der Schlüsselfelder für gleiche Teilhabechancen, sind im OECD-weiten Vergleich noch sehr gering. Die allgemeine Beschäftigungsquote ist die niedrigste in der gesamten OECD.
    Zudem ist das Missverhältnis zwischen den Erwerbseinkommen von Frauen gegenüber Männern groß. Es gibt aber auch durchaus positive Ergebnisse. So liegt der Schuldenstand mit 52 Prozent des BIP noch unter dem OECD-Durchschnitt von 62 Prozent, was für künftige Generationen eine deutlich geringere Belastung als in anderen OECD-Staaten bedeutet.
    Wie treten Sie den scharfen Kritikern entgegen, die Ihr ganzes Studienprojekt als zu stark pro-westlich und pro-europäisch einstufen?
    Ich kann solche Tendenzen nicht erkennen und sehe auch keine scharfe Kritik. In der Länderauswahl ist die „westliche Welt“ überrepräsentiert. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass die Studie sich speziell auf die Mitgliedsstaaten der OECD bezieht. Durch die Öffnung der OECD für ehemalige Ostblockstaaten wie Tschechien, Ungarn, Polen und die Slowakei sowie für Länder des Südens wie Mexiko und Chile sind allerdings auch Regionen vertreten, die nicht unbedingt als „westlich“ gelten. Den zweiten Kritikpunkt, die Studie sei „pro-europäisch“, kann ich ebenfalls nicht bestätigen. Dass nicht-europäische Staaten wie die USA deutlich schlechter abschneiden als die Skandinavier, mag daran liegen, dass soziale Inklusion in Nordeuropa besser verwirklicht ist als in Nordamerika.
    In Deutschland sind die großen Problemfelder Armutsvermeidung, Bildung und Arbeitsmarkt. Welches sind die größten Defizite der Türkei?
    Daniel Schraad-Tischler

    Die Türkei hat nach den Zahlendie größten Defizite in den Bereichen Armutsvermeidung, Zugang zu guter Bildung und sozialer Kohäsion. Sie schneidet in allen fünf Gerechtigkeitsdimensionen deutlich schlechter ab als Deutschland. Bei der Interpretation der Ergebnisse sollte man die jeweiligen nationalen Bedingungen und Langzeittrends in Rechnung stellen. Als eine der größten Industrienationen mit dem Selbstverständnis einer Sozialen Marktwirtschaft ist ein Mittelfeldplatz für Deutschland sicherlich enttäuschend. Die Türkei macht viele Fortschritte, aber sie braucht womöglich einfach noch Zeit, um die sozialen Standards anderer OECD-Länder zu erreichen.
    Laut Ihrer Studie kommt es in Deutschland zu einer wachsenden Polarisierung der Einkommensgruppen. Ist das in der Türkei genauso?
    Dieser Trend ist in der Türkei so nicht zu beobachten. In absoluten Zahlen liegt die Einkommensungleichheit in der Türkei aber noch deutlich über dem OECD-Durchschnitt.
    Wie wirkt sich der Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund auf die Ergebnisse eines Landes aus?
    Soziale Kohäsion ist undenkbar ohne eine gute Integrationspolitik und staatlichen Schutz vor Diskriminierung. Es gibt Einwanderungsländer wie Kanada und Neuseeland, die beispielhaft für Integration und gesellschaftliche Teilhabe von Migranten sind und zugleich im Gerechtigkeitsindex relativ gut abschneiden. Es wäre jedoch auf der Basis unserer Daten vollkommen verfehlt, einen allgemeingültigen Zusammenhang zwischen dem Anteil der Zuwanderer und der Qualität sozialer Gerechtigkeit zu konstruieren.
    Wie sieht das konkret im Alltag für Menschen mit Migrationshintergrund aus? Wie steht es etwa um ihren Bildungszugang in Deutschland?
    Beim Bildungszugang hat Deutschland die größten Defizite. Ungleiche Bildungschancen sollten aber weniger als Integrationsproblem, sondern vielmehr als generelles soziales Problem betrachtet werden. Die PISA-Studie hat einmal mehr gezeigt, dass der sozioökonomische Hintergrund eines Schülers in Deutschland das Leistungsbild stärker beeinflusst als in den meisten anderen Ländern – Kinder mit Migrationshintergrund haben es dabei schwerer als Kinder ohne Migrationshintergrund. Allerdings haben sich die Chancen von Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund im Vergleich zur letzten PISA-Erhebung verbessert. Schüler, bei denen beide Eltern nicht in Deutschland geboren wurden, schneiden nach den jüngsten Zahlen der OECD um 56 PISA-Punkte schlechter ab als gleichaltrige Schüler ohne entsprechenden Migrationshintergrund. 2000 betrug der Abstand noch 84 PISA-Punkte.
    Und in der Türkei?
    Interessanterweise ist der gerade beschriebene Zusammenhang zwischen dem sozioökonomischen Hintergrund und der Leistung eines Schülers in der Türkei weniger stark ausgeprägt als in Deutschland. Im türkischen Bildungswesen gibt es dafür andere gewichtige Defizite, etwa starke regionale Unterschiede, veraltete Lehrpläne und Defizite bei der Qualifizierung von Lehrerinnen und Lehrern.
    Was tut Deutschland für die Integration, was machen andere Länder besser?
    Nachdem sich in der deutschen Integrationspolitik über Jahrzehnte vergleichsweise wenig bewegt hat, setzt sich seit zehn Jahren ein stärkeres Bewusstsein für vermehrte Integrationsanstrengungen durch. Mit Blick auf geringqualifizierte Migranten sind weitere Anstrengungen nötig, um ihnen bessere Chancen zur Bildung und Weiterbildung und auf dem Arbeitsmarkt zu geben. Klassische Einwanderungsländer wie Australien und Kanada sind uns hier um viele Jahre voraus.
    Was machen die Spitzenreiter der Studie, wie Island oder Schweden, insgesamt besser als andere Länder?
    Der Erfolg der nordeuropäischen Staaten im Gerechtigkeitsindex erklärt sich vor allem damit, dass soziale Teilhabe dort traditionell einen hohen Stellenwert genießt. Die nordeuropäischen Länder zählen zum Typus des universalistischen Wohlfahrtsstaates, die durch vergleichsweise umfangreiche sozialpolitische Investitionen versuchen, Exklusion von vornherein auszuschließen und soziale Teilhabe zu ermöglichen. Hierbei geht es um gezielte sozialpolitische Investitionen.
    Nehmen wir als Beispiel Schweden: Werte wie gleiche Teilhabechancen und Solidarität sind in der schwedischen Gesellschaft traditionell tief verankert, so dass die durchaus hohen steuerfinanzierten Sozialausgaben des Staates von einem breiten Wertefundament getragen und nicht wirklich angezweifelt werden. Das Bildungssystem ist vergleichsweise inklusiv und ermöglicht vielen Menschen sozialen Aufstieg. Dies schlägt sich dann wiederum in niedrigen Armutszahlen nieder. Schweden hat mit die geringste Einkommenspolarisierung und bekommt Bestnoten hinsichtlich seiner Antidiskriminierungspolitik. Schweden zeigt damit, dass wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und soziale Gerechtigkeit sich keineswegs gegenseitig ausschließen müssen.

  8. #1528
    Avatar von hippokrates

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    Zitat Zitat von Apache Beitrag anzeigen
    die letzte bilder aus der Türkei wegen des harmlosen Mohamed Videos die in der ganze Welt ausgestrallt wurde über den Islamismus und den hass gegenüber andersgläubigen wird Türkei sicher ein Urlaubsziel für die westliche Welt sein.
    Die Bombenanschläge die Tag täglich durch terroristen verübt werden sind ein herzlichst wilkommen für Touristen, und dass sterben auf öffenlichen Strassen aufgrund mangelder ernährung runden dass negative Bild der Türkei auf.
    Statt dessen sind einige verblendete türkische User hier und wollen uns vom Osterhasen erzählen.

    man man man diesse Mehmets
    Im Großen und Ganzen hast du recht. Hinzu kommen dann auch solche Nachrichten ans Tageslicht, die dem Bild noch mehr schaden.

    Hunde-Vergewaltiger: Istanbuler Gemeinde will Verbrecher per Petition loswerden

    Anwohner im Istanbuler Stadtteil Ataşehir gehen derzeit offensiv vor, um einen unerwünschten Bürger in ihrer Nachbarschaft los zu werden. Via Petition setzen sie sich dafür ein, dass ein Mann, der der Vergewaltigung eines Hundes überführt wurde, die Gegend verlassen muss.
    Hunde-Vergewaltiger: Istanbuler Gemeinde will Verbrecher per Petition loswerden | DEUTSCH TÜRKISCHE NACHRICHTEN


    Hippokrates

  9. #1529

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    Zitat Zitat von hippokrates Beitrag anzeigen
    Im Großen und Ganzen hast du recht. Hinzu kommen dann auch solche Nachrichten ans Tageslicht, die dem Bild noch mehr schaden.





    Hippokrates
    nicht nur die hunde die haben es auch mit schafe und enten.

    Mein Hund macht nicht urlaub in türkei

  10. #1530

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    Was seid ihr nur für Nachbarn, wir verarmen und ihr leistet uns nicht einmal finanzielle Hilfe, malaka poustis.

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