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Wirtschaft der Türkei - Türkiye Ekonomisi - Economy of Turkey

Erstellt von Popeye, 24.12.2007, 03:46 Uhr · 2.979 Antworten · 251.854 Aufrufe

  1. #2101
    Avatar von Cebrail

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    Heizen mit Pistazienschalen
    Publiziert am 28 April, 2014 unter Umwelt
    Gute Nachrichten
    In der Türkei ist eine neue “Öko-Stadt” in Planung. Während die Genehmigungsverfahren bei den Behörden geprüft werden, weiß man bereits, mit was man die Gebäude beheizen möchte, nämlich mit den Schalen der Pistazie. Die bei uns bekannten Pistazien sind Nussfrüchte und wachsen auf bis zu zwölf Meter hohen Bäumen. Sie stammen aus dem Nahen Osten.




    Pistazien: Deren Schalen sind Energielieferanten.
    © geishaboy500 / flickr.com (CC BY 2.0)


    Die Türkei ist ein Hauptexportland für Pistazien. Letztes Jahr hat man 6.800 Tonen der beliebten Frucht ins Ausland verkauft. Hauptanbaugebiet ist die Region Gaziantep im Südosten des Landes, wo auch die neue Öko-Stadt gebaut werden soll. Alleine aus diesem Gebiet wurden letztes Jahr 4.000 Tonnen an Pistazien exportiert. Seda Muftuoglu Gulec, ein Experte für ökologischen Bauen sagt gegenüber der Presseagentur Agence France Presse (AFP): “Gazianteps Potenzial in der Pistazienproduktion ist bekannt, genau so bemerkenswert ist die Menge an Schalenabfall. Wir planen, Biogas zu gewinnen, eine Art von Erneuerbarer Energie, und zwar dadurch, dass wir Pistazienschalen verbrennen.”


    Als man die Stadt plante, schauten sich die Architekten nach dem Potenzial für erneuerbare Energiequellen um und der riesige Schalenabfall konnte nicht übersehen werden. Weiterhin ist die Region sehr windig und man erhofft sich eine große Menge an Windkraft. Die Planer sagen, dass man 60 Prozent der benötigten Energie aus erneuerbaren Quellen schöpfen könne.


    Sowohl private als auch öffentliche Gebäude in der neuen Stadt können durch die Verbrennung von Pistazienschalen beheizt werden. Die Stadt wird eine Fläche von 3.200 Hektar überdecken und 200.000 Menschen eine neue Heimat geben.


    Ein Pilotprojekt mit einer Fläche von 55 Hektar wird gebaut werden und als Testlauf für die zu bauende Stadt dienen. Wieder ein interessantes Beispiel, wie man aus einem Abfallprodukt, in dem Fall Pistazienschalen, Energie gewinnen kann.

    Quelle: treehugger.com

  2. #2102
    Avatar von TuAF

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    7.829
    Weltwirtschaftsforum: Türkei ist eine bedeutende Weltmacht

    Deutsche Wirtschafts Nachrichten | 20.09.14, 08:59
    Der Europa-Direktor des Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos, Nicholas Davis, hat die zunehmende Bedeutung der Türkei auf dem internationalen Parkett hervorgehoben. Die Türkei wird im Jahr 2015 Gastgeber des G20-Gipfels sein. Allein dieser Umstand werde das Land enger an die anderen Wirtschaftsnationen heranrücken lassen. Die Türkei habe hier Gelegenheit, maßgeblichen Einfluss auszuüben.



    Im Vorfeld der WEF-Sondertagung in Istanbul vom 28. und 29. September erklärte Davis, dass die Türkei zu einem entscheidenden regionalen wie globalen Akteur avanciert sei. In den vergangenen zwölf Jahren hätte man es geschafft, die Wirtschaft erfolgreich zu verändern. Diesen Kurs gelte es beizubehalten und vor allem auf den Unternehmergeist einer jungen Nation zu setzen.
    „Das Land ist jetzt die sechzehnt größte Volkswirtschaft der Welt und die sechstgrößte in Europa“, zitiert die türkische Zeitung Sabah den Europaleiter. Mittlerweile genieße die Türkei seiner Ansicht nacht internationale Glaubwürdigkeit in Bezug auf die Verwaltung der öffentlichen Finanzen und gelte als Motor für das regionale Wachstum. Die Herausforderung für die Türkei bestünde nun darin, den Wachstumskurs weiter fortzusetzen und gleichzeitig die Abhängikeiten von ausländischem Kapital zu reduzieren. Die Ratingagentur Fitch warnte bereits im vergangenen Jahr, dass die türkische Abhängigkeit von kurzfristigem Auslandskapital ein Risiko für das Land darstelle. Doch aufgrund der stabilen Banken-Strukturen der Türkei sei ein Crash aktuell unwahrscheinlich (mehr hier).
    Türkei mit einzigartiger Position in der Region

    „Verfährt man auf diese Weise, hat das Land die Möglichkeit, sich eine junge und sehr unternehmerische Bevölkerung zu erschließen. Damit ist die Türkei ein Paradebeispiel für eines der Schlüsselthemen der Veranstaltung, nämlich die Notwendigkeit, eine unternehmerische und integrative Wirtschaft aufzubauen“, so Davis weiter. Mittlerweile sei die Türkei zweifellos zu einem bedeutendem Player auf der globalen Bühne geworden. Geschuldet sei das einem Jahrzehnt mit sehr starkem Wirtschaftswachstum. Gleichzeitig habe sich die Türkei in einer zunehmen volatilen Region eine einzigartige Position verschaffen können. Doch der innertürkische Korruptionsskandal machte das Land zuletzt zum wirtschaftlichen Verlierer des Jahres 2013 (mehr hier).
    Im Rahmen des WEF-Treffens werden 500 regionale Führungspersönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft zusammenkommen, um unter dem Titel „Unlocking Resources for Regional Development“ im Wesentlichen über vier Themenschwerpunkte zu diskutieren: Zum einen geht es um die Verschiebung der Energiedynamik. Zum anderen sollen der Einsatz physischer, finanzieller und digitaler Infrastruktur als Wachstumsmotor, der Aufbau integrativens und unternehmerischen Wirtschaftens sowie die Rolle der Türkei im Rahmen des bevorstehenden G20-Gipfels zur Sprache kommen.
    G20-Vorsitz: Türkei kann maßgeblich mitgestalten

    Der G-20-Vorsitz ab Dezember sei für die Türkei nun eine hervorragende Möglichkeit, die globale Agenda mitzubestimmen, so Nicholas Davis. Gleichzeitig könne das Land engere Kontakte zu einzelnen Mitgliedern knüpfen. Die Türkei käme in den Genuss, die Diskussionen um entscheidende Themen gerade mit Hinblick auf die eigene Wirtschaft maßgeblich mitgestalten zu können. Davis denkt dabei etwa an die türkische Abhängigkeit von ausländischer Energie (mehr hier), aber auch an die Verbesserung der globalen Finanzstabilität, die Reform des internationalen Finanzsystems und den Abbau der Hindernisse für Investitionen in die Infrastruktur.

    Weltwirtschaftsforum: Türkei ist eine bedeutende Weltmacht | DEUTSCH TÜRKISCHE NACHRICHTEN

  3. #2103
    Amarok
    Weg aus Deutschland: Fast 200.000 Türken gehen in vier Jahren


    In den Jahren 2007 bis 2011 sind 193,000 in Deutschland lebende Türken dauerhaft in die Türkei zurückgekehrt. Am häufigsten waren Arbeitslosigkeit und Diskriminierung ausschlaggebend für die Rückwanderung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Erhebung der türkisch-deutschen Stiftung für Bildung und wissenschaftliche Forschung (TAVAK). Dabei ist die deutsche Volkswirtschaft dringend auf ihre türkischen Mitbürger angewiesen.




    Themen: Abwanderung, Deutsch-Türkische Beziehungen, EU, Faruk Şen, TAVAK, TD-IHK, Türkei, Weltwirtschaftsforum
    Immer mehr Türken kehren in die Türkei zurück. Das wird auch für Deutschland ein Problem. (Foto: Flickr/baggage claim by Bradley Gordon CC BY 2.0)



    Rund 193,000 in Deutschland lebende Türken haben in der Zeit zwischen 2007 und 2011 das Land wieder Richtung Heimat verlassen. Wie die türkisch-deutsche Stiftung für Bildung und wissenschaftliche Forschung (TAVAK) herausgefunden hat, kehrten verstärkt junge Migranten türkischer Herkunft in die Türkei zurück, weil sie in der Bundesrepublik mit hoher Arbeitslosigkeit und Diskriminierung konfrontiert wurden und bessere wirtschaftliche Chancen in der Türkei sahen. Dabei braucht Deutschland jede Arbeitskraft. Fachkräftemangel und der demographische Wandel bereiten der deutschen Wirtschaft schon länger Sorgen.


    Die doppelte Staatsbürgerschaft war längst überfällig


    Nach Ansicht des TAVAK-Vorsitzenden Professor Faruk Şen würden diese Zahlen wiederum auch zeigen, dass man bei einer Aufweichung der bestehenden Visa-Regelungen keine verstärkte Zuwanderung aus der Türkei in andere europäische Staaten befürchten müsse. „Die Rückkehr aus Deutschland in die Türkei ist in der Zeit von 2007 bis 2011 unter jungen Migranten spürbar angestiegen. Selbst junge Türken, die einen Beruf und Eigentum in Deutschland haben, kehren zurück. Die wichtigsten Gründe hierfür sind Diskriminierung und Arbeitslosigkeit“, so Şen im Gespräch mit der Hurriyet.
    Arbeitsmarktbedingungen für Deutsch-Türken schwer

    Doch die deutsch-türkischen Beziehungen sind für beide Staaten wichtig. „Investitionen brauchen Willkommenskultur“, sagt Tamer Ergün Yikici, Vorstandsmitglied der TD-IHK und Geschäftsführer des deutsch-türkischen Senders Radyo Metropol FM. Bereits jetzt seien 5200 deutsche Unternehmen in der Türkei aktiv, so Yikici. Im Jahr 2013 betrug das bilaterale Handelsvolumen 33,7 Milliarden Euro. Doch auch die Willkommenskultur ist gesellschaftlich vielschichtig. Während die Bundesregierung angestrengt versucht, junge Arbeitskräfte ins Land zu locken und diesen den Arbeitsmarktzugang erleichtert, haben es weniger gut Ausgebildete oder Migranten in Deutschland schwer. „Die Integrationsdebatte und die Werbung von Fachkräften verlaufen getrennt“, sagt Prof. Dr. Roland Roth. Der Integrationsforscher stellte fest, dass die beschworene Willkommenskultur der deutschen Behörden besonders der Werbung von Fachkräften diene, aber bei der Integrationsdebatte nicht anzutreffen sei. „Bewerber mit Migrationshintergrund haben bei gleicher Qualifikation schlechtere Einstellungschancen“, sagt der DGB-Bundesvorstand Volker Roßocha. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) informiert, „dass allein die Angabe eines türkischen Namens ausreicht, die Chance auf ein Vorstellungsgespräch um 14 Prozent (mehr hier).
    Türken in Deutschland erwirtschaften 16.5 Mrd. Euro im Jahr

    Nach Angaben der Stiftung leben derzeit 2,950,000 Menschen mit türkischen Wurzeln in Deutschland. Davon besitzen nur 1,020,000 die deutsche Staatsbürgerschaft. 1,930,000 hätten ihre türkische Staatsbürgerschaft ebenso wie ihren Status als Ausländer behalten. Personen türkischer Herkunft machen im Augenblick gut 31 Prozent der knapp neun Millionen Einwanderer in Deutschland. Rund 720.000 von ihnen sind Mieter, während 230.000 in ihren eigenen Häusern leben. Die durchschnittliche Haushaltsgröße beträgt 3,9 Personen und das durchschnittliche Einkommen liegt bei 2.020 Euro, was ein Gesamteinkommen türkischer Mitbürger in Deutschland von 16.5 Milliarden Euro bedeute. Insgesamt konnten sie beim Lohnniveau aufholen (mehr hier).
    Kein verstärkter Strom durch EU-Beitritt der Türkei

    Die Befürchtung, dass die Türken in die EU strömen, wenn die Türkei Mitglied der Europäischen Union würde und die Visapflicht aufgehoben werde, sei ungerechtfertigt, so Şen. Ohnehin würden türkische Staatsbürger ihr Land nicht verlassen würde, wenn sie nicht in der Lage wären einen „ geeigneten Job zu finden“, der ihren Fähigkeiten und ihrer Ausbildung entspräche.
    Şen vertritt auch die Ansicht, dass der Ausschluss Türken aus dem Berufsleben eine gängige Praxis in Deutschland sei. „Firmen wollen Türken oder andere Außenseiter für ihre Posten, die ihnen vom Arbeitsamt vorgeschlagen werden.“ Seiner Meinung nach sei liege der Grund dafür in der steigenden „Islamophobie“ und „Turkophobie“ – vor allem in Deutschland. Angriffe von Neonazis gegen Türken seien konkrete Ergebnisse dieser Diskriminierung.
    Abwanderung von bis zu 65.000 im Jahr erwartet

    Etwa 44 Prozent der türkischen Migranten leben, so Şen weiter, unterhalb der nationalen Armutsgrenze (372 Euro pro Monat). „Diese Leute wissen nicht, was zu tun ist, wohin sie gehen sollen. Sie werden eine Rückkehr in die Türkei nicht in Betracht ziehen, da sie Angst haben, auch dort keine Jobs zu finden.“ Allerdings, so Şen, gehe man derzeit davon aus, dass rund 55.000 bis 65.000 Menschen pro Jahr in die Türkei in der Zukunft zurückkehren werden, falls hier nicht die gleichen Beschäftigungschancen erfüllt würden.

  4. #2104
    Avatar von Sonne-2012

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    Egyptians call for boycott of Turkish products

    Relations between Egypt and Turkey have taken a turn for the worse since Morsi's ouster by the military

    Some Egyptian writers and political movements have called for boycotting Turkish products in response to what they describe as "unjustified" attacks on Egypt by Turkish President Recep Tayyip Erdogan. Advocates of the boycott note that Egypt is a major importer of Turkish products and that a boycott of these products would take a toll on the Turkish economy. Egyptian lawyer Samir Sabri filed a lawsuit last week to force the Egyptian government to ban the entry of Turkish products into the country. A court is expected to rule on the case on 2 December. Television anchor and writer Gamal Anayet has also called for boycotting Turkish products and has even encouraged Egyptians to drop Turkey as a tourist destination. "Boycott is a simple and thorough [means by] which we can affect Turkish policies," Anayet said during his "New Evening" talk show on the private Al-Tahrir channel. "Turkish products have alternatives in Egypt," he added, inviting Egyptians to buy Egyptian products instead of their Turkish counterparts. Political analyst Michel Fahmi, for his part, called for a strong public boycott of all products, services and arts coming from Turkey. He said that striking at the economic interests of those who "harbor inimical" attitudes toward Egypt would cause them pain. "Economic sanctions will be much tougher than political sanctions," Fahmi said. Bassem Halaqa, head of Egypt's Tourist Guides Union, also called for boycotting Turkey as a tourist destination. In previous press remarks, he said supporting Egyptian tourism and the national economy were patriotic "duties."
    http://www.middleeasteye.net/news/egyptians-call-boycott-turkish-products-1840795855

  5. #2105
    Amarok
    Zitat Zitat von Sonne-2012 Beitrag anzeigen
    Egyptians call for boycott of Turkish products

    Relations between Egypt and Turkey have taken a turn for the worse since Morsi's ouster by the military

    Some Egyptian writers and political movements have called for boycotting Turkish products in response to what they describe as "unjustified" attacks on Egypt by Turkish President Recep Tayyip Erdogan. Advocates of the boycott note that Egypt is a major importer of Turkish products and that a boycott of these products would take a toll on the Turkish economy. Egyptian lawyer Samir Sabri filed a lawsuit last week to force the Egyptian government to ban the entry of Turkish products into the country. A court is expected to rule on the case on 2 December. Television anchor and writer Gamal Anayet has also called for boycotting Turkish products and has even encouraged Egyptians to drop Turkey as a tourist destination. "Boycott is a simple and thorough [means by] which we can affect Turkish policies," Anayet said during his "New Evening" talk show on the private Al-Tahrir channel. "Turkish products have alternatives in Egypt," he added, inviting Egyptians to buy Egyptian products instead of their Turkish counterparts. Political analyst Michel Fahmi, for his part, called for a strong public boycott of all products, services and arts coming from Turkey. He said that striking at the economic interests of those who "harbor inimical" attitudes toward Egypt would cause them pain. "Economic sanctions will be much tougher than political sanctions," Fahmi said. Bassem Halaqa, head of Egypt's Tourist Guides Union, also called for boycotting Turkey as a tourist destination. In previous press remarks, he said supporting Egyptian tourism and the national economy were patriotic "duties."
    http://www.middleeasteye.net/news/egyptians-call-boycott-turkish-products-1840795855
    Bleibt mehr für andere.

    __________________________________________________ _________________________

    Die türkische Börse: Kurzfristige Unsicherheiten überschatten langfristige Chancen

    Daniel Wilhelmi, Deutsch Türkische Nachrichten | Veröffentlicht: 03.10.14, 00:13

    Die Börse in Istanbul ist einer der unbekannte Börsenstars der vergangenen Jahre. Selbst bei türkischen Bürgern ist der dortige Kapitalmarkt kaum bekannt. Dabei konnte man an der türkischen Börse in den vergangenen Jahren gewaltige Gewinne machen. Auch in 2014 ist die Türkei mit einem bisherigen Gewinn von +15% wieder unter den besten Börsen der Welt.





    Themen: Aktien, Anleger, Borsa İstanbul, Börse, Erdogan, Gewinne, Investoren, Istanbul, Kapitalmarkt, Türkei
    Vielen Anlegern missfällt Erdoğans „Rolle-Rückwärts“ bei der Demokratisierung und Liberalisierung der Gesellschaft. (Foto: Flickr/ Istanbul by Surreal Name Given CC BY 2.0)


    Börsen-Investoren rund um den Globus, aber auch türkischer Geldanleger, achten kaum auf die türkische Börse. Doch das ist ein Fehler! Denn direkt vor ihrer Haustür haben die türkischen Anleger eine der erfolgreichsten Börsen der Welt. Seit der Finanzkrise 2008/09 stieg der türkische Index ISE 100 um sagenhafte +200 Prozent.



    Abbildung: Vergleich der Kursentwicklung des ISE 100 und des DAX

    Am türkischen Aktienmarkt konnten Anleger deutlich mehr verdienen als in Deutschland. (Grafik: onvista.de)

    Damit ist die Türkei einer der besten Kapitalmärkte der Welt. Zum Vergleich: Der DAX 30, der Leitindex der deutschen Börse, stieg im gleichen Zeitraum nur um rund +130 Prozent. Da stellen sich natürlich viele Anleger die Frage, ob man jetzt in den türkischen Aktienmarkt einsteigen sollte?

    Türkei besitzt eine der erfolgreichsten Börsen der Welt

    Grundsätzlich sprechen viele Faktoren für eine Fortsetzung der Erfolgsgeschichte der türkischen Börse: Die Türkei besitzt unter den großen europäischen Volkswirtschaften mit Abstand das höchste und dynamischste Wirtschaftswachstum. Für die nächsten fünf Jahre rechnet der renommierte Internationale Währungsfonds mit einem Wachstum der türkischen Wirtschaft um 3,4 Prozent pro Jahr.
    Davon können Polen, Russland aber auch Länder wie Deutschland nur träumen. Von den südeuropäischen Ländern wie dem chaotischen Griechenland aber auch Italien, Portugal und Spanien brauchen wir gar nicht zu reden. Die Erwartung für das durchschnittliche Wirtschaftswachstum pro Jahr für diese vier Länder liegt nur bei 1,6 Prozent.



    Börsianer lieben die langfristigen Wachstumsperspektiven

    Da die Wirtschaft so stark wächst, steigen auch die Gewinne der türkischen Unternehmen – und das treibt wiederum die Kurse an der Börse in Istanbul nach oben. Denn die fraglos vorhandenen sozialen Probleme und geopolitischen Risiken in der Türkei spielten für Börsen-Investoren nur eine untergeordnete Rolle.
    An der Börse steht die wirtschaftliche Entwicklung im Fokus. Investoren würden gerne weitreichende Reformen in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft sehen. Aber ihnen ist auch klar, dass dies in einem Land wie der Türkei, mit seinen sozialen und religiösen Strukturen und Traditionen, schnelle und umfassende Modernisierungen nicht zu erwarten sind.
    Doch seit einiger Zeit machen sich in der Finanzszene Sorgen und zunehmend auch Unmut über den Regierungsstil von Erdoğan breit. So wird der Regierungsstil Erdoğans gegenüber der eigenen aber auch der internationalen Finanzszene immer autoritärer. Zuletzt setzt Erdoğan sogar die eigentlich unabhängige türkische Zentralbank unter Druck, um die Zinsen zu senken.


    Kurzfristige Sorgen um Erdoğan-Politik

    Zudem missfällt vielen Anlegern Erdoğans „Rolle-Rückwärts“ bei der Demokratisierung und Liberalisierung der Gesellschaft. Sollte Erdoğan seinen Kurs gegenüber der Finanzszene und dem Konflikt zwischen der reformorientierten, modernen Stadt- und der traditionsorientierten Landbebevölkerung weiter radikalisieren, könnte es an der türkischen Börse schnell zu deutlichen Kursrückgängen kommen.


    Korrekturphasen im ISE 100 Index in den letzten 10 Jahren


    In den vergangenen Jahren gab es regelmäßig starke Korrekturen (lila Kreise) (Grafik: onvista.de)


    Historisch fallen solche Marktkorrekturen an der türkischen Börse kurz, aber dafür sehr heftig aus. In der Vergangenheit waren diese Korrekturen allerdings immer erstklassige Kaufchancen, die Anlegern danach hohe Gewinne brachten. Diese Strategie wird dieses Mal allerdings nur aufgehen, wenn Erdoğan ein politisch stabiles Umfeld erhält, in dem die Wirtschaft weiter wachsen kann.

    Interessierte Anleger sollten deshalb die Entwicklungen in der türkischen Wirtschaft und Finanzszene erst mal über informative Plattformen wie www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de
    beobachten. Es werden sich sehr lukrative Chancen an der türkischen Börse bieten. Denn die mittel- bis langfristigen Perspektiven der Türkei sind überdurchschnittlich aussichtsreich. Aber im kurzfristigen Zeitfenster muss man nicht sofort in den türkischen Aktienmarkt investieren.



    Zum Autor:

    Daniel Wilhelmi ist ein renommierter Finanzjournalist mit dem Spezialgebiet „Emerging Markets“, wozu an der Börse auch die Türkei zählt. Herr Wilhelmi schreibt für zahlreiche Finanz-Publikationen, hat verschiedene Bücher veröffentlicht und tritt als Experte im TV auf.

  6. #2106

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    Türkei deportiert fast 1000 Islamisten

    Lange ließ die Türkei islamische Terrorgruppen an ihren Grenzen gewähren. Doch jetzt werden die der Türkei selbst gefährlich. Ankara greift durch und meldet die Abschiebung Hunderter IS-Anhänger.

    Terrorgruppen: Türkei deportiert fast 1000 Islamisten - Nachrichten Politik - Ausland - DIE WELT


    Türkei geht den bach runter stück für stück.

    Kurdistan kommt

  7. #2107
    GLOBAL-NETWORK
    Zitat Zitat von Apache Beitrag anzeigen
    Türkei deportiert fast 1000 Islamisten

    Lange ließ die Türkei islamische Terrorgruppen an ihren Grenzen gewähren. Doch jetzt werden die der Türkei selbst gefährlich. Ankara greift durch und meldet die Abschiebung Hunderter IS-Anhänger.

    Terrorgruppen: Türkei deportiert fast 1000 Islamisten - Nachrichten Politik - Ausland - DIE WELT


    Türkei geht den bach runter stück für stück.

    Kurdistan kommt
    Halb so Wild,es gibt schlimmeres,siehe Griechenland ...

  8. #2108
    Avatar von Bacerll

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    07.12.2012
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    Zitat Zitat von GLOBAL-NETWORK Beitrag anzeigen
    Halb so Wild,es gibt schlimmeres,siehe Griechenland ...
    Erzähl

  9. #2109

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    Zitat Zitat von GLOBAL-NETWORK Beitrag anzeigen
    Halb so Wild,es gibt schlimmeres,siehe Griechenland ...

    es gibt schlimmeres siehe türkei........islamismus......terrorismus....schma rotzer.........uvm

  10. #2110
    GLOBAL-NETWORK
    Zitat Zitat von Apache Beitrag anzeigen
    es gibt schlimmeres siehe türkei........islamismus......terrorismus....schma rotzer.........uvm
    Warst du schon mal da? Dort lebt es sich Wunderbar!Ein Wunderschönes Land mit vielen Netten Menschen

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