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Wirtschaftsaufschwung in Kroatien und Serbien

Erstellt von Yutaka, 07.09.2007, 08:34 Uhr · 6 Antworten · 510 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Yutaka

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    Wirtschaftsaufschwung in Kroatien und Serbien

    [h3]Wirtschaftsaufschwung in Kroatien und Serbien[/h3]

    Die Konjunktur von Serbien und Kroatien, den größten Teilrepubliken des früheren Jugoslawiens, zieht immer mehr ausländische Investoren an. Gleichzeitig entstehen trotz Privatisierungen von Staatsbetrieben neue Arbeitsplätze.

    BELGRAD/ZAGREB - Einheimische Medien vergleichen die kroatischen Erfolge als "Wiederholung des irischen Wunders" oder berichten von Serbien als einem neuen "Tiger auf dem Balkan". Auch ausländische Geschäftsleute und Wirtschaftsvertreter in beiden Staaten teilen diesen Optimismus, obwohl sie, aus eigener Erfahrung, auch auf Mängel der beiden Standorte hinweisen.

    Die kroatische Wirtschaft wächst um sieben Prozent jährlich, die Inflationsrate beträgt 2,1 Prozent und ausländische Firmen haben seit 1993 über zehn Milliarden Euro investiert, davon 1,2 Milliarden allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres. Die größten Investoren kommen aus Österreich und Deutschland.


    Hohe Auslandsinvestitionen

    Vom Tourismus erwartet die Adriarepublik bis Jahresende 6,8 Milliarden Euro. Auch die Zagreber Börse verzeichnet ein 56- prozentiges Wachstum, Aktien führender Bauunternehmen haben ihren Wert verdoppelt. Andererseits ist die Arbeitslosenzahl weiterhin hoch: 16 Prozent in Kroatien und sogar 21 Prozent im größeren Serbien. Kroatien plagt auch eine hohe Auslandsverschuldung von 30 Milliarden Euro.

    Ausländische Investoren haben allein 2006 rund vier Milliarden Euro in Serbien investiert. Die Wirtschaft soll in diesem Jahr um etwa sechs Prozent wachsen. Die auf sechs Prozent geplante Inflationsrate wird, nach einer Teuerungswelle Anfang September, allerdings um einige Prozentpunkte steigen, warnen Finanzexperten.

    Deutsche Unternehmer: Bekämpfung der Korruption muss sich verstärken

    Deutsche Unternehmer in Kroatien nennen als Missstände: Korruption, fehlende Transparenz bei öffentlichen Ausschreibungen, eine uneffiziente Verwaltung und unflexible arbeitsrechtliche Regelungen. Kroatien, dass ungeduldig auf die EU-Mitgliedschaft wartet, verspricht baldige Verbesserungen.

    Geschäftsleute aus Deutschland stoßen in Serbien auf die gleichen Hindernisse, wie aus einer Umfrage der Deutschen Wirtschaftsvereinigung in Belgrad hervorgeht. Sie sehen aber noch andere Probleme: Serbien benötigt politische Stabilität und Rechtssicherheit, Korruption und Kriminalität müssen bekämpft werden.

    Die politische Stabilität und Zukunft Serbiens hängt zudem von der Lösung der Kosovo-Frage ab. Eine von der EU unterstützte Unabhängigkeit der Provinz würde "Konsequenzen" für die Beziehungen mit der EU haben, warnt Ministerpräsident Vojislav Kostunica. Und den Preis dieser "Konsequenzen" werden die Bürger in Serbien zahlen müssen, warnen kritische Experten. (mit dpa)

  2. #2
    Avatar von Lepoto

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    das ist nichts anderes als augenwischerei.

    das wirtschaftliche wachstum ist künstlich erzeugt durch ausländische kredite hautpsächlich an private.

    echtes nachhaltiges wachstum besteht aus produzierter ware die exportiert wird.

    kurz,
    ausländische kreditgeber geben den privaten kredite. diese geben das geld aus für ausländische ware die importiert werden.
    das ist das interesse der "investoren" weil diese zuhause überschüssige ware in den lager halten das zu geld gemacht werden muss.

    sie verdienen logischerweise doppelt. Zinsen und verkaufte ware.
    und was bleibt dem "irischen wunder oder dem tigerstaat? richtig - schulden.
    schulden die nie abgebaut werden können. und das widerum bedeuet man wird zum spielball.

    der grosse hammer wird folgen. schätzungsweise irgendwann innerhalb der nächsten 3-4 jahren. und das nicht nur auf dem balkan....

    by the way,
    das irische wunder wird genau so in sich zusammenbrechen wie es aufgebauscht wurde. das irische wunder besteht darin, dass es ausländische unternehmen damit lockte, dass diese keine steuern abzugeben haben. dadurch fehlt aber irgendwo kohle die irgend jemand irgendwann bezahlen muss. (allerspätesents bei der nächsten kriese)
    wenn nun der irische staat diesen unternehmen steuer aufhalsen möchte, sind diese ganz schnell wieder weg. übrig bleibt ein loch das gestopft werden muss.
    das wird logischerweise das volk sein. wer sonst? tolles wunder!

    investoren sind keine gutemenschen, freunde oder ähnliches. es geht ausschliesslich um's cash generieren. und wenn er cash generiert dann muss jemand dabei cash verlieren. es sei denn er investiert es in produktionsbetriebe. das ist aber nur zum kleinen teil der fall.

    ps: kredite muss es geben. aber das was die letzten 15-20 jahre abgelaufen ist, hat nichts mehr gesundem wachstum zu tun sondern mit einer künstlichen verlängerung der konjuktur durch sinnloses reinpumpen von billigem geld durch die notenbanken.

    glaube zwar nicht das viele von euch eidechsen etwas davon verstehen was ich hingesabbert habe aber egal....

  3. #3
    Avatar von Yutaka

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    glaube zwar nicht das viele von euch eidechsen etwas davon verstehen was ich hingesabbert habe aber egal....

    Sprach der Meister.


  4. #4
    Lopov
    Zitat Zitat von Lepoto Beitrag anzeigen
    glaube zwar nicht das viele von euch eidechsen etwas davon verstehen was ich hingesabbert habe aber egal....
    ja dein text ist wirklich seeeehrr anspruchsvoll

  5. #5
    Crane
    Zitat Zitat von Lepoto Beitrag anzeigen

    glaube zwar nicht das viele von euch eidechsen etwas davon verstehen was ich hingesabbert habe aber egal....

    Hast von all dem wohl schon mal was gehört... aber leider garnichts davon verstanden.

  6. #6
    Avatar von Lepoto

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    Zitat Zitat von Troy Beitrag anzeigen
    Hast von all dem wohl schon mal was gehört... aber leider garnichts davon verstanden.
    na dann erzähl mal, wie es "wirklich" ist...

  7. #7
    Avatar von Lepoto

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    Zitat Zitat von Troy Beitrag anzeigen
    Hast von all dem wohl schon mal was gehört... aber leider garnichts davon verstanden.
    na blauäugiger student, keine standard-uni antwort bereit?

    hier ein äusserst interessanter artikel. Er trifft den nagel auf den kopf.

    vielleicht checken dann einige was politik ist und worum es geht und hinterfragen das bruder-, nationalistische- und religionsgesülze....


    Der Preis der Gier


    [h2]Die weltweite Bankenkrise dokumentiert den Betrug der Geldgier-Tretmühle an den Völkern[/h2]
    [h3]von Karl Müller, Deutschland[/h3]
    Viel ist geschrieben worden in den vergangenen Wochen über die Ursachen, den Verlauf und die Auswirkungen der US-amerikanischen Immobilienmarkt- und Bankenkrise. Es lohnt sich, die Wurzeln und das Umfeld der Krise genauer zu beleuchten.
    Gezielt war in den USA ein Immobilien- und Hypothekenboom erzeugt worden, um die marode US-Kriegswirtschaft nach den dramatischen Kursstürzen im Jahr 2000 künstlich am Leben und die Bevölkerung bei der Stange und in Abhängigkeit zu halten. Wer denkt schon wirklich eigenständig, und wer protestiert schon entschlossen gegen den Krieg, wenn er mit dem Häuschenkauf absorbiert ist und dabei darauf schielt, dieses Häuschen – «dank der Politik der eigenen Regierung» – mit Gewinn wieder verkaufen zu können, zugleich aber auch den Kopf in der Schlinge der Geldgeber und ihrer Zinspolitik hält?
    Der Verstand setzte aus, und das Hirngespinst des schnellen und risikolosen Gewinns vernebelte die Geister. Nun stehen rund 2 Millionen Hypothekar-Schuldner in USA vor der Zwangsversteigerung ihrer Häuser.
    Die zeitweiligen Gewinne der «Häuslebauer» waren allerdings nur die Brotkrümel bei einem riesengrossen Geschäft der Banken und anderer Finanzinstitute, die ganz gross ins Immobilien- und Hypothekengeschäft eingestiegen waren – mit Billionenbeträgen.
    Dass das alles nicht gut gehen konnte, wusste jeder, der bei Verstand war, von vornherein. Der Boden war niemals solide, und allein die Illusion, dass schon niemand über die Nacktheit des Kaisers «mit den neuen Kleidern» sprechen würde, heizte den Motor des Geldgiergeschäftes an.
    Aber auch ganz im Sinne dieses Geldgiergeschäftes! Denn diese Branche arbeitet gezielt gegen Solidität, weil fast jeder Spekulant glaubt, am meisten von Unsicherheiten profitieren zu können: Denn was den einen in den Abgrund stürzt, soll des anderen Riesenprofit sein. In den Abgrund sollen aber immer nur die anderen stürzen. Das ist das wahre Gesicht des Raubtierkapitalismus!
    So auch jetzt wieder. «Abstürzer» im Reigen der wirklich grossen Geldgier sind derzeit einige Banken, die Kreditmarktpapiere kauften, von denen sie sich 20 Prozent und mehr Profit erwarteten, die sich aber derzeit nicht mehr verkaufen lassen. Den anderen empfiehlt die «Financial Times Deutschland» vom 22. August deshalb nun «distressed Investment». Das heisst: den Kauf von Kreditmarktpapieren von «Käufern in Not». Das werde «mit grosser Sicherheit eine der lukrativsten Strategien der nächsten Jahre». Die deutsche Finanzkapitalzeitung gebraucht auch gleich noch den treffenden Begriff: «finanzieller Leichenschmaus».
    Was nutzt es da, dass der US-Ökonom Hyman Minsky schon vor mehr als 20 Jahren vorausgesagt hat, was derzeit passiert und was die deutsche Zeitschrift stern, auf die heutige Situation bezogen, mit folgenden Worten beschreibt: «Sorglos angehäufte Risiken, in diesem Fall auf dem Hypothekenmarkt, haben unweigerlich zu einem Zusammenbruch geführt, der sich auf alle Bereiche der Finanzwelt ausgeweitet hat. Häuslebauer verloren ihr Heim, Investoren Tausende Milliarden, Banken stürzten in die Zahlungsunfähigkeit.»
    Pro memoria: Auch die Weltwirtschaftskrise der 20er und 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts hatte ihre «Profiteure»: mächtige Finanziers in London und New York, die ein sinnvolles Gegensteuern gegen die Krise verhinderten und statt dessen Hitlers Diktatur und den Zweiten Weltkrieg planten.
    Nicht nur US-amerikanische, auch europäische und deutsche Finanzinstitute hatten nach einem Stück vom US-Immobilien- und Hypothekenkuchen gegiert und sehr viel Geld in die Illusion des grossen Geschäfts gesteckt. Und ob nun mit (so die SachsenLB) oder ohne Rücksicht (so die Mittelstandsbank IKB) auf die privaten und wenig durchsichtigen internationalen Rating-Agenturen, die für die Prüfung der Solidität eines Kunden bei der Kreditvergabe zuständig sein wollen, der Crash in den USA hat auch sie erfasst, und noch ist nicht absehbar, wer sonst noch alles erfasst werden wird. Die SachsenLB wurde mittlerweile von der Landesbank Baden-Württemberg übernommen. 17 Milliarden Euro muss­ten der SachsenLB zuvor von der deutschen Sparkassenfinanzgruppe als Rettungsaktion zur Verfügung gestellt werden. Fast täglich wird über weitere Verstrickungen berichtet. Spiegel Online nannte am 3. September die BayernLB. Auch sie sei verstrickt, mit 1,9 Milliarden Euro Beteiligungen am US-Hypothekenmarkt. Der Grössenwahn in Bayerns Landesbank ist allerdings ungebrochen. Man plant, die ebenfalls durch Spekulationen ins Trudeln geratene WestLB zu kaufen. Übrigens: Alle LBs (Landesbanken) sind Banken, in deren Aufsichts- beziehungsweise Verwaltungsräten Regierungsvertreter der jeweiligen Bundesländer sitzen. Schöne Aufsicht!
    Am 5. September meldete die «Berliner Zeitung», dass die Deutsche Bank selbst, welche die deutsche Bankenaufsicht vor ein paar Wochen auf die prekäre Situation der IKB aufmerksam machte, der IKB über Jahre riskante Risiko-Kredite vermittelt und daran 20 bis 30 Millionen US-Dollar verdient hat. Mit anderen Worten: Zuerst hat die Deutsche Bank kräftig mitverdient am Geldgiergeschäft, und erst, als ihr die Sache zu heiss wurde, hat sie gerufen: Haltet den Dieb! Dabei hatten Experten schon vor drei Jahren auf die geringe Solidität der IKB-Kreditnehmer auf dem US-Hypothekenmarkt hingewiesen. Aber damals lief das Geschäft ja noch «sehr gut» für die Beteiligten.
    Wie gross das Desaster der Bankenwelt und insbesondere der US-Bankenwelt und das gegenseitige Misstrauen ist, zeigt die Tatsache, dass sich diese private Bankenwelt nicht mehr, wie eigentlich vorgesehen und üblich, durch gegenseitige Kreditgewährung selbst aus dem Sumpf ziehen konnte (oder wollte). Offensichtlich hat sie nichts Solides mehr zu bieten. So sprang die Europäische Zentralbank in einem ungewöhnlichen Akt in der ersten Augusthälfte mit mehr als 200 Milliarden Euro europäischem Volksvermögen als «Liquiditätshilfe» ein – 200 Milliarden Euro, die nun für andere Zwecke fehlen. Zur Erinnerung: Diese Summe ist mehr als das Vierfache der derzeit jährlich weltweiten Ausgaben für Entwicklungshilfe.
    Oder wird einfach nur die Geldpresse betätigt, wie es Gottfried Heller, der Geschäftsführer eines der ältesten unabhängigen Vermögensverwaltungen in Deutschland, in einem Interview mit dem stern vom 29. August formulierte. Hunderte von Milliarden neu gedruckter Euro und Dollar und Yen in der ganzen Welt, die unser aller Geld immer wertloser machen?
    Für Leute wie den französischen Präsidenten Sarkozy sind das alles nur «Marktbereinigungen». In einem Brief vom 15. August an die deutsche Kanzlerin Merkel sprach er zwar von gewissen Lektionen aus der Krise, fügte aber auch noch gleich hinzu, er sei der Überzeugung, «dass diese Bewegungen am Markt nicht das langfristige Wachstum unserer Volkswirtschaften, das robust ist, tangieren werden». Wachstum mit Kriegswirtschaft wie unter Hitler? Wie lange wollen wir uns das noch gefallen lassen?
    Wie lange noch, dass immer mehr und immer wieder auch neugedrucktes Geld in die Geldgier-Tretmühle gestopft wird, damit ein paar wenige mit dem den Völkern geraubten Geld noch mehr Geld machen? Wie lange noch, dass der Reichtum der Völker nicht den Völkern selbst zugute kommt, über Investitionen in den produktiven und gemeinwohlorientierten Bereich? Für Arbeitsplätze; für eine rentable Produktion von Gütern, die alle Menschen brauchen, für Schulen und Krankenhäuser? Wie lange noch, dass auf dem Rücken unserer und kommender Generationen für die Geldgier-Tretmühle immer brutalere und menschenverachtendere Kriege geführt werden, die nicht nur unser aller Geld verschlingen, sondern auch Gesundheit und Leben von uns allen bedrohen? Wie lange noch, dass immer mehr «Krisen» auch gezielt erzeugt werden, die uns in Atem halten und unser freies Denken ausschalten sollen? Wie lange noch, dass immer mehr staatliche «Massnahmen» gegen all diejenigen ergriffen werden, die Protest leisten oder Protest leisten könnten? •

    Der Preis der Gier

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