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Umfrageergebnis anzeigen: Wer wird in der Zukunft das wirtschaftlich stärkste Balkanland???

Teilnehmer
622. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Slowenien

    68 10,93%
  • Kroatien

    106 17,04%
  • Bosnien-Herzegowina

    72 11,58%
  • Serbien/Montenegro

    103 16,56%
  • Rumänien

    8 1,29%
  • Bulgarien

    6 0,96%
  • Mazedonien(FYROM)

    27 4,34%
  • Albanien

    100 16,08%
  • Griechenland

    70 11,25%
  • Kosovo

    62 9,97%
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Ergebnis 811 bis 820 von 2092

Wer wird das zukünftige stärkste Balkanland????

Erstellt von jugo-jebe-dugo, 23.10.2005, 22:29 Uhr · 2.091 Antworten · 172.142 Aufrufe

  1. #811
    Avatar von skorpion

    Registriert seit
    25.10.2009
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    3.739
    Slowenien wird seinen ersten Platz behaupten, es spielt ja schon jetzt in einer ganz anderen Liga als die anderen Balkanstaaten. Eigentlich zählt es ja auch nur historisch zu den Balkanstaaten, die klassischen "Balkanproblematiken" fehlen ja weitgehend.

    Um den 2. Platz sehe ich Kroatien und Ungarn konkurrieren, mit leichten Vorteilen vielleicht für Kroatien, wenn der restliche Balkan den Aufschwung schafft, wegen der besseren Verbindungen.

    Platz 4 wird Griechenland verteidigen können. Es hätte vielleicht sogar das Potenzial um Platz 3 mitzuspielen.

    Platz 5 wäre für Montenegro erreichbar, wenn sich potente Investoren finden. Das kleine Land mit der kleinen Bevölkerung ließe sich schnell und leicht modernisieren, Klima und Landschaft sind für Tourismus und Landwirtschaft gleichermaßen förderlich, dazu vielleicht etwas Dienstleistung und eine kleine Industrie- et voilà. Wenn die Investoren allerdings ausbleiben, wird es völlig bedeutungslos bleiben.

    Um Platz 6 und 7 werden sich Rumänien und Bulgarien streiten, Ausgang ungewiß.

    Platz 8 und 9 wird vermutlich zwischen Albanien und Mazedonien ausgetragen, mit leichten Vorteilen für Albanien, wegen seiner Küste. Mazedonien ist dafür besser an das europäische Straßennetz angegliedert. Albanien leidet zudem unter einem Imageproblem, da es sich über Jahrzehnte total isoliert hat und im Ausland fast so bekannt ist wie Burundi. Was der Westeuropäer kennengelernt hat, war zumeist eher negativ.

    Die Plätze 9 und 10 gehen nach Zentraljugoslawien, Serbien oder Bosnien-Hercegovina. Probleme in BiH sind die innere Spaltung und die daraus resultierende politische Ungewißheit und natürlich die Kriegsfolgen. Serbien leidet weiter unter seinem Imageproblem und Investoren werden abwarten, wie sich das Land politisch entwickelt. Grundsätzlich und längerfristig ist Serbien bei optimalem Verlauf in der Lage, mit Rumänien und Bulgarien auf Augenhöhe zu konkurrieren.

    Die ungünstigste Ausgangslage hat sicher das Kosovo. Mangelnde Infrastruktur, mangelnde Fachkräfte, ungünstige geografische Bedingungen und natürlich die politisch-gesellschaftliche Gesamtsituation machen es nicht leicht. Durch das niedrigste Ausgangsniveau sind hier allerdings die größten Wachstumsraten zu erwarten. Wenn sich die Situation drumherum entspannt, kann das kleine Kosovo einen Boom erleben.

    Weil sie eben erwähnt wurde, hier noch die Türkei. Die Unterschiede im Niveau zwischen Istanbul und Anatolien sind enorm, leider ist ein großer Teil des Landes noch nicht richtig im 20 Jh. angekommen, da ist enorm viel aufzuholen. Unter den jetzigen Gegebenheiten ist an einen EU-Beitritt in absehbarer Zeit nicht zu denken. Das schafft die Türkei nicht und die EU auch nicht. Es ist auch zu fragen, ob das wünschenswert wäre. Bereits jetzt vereint die EU Länder, die nicht viel gemeinsam haben (Irland-Bulgarien; Estland-Spanien; Finland-Zypern), die Türkei würde, auch wegen ihrer relativen Größe, die Integrationsfähigkeit Europas überfordern.

  2. #812
    Avatar von Styria

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    Beiträge
    3.231
    Zitat Zitat von Big-Brain Beitrag anzeigen
    Soviel ich weiß bestzen 70 Prozent der Menschen in der Türkei einen Matura abschluß
    DAnn weiß ich wo die anderen 30% sind. Bei uns in Europa

  3. #813
    Kelebek
    Zitat Zitat von skorpion Beitrag anzeigen

    Weil sie eben erwähnt wurde, hier noch die Türkei. Die Unterschiede im Niveau zwischen Istanbul und Anatolien sind enorm, leider ist ein großer Teil des Landes noch nicht richtig im 20 Jh. angekommen, da ist enorm viel aufzuholen. Unter den jetzigen Gegebenheiten ist an einen EU-Beitritt in absehbarer Zeit nicht zu denken. Das schafft die Türkei nicht und die EU auch nicht. Es ist auch zu fragen, ob das wünschenswert wäre. Bereits jetzt vereint die EU Länder, die nicht viel gemeinsam haben (Irland-Bulgarien; Estland-Spanien; Finland-Zypern), die Türkei würde, auch wegen ihrer relativen Größe, die Integrationsfähigkeit Europas überfordern.
    Die Unterschiede waren vor 10 Jahren enorm, heute nicht mehr.
    Die Türkei ist klar im 20. Jahrhundert angekommen, was soll das heißen? Nur weil ein paar Menschen Ehrenmord begehen, heißt das doch noch lange nicht, dass das ganze Land noch nicht im 20. Jahrhundert angekommen ist. Und die Türkei hat längst angefangen sich vom Westen zu distanzieren. In 1-2 Jahren werden die Beitrittsverhandlungen abgebrochen. Lange lässt sich die Türkei nicht wie ein Hund mit sich spielen.

  4. #814
    Avatar von skorpion

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    Beiträge
    3.739
    Zitat Zitat von capo dei capi Beitrag anzeigen
    Die Unterschiede waren vor 10 Jahren enorm, heute nicht mehr.
    Die Türkei ist klar im 20. Jahrhundert angekommen, was soll das heißen? Nur weil ein paar Menschen Ehrenmord begehen, heißt das doch noch lange nicht, dass das ganze Land noch nicht im 20. Jahrhundert angekommen ist. Und die Türkei hat längst angefangen sich vom Westen zu distanzieren. In 1-2 Jahren werden die Beitrittsverhandlungen abgebrochen. Lange lässt sich die Türkei nicht wie ein Hund mit sich spielen.
    Ein Teil der Türkei ist sogar schon weit im 21. Jh und geradezu fortschrittlich, aber weite Teile eben auch noch nicht. Aber einigen wir uns darauf, daß sie am Anfang des 20 Jhs angekommen sind. Ich meine dabei nicht die Ehrenmorde, obwohl das sicher auch ein Punkt wäre. Aber einfach strukturell sind viele Regionen auf dem Niveau von Schwellenländern. Abgesehen von Demokratiedefiziten durch den großen Einfluß des Militärs.

    Die Türkei sollte von sich aus eine andere Lösung anstreben. Man kann auch ohne Mitgleidschaft eine tolle Partnerschaft haben und Dinge in Einzelverträgen regeln. Mit einer Türkei in der EU tun sich weder Türken noch Europäer einen Gefallen. Gute Nachbarschaft, Toleranz und Zusammenarbeit, so wird's was!

  5. #815
    Avatar von Sazan

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    1. türkei
    2. slowenien
    3. albanien/kosovo
    4. kroatien

  6. #816
    Avatar von Triglav

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    Lest euch mal das durch,demnach liegt Slowenien berechnet nach der Kaufkraft weit vor Ostdeutschland!Hätte ich so nicht gedacht...

    Müssten sich die neuen Bundesbürger allein ernähren, könnten sie wegen der immer noch niedrigeren Lebenshaltungskosten am Ende einen Lebensstandard von etwa 72 Prozent des westdeutschen oder 75 Prozent des gesamtdeutschen Durchschnitts erreichen. Bezüglich ihres Eigenbeitrags zum Lebensstandard liegen sie damit schon deutlich hinter Slowenien, das nach den EU-Statistiken zu Kaufkraftvergleichen auf 82 Prozent des gesamtdeutschen Durchschnitts kommt, und nur knapp vor der Tschechischen Republik, die bei 71 Prozent liegt. Beide Länder werden den neuen Bundesländern im Hinblick auf die eigene Leistungskraft weit davonlaufen, wenn die Weltwirtschaftskrise überwunden ist. Auch Ungarn, die Slowakei und Polen sind auf der Überholspur.
    Hier der ganze Text,ist ineressant zu lesen....

    20 Jahre Mauerfall: Der verpatzte Kaltstart - 20 Jahre Mauerfall - Politik - FAZ.NET

  7. #817
    Posavac
    Zitat Zitat von Sazan Beitrag anzeigen
    1. türkei
    2. slowenien
    3. albanien/kosovo
    4. kroatien

    haha albanien/kosovo vor kroatien...you made my day!

  8. #818
    Kelebek
    Zitat Zitat von skorpion Beitrag anzeigen
    Ein Teil der Türkei ist sogar schon weit im 21. Jh und geradezu fortschrittlich, aber weite Teile eben auch noch nicht. Aber einigen wir uns darauf, daß sie am Anfang des 20 Jhs angekommen sind. Ich meine dabei nicht die Ehrenmorde, obwohl das sicher auch ein Punkt wäre. Aber einfach strukturell sind viele Regionen auf dem Niveau von Schwellenländern. Abgesehen von Demokratiedefiziten durch den großen Einfluß des Militärs.

    Die Türkei sollte von sich aus eine andere Lösung anstreben. Man kann auch ohne Mitgleidschaft eine tolle Partnerschaft haben und Dinge in Einzelverträgen regeln. Mit einer Türkei in der EU tun sich weder Türken noch Europäer einen Gefallen. Gute Nachbarschaft, Toleranz und Zusammenarbeit, so wird's was!
    **** auf die EU
    FTD.de | Kurswechsel: Türkei provoziert westliche Verbündete
    Regierungschef Erdogan stärkt mit Kontakten zum Iran und zu Syrien die Rolle der Türkei im Nahen Osten. Die USA und Israel geben der EU die Schuld.
    Jetzt werden sie uns hinterherrennen, weil bis dato die Türkei der einzige mehrheitlich muslimische Staat mit ein bisschen westlichem Stil war. Wenn die Türkei auch so wie Iran wird, dann wird sich die Scheibe drehen.

  9. #819
    Avatar von skorpion

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    Beiträge
    3.739
    Zitat Zitat von capo dei capi Beitrag anzeigen
    **** auf die EU
    Jetzt werden sie uns hinterherrennen, weil bis dato die Türkei der einzige mehrheitlich muslimische Staat mit ein bisschen westlichem Stil war. Wenn die Türkei auch so wie Iran wird, dann wird sich die Scheibe drehen.
    Na ja, und wie in ganz Europa jeder weiß, sind gerade Israel und vor allem die USA für alles Übel der Welt verantwortlich.

    Die Türkei kann natürlich machen, was sie will und Iran oder Syrien sind in vielem ja auch näher dran. Eine EU-Außengrenze mit diesen beiden Ländern würde auch nicht unbedingt dazu beitragen, daß ich besser schlafe.

    Vielleicht sollte die Türkei einfach bleiben, was sie war: Mittler zwischen Orient und Okzident.

  10. #820
    Avatar von skorpion

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    Zitat Zitat von Big-Brain Beitrag anzeigen
    Soviel ich weiß bestzen 70 Prozent der Menschen in der Türkei einen Matura abschluß
    Du bist ja eigentlich nicht dumm. Du weißt nur wenig. Es sei denn, das Wort "Matura" hat in der Türkei eine völlig andere Bedeutung...

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