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Jeder zweite Deutsche hat kaum Vermögen

Erstellt von Yutaka, 06.11.2007, 21:16 Uhr · 11 Antworten · 940 Aufrufe

  1. #11
    Crane
    Ich denke man sollte diese Studie nicht überbewerten.

    Man sollte einmal überlegen welchen Volkswirtschaftlichen Beitrag, die angeblich so reichen wirklich leisten und wieviele andere Arbeitsplätze von diesen Leuten abhängen.

    Genauso sollte man auch unterscheiden zwischen den Leuten, die arbeiten gehen und trotzdem arm sind und den anderen, die wirklich selbst verschuldet arm sind. Z. B. durch sehr schlechte Bildung und Ausbildung oder Verschuldung durch zu hohen Konsum. Leider muss man sagen, dass es auch nicht so einfach ist ein direktes Verschulden zu unterstellen, manchmal reicht eine Dummheit aus um für sein Leben Schulden zu haben.


    Ich persönlich denke, dass 3 grundlegende Änderungen die Lage deutlich verbessern könnten.

    1. Verbot von irreführenden Werbemaßnahmen und sog. Kostenfallen.

    Wenn etwas als kostenlos angepriesen wird, dann muss es auch wirklich zu 100% kostenlos sein und darf auch nicht durch irgendweöche Zusätze Kosten verursachen.

    Hier sind besonders Banken betroffen, die mit "kostenlosen" Konten werben. Und auch alle sonstigen Angebote, die man so im Fernsehen sieht. Dass man bei Jamba immer ein Abo eingeht und die Zielgruppe auch noch Kinder sind ist auch ein Skandal.
    Bei solchen Sachen, wo klar ist, dass ein Kind den Vertrag abgeschlossen hat oder es möglich wäre, sollte der Vertrag automatisch ungültig sein.
    Bisher ist es so, dass man sowieso erst ab 18 ein Handyvertrag (oder sonst irgendeinen Vertrag) abschließen kann. Wenn dieses Handy nun ein 12 jähriges Kind bekommt bezahlen dessen Eltern für die entstandenen Kosten und die sind auch die offiziellen Vertragsunterzeichner.
    Dies ist meiner Meinung nach Betrug und sollte zugunsten der Verbraucher geregelt werden und nicht der Konzerne.

    Es sollte Verboten werden mit Gewinnen zu werben ohne die Gewinnwahrscheinlichkeit in einer vernüftigen Form mit anzugeben. Diese müsste dann natürlich auch kontrolliert werden.
    Wird die Gewinnwahrscheinlichkeit nicht mit angegeben oder ist sie falsch können die Kunden ihr Geld zurückverlangen plus Schadensersatz wegen Irreführung.
    Das sollte das Aus für viele Gameshows sein und diese Leute, die mit Gewinnbriefen Leute verarschen wollen.
    Sollte ein Gewinn unmöglich sein oder praktisch unmöglich wegen unfairer Spielweise, so sollte ein Betrugsfall vorliegen.


    2. Änderung des Erbschaftssteuer

    Wie schon im Bericht erwähnt ist die Erbschaftssteuer ein Mittel zu kontrollieren wie stark sich Vermögen im Laufe von Generationen staut.

    Wichtig ist hier aber auch, sich mit den anderen Staaten abzusprechen, der EU z. B. Damit es keine Steuerflüchtige gibt, sollte man also in einem gewissen Rahmen bleiben. Vielleicht sogar eine Erbschaft verbieten, wenn der Verdacht vorliegt, dass hier die geltende Steuer eines Nachbarstaates umgangen werden soll. Hier müssen gegenseitige Verträge geschaffen werden.

    Die Erbschaftssteuer müsste meiner Meinung nach ungefähr so aussehen.

    Es muss einen Freibetrag geben, der angemessen gewählt wird. Hierzu schaut man sich einfach das in der Vergangenheit vererbte Vermögen an.
    Er könnte vielleicht bei 100.000 € pro erbende Person liegen. Ein angesammeltes Vermögen wurde sowieso bereits 10 mal versteuert, deshalb finde ich wäre es ungerecht jetzt nochmal die hart arbeitende Bevölkerung dazu zu verdonnern, dieses noch einmal zu versteuern.
    Lediglich die Reichen bis Superreichen sollten ihr Erbe versteuern müssen. Genau hier soll das Gesetz ja auch greifen, es soll verhindern, dass ein Großes Vermögen im Laufe von Generationen auf eine oder nur wenige Personen konzentriert wird.
    So sollte dann jeder Betrag über die 100.000 € pro Person mit 10% versteuert werden. Und ab 1.000.000 € mit 20% oder sogar 25%.

    Dies sind natürlich nur Beispielzahlen, die man genauer prüfen müsste. Könnte mir auch vorstellen, dass der Freibetrag bei 200.000€ liegt und die nächste Stufe erst ab 5 oder 10 Millionen eintritt, sodass nur sehr reiche Leute getroffen werden.


    3. Verschiebung des Unternehmerrisikos zum Unternehmensvorstand

    Dies ist meiner Meinung nach der wichtigste Punkt. Hier gibt es speziell in Deutschland auch die größten Versäumnisse.
    Der Kapitalismus funktioniert nämlich nur auf der Basis, dass der für das Unternehmen Verantwotliche auch das höchste Risiko tragen muss. Nur so kann gewährleistet werden, dass dieser auch wohl überlegte Entscheidungen trifft und sich um das Wohl seines Unternehmens kümmert auch um eine längere Zeit hinaus.

    Seit längerem hat sich nach und nach das Risiko auf die Arbeitnehmer und die Aktionäre verlagert. Jeder Arbeitnehmer muss um seinen Arbeitsplatz fürchten, wenn der Vorstand falsche Entscheidungen trifft. Jeder Aktionär um seine Investitionen, die auch mal sein gesamtes Ersparniss bedeuten können.
    Gleichzeitig sind die Entscheidungen betreffend eines Unternehmens, die diese beiden Gruppen treffen können sehr gering und wurden von staatlicher Seite sogar dezimiert oder verhindert.

    Ich persönlich denke, dass die Unternehmerische Mitbestimmung der Arbeitnehmer jedem Unternehmen selbst überlassen werden sollten. Dabei gelten jedoch folgende Regeln. Arbeitnehmer, die Aufgrund schlechter Unternehmensituation und Fehlentscheidungen der Verantwortlichen entlassen werden müssten eine hohe Abfindung erhalten. Z. b. 6 bis 12 Monate Lohnfortzahlung.
    Arbeitnehmer, die tatsächlich Einfluss auf die Entscheidungen im Unternehmen hatten, bekommen eine geringe bis keine Abfindung.

    Es ist oft der Fall, dass die Managergehälter in Deutschland kritisiert werden, weil diese zu hoch seien. Das eigentliche Problem jedoch sind nicht die hohen Gehälter, sondern die extrem hohen Abfindungen, die diese Manager erhalten und die Schwierigkeit sie zu entlassen, auch wenn sie für den Bankrott eines Unternehmes verantwortlich sind.
    Die Lösung heißt hier die Abfindungen nach der Lage des Unternehmens zu richten. Und sogar so weit zu gehen, dass ein Manager mit einem Jahresgehalt von 1 Millionen Euro auch mit einer Strafe belastet werden kann, wenn unter seiner Führung ein Unternehmen Bankrott geht. Anstatt, dass solche Leute noch 2 bis 5 Millionen Euro abkassieren sollten sie 1 bis 2 Millionen Euro Strafe zahlen müssen, direkt an das Unternehmen. Dies ist in anderen Ländern auch garnicht so unüblich, dort gibt es oft auch noch höhere Löhne für Manager als in Deutschland und dort reißt sich dann auch niemand so schnell um den Managerjob, wenn er nicht wirklich glaubt, dass Unternehmen auch wirklich führen zu können.
    Es müsste zudem eine kleine Absicherung gegen sog. Bauernopfer geben. Manager die kürzlich eingesetzt werden, wenn man schon weiß, dass nichts mehr zu retten ist. Solche Fälle sollten als Korruption gelten und alls Leute, die die Wahl des neues Managers eingeleitet haben hart dafür bestraft werden. Klar sollte auch sein, dass die Aufklärung solcher Fälle wohl Jahre dauern würden, weil wirklich grundlegende Analysen nötig sind über die wirkliche Lage des Unternehmens zu den entsprechenden Zeitpunkten.

  2. #12
    Avatar von Dalbana

    Registriert seit
    09.12.2005
    Beiträge
    662
    Zitat Zitat von Turcin-Ipo Beitrag anzeigen
    Na und? Wenn man sieht wie manche ehrgeizig lernen dan 12h arbeiten um nach oben zu kommen und manche einfachen job machen und wie manche ihr Geld verprassen. dann ist der Unterschied zu gering.

    1. Frauen? Seit wann können Frauen mit Geld umgehen?
    2. Osis? Die sollen mal arbeiten gehen.
    3. Ausländer? Die sollen nicht alles in die Heimat schicken.
    Du bist ziemlich schnell mit Vorurteilen, kann das sein? Kennst du Ossis? Wieviele Frauen kennst du?

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