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4 kritische Punkte im "orthodoxen" Islam

Erstellt von Fitnesstrainer NRW, 17.03.2011, 02:38 Uhr · 229 Antworten · 10.816 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Fitnesstrainer NRW

    Registriert seit
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    3.309

    4 kritische Punkte im "orthodoxen" Islam

    Mit orthodoxer Islam sind die traditionellen sunitischen und schiitischen Rechtsschulen gemeint.

    Im Grunde genommen stehe ich dem Islam in vielen Punkten sehr nahe und bin ein Befürworter vieler Richtlinien. Angefangen über Tauhid (dem Festhalten an dem reinen Glauben an einen eizigen Gott), über Speisegesetze bishin zum Alkoholverbot, welches ich besonders wertschätze.

    Allerdings gibt es für mich (neben "kleineren" Kritkpunkten") 4 Punkte welche ich persönlich kategorisch ablehne.

    1. Der Koran erlaubt die Sklaverei (z.b. Sure 23,6 Sure 24,33) (Christentum und Judentum erlauben es leider auch)

    2.Der Islam bzw Koran gebietet den bewaffneten (arab. qital) Kampf gegen die Schriftbesitze (Juden und Christen) bis diese "unterwürfig" (arab. saghiruun) aus der Hand die "Dschziya" d.h. Kopfsteuer entrichten. (Sure 9,29)
    -----------------------------------------------------------------------
    3.Der Islam erlaubt, nach unterschiedlicher Interpretation befiehlt er sogar, einen Muslim der den Islam verlässt, oder die Gemeinschaft spaltet, zu töten. (vgl. Buchari und Muslim)

    4. Nach islamischen Überlieferungen (Hadithen) hat der Prophet Muhammad angeblich mit seiner Lieblingsfrau Aisha die Ehe vollzogen, als dies gerade einmal 9 Jahre alt war. Und da der Prophet Vorbild für die Muslime ist, kommt dies in vielen Ländern mit islamischer Gesetzgebung bis heute noch häufig vor. (vgl. Buchari und Muslim "Sahih")


    Die Punkte 1. und 2 beziehen sich auf den Koran
    Der 3. und 4. Punkt sind aus Hadithen, also nicht aus dem Koran

    Hadithen sind Überlieferungen aus dem Leben des Propheten Muhammad, welche neben der "Sira" (Biographie des Propheten) Hauptteil der "Sunna" und sind, welche gemeinsam mit dem Koran Rechtsquelle im sunnitischen Islam ist. Auch im schiitischen Islam sind Hadithen neben dem Koran gültige Rechtsquelle.


    Der Grund für den Thread ist, das ich daraufhinweisen möchte, dass trotz der zweifelos auch positiven sozialen Faktoren im Islam, wie das im Koran häufig wiederholte Gebot "Gute Werke zu verrichten" , "Zekat" Almosen zu spenden und sich sozial zu engagieren, es durchaus sehr "gefährliche" Inhalte gibt.

    ....und es reichen leider ein paar faule Früchte um die gesündeste Mahlzeit zu verderben.

    Um der sicher gleich losgehenden Diskussion eins vorwegzunehmen:

    Wer die Bibel als Gesamtwerk kennt, weiss das eine auf ihr basierende Gesetzgebung nicht besser wäre.

  2. #2
    Fan Noli
    Das Problem vieler Moslems ist leider das sie sich nicht mit den kritischen Fragen auseinandersetzen, sondern versuchen sie immer wegzureden.

    Wenn du jetzt mit islamischen Gelehrten sprichst, von eher liberal bis konservativ, werden sie dir sagen das im Land des Propheten der authentischste Islam existiert. Schaust du dir aber die Verhältnisse in Saudi Arabien an, wird kein rational denkender Mensch behaupten das sie gut sind.

    Aber es folgt immer die gleiche Masche. Es wird sich rausgeredet, rausgeredet, rausgeredet. Die Courage und Mut Fehler einzugestehen, haben leider viel zu wenige.

  3. #3
    Avatar von DZEKO

    Registriert seit
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    Beiträge
    55.010
    Ich seh nichts falsches am Islam.

  4. #4
    Avatar von Fitnesstrainer NRW

    Registriert seit
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    Beiträge
    3.309
    Zitat Zitat von Fan Noli Beitrag anzeigen
    Das Problem vieler Moslems ist leider das sie sich nicht mit den kritischen Fragen auseinandersetzen, sondern versuchen sie immer wegzureden.

    Wenn du jetzt mit islamischen Gelehrten sprichst, von eher liberal bis konservativ, werden sie dir sagen das im Land des Propheten der authentischste Islam existiert. Schaust du dir aber die Verhältnisse in Saudi Arabien an, wird kein rational denkender Mensch behaupten das sie gut sind.

    Aber es folgt immer die gleiche Masche. Es wird sich rausgeredet, rausgeredet, rausgeredet. Die Courage und Mut Fehler einzugestehen, haben leider viel zu wenige.

    Ich weiss was du meinst. Ich habe selbst ein drei-einhalbstündiges Interview mit dem aus Mekka stammendem ehemaligen Vorsitzendem des Zentralrates der Muslime in Deutschland, Dr. Nadeem Elyas, geführt, welches ich auch aufgezeichnet habe.

    Die Frage welche sich gläubige Muslime, die einen Staat mit islamisch orientierter Gesetzgebung wünschen, stellen sollten ist:

    Sind wirklich alle Inhalte des Koran und der Sunna, respektive Schia, ZEITLOS gültig. Oder gibt es nicht doch Inhalte welche für die ZEIT und UMGEBUNG des Propheten galten, aber (wie einige Islamgelehrte auch meinen) nicht in die heutige Zeit übertragbar sind bzw. obsolet geworden sind.

  5. #5
    Avatar von Fitnesstrainer NRW

    Registriert seit
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    Beiträge
    3.309
    Zitat Zitat von DZEKO Beitrag anzeigen
    Ich seh nichts falsches am Islam.
    Das kommt für mich darauf an, was man unter Islam versteht.

    An Islam = Hingabe zu Gott, im Sinne des Wortes sehe ich auch nichts falsches.

    An Islam im Sinne der fünf Säulen:

    1.Glaubensbekenntnis (Schahada)

    2.Gebet (Salat)

    3.Almosen geben (Zakat)

    4.Wallfahrt (Hadj)

    5.Fasten (im Monat Ramadan)

    ...sehe ich auch nichts falsches

    Aber die genannten Kritikpunkte, haben in der Geschichte islamischer Herrschaften zu viel Leid geführt und tuen es teilweise heute noch.

  6. #6
    Yunan
    Zitat Zitat von DZEKO Beitrag anzeigen
    Ich seh nichts falsches am Islam.
    Ich denke, der Thread soll nicht den Islam an sich als falsch darstellen und ich persönlich würde sogar sagen, dass auch das Geschriebene nicht falsch ist. Die Interpretationen mancher islamischen Strömungen sind falsch und eigentlich ist Glaube sowieso eine Sache zwischen sich und Gott und nicht zwischen Gruppen und Gott.

  7. #7
    Yunan
    Zitat Zitat von Fitnesstrainer NRW Beitrag anzeigen
    Ich weiss was du meinst. Ich habe selbst ein drei-einhalbstündiges Interview mit dem aus Mekka stammendem ehemaligen Vorsitzendem des Zentralrates der Muslime in Deutschland, Dr. Nadeem Elyas, geführt, welches ich auch aufgezeichnet habe.

    Die Frage welche sich gläubige Muslime, die einen Staat mit islamisch orientierter Gesetzgebung wünschen, stellen sollten ist:

    Sind wirklich alle Inhalte des Koran und der Sunna, respektive Schia, ZEITLOS gültig. Oder gibt es nicht doch Inhalte welche für die ZEIT und UMGEBUNG des Propheten galten, aber (wie einige Islamgelehrte auch meinen) nicht in die heutige Zeit übertragbar sind bzw. obsolet geworden sind.
    Wie kam es denn zu diesem Interview und wäre es dir möglich, da was ins BF zu laden? Oder könnte es da Probleme geben?

  8. #8
    Avatar von Fitnesstrainer NRW

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    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Ich denke, der Thread soll nicht den Islam an sich falsch darstellen und ich persönlich würde sogar sagen, dass auch das Geschriebene nicht falsch ist. Die Interpretationen mancher islamischen Strömungen sind falsch und eigentlich ist Glaube sowieso eine Sache zwischen sich und Gott und nicht zwischen Gruppen und Gott.

    Das ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit so

    (empfehle hierzu "Der verfälschte Islam", von Yasar Nuri Öztürk ISBN 978-3-89978-062-8)

    Das sehe ich auch so und ich hätte es persönlichnicht besser ausdrücken können als du.

    Das Problem fängt da an wo es nicht mehr zugelassen wird das Religion eine Sache zwischen sich und Gott ist, und man Glaubensinhalte als allgemeinverbindlich erklärt.

  9. #9
    Yunan
    Eben und oft ist es so, dass an diesem Punkt die persönlichen Interessen einiger Chroniker oder Gesetzgeber mit eingeflossen sind.

  10. #10
    Avatar von Fitnesstrainer NRW

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    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Wie kam es denn zu diesem Interview und wäre es dir möglich, da was ins BF zu laden? Oder könnte es da Probleme geben?
    Ich habe mich selbst 2 Jahre lang intensiv mit dem Islam beschäftigt. Ich habe auch Pierre Vogel befragt, konnte dieses Gespräch aber leider nicht festhalten.

    Ins BF möchte ich das Gespräch nicht stellen, weil ich für eine Publikation die Erlaubniss des Befragten bräuchte, und ich ihm damals zugesichert habe das das Interview nur privaten Zwecken dient.

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