BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Seite 1 von 7 12345 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 65

400 Euro für eine Kinderbraut

Erstellt von John Wayne, 17.08.2011, 20:35 Uhr · 64 Antworten · 3.928 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    13.05.2007
    Beiträge
    18.328

    400 Euro für eine Kinderbraut

    Berichte in der Türkei über den Verkauf von Mädchen an heiratswillige Männer

    Du kommst ins Dorf, und die Mädchen treten in einer Reihe an. Dann suchst du dir eins aus und nennst deinen Preis.“ So schildert der Informant einer türkischen Zeitung den Ablauf eines ganz besonderen Geschäfts, das angeblich in Ost- und Südostanatolien blüht. Männer, die keine Frau finden, kaufen sich demnach ein junges Mädchen aus einer armen Gegend. Der Preis für die illegale Hochzeit mit einer Kinderbraut liege zwischen 400 und 2000 Euro. Die Nachricht lässt Experten aufhorchen, denn die altbekannte Sitte, Mädchen und Jungen früh miteinander zu verheiraten, hat meistens keine finanziellen Motive – viel stärker sei die Macht der Tradition.

    Die Kinder leiden jedoch so oder so. Nach Angaben der regierungskritischen Zeitung „Cumhuriyet“ führen Vermittler die Interessenten in südostanatolische Dörfer und bieten eine Auswahl an Mädchen für eine Heirat. „Die Mädchen haben keine Möglichkeit, sich dagegen zu wehren“, sagte der Informant aus dem zentralanatolischen Corum der Zeitung. Tausende junge Mädchen werden demnach jedes Jahr regelrecht verscherbelt. Behördlich oder wissenschaftlich untermauerte Erkenntnisse dazu gibt es nicht.

    Dass es in der Türkei ein Problem mit Kinderbräuten gibt, ist nicht neu. Dass es einen schwunghaften Handel mit minderjährigen Mädchen zwecks – illegaler – Verheiratung geben soll, ist es schon. Bisher waren nur Einzelschicksale wie das der heute 44-jährigen Beyaz Divarci bekannt. Sie schilderte vor zwei Jahren, wie sie schon als 15-Jährige von ihren Eltern gegen Bezahlung einem wesentlich älteren Mann zur Frau gegeben wurde. „Er kaufte mich wie eine Kuh“, sagte sie.


    In den meisten Fällen regeln die Familien eine Eheschließung von Minderjährigen, immer seltener wird dabei Brautgeld bezahlt, hin und wieder tauschen zwei Familien auch Bräute aus. Hintergrund sind die archaischen Moralvorstellungen in manchen Teilen der türkischen Provinz, sagt Irfan Güven, der Präsident der Anwaltskammer im südosttürkischen Sanliurfa. Eine frühe Verheiratung wird demnach als Schutz für ein Mädchen und die Familienehre gesehen.


    Die Eheschließung erfolgt meist in einer religiösen Zeremonie, die gesetzlich allerdings keinen Bestand hat. Nach türkischem Recht gelten sexuelle Kontakte mit Kindern unter 15 Jahren als Straftat; das Mindestalter für eine Heirat liegt bei 17 Jahren.


    Nach einer Untersuchung des türkischen Parlaments aus dem Jahr 2009 heiratet jede siebte Frau in der Türkei vor ihrem 18. Lebensjahr. Die Gesamtzahl der Bräute unter 18 Jahren liege bei 5,5 Millionen. Nach Medienberichten werden mindestens sieben Prozent der türkischen Mädchen von ihren Eltern vorzeitig aus der Schule genommen, um sie zu verheiraten.


    Ein Mädchen aus dem ostanatolischen Adiyaman sagte nun in „Cumhuriyet“, sie habe vor ihrer Hochzeit vor zwei Jahren ihren Ehemann nicht einmal gekannt. Nun hat das Mädchen selbst eine Tochter – und wünscht sich, das Kind wäre ein Junge: „Wenn du ein Mädchen bist, fängt das Leid schon bei der Geburt an.“ In jüngster Zeit hatten Selbstmorde von verzweifelten Kinderbräuten die Öffentlichkeit aufgeschreckt.


    Der Anwalt Özer Akpinar aus Corum bestätigt, dass es in der Gegend einige Kinderbräute gebe, wenn auch nicht viele. Die Justiz in der Provinz untersuche derzeit einige Fälle. Bei einer Anklage fallen die Beteiligten häufig aus allen Wolken, weil „die Leute das nicht als Straftat sehen“, wie Anwalt Akpinar sagt.


    „Es ist vor allem ein Problem fehlender Bildung“, sagt auch Akpinars Kollege Güven aus Sanliurfa. Mehr Aufklärung sei ein wirksamer Weg, diese Missstände zu bekämpfen. So werde heute viel seltener Brautgeld bezahlt als früher. Der von der Zeitung „Cumhuriyet“ herausgestrichene Gedanke, dass Kinder im wahrsten Sinne des Wortes verkauft würden, sei den Menschen in Südostanatolien aber ohnehin fremd, sagt Güven. Er sieht den Bericht des Istanbuler Blattes vor allem als Ausdruck der Arroganz, mit der einige Leute im Westen der Türkei auf den armen Osten herabblicken.


    400 Euro für eine Kinderbraut - Welt - Tagesspiegel


    _____________________________

    wie wärs wenn erdo sich mal darum kümmern würde...

  2. #2
    Avatar von Lance Strongo

    Registriert seit
    16.07.2009
    Beiträge
    5.422
    tldr

  3. #3

    Registriert seit
    16.01.2011
    Beiträge
    3.725
    Im hinduistischem Indien ist das Gang und Gebe aber über das regt man sich nicht auf oder?

  4. #4

    Registriert seit
    13.05.2007
    Beiträge
    18.328
    Zitat Zitat von Lance Uppercut Beitrag anzeigen
    tldr
    Literally, "Too long; didn't read" Said whenever a nerd makes a post that is too long to bother reading.

  5. #5

    Registriert seit
    13.05.2007
    Beiträge
    18.328
    Zitat Zitat von Seljuk Beitrag anzeigen
    Im hinduistischem Indien ist das Gang und Gebe aber über das regt man sich nicht auf oder?
    und wenn die dort alle von der brücke springen machen des die türken auch oder was?

  6. #6
    Avatar von Türkiye&Iran

    Registriert seit
    04.08.2010
    Beiträge
    1.049
    Zitat Zitat von John Wayne Beitrag anzeigen
    Berichte in der Türkei über den Verkauf von Mädchen an heiratswillige Männer

    Du kommst ins Dorf, und die Mädchen treten in einer Reihe an. Dann suchst du dir eins aus und nennst deinen Preis.“ So schildert der Informant einer türkischen Zeitung den Ablauf eines ganz besonderen Geschäfts, das angeblich in Ost- und Südostanatolien blüht. Männer, die keine Frau finden, kaufen sich demnach ein junges Mädchen aus einer armen Gegend. Der Preis für die illegale Hochzeit mit einer Kinderbraut liege zwischen 400 und 2000 Euro. Die Nachricht lässt Experten aufhorchen, denn die altbekannte Sitte, Mädchen und Jungen früh miteinander zu verheiraten, hat meistens keine finanziellen Motive – viel stärker sei die Macht der Tradition.

    Die Kinder leiden jedoch so oder so. Nach Angaben der regierungskritischen Zeitung „Cumhuriyet“ führen Vermittler die Interessenten in südostanatolische Dörfer und bieten eine Auswahl an Mädchen für eine Heirat. „Die Mädchen haben keine Möglichkeit, sich dagegen zu wehren“, sagte der Informant aus dem zentralanatolischen Corum der Zeitung. Tausende junge Mädchen werden demnach jedes Jahr regelrecht verscherbelt. Behördlich oder wissenschaftlich untermauerte Erkenntnisse dazu gibt es nicht.

    Dass es in der Türkei ein Problem mit Kinderbräuten gibt, ist nicht neu. Dass es einen schwunghaften Handel mit minderjährigen Mädchen zwecks – illegaler – Verheiratung geben soll, ist es schon. Bisher waren nur Einzelschicksale wie das der heute 44-jährigen Beyaz Divarci bekannt. Sie schilderte vor zwei Jahren, wie sie schon als 15-Jährige von ihren Eltern gegen Bezahlung einem wesentlich älteren Mann zur Frau gegeben wurde. „Er kaufte mich wie eine Kuh“, sagte sie.


    In den meisten Fällen regeln die Familien eine Eheschließung von Minderjährigen, immer seltener wird dabei Brautgeld bezahlt, hin und wieder tauschen zwei Familien auch Bräute aus. Hintergrund sind die archaischen Moralvorstellungen in manchen Teilen der türkischen Provinz, sagt Irfan Güven, der Präsident der Anwaltskammer im südosttürkischen Sanliurfa. Eine frühe Verheiratung wird demnach als Schutz für ein Mädchen und die Familienehre gesehen.


    Die Eheschließung erfolgt meist in einer religiösen Zeremonie, die gesetzlich allerdings keinen Bestand hat. Nach türkischem Recht gelten sexuelle Kontakte mit Kindern unter 15 Jahren als Straftat; das Mindestalter für eine Heirat liegt bei 17 Jahren.


    Nach einer Untersuchung des türkischen Parlaments aus dem Jahr 2009 heiratet jede siebte Frau in der Türkei vor ihrem 18. Lebensjahr. Die Gesamtzahl der Bräute unter 18 Jahren liege bei 5,5 Millionen. Nach Medienberichten werden mindestens sieben Prozent der türkischen Mädchen von ihren Eltern vorzeitig aus der Schule genommen, um sie zu verheiraten.


    Ein Mädchen aus dem ostanatolischen Adiyaman sagte nun in „Cumhuriyet“, sie habe vor ihrer Hochzeit vor zwei Jahren ihren Ehemann nicht einmal gekannt. Nun hat das Mädchen selbst eine Tochter – und wünscht sich, das Kind wäre ein Junge: „Wenn du ein Mädchen bist, fängt das Leid schon bei der Geburt an.“ In jüngster Zeit hatten Selbstmorde von verzweifelten Kinderbräuten die Öffentlichkeit aufgeschreckt.


    Der Anwalt Özer Akpinar aus Corum bestätigt, dass es in der Gegend einige Kinderbräute gebe, wenn auch nicht viele. Die Justiz in der Provinz untersuche derzeit einige Fälle. Bei einer Anklage fallen die Beteiligten häufig aus allen Wolken, weil „die Leute das nicht als Straftat sehen“, wie Anwalt Akpinar sagt.


    „Es ist vor allem ein Problem fehlender Bildung“, sagt auch Akpinars Kollege Güven aus Sanliurfa. Mehr Aufklärung sei ein wirksamer Weg, diese Missstände zu bekämpfen. So werde heute viel seltener Brautgeld bezahlt als früher. Der von der Zeitung „Cumhuriyet“ herausgestrichene Gedanke, dass Kinder im wahrsten Sinne des Wortes verkauft würden, sei den Menschen in Südostanatolien aber ohnehin fremd, sagt Güven. Er sieht den Bericht des Istanbuler Blattes vor allem als Ausdruck der Arroganz, mit der einige Leute im Westen der Türkei auf den armen Osten herabblicken.


    400 Euro für eine Kinderbraut - Welt - Tagesspiegel


    _____________________________

    wie wärs wenn erdo sich mal darum kümmern würde...
    ohh Mister ich hasse jedes islamische land besonderst türkei und den iran ist in daaaa houssssseeee

  7. #7

    Registriert seit
    16.08.2011
    Beiträge
    152
    Zitat Zitat von John Wayne Beitrag anzeigen
    Berichte in der Türkei über den Verkauf von Mädchen an heiratswillige Männer

    Du kommst ins Dorf, und die Mädchen treten in einer Reihe an. Dann suchst du dir eins aus und nennst deinen Preis.“ So schildert der Informant einer türkischen Zeitung den Ablauf eines ganz besonderen Geschäfts, das angeblich in Ost- und Südostanatolien blüht. Männer, die keine Frau finden, kaufen sich demnach ein junges Mädchen aus einer armen Gegend. Der Preis für die illegale Hochzeit mit einer Kinderbraut liege zwischen 400 und 2000 Euro. Die Nachricht lässt Experten aufhorchen, denn die altbekannte Sitte, Mädchen und Jungen früh miteinander zu verheiraten, hat meistens keine finanziellen Motive – viel stärker sei die Macht der Tradition.

    Die Kinder leiden jedoch so oder so. Nach Angaben der regierungskritischen Zeitung „Cumhuriyet“ führen Vermittler die Interessenten in südostanatolische Dörfer und bieten eine Auswahl an Mädchen für eine Heirat. „Die Mädchen haben keine Möglichkeit, sich dagegen zu wehren“, sagte der Informant aus dem zentralanatolischen Corum der Zeitung. Tausende junge Mädchen werden demnach jedes Jahr regelrecht verscherbelt. Behördlich oder wissenschaftlich untermauerte Erkenntnisse dazu gibt es nicht.

    Dass es in der Türkei ein Problem mit Kinderbräuten gibt, ist nicht neu. Dass es einen schwunghaften Handel mit minderjährigen Mädchen zwecks – illegaler – Verheiratung geben soll, ist es schon. Bisher waren nur Einzelschicksale wie das der heute 44-jährigen Beyaz Divarci bekannt. Sie schilderte vor zwei Jahren, wie sie schon als 15-Jährige von ihren Eltern gegen Bezahlung einem wesentlich älteren Mann zur Frau gegeben wurde. „Er kaufte mich wie eine Kuh“, sagte sie.


    In den meisten Fällen regeln die Familien eine Eheschließung von Minderjährigen, immer seltener wird dabei Brautgeld bezahlt, hin und wieder tauschen zwei Familien auch Bräute aus. Hintergrund sind die archaischen Moralvorstellungen in manchen Teilen der türkischen Provinz, sagt Irfan Güven, der Präsident der Anwaltskammer im südosttürkischen Sanliurfa. Eine frühe Verheiratung wird demnach als Schutz für ein Mädchen und die Familienehre gesehen.


    Die Eheschließung erfolgt meist in einer religiösen Zeremonie, die gesetzlich allerdings keinen Bestand hat. Nach türkischem Recht gelten sexuelle Kontakte mit Kindern unter 15 Jahren als Straftat; das Mindestalter für eine Heirat liegt bei 17 Jahren.


    Nach einer Untersuchung des türkischen Parlaments aus dem Jahr 2009 heiratet jede siebte Frau in der Türkei vor ihrem 18. Lebensjahr. Die Gesamtzahl der Bräute unter 18 Jahren liege bei 5,5 Millionen. Nach Medienberichten werden mindestens sieben Prozent der türkischen Mädchen von ihren Eltern vorzeitig aus der Schule genommen, um sie zu verheiraten.


    Ein Mädchen aus dem ostanatolischen Adiyaman sagte nun in „Cumhuriyet“, sie habe vor ihrer Hochzeit vor zwei Jahren ihren Ehemann nicht einmal gekannt. Nun hat das Mädchen selbst eine Tochter – und wünscht sich, das Kind wäre ein Junge: „Wenn du ein Mädchen bist, fängt das Leid schon bei der Geburt an.“ In jüngster Zeit hatten Selbstmorde von verzweifelten Kinderbräuten die Öffentlichkeit aufgeschreckt.


    Der Anwalt Özer Akpinar aus Corum bestätigt, dass es in der Gegend einige Kinderbräute gebe, wenn auch nicht viele. Die Justiz in der Provinz untersuche derzeit einige Fälle. Bei einer Anklage fallen die Beteiligten häufig aus allen Wolken, weil „die Leute das nicht als Straftat sehen“, wie Anwalt Akpinar sagt.


    „Es ist vor allem ein Problem fehlender Bildung“, sagt auch Akpinars Kollege Güven aus Sanliurfa. Mehr Aufklärung sei ein wirksamer Weg, diese Missstände zu bekämpfen. So werde heute viel seltener Brautgeld bezahlt als früher. Der von der Zeitung „Cumhuriyet“ herausgestrichene Gedanke, dass Kinder im wahrsten Sinne des Wortes verkauft würden, sei den Menschen in Südostanatolien aber ohnehin fremd, sagt Güven. Er sieht den Bericht des Istanbuler Blattes vor allem als Ausdruck der Arroganz, mit der einige Leute im Westen der Türkei auf den armen Osten herabblicken.


    400 Euro für eine Kinderbraut - Welt - Tagesspiegel


    _____________________________

    wie wärs wenn erdo sich mal darum kümmern würde...

    Du bist der typische Leser des Axel-Springer Verlages oder ?

  8. #8

    Registriert seit
    16.08.2011
    Beiträge
    152
    Zitat Zitat von John Wayne Beitrag anzeigen
    und wenn die dort alle von der brücke springen machen des die türken auch oder was?
    Im Osten der Türkei ist sowas üblich,kann man nichts machen.Das ist auch ein Brauch bei den Kurden im Osten.

    Aber schau dir lieber mal die deutschen Politiker an,die treiben es doch auch mit Kindern...

  9. #9
    Avatar von Djuvejbir

    Registriert seit
    21.04.2011
    Beiträge
    935
    schlimm ist es...sehr schlimm.....aber schlimmer geht immer....Rumänien und Bulgarien kostet Spaß mit kinder ein paar Euro - egal ob Mädchen oder Jungs, alles kann mann dort kaufen...und ... Eltern sind Verkäufer

    Sextourismus: Kinderprostitution wird jünger & lukrativer für Zuhälter « DiePresse.com

  10. #10

    Registriert seit
    03.11.2009
    Beiträge
    13.141
    Schauderhaft.

Seite 1 von 7 12345 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Kampusch fordert von der Republik eine Million Euro
    Von Goldmund im Forum Religion und Soziales
    Antworten: 151
    Letzter Beitrag: 10.04.2011, 13:05
  2. Eine Busreise für 18500 Euro
    Von Grasdackel im Forum Urlaubsforum
    Antworten: 39
    Letzter Beitrag: 21.02.2010, 00:34
  3. Antworten: 78
    Letzter Beitrag: 13.12.2008, 15:28
  4. Antworten: 70
    Letzter Beitrag: 14.07.2008, 22:33
  5. Antworten: 54
    Letzter Beitrag: 15.12.2006, 13:33