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A Case for The Macedonian Orthodox Church

Erstellt von Klement, 29.03.2005, 13:57 Uhr · 13 Antworten · 1.105 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Klement

    Registriert seit
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    Beiträge
    215
    Zitat Zitat von Vuk
    Zitat Zitat von Klement
    Was willst du hören? Uns Makedonier steht genauso eine Kirche zu, wie allen anderen orthodoxen Völkern. Und da lassen wir auch nicht mit uns handeln.
    Ihr habt doch eine Kirche, ich frage mich nur warum sie seperat sein muss? Meine Frage war allgemein gerichtet, über die ganzen seperationen in klein und kleinstaaten und offensichtlich jetzt auch in kirchen. Und das machen wir damit wir dann uns doch wieder alle in der "EU" vereinen können? Ziemlicher Umweg, wir waren ja schon vereint. Wie denkst du darüber. Du kannst ruhig deine Meinung sagen, ich bin nicht beleidigt.

    Und den Link hast du dir wieder nicht durchgelesen.,MAD!
    Weil ich deine Meinung hören wollte, nicht die offizielle politische linie, aber ich habe ihn überflogen.
    Wir wollen die Kirche die uns genommen worden ist,eine eigenständige. Ich könnte dich genauso Fragen, wieso die SPC uns nicht einfach ziehen lässt? Die Anwtort kennen wir ALLE...

    Hättest du meinen Link gelesen, würdest du UNS Makedonier verstehen.
    Wir wollen lediglich das was uns genommen wurde...

  2. #12
    Avatar von Klement

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    Das Erzbistum von Ohrid und die Mazedonische Orthodoxe Kirch

    Zitat Zitat von CAR_DUŠAN
    Also verstehe ich das so das die Mazedonier serbisch-orthodox sind oder wie?
    NEIN SIND SIE NICHT.

    Das Mazedonische Volk hat seine Kirche auf den Grundmauern des Erzbistums von Ohrid wiederaufgebaut. Diese autocephale (selbstständige) Kirche existiert, zuerst in Prespa und anschliessend in Ohrid, seit der Zeit des Zaren Samuil und seiner Nachfolger als die spirituelle Institution ihres Reiches. Sie wurde durch den byzantinischen Imperator Basil II als eine ökumenische christliche Institution gefördert. Dies geschah gleich nach dem Sieg Basils II über den Zaren Samuil im Jahr 1018.
    Die administrativen, wirtschaftlichen und kulturellen Massnahmen, die von den Byzantinern durchgeführt wurden, wurden lokale Traditionen. Ein Führer aus den slawisch-mazedonischen Reihen wurde Oberhaupt des Erzbistums. Einmal, zu Beginn des 13. Jahrhunderts, war die Führung des Erzbistums der Ansicht, dass das ökumenische Patriarchat in Nicaea gegen die autocephalen Rechte des Erzbistums von Ohrid verstossen hätte. Das führte zu einer feurigen Reaktion des Erzbischofs Dimitrius Homatian, der den Grossteil der ecclesianischen und kanonischen Ziele seiner ecclesianischen Institution definierte, die später die kanonischen Grundlage für die Gründung anderer Erzbistümer bildeten.

    Im 13. Jahrhundert, während der Herrschaft des bulgarischen Imperators Ivan Asen II, wurde neben der Kirche von Trnovo auch die ältere Kirche von Ohrid respektiert. Das war auch unter der Herrschaft des serbischen Herrschers Stefan Dusan der Fall: neben seiner Kirche in Pec wurde das Erzbistum von Ohrid als gleichrangig respektiert. Nach der Ausrufung des serbischen Patirarchats zu Pec und dessen Ausschluss aus dem ökumenischen Verbund mit dem Patriarchat von Konstantinopel, wurden die Erzbischofe von Ohrid für den Prozess der Versöhnung und der Wiedereingliederung Serbiens in die orthodoxe Gemeinschaft eingesetzt.

    Nachdem Ohrid Ende des l4. Jahrhunderts unter die ottomanische Herrschaft geraten war, wurde das Erzbistum von Ohrid von den türkischen Behörden legalisiert und in seinen Rechten gestärkt, wie das auch nach 1453 mit dem Patriarchat von Konstantinopel der Fall war. Während einer kurzen Periode im 15. Jahrhundert standen serbische und bulgarische Territorien unter der ecclesianischen Jurisdiktion des Erzbistums.

    Obwohl im Laufe des 18. Jahrhunderts viele orthodoxe Albaner, Walachen und Griechen aus dem Epirus in die Diozöse von Ohrid kamen, blieb diese tief mit den Traditionen der Kirche von Ohrid verwurzelt und wachte eifersüchtig über Ihre Selbstständigkeit. Deshalb wurden in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts fast alle Lebensläufe und Taten der Heiligen , angefangen bei den Salvenaposteln des 9. und 10. Jahrhunderts, in mazedonischem Slawisch aufgezeichnet.

    Im Jahre 1767 wurde unter dem Vorwand finanzieller Schwierigkeiten das Erzbistum von Ohrid seitens des Patirarchats von Konstantinopel und der ottomanischen Behörden aufgelöst. Das war ein schmerzlicher Schlag für die jahrhundertealten ecclesianischen und kulturellen Traditionen wie sie in Mazedonien und in den benachbarten Regionen gepflegt wurden.

    Während des fast achthundertjährigen Bestehens dieser hoch angesehenen Institution, besass das Erzbistum von Ohrid immer einen autocephalen Status, unabhängig von der politischen Situation, also sowohl unter Byzanz, Bulgarien und den Serben als auch unter der langen Zeit türkischer Herrschaft. Viele balkanische Völker gehörten zur Diozöse von Ohrid, die im 13. Jahrhundert und während der ottomanischen Herrschaft (im 15. und 16. Jahrhundert) sehr gross war. Den zentralen und Hauptanteil der Gläubigen bildeten jedoch von jeher die Mazedonen. Patron und Beschützer der Kirche war der erste Schüler der Heiligen Kyril und Method, der Heilige Klemens von Ohrid, einer der Begründer der slawischen Kultur und Schrift. Sein Werk wurde, den Traditioen seiner christlichen mazedonischen Herde folgend, auch von namhaften griechischen Bischöfen (z.B. Theophilact und Homatian) während der byzantinischen Periode gepriesen. Die Sprache dieser Institution war neben kirchen-slavisch, das von den Heiligen Brüdern Kyril und Method und dem Heiligen Klemens eingeführt wurde, auch Altgriechisch, das neben Latein als Sprache der gesamten Christenheit galt.

    Den Traditionen der Ohrider Schule folgend, insbesondere in der Kunst, wurden über tausend Jahre Portraits der Slawenapostel des 9. und 10. Jahrhunderts angefertigt. Einige Hundert dieser Bilder können noch heute in den Kirchen betrachtet werden. Mazedonien war ein Zentrum der Ikonographie der alten slawischen Periode bis in das 19. Jahrhundert hinein.

    Die Verbindung der Mazedonen mit Byzanz, dessen Kultur, dessen Gelehrten und dessen Kunst war für sie sehr nützlich. Die Mazedonen, ebenso wie auch die Russen, Bulgaren, Serben und Rumänen Teil des "Byzantinischen Commonwealth", wie es der britische Gelehrte D. Obolensky ausdrückt, trugen im Mittelalter durch ihre Kreativität und ihre Künstler stark zur Entwicklung des byzantinischen Stils und der byzantinischen Kultur bei.
    Es ist durchaus verständlich, dass im 19. Jahrhundert, im Kampf um eine kulturelle Emanzipation Mazedoniens, die Frage nach der Wiederbelebung des Erzbistums von Ohrid gestellt wurde. Während des Kampfes für eine eigene Sprache in den Schulen, suchten ab der Mitte des 19. Jahrhunderts die ecclesianischen Bezirke in Mazedonien auch nach einer Möglichkeit der Wiederbelebung der ecclesianischen Institution, die 1767 aufgelöst worden war. Bestärkt durch die Tatsache, dass weder die bulgarischen noch die serbischen Behörden das Erzbistum von Ohrid aufgelöst hatten, sondern vielmehr seinen selbstständigen Status anerkannten, gab es einige Hoffnung für eine Wiedergeburt des Erzbistums, sowohl staatlich wie auch kirchlich. Diese Hoffnungen erwiesen sich jedoch wegen der politischen und militärischen Gegebenheiten und der Propaganda der Nachbarstaaten als trügerisch.

    Im 20. Jahrhundert, während des zweiten Weltkrieges und des Kampfes um einen mazedonischen Staat, stellten die Mazedonen wiederum die Frage nach einer selbstständigen Kirche. Im Laufe des Jahres 1943 wurde die nationale Befreiungsbewegung zu einem Aufstand der Massen und es wurden erste Gebiete befreit. In dem zuerst befreiten Gebiet um das Dorf Izdeglavje im Bezirk Debar fand am 21. Oktober eine Versammlung des mazedonischen Klerus statt. Hierbei wurde der Beschluss gefasst, eine erzpriesterliche Verwaltung aufzubauen, aus der sich eine selbstständige mazedonische Kirche entwickeln sollte.

    Im Oktober 1944 wurde im Dorf Gorno Vranovel im Bezirk Veles ein vorläufiges Komitee zur Organisation des kirchlichen Lebens in Mazedonien gebildet. Die erste Kirchen- und Volksversammlung fand im März 1945 in Skopje statt. Über 300 Delegierte, der gesamte Klerus und Laien aus ganz Mazedonien, sprachen sich für die Realisierung der Ziele, die in Izdeglavje beschlossen worden waren aus, d.h. für eine selbstständige mazedonische Kirche mit mazedonischen Erzpriestern. Am 8. Mai 1946, nur vierzehn Monate nach der ersten Kirchen- und Volksversammlung, fand eine Versammlung des mazedonischen Klerus in Skopje statt als Reaktion auf die Tatsache, dass die Beschlüsse der Kirchen- und Volksversammlung von der Serbisch-Orthodoxen Kirche mit Verständnislosigkeit aufgenommen wurden.

    Da seitens der Vertreter der Serbisch-Orthodoxen-Kirche versucht wurde, die Lösung der mazedonischen Kirchenfrage zu verschieben, wurde von den Delegierten der zweiten Kirchen- und Volksversammlung ein Beschluss zum Wiederaufleben des Erzbistums von Ohrid und der Konstitution der Mazedonisch-Orthodoxen Kirche gefasst. Diese zweite Kirchen- und Volksversammlung fand am 4. und 5. Oktober 1958 statt. Der Patriarch der Serbisch-Orthodoxen Kirche wurde anerkannt und der Bischof von Toplice, Dositej, wurde zum Erzbischof gewählt.

    Ein Jahr nach den Verhandlungen stimmte die heilige Synode der Erzpriester der Serbisch-Orthodoxen Kirche dem Austritt der drei mazedonischen Eparchien, aus denen die Mazedonisch Orthodoxe Kirche gebildet war, zu. Damit wurden die Regel und die Verfassung der Serbisch-Orthodoxen Kirche ungültig für die Mazedonische Kirche. Im Einklang mit diesem Beschluss nahmen die serbischen Erzpriester an der Weihe der ersten mazedonischen Erzpriester teil. Der Patriarch der Serbisch-Orthodoxen Kirche, damals Patriarch German, bekam den Titel des "Patriarchen Serbiens und Mazedoniens".

    Da die serbische Kirche die jetzige Lage nicht bekannt machte, wurde am 17. und 18. Juli 1967 die dritte Kirchen-und Volksversammlung in Ohrid einberufen, an der die personelle Einheit der mazedonischen und der serbischen Kirche aufgekündigt wurde. Die Mazedonisch-Orthodoxe Kirche wird von einer Versammlung verwaltet und besteht aus folgenden Eparchien: Skopje, Prespa und Bitola, Debar und Kicevo, Bregalnica, Polog und Kumanovo, Vardar, Strumica, die Amerikanische Eparchie und die Australische Eparchie. Die europäische Eparchie befindet sich im Stadium des Aufbaus.

    In ihrer Sorge um die Gläubigen ausserhalb des Vaterlandes bemüht sich die Kirche, die Mazedonen in mazedonischen Kirchengemeinden zu organisieren. Die erste Kirchengemeinde wurde gleich nach der zweiten Kirchen- und Volksversammlung 1958 gegründet. Heute existieren über vierzig mazedonische Kirchengemeinden in den USA in Kanada, Australien und West-Europa in denen die meisten der mazedonischen Emigranten eingeschrieben sind.

    Die Ausbildung und somit die Erneuerung des mazedonischen Klerus wird vom theologischen Kolleg des Hl. Klemens von Ohrid durchgeführt. Dieses Kolleg wurde 1964 gegründet. Seit 1977 gibt es auch eine theologische Fakultät.

  3. #13
    Vuk

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    Re: Das Erzbistum von Ohrid und die Mazedonische Orthodoxe K

    Zitat Zitat von Klement
    Zitat Zitat von CAR_DUŠAN
    Also verstehe ich das so das die Mazedonier serbisch-orthodox sind oder wie?
    NEIN SIND SIE NICHT.
    Doch sind sie, aber sie wollen es nicht sein. Sondern eine eigene KIrche gründen. Du musst schon bei der wahrheit bleiben.

  4. #14
    Avatar von Klement

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    Hahahaha die serbische Propaganda hat bei dir gezogen. Wie kann die Mutterkirche von euch abstammen?

    Besuche einmal in deinem Leben Ohrid.Das Mazedonische Volk hat seine Kirche auf den Grundmauern des Erzbistums von Ohrid wiederaufgebaut...


    Im übrigen solltest du SERBE das Wort Wahrheit nicht in den Mund nehmen...

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