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Albanerin wegen Kopftuch aus Hörsaal geschmissen

Erstellt von Timur, 12.01.2012, 22:13 Uhr · 220 Antworten · 17.143 Aufrufe

  1. #101

    Registriert seit
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    Beiträge
    100
    Zitat Zitat von liberitas Beitrag anzeigen
    Wird sich etwas grundlegendes daran ändern, wenn man Frauen Bildung verweigert? Ich glaube eher, Bildung wird daran etwas ändern.
    Mann kann schon mit Argumenten Ja antworten. Zum Kopftuchverbot, nicht zur Verweigerung der Bildung. Versteht sich von selbst.

    Zum Beispiel mit folgenden Argumenten:

    Verbietet der Staat Kopftücher mit der Begründung, dass der Islam den Staat (dessen Kern: Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und freiheitliche Grundordnung) ablehnt und angreift, würde dies zu Diskussionen führen. An den Diskussionen würden sich alle Parteien beteiligen. Es würde diskutiert werden, ob der Islam den Staat ablehnt und angreift, ob das richtig ist, wozu das führt, was der Staat im Gegenzug machen darf, ob er sich wehren darf oder einfach dem Islam zum Opfer fallen muss, wo dies wiederum führen würde, etc. Dies würde zu einer Aufklärung führen. Die Leute würden die Argumente der Gegenseite zur Kenntnis nehmen. Bereits deshalb meine ich deine Frage mit Ja beantworten zu können.

    Mit welchen Argumenten beantwortest du sie denn mit Nein?

    Siehst du überhaupt kein Problem darin, dass Kinder von einer Lehrerin (die die Studentin ja werden wird) mit einem Kopftuch unterrichtet werden? Ist es nicht so, dass die Schule die in der Verfassung verankerten Kernwerte im Unterricht mitvermitteln soll? Kann eine Lehrerin diese Kernwerte vermitteln, ohne selbst für sie einzustehen? Ich glaube, nein. Kann eine dem Islam 100%ig anhängige Lehrerin für diese Kernwerte einstehen? Ich glaube, nein.

    Nun ist es so, dass (m.E.) Religionen missratene Gesetzesordnungen sind. Missraten deshalb, weil sie keine definitive Instanzen für ihre Auslegung kennen. Es gibt kein Bundesverfassungsgericht im Islam, das alle grundlegenden Fragen, ob neue oder alte, mit endgültiger Stimme klärt. Religionen sind alles und zugleich nichts. Sie ermöglichen die Inquisition, Hexenjagd, aber auch die Wohltaten von Mutter Theresa. Bzw. den Jihad, die Steinugung und Zwangsbeschneidung der Frauen, aber auch die im Islam findbare Nächstenliebe. Gesetze sind Religionen deshalb, weil sie auf Rechts- und Wertegebung zielen. Genau wie Gesetze enthalten auch sie Normen, Gebote und Verbote, Sanktionen und Benefitionen. Als missratene Gesetze sind Religionen schwer zu fassen. Du kannst deshalb natürlich auch die Meinung vertreten, dass eine dem Islam 100%ig anhängige Lehrerin den (demokratischen) Staat in seinem Kernbestand (Verfassung) nicht ablehnt und angreift. Aber dann muss man sich einigen Fragen stellen: 1. Inwieweit wird Demokratie in ihren Kernelementen vom Islam toleriert? 2. Inwieweit toleriert Islam als selbsternannte "Gottesordnung" irgendeine andere menschlich geschaffene Staats- oder Gesellschaftsorganisationsform überhaupt? 3. Inwieweit ist eine Trennung von Staat und Religion für den Islam hinnehmbar? Etc, etc. Jede Menge Fragen würden sich anschließen.

  2. #102
    Avatar von liberitas

    Registriert seit
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    11.790
    Ich mache es kurz, lange Monologe liegen mir nicht.

    Ich versuche nicht alles über einen Kamm zu scheren. Bei uns leben die meisten Muslime im Einklang mit unserer Rechtsstaatlichkeit, das ist Fakt.

    Ja, ich hätte ein Problem, würden meine Kinder von einer Lehrerin mit Kopftuch unterrichtet werden, genau so wie ich es mit einer bigotten Christin oder einer Lehrkraft vom rechten Rand hätte. Ob eine Lehrerin mit Kopftuch befähigt wäre unsere Kernwerte zu vermitteln, kann ich nicht beurteilen, genau so wenig wie ich beurteilen kann, wie es mit dem vermitteln von Werten in einer Klosterschule ist.

    Als Atheistin kann ich jedoch sehr gut mit Muslime, mit oder ohne Kopftuch, auskommen, gegenseitige Akzeptanz ist das Zauberwort und das betrifft beide Seiten.

  3. #103

    Registriert seit
    13.06.2011
    Beiträge
    501
    Zitat Zitat von liberitas Beitrag anzeigen
    Ich mache es kurz, lange Monologe liegen mir nicht.

    Ich versuche nicht alles über einen Kamm zu scheren. Bei uns leben die meisten Muslime im Einklang mit unserer Rechtsstaatlichkeit, das ist Fakt.

    Ja, ich hätte ein Problem, würden meine Kinder von einer Lehrerin mit Kopftuch unterrichtet werden, genau so wie ich es mit einer bigotten Christin oder einer Lehrkraft vom rechten Rand hätte. Ob eine Lehrerin mit Kopftuch befähigt wäre unsere Kernwerte zu vermitteln, kann ich nicht beurteilen, genau so wenig wie ich beurteilen kann, wie es mit dem vermitteln von Werten in einer Klosterschule ist.

    Als Atheistin kann ich jedoch sehr gut mit Muslime, mit oder ohne Kopftuch, auskommen, gegenseitige Akzeptanz ist das Zauberwort und das betrifft beide Seiten.
    Du bist im falschen Forum. Du solltest dich glaub ich lieber hier auftreiben: www.forum.thiazi.net, da passt du besser rein.

  4. #104
    Avatar von Cobra

    Registriert seit
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    64.191
    Zitat Zitat von Corleone Beitrag anzeigen
    Du bist im falschen Forum. Du solltest dich glaub ich lieber hier auftreiben: www.forum.thiazi.net, da passt du besser rein.
    Lass deine lächerlichen Unterstellungen einfach sein

  5. #105
    Avatar von liberitas

    Registriert seit
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    11.790
    Zitat Zitat von Corleone Beitrag anzeigen
    Du bist im falschen Forum. Du solltest dich glaub ich lieber hier auftreiben: www.forum.thiazi.net, da passt du besser rein.
    Und du bist ein Depp.

  6. #106

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von liberitas Beitrag anzeigen
    Und du bist ein Depp.
    Sag das zu dem, der dich fickt.

  7. #107
    Avatar von liberitas

    Registriert seit
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    Beiträge
    11.790
    Deine Intelligenz stinkt zum Himmel.

  8. #108
    Ferdydurke
    Zitat Zitat von artoni Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, ob ich dir zustimmen würde. Ich habe schon ein weiches Herz, würde dir wahrscheinlich letzten Endes Recht geben. Aber wenn ich selbst jemals einer Religion, einer Doktrin, einer Ideologie anhängen sollte, die Demokratie und Staat ablehnt und angreift, und der Staat und die Demokratie würde mich deshalb in meinen Rechten "einschränken", würde ich mich nicht beschweren. Ich hätte kein Recht hierzu.

    Wenn Islam den Staat ablehnt und angreift, Demokratie ablehnt und angreift, Menschenrechte ablehnt und angreift, ist es das Normalste der Welt, dass diese ihrerseits den Islam ablehnen und angreifen.

    Ich habe bewusst in "hypothetischen" wenn-Sätzen gesprochen, um hier das Thema nicht ausarten zu lassen. Jeder soll für sich selbst beantworten, ob Islam meine wenn-Sätze erfüllt oder nicht.
    Das ist aber ein dickes Paket, dass eine junge Frau mit kopftuch automatisch mit sich herumträgt deiner Meinung nach...

    Wenn man jeden von der Uni schmeißen würde, bei dem irgendwie der Verdacht besteht, einer Bevölkerungsgruppe nahezustehen, die eine anti-demokratische Gesinnung hat, würden die Unis wahrscheinlich ziemlich leer, bzw. man hätte relativ schnell eine einflußreiche Lobby auf den Barrikaden, die seit Jahrzehnten problemlos gesellschaftlichen Aufstieg und Ablehnung grunddemokratischer Werte miteinander verbindet, und sich selbst als gebildtee Elite betrachtet.

  9. #109
    ELME.
    Zitat Zitat von liberitas Beitrag anzeigen
    Ich mache es kurz, lange Monologe liegen mir nicht.

    Ich versuche nicht alles über einen Kamm zu scheren. Bei uns leben die meisten Muslime im Einklang mit unserer Rechtsstaatlichkeit, das ist Fakt.

    Ja, ich hätte ein Problem, würden meine Kinder von einer Lehrerin mit Kopftuch unterrichtet werden, genau so wie ich es mit einer bigotten Christin oder einer Lehrkraft vom rechten Rand hätte. Ob eine Lehrerin mit Kopftuch befähigt wäre unsere Kernwerte zu vermitteln, kann ich nicht beurteilen, genau so wenig wie ich beurteilen kann, wie es mit dem vermitteln von Werten in einer Klosterschule ist.

    Als Atheistin kann ich jedoch sehr gut mit Muslime, mit oder ohne Kopftuch, auskommen, gegenseitige Akzeptanz ist das Zauberwort und das betrifft beide Seiten.

  10. #110
    Ferdydurke
    Jetzt unanbhängig vom Kopftuch- ist eine grunddemokratische Anschauung Voraussetzung für einen Universitätsbesuch?

    Wenn ja- wie will man das rechtfertigen und wie will man es überprüfen?

    und ist es für einen Staat wie die Türkei, der mit einer sehr häßlichen Form von Nationalismus (nicht Islamismus!) unter der sich unbewältigte Vergangenheit mit Militärdiktatur, Unterdrückung von Minderheiten und Andersdenkenden, Folter und Mord subsumieren lassen, wirlkich gesund, sich auf die Vermeidung von Kopftüchern einzuschießen?

    Bzw. ist die Aufhebung des Kopftuchverbotes or diesem Hintergrund nicht eher ein Schritt in Richtung Öffnung als in Richtung Abgrenzung

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