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Albanien: Interesse am Christentum wächst

Erstellt von Robert, 01.08.2010, 19:51 Uhr · 202 Antworten · 15.448 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    04.05.2009
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    Albanien: Interesse am Christentum wächst

    Albanien: Interesse am Christentum wächst

    von Thomas Schneider • 29. Juli 2010
    Quelle: idea.de
    Bad Blankenburg (idea) – In Albanien wächst das Interesse am christlichen Glauben. Das beobachtet der Vorsitzende der Evangelischen Allianz in dem Balkanland.

    Wie Pastor Fitor Muca (Tirana) am 29. Juli bei der Jahreskonferenz der Deutschen Evangelischen Allianz in Bad Blankenburg (Thüringen) sagte, gehören in seiner Heimat derzeit 127 Gemeinden und christliche Organisationen zu der evangelikalen Dachorganisation. „Das Wort Gottes verbreitet sich sehr schnell“, erklärte Muca. Das sei besonders deshalb erstaunlich, weil die früheren kommunistischen Machthaber 1967 ein totales Religionsverbot erlassen hatten. Der stalinistische Diktator Enver Hoxha (1908-1985) hatte Albanien zum „ersten atheistischen Staat der Welt“ ausgerufen. Das wirke bis heute nach, so Muca, obwohl das Land jetzt laut Verfassung weltanschaulich und religiös neutral ist. Viele Albaner hätten nach wie vor kein offizielles Religionsbekenntnis abgelegt. Muca bat die Teilnehmer der Allianzkonferenz um Fürbitte: „Wir brauchen eure Gebete und eure Unterstützung, um das Wort Gottes in jede Ecke des Landes zu bringen.“ Die Evangelikalen bilden unter den 3,1 Millionen Einwohnern eine winzige Minderheit. Etwa 70 Prozent sind Muslime, 20 Prozent gehören zur Albanisch-Orthodoxen Kirche, und annähernd 10 Prozent sind katholisch.

  2. #2
    Luli
    Diese Evanglikalen sollen sich einen Job suchen. Wollen den Albanern beibringen was Christentum ist obwohl wir vor den Deutschen mit Jahrhunderten von Jahren Christen sind, obwohl wie Christen und Moslem bei den Albanern nur 0.5% überhaupt weiss an was er glaubt und eher jeder ein Mitgänger ist.

  3. #3

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    13.527
    uns albanern ist die religion egal denn wir haben ja überhaupt garkeine nur die wenigstens

  4. #4

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    Nochwas interessantes über den Kosovo gefunden,da habe ich gestaunt.

    Verborgene Christen

    Christ und Moslem zugleich: Die Doppelexistenz der «Kryptochristen» in Kosovo

    [h6]Daniel Klingenberg[/h6]
    Als Überlebensstrategie greifen kosovo-albanische Christen zu einem doppelten Bekenntnis. Sie besuchen die Moschee und taufen ihre Kinder auf den christlichen Gott. Mit der politischen Öffnung wagen sie sich an die Öffentlichkeit.
    Innen Christen, aussen Moslems: Seit Jahrhunderten gibt es in Kosovo ganze Familien, die im Verborgenen christliche Rituale pflegen, sich aber öffentlich zum Islam bekennen. In der Fachwelt wird das Phänomen als «Kryptochristentum» bezeichnet, was so viel wie «verborgenes Christentum» bedeutet. Es gibt nicht viele Theologen, welche sich der Erforschung der Mitglieder dieser «innerseelischen Untergrundkirche» widmen: Die Literatur ist spärlich. Einer von ihnen ist Albert Ramaj, der in St. Gallen ein Albanisches Institut gegründet hat und sich auf die Erforschung des Christentums im Balkan spezialisiert hat.
    [h5]Mit Tod bedroht[/h5]
    Dass Kryptochristen kein gängiges Forschungsthema sind, hängt damit zusammen, dass sie nicht ganz einfach ausfindig zu machen sind. Im Albanischen werden sie als «Laramanen» bezeichnet, was auf Deutsch «die Bunten» oder «die Gescheckten» bedeutet: ein farbliches Religions-Patchwork.
    Die «Zweigläubigkeit» der Kryptochristen geht auf die sowohl militärisch als auch religiös erfolgreiche islamische Offensive der Osmanen im 14. Jahrhundert zurück. Der Islam breitete sich rasch aus, was vor allem ökonomische Gründe hatte. Das hatte auch Konsequenzen für die Christen in Albanien: Übertritt zum Islam war gleichbedeutend mit Aufstieg in die politische Oberschicht. Die nichtislamische Unterschicht hingegen hatte wenig Rechte und musste eine hohe Kopfsteuer bezahlen.
    Pragmatische Konversion

    Viele Christen griffen deshalb zu einer Überlebensstrategie: Sie traten äusserlich zum Islam über, nahmen einen türkischen Namen an und besuchten regelmässig die Moschee. Dieser Lösung kam entgegen, dass nur das Familienoberhaupt konvertieren musste, um der Kopfsteuer zu entgehen. Innerhalb der Familie hielt man aber am Christentum fest: Man besuchte weiter den christlichen Gottesdienst, Priester trauten Paare, und die christlichen Festtage wurden begangen. In einer Gemeinde im Süden von Kosovo wurden gar spezielle «Taufbücher» gefunden: Darin sind über 3000 auf den christlichen Gott getaufte Moslems eingetragen.
    Das erste schriftliche Zeugnis für das Kryptochristentum belegt diese mit einem Verbot: Das albanische Nationalkonzil beschloss 1703, die «Gescheckten» von den Sakramenten auszuschliessen. Papst Benedikt XIV. bestätigte 1754 diese Entscheidung und verbot ihnen auch, türkische Namen anzunehmen. In Albanien zeigte man sich verständnisvoller: Den Kryptochristen wurde «nur» auferlegt, sich im Kontakt mit Ämtern als Katholiken zu bekennen. Auch wenn sie dadurch in Todesgefahr kamen.
    Verkleidungskünste

    Die Geheimhaltung des Glaubens erforderte oft Verkleidungskünste. So berichtet Ramaj von einem Fall Anfang des 20. Jahrhunderts, in dem sich ein Priester für einen Hausbesuch bei Lamaranen als Jäger ausgab: «Er nahm ein Gewehr, einen Rucksack – und manchmal einen toten Vogel mit.»
    In Fachartikeln hat Albert Ramaj eine Summe von Material zum Kryptochristentum zusammengetragen. Da er in Kosovo aufgewachsen ist, wo die Bevölkerung zu 90 Prozent aus Albanern besteht, steht er in direktem Kontakt mit «Gescheckten». Rund 20 000 Kryptochristen, so schätzt er, leben in der Nähe seines Heimatortes Stublla auf einer Fläche von der Grösse des Kantons St. Gallen. In Interviews hat Ramaj die Lebenssituation von Kryptochristen erhoben und plant eine Buchherausgabe.
    [h5]Friedliches Nebeneinander[/h5]
    Neben Zeugnissen über Folter und Gefangenschaft von Kryptochristen gibt es auch Belege über ein friedliches Nebeneinander von Moslems und Christen. So berichtet Ramaj vom gemeinsam vollzogenen Brauch der Flursegnung: «Im Sommer lesen Christen und Moslems nach alter Sitte auf den Friedhöfen die Messe und begehen danach gemeinsam den Brauch, die Felder zu segnen.» Und je nachdem tanzen Kryptochristen auch auf beiden Religions-Hochzeiten: Mit den Moslems feiern sie das Opferfest Bayram, mit den Christen Ostern.
    PERSON
    Der 35-jährige Albert Ramaj stammt aus Stublla im Süden von Kosovo. Er hat in der Vojvodina die Mittelschule besucht und in Graz und Luzern Theologie und Philosophie studiert. Seit 2001 lebt er in St. Gallen und hat hier das Albanische Institut gegründet. Er ist Mitherausgeber des Buches «Die Albaner in der Republik Makedonien», aus der Reihe «Wiener Osteuropa Studien». Wissenschafter, Politiker und Schriftsteller äussern sich darin zur Koexistenz von Albanern und Makedoniern. Zudem publiziert Ramaj in der Zeitschrift «Glaube in der zweiten Welt», die über Religion und Kirche im ehemaligen Osten Europas informiert. (kl)
    Tagblatt, 26 Mai 2007, S. 27, online:e


    Kosova-Aktuell - Das -Kryptochristentum- in Kosova

  5. #5

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    13.681
    Zitat Zitat von SUPERSHQIPE Beitrag anzeigen
    Diese Evanglikalen sollen sich einen Job suchen. Wollen den Albanern beibringen was Christentum ist obwohl wir vor den Deutschen mit Jahrhunderten von Jahren Christen sind, obwohl wie Christen und Moslem bei den Albanern nur 0.5% überhaupt weiss an was er glaubt und eher jeder ein Mitgänger ist.
    Der Fitor Muca ist doch Albaner.
    Und es geht ja nicht darum das sie uns was beibringen wollen,das hat keiner gesagt,steht auch nicht im artikel.
    Es geht nur darum das das interesse am christentum wächst,in Albanien.

  6. #6

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    12.080
    Mir ist meine Religion nicht egal und lieber würd ich sterben als sie zu wechseln.

  7. #7
    Avatar von Arbanasi

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    6.534
    Roberto, seit einiger zeit Mutierst du zu nem "Super Christen" ^^


    Nicht gut für Albanien!

  8. #8

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    1.069
    Zitat Zitat von Roberto Beitrag anzeigen
    Nochwas interessantes über den Kosovo gefunden,da habe ich gestaunt.

    Verborgene Christen

    Christ und Moslem zugleich: Die Doppelexistenz der «Kryptochristen» in Kosovo

    [h6]Daniel Klingenberg[/h6]
    Als Überlebensstrategie greifen kosovo-albanische Christen zu einem doppelten Bekenntnis. Sie besuchen die Moschee und taufen ihre Kinder auf den christlichen Gott. Mit der politischen Öffnung wagen sie sich an die Öffentlichkeit.
    Innen Christen, aussen Moslems: Seit Jahrhunderten gibt es in Kosovo ganze Familien, die im Verborgenen christliche Rituale pflegen, sich aber öffentlich zum Islam bekennen. In der Fachwelt wird das Phänomen als «Kryptochristentum» bezeichnet, was so viel wie «verborgenes Christentum» bedeutet. Es gibt nicht viele Theologen, welche sich der Erforschung der Mitglieder dieser «innerseelischen Untergrundkirche» widmen: Die Literatur ist spärlich. Einer von ihnen ist Albert Ramaj, der in St. Gallen ein Albanisches Institut gegründet hat und sich auf die Erforschung des Christentums im Balkan spezialisiert hat.
    [h5]Mit Tod bedroht[/h5]
    Dass Kryptochristen kein gängiges Forschungsthema sind, hängt damit zusammen, dass sie nicht ganz einfach ausfindig zu machen sind. Im Albanischen werden sie als «Laramanen» bezeichnet, was auf Deutsch «die Bunten» oder «die Gescheckten» bedeutet: ein farbliches Religions-Patchwork.
    Die «Zweigläubigkeit» der Kryptochristen geht auf die sowohl militärisch als auch religiös erfolgreiche islamische Offensive der Osmanen im 14. Jahrhundert zurück. Der Islam breitete sich rasch aus, was vor allem ökonomische Gründe hatte. Das hatte auch Konsequenzen für die Christen in Albanien: Übertritt zum Islam war gleichbedeutend mit Aufstieg in die politische Oberschicht. Die nichtislamische Unterschicht hingegen hatte wenig Rechte und musste eine hohe Kopfsteuer bezahlen.
    Pragmatische Konversion

    Viele Christen griffen deshalb zu einer Überlebensstrategie: Sie traten äusserlich zum Islam über, nahmen einen türkischen Namen an und besuchten regelmässig die Moschee. Dieser Lösung kam entgegen, dass nur das Familienoberhaupt konvertieren musste, um der Kopfsteuer zu entgehen. Innerhalb der Familie hielt man aber am Christentum fest: Man besuchte weiter den christlichen Gottesdienst, Priester trauten Paare, und die christlichen Festtage wurden begangen. In einer Gemeinde im Süden von Kosovo wurden gar spezielle «Taufbücher» gefunden: Darin sind über 3000 auf den christlichen Gott getaufte Moslems eingetragen.
    Das erste schriftliche Zeugnis für das Kryptochristentum belegt diese mit einem Verbot: Das albanische Nationalkonzil beschloss 1703, die «Gescheckten» von den Sakramenten auszuschliessen. Papst Benedikt XIV. bestätigte 1754 diese Entscheidung und verbot ihnen auch, türkische Namen anzunehmen. In Albanien zeigte man sich verständnisvoller: Den Kryptochristen wurde «nur» auferlegt, sich im Kontakt mit Ämtern als Katholiken zu bekennen. Auch wenn sie dadurch in Todesgefahr kamen.
    Verkleidungskünste

    Die Geheimhaltung des Glaubens erforderte oft Verkleidungskünste. So berichtet Ramaj von einem Fall Anfang des 20. Jahrhunderts, in dem sich ein Priester für einen Hausbesuch bei Lamaranen als Jäger ausgab: «Er nahm ein Gewehr, einen Rucksack – und manchmal einen toten Vogel mit.»
    In Fachartikeln hat Albert Ramaj eine Summe von Material zum Kryptochristentum zusammengetragen. Da er in Kosovo aufgewachsen ist, wo die Bevölkerung zu 90 Prozent aus Albanern besteht, steht er in direktem Kontakt mit «Gescheckten». Rund 20 000 Kryptochristen, so schätzt er, leben in der Nähe seines Heimatortes Stublla auf einer Fläche von der Grösse des Kantons St. Gallen. In Interviews hat Ramaj die Lebenssituation von Kryptochristen erhoben und plant eine Buchherausgabe.
    [h5]Friedliches Nebeneinander[/h5]
    Neben Zeugnissen über Folter und Gefangenschaft von Kryptochristen gibt es auch Belege über ein friedliches Nebeneinander von Moslems und Christen. So berichtet Ramaj vom gemeinsam vollzogenen Brauch der Flursegnung: «Im Sommer lesen Christen und Moslems nach alter Sitte auf den Friedhöfen die Messe und begehen danach gemeinsam den Brauch, die Felder zu segnen.» Und je nachdem tanzen Kryptochristen auch auf beiden Religions-Hochzeiten: Mit den Moslems feiern sie das Opferfest Bayram, mit den Christen Ostern.
    PERSON
    Der 35-jährige Albert Ramaj stammt aus Stublla im Süden von Kosovo. Er hat in der Vojvodina die Mittelschule besucht und in Graz und Luzern Theologie und Philosophie studiert. Seit 2001 lebt er in St. Gallen und hat hier das Albanische Institut gegründet. Er ist Mitherausgeber des Buches «Die Albaner in der Republik Makedonien», aus der Reihe «Wiener Osteuropa Studien». Wissenschafter, Politiker und Schriftsteller äussern sich darin zur Koexistenz von Albanern und Makedoniern. Zudem publiziert Ramaj in der Zeitschrift «Glaube in der zweiten Welt», die über Religion und Kirche im ehemaligen Osten Europas informiert. (kl)
    Tagblatt, 26 Mai 2007, S. 27, online:e


    Kosova-Aktuell - Das -Kryptochristentum- in Kosova

    HA HA coole Überschrift ich muss sage das ist in der tat wahr.

    Die meisten Albaner interessieren sich nicht für Religionen. Aber die Gesellschaft forder es halt das man eine gewisse Glaubensrichtung hat.

  9. #9
    Avatar von Straßenfeger

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    22.05.2010
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    669
    Zitat Zitat von Roberto Beitrag anzeigen
    Muca bat die Teilnehmer der Allianzkonferenz um Fürbitte: „Wir brauchen eure Gebete und eure Unterstützung, um das Wort Gottes in jede Ecke des Landes zu bringen.“
    Weiterhin viel Erfolg und Gottes Segen.

    Verborgene Christen
    Christ und Moslem zugleich: Die Doppelexistenz der «Kryptochristen» in Kosovo
    Sehr interessant. Danke.

  10. #10

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Arbanasi Beitrag anzeigen
    Roberto, seit einiger zeit Mutierst du zu nem "Super Christen" ^^


    Nicht gut für Albanien!
    Superchrist bin ich nicht,ich geh auch ganz ganz selten zur kirche.
    Aber wenn es news aus albanien gibt,dann tu ich sie posten,dafür ist ja das forum da.Ich rege mich auch nicht auf wenn man Islamische Threads aufmacht.Und hier wird auch nicht gegen den Islam gehetzt.

    Und in erster linie bin ich albaner und dann christ,wer genau so denkt,den mag ich.

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